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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Blue Moon - Als Werwolf geboren
Titel Blue Moon - Als Werwolf geboren
Produktion/Vertrieb SUNFILM Entertainment
Homepage www.sunfilm.de
Veröffentlichung 01.12.2011
Laufzeit 81:56 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 1 von 15 Punkten
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Mit "Blue Moon" bringt Sunfilm eine Mogelpackung auf den Markt, die wirklich mal den Vogel abschiet. Regisseur Joe Nimziki hat diesen Film in den USA mit dem Titel "The Howling: Reborn" gedreht. Ein weiterer Teil der langjhrigen Werwolf-Filmreihe, welche mal einigermaen gelungene und mal schwache und billige Fortsetzungen des Klassikers von Joe Dante hervor gebracht hat. Es reicht ja nicht, dass man Filmtitel und Covermotiv entsprechend der aktuellen Teenie-Vampir-Welle ndert, der Film ist zudem in der deutschen Verffentlichung um ganze zehn Minuten gekrzt worden. Mit der so erlangten FSK ab 12-Freigabe lsst sich Teenie-Horror anscheinend besser verkaufen. Es war wirklich eine Qual, sich diesen unvollstndigen Torso anzusehen. Bei jeder Szene, in der mal was passieren knnte, wurde die Schere angesetzt. Das weitet sich gegen Ende zu ganzen Abschnitten aus, was sich auch auf den Sinn der Geschichte auswirkt. Da fehlen einfach mal zwei bis drei Minuten von der Handlung. Es ist ja egal was da passiert, die Jugendlichen von heute interessieren sich ja eh nur fr die hbschen Jungs und Mdchen im Film. Ich halte so eine Einstellung und die entsprechende Umsetzung fr eine Frechheit. Nicht jeder informiert sich vorm DVD-Kauf ber die Vollstndigkeit des Materials und so werden mit solchen Aktionen schlicht und ergreifend Kunden verarscht.
Dabei waren die Anstze von "Blue Moon" gar nicht mal so schlecht. Es wird eine Geschichte um Jugendliche im alltglichen Schulwahnsinn erzhlt. Es geht um Probleme von Auenseitern und die erste groe Romanze: Der unsichere Will steht schon lnger auf die coole Eliana, die ganz klar ber seiner Liga spielt. In der letzten Nacht vor dem Schulabschluss nimmt er allen Mut zusammen und spricht sie an. Abgesehen davon passieren komische Dinge mit Will. So verndert er sich und wird nach und nach immer attraktiver und lockerer. Vielleicht hat das etwas mit der extra Portion Kajal um die Augen zu tun oder mit der Tatsache, dass er sich auf Grund seiner Herkunft in einen Werwolf verwandelt. Das ist zwar alles nichts Besonderes, aber trotzdem htte sich der Streifen ohne Krzungen im Bewertungsmittelfeld wiedergefunden. Technisch gesehen ist "Blue Moon" ganz in Ordnung und die Darsteller bemhen sich. Es ist kein wirklich guter Film (soweit ich das nach dieser Fassung beurteilen kann) aber eben auch kein Totalausfall. In dieser Form kann ich die DVD niemandem empfehlen. Ich werde die Liebhaber von "Twilight" und Konsorten zwar nie verstehen, aber selbst die haben diese Verffentlichung nicht verdient. Finger weg!
Eigentlich spielt es keine Rolle mehr, aber neben ein paar Trailern befindet sich ein ausfhrliches "Making Of" auf der Scheibe.
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