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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

2030 - Aufstand der Jungen
Titel 2030 - Aufstand der Jungen
Produktion/Vertrieb Universum Film / ZDF
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Veröffentlichung 14.01.2011
Laufzeit 95:00 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Der von mir leider verpasste Sci-Fi Doku-Thriller im TV-Format "2030 - Aufstand der Alten" hat nun mit "2030 - Aufstand der Jungen" einen Nachfolger gefunden, welcher aber nur noch in Spielfilmlnge gedreht wurde. Stand im ersten Teil noch Lena Bach (Bettina Zimmermann) als ermittelnde Journalistin im Focus der Geschichte ist sie im zweiten Teil nur als Stichwortgeberin und Kollegin von Sophie (Lavinia Wilson) am Start. Das wirkt zwar etwas befremdlich, ist aber nicht allzu schlimm. Sophie ist auf der Suche nach ihrem Jungenfreund Tim, der angeschossen und angeblich verstorben ist. Sophie glaubt aber an ein Komplott und findet jede Menge Hinweise, dass Tim nicht tot ist. Tim (Barnaby Metschurat aus "KDD") und Sophie sind 30 Jahre alt und so genannte Milleniumskinder ber die das TV seit ihrer Geburt eine lockere Dokuserie macht. Aus berwachungskameras, Rckblenden und Ausschnitten aus dieser Dokuserie bekommt der Zuschauer und Lena durch Sophie Informationen ber die Geschichte, was gut gemacht wurde und mit einigen modernen Elementen zu einem in der nahen Zukunft spielenden Film passt. Unser Jahr 2030 wird dster dargestellt, da die Jungen durch unsere Misswirtschaft in der Vergangenheit oft kein Geld haben, schlecht versichert sind und durch den zunehmenden Wegfall der Mittelschicht keine Rcklagen durch die Familie haben. Das gibt Unruhen im Land und lsst die Behrden hart durchgreifen. Es ist eine sehr dstere und in meinen Augen recht realistische Zukunft, welche mehr gruselt als alle abstrusen Horrorfilme, da hier echte Probleme vergrert dargestellt werden. Der Dokumentationsstil und die gezeigten heruntergekommenen und trostlosen Grostadtbereiche stehen im krassen Gegensatz zu gutsituierten Menschen wie Sophie, welche in "Hochhusern aus Glas" hoch ber der Stadt angenehm leben. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer grer und der Zuschauer fiebert mit der Geschichte mit, auch wenn am Ende die Auflsung leider unspektakulr aber auch irgendwie nahe an der Realitt wirkt.
Den einzigen Fehler der Macher muss ich hier aber erwhnen: Es fehlen jegliche Bonus Materien die bei einem so ambitionierten Projekt sicherlich dazu gehren. Interviews mit Besetzung und Machern wren hier Pflicht gewesen.
Fazit: Mit mehr solch ambitionierten, spannenden und nachdenklichen Filmen knnte das ZDF inklusive einer neuen Programmstruktur den Ruf als Rentnersender mit der Zeit verlieren!
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