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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing BELPHEGOR, LEGION, OBSCURE VORTEX
Ort Koblenz, Suppkultur
Datum 24.05.2004
Autor Uli Esser
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Belphegor live in Koblenz! Mit einer starken Scheibe wie "Lucifer Incestus" im Rcken und einer Vorband wie LEGION htte man eigentlich erwarten drfen, ein halbwegs volles Haus vorzufinden, doch die leider nur ca. 80 anwesenden Nasen boten ein trauriges Bild (was aber bei den meisten anderen Gigs auch nicht besser aussah!), was vielleicht auch Folge einer vllig unzureichenden Promokampagne (ich hab z.B. kein einziges Plakat in Koblenz entdecken knnen!) war... egal:
Die lokale Band OBSCURE VORTEX erffneten den Abend gegen kurz nach 9 mit einer deftigen Mischung aus Deathrash und einigen Black-Metal Elementen, wobei insbesondere im Drums und Gitarrenbereich die Liebe der Jungs zu gutem, altem 80er Thrash zu hren war! Vielversprechend!
Auf LEGION war ich ganz besonders gespannt, schlielich zhlte ihr letztjhriges Debut "Unseen Creation" zu den besseren, norwegischen Black Metal Alben; auerdem verfgt die Band mit MARDUK-Tier Emil hinter den Kesseln ber einen ganz besonderen Schlagzeugverprgeler! Doch die fnf "Pandabren" erwischten einen hundsmiserablen Sound, der auer "Retribution" und dem Testament-Cover "COTLOD" (den man als Zugabe spielte!) nichts heraushren lies und so hchstens fr pfeifende Trommelfelle verantwortlich war. Schade, denn vom Stageacting her waren die Jungs nicht bel, besonders der an den ex-MARDUK Frontmann Legion erinnernde Schreihals bot eine schrille Show!
 
Leider erst gegen kurz vor halb zwlf traten dann das "blasphemische Blast-Kommando" um Helmuth und Sigurd auf die Bhne, um mit dem Opener des neuen Albums "Goatchrist" ordentlich loszulegen. Der Sound war besser, wenn auch immer noch nicht perfekt und erstmals kam in die Besucher-"Masse" richtig Bewegung. Helmuth, in breitestem sterreichischem Dialekt, fhrte gewohnt bissig und provozierend durch's Programm, das alle Highlights der Band ("Necrodaemon Terrorsathan", "Blutsabbath", "The Swarm", "Fukk the Blood of Christ") enthielt und teilweise noch schneller durch die PA geprgelt wurde, als es schon auf Tonkonserve zu hren ist (!!). Leider spielten BELPHEGOR, vielleicht aufgrund der extrem verspteten Anfangszeit, einen sehr kurzen Gig, und so war nach "Lucifer Incestus" auch leider schon Schluss! Dass BELPHEGOR jedoch trotz magerer Zuschauerkulisse tight, brutal und unerbrmlich ihren Songholocaust runterbretterten, spricht fr ihre Souveranitt! Beim nchstem mal bitte pnktlich anfangen und entsprechend lnger spielen, Jungs! Ach,ja: Noch ein Wort zu den Merchandise-Preisen: wenn man bei einer solch mageren Kulisse fr alle (!) Shirts, selbst die von Obscure Vortex 15 Euro (!!) verlangt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn man auf seinem Kram sitzen bleibt!!!
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