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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing AXEL RUDI PELL, THUNDERSTONE, PUMP
Ort Frankfurt, Batschkapp
Datum 29.04.2004
Autor Thorsten Dietrich
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Nachdem ich die letzte Gastspielreise des Herrn Pell verpasst hatte, wartete ich nun seit Wochen, dass der Wattenscheider Gitarrist mal wieder tourt. Der nchstgelegene Ort fr mich war die Batschkapp in Frankfurt. Axel Rudi Pell und die Batschkapp hatte ich beide noch nicht gesehen, so war ich dann sehr gespannt. Leider haben wir uns dann auf dem Frankfurter Ring trotz (oder wegen?) der Beschreibung gut verfahren, so dass wir erst ca. 20.15 in der Batschkapp ankamen. Wie so viele Kultschuppen kann man nur sagen: Auen pfui. Dafr gibt es eine Kneipe drin, aber erst einmal wollte ich die Schwaben von Pump sehen, die ihren Set pnktlich um 20:00 begannen.
Pump Pump
Die fnf Kerle haben sich dem 80er Jahre Hard Rock knackiger Prgung verschrieben. Ausgestattet mit einem Snger mit Eiern rockten Pump auf der beengten Bhne auf der sich noch Mike Terranas Drumkit befand ordentlich drauf los und konnten nicht nur mich mit einer zwar beengten und deshalb statischen, aber auch energischen Performance begeistern. Natrlich rockte man Songs des Debt "Against Everybody's Advice" und hatte glcklicherweise nicht so schlimme Hemden wie auf den Promofotos an. Trotzdem waren ihre Leibchen aufgrund den tropischen Umstnden bald durchgeschwitzt.
Thunderstone Thunderstone
In der Umbaupause erfuhr ich dann, dass der Laden ausverkauft war, aber die in dieser Hinsicht wenig kooperativen Menschen am Eingang konnten mir nicht sagen wie viel dort reinpassen. Dann kamen Thunderstone, die Melodic Power Metaller aus Finnland. Sie schienen einige Fans im Publikum zu haben und damit meine ich nicht nur die permanent kreischende Frau in der ersten Reihe, die auf finnisch abwechselnd Prost, Danke und die Namen der Bandmitglieder (Tiiiiiimo!!!) kreischte. Wenn die nachts genauso laut ist, mchte ich nicht in der Nachbarschaft wohnen. Thunderstone boten einen Querschnitt ihres selbstbetitelten Debts und der meiner Meinung nach strkeren "The Burning"-Scheibe. Erst gegen Mitte des Sets merkte ich, dass die Keyboards nicht vom Band kamen, sondern der Keyboarder auf der linken Bhnenseite fast am Ausgang platziert war. War halt eng. Songs wie "Break The Emotions" machen einfach Freude und ich hoffe die Finnen mal mit mehr Platz sehen zu knnen!
Axel Rudi Pell Danach war es endlich so weit! Axel kam und alle waren glcklich. Axel Rudi Pell vereint alle: Nackenmhnen, ltere Hausfrauen, Metaller, Oberlippenbrte und Normalos. Seine Mischung aus Hard Rock und Metal ist es halt. Nach einem Intro ging die Band untersttzt von zwei neuen Backgroundsngerinnen direkt mit den Speednummern "Tear Down The Walls" und "Nasty Reputation" in die Vollen. Der Laden kochte und nicht nur, weil wir drauen recht sommerliche Temperaturen hatten. Johnny Gioeli sagte dann dem Publikum, dass er eine echt angeschlagene Stimme htte, machte aber den restlichen Abend trotzdem eine gelungene Vorstellung und war wie immer der Wirbelwind auf der Bhne. Schwer zu fotografieren der Mann und definitiv der Blickfang der Band!
Axel Rudi Pell Axel Rudi Pell
Nach dem blichen genialen "Masquerade Ball/Cashah/Drumsolo"-Medley gab es dann berraschend einen Balladen-Akustik-Part, der gut aber zu frh war. Axel Rudi Pell hlt sich allgemein gerne etwas im Hintergrund, kommt aber bei Solopassagen in den Mittelpunkt, die es fr jeden Musiker an diesem Abend mal wieder en masse gab. Ob es an der grassierenden Grippe und Johnny Angeschlagenheit lag? Jeder bekam Zeit fr ein Solo. So genial und artistisch Mike Terranas Drumsolo war, oder das Keyboardsolo, oder die Jam-Session am Ende: Zwei, drei regulre Songs mehr stattdessen bei der fetten Spielzeit htten mir besser gefallen!
Trotzdem: es war toll mit Axel Rudi Pell eine klasse zusammenspielende Combo zu erleben, denen der Spa im Gesicht stand. Diese Musiker stehen gerne auf der Bhne. Axel bewies seinen blichen Blackmore-Tribut mit einer feinen "Temple Of The King"-Coverversion und zollte der Steeler-Vergangenheit mit dem abschlieenden "Call her Princess" Tribut. Fr mich und die anderen Zuschauer htten sie noch Stunden spielen knnen!

Axel Rudi Pell
Setlist:
  1. Intro
  2. Tear Down The Walls
  3. Nasty Reputation
  4. Strong As A Rock
  5. Masquerade Ball / Casbah / Drumsolo / Casbah
  6. Legions Of Hell
  7. Oceans Of Time (akustik)
  8. Forever Angel (akustik)
  9. Follow The Sign
  10. Temple Of The King
  11. Carousel
  12. Keyboard Solo
  13. Basssolo
  14. Jam Session
  15. Fool Fool
  16. Call Her Princess
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