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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SKEW SISKIN, GUN BARREL
Ort Andernach, JuZ
Datum 13.03.2004
Autor Roland Wohde
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Nachdem ich es wieder einmal geschafft hatte, Skew Siskin auf ihrer Tour mit Motrhead zu verpassen, war ich hoch erfreut als ich erfuhr, dass sie noch eine kleine Headlinertour im Frhjahr starten wrden. Noch erfreuter war ich zu hren, dass der Tourstart direkt um die Ecke im JuZ Andernach stattfinden sollte und sie obendrein auch noch Gun Barrel als Support im Gepck mitbringen sollten. Also hie es fr mich am 13.03. natrlich nichts wie hin. Leider konnte ich, als ich um kurz vor acht am JuZ eintrudelte, ohne Probleme parken.
Gun Barrel Warum leider? Na weil es eine Schande ist, dass nur ca. 100 Leute den Arsch hoch bekamen, um sich eine ordentliche Portion Rock'n'Roll um die Ohren hauen zu lassen! Trotzdem betrat ich bestens gelaunt und mit meiner Kamera bewaffnet die Location, schaffte grade noch zwei Pils zu schlrfen, und schon enterten Gun Barrel die Bhne.
Die vier Jungs aus Kln lieen sich von der sprlichen Zuschauerzahl zum Glck nicht beeindrucken und gaben mit dem Titeltrack ihrer aktuellen Scheibe "Battle Tested" direkt ordentlich Gas. Obwohl der Bewegungsspielraum auf der Bhne durch das noch verhllte Drumkit von Skew Siskin etwas eingeschrnkt war, versprhte die Band viel Elan. Die Setlist bot eine ausgewogene Mischung aus stampfenden Hymnen und flotten, arschtretenden Rockern, die bei gutem Sound direkt in Ohr und Bein bzw. Nacken gingen.
Gun Barrel Hierbei kamen gleichermaen Songs vom Debut (z.B. "Power Dive", "Only a Passenger", "Straight down to Hell, "Take me to the Highway"), sowie vom aktuellen Rundling (z.B. "Lonely Rider", "The Raven", "Roll the Dice") zum Zuge. Leider gab sich das Andernacher Publikum mit einer lblichen Ausnahme an vorderster Front sehr zurckhaltend. Dennoch verlor die Mannschaft um Fronter Guido Feldhausen nicht den Spa an der Sache und bewies whrend der gesamten Show, dass sie gewillt und in der Lage war, ihr Motto "Rock aus allen Rohren" live gut umzusetzen. Mir sind die sympathischen Jungs, die mit ihrem Sound an eine Mischung aus Running Wild und Thunderhead erinnern, jedenfalls positiv im Gedchtnis geblieben und wurden ihrer Rolle als Anheizer auf jeden Fall gerecht.(Homepage: www.gunbarrel.de)
Skew Siskin An Running Wild erinnerten mich auch die Headliner des Abends, denn Frontfrau Nina C. Alice wechselte im Laufe des Sets beinahe so oft ihr Outfit wie der gute Rock'n'Rolf. Das etwas schmuddelige Arbeiter-Jeans-Outfit der mnnlichen Begleiter unterstrich dagegen das Klischee des Rock'n'Roll. Dennoch waren es nicht die Augen, sondern die Ohren, die sich an diesem Abend am meisten freuen durften. Obwohl ich bereits eine relativ hohe Erwartungshaltung hatte war ich dennoch berrascht, was hier geboten wurde. Denn auch wenn Skew Siskin schon aus der Konserve eine coole Rock'n'Roll Band sind, die einen in Tanz- und Partystimmung bringen, war es der Hammer, was der Vierer in Andernach bot.
Skew Siskin  Skew Siskin
Zwar wirkte die Mannschaft inklusive Nina zu Beginn noch ein wenig zurckhaltend, im Laufe des Sets jedoch, in dem auch das Publikum immer mehr aus sich herausging, legte sich die Anspannung aber schnell und man trat dermaen Arsch, dass es eine wahre Pracht war. Dem Drive, den Stcke wie "All fired up" live herberbringen, kann man sich wirklich nur mit einer kompletten Packung Valium entziehen, und so flogen zumindest in den ersten Reihen vor der Bhne schon bald die Matten. Klarer Aktivposten auf der Bhne war neben Frontfrau Mrs. C. Alice auch Neuzugang Spray am Bass, der poste, was das Zeug hielt und sich gegen Ende der Show unfreiwillig sogar noch selbst von den Socken haute! Doch auch der eher unauffllige Bandgrnder Jim Voxx an der Gitarre war Rock'n'Roll pur, und sptestens seit Lemmy wissen wir ja, dass man dafr nicht unbedingt ein Bewegungswunder sein muss. Die Setlist steuerte ihr briges zum gelungenen Abend bei. Man spielte Hits aus allen fnf Alben der Bandgeschichte, bot aber auch noch nie zuvor live Gespieltes, wie das mittlerweile acht Jahre alte "It's alright".
Skew Siskin  Skew Siskin
Der Sound war in den vorderen Reihen zwar stellenweise etwas krachig und generell htte die Lautstrke auch nicht ganz so extrem sein mssen, aber letztendlich tat das dem Ganzen keinen Abbruch. Wei der Geier warum diese Truppe nicht auf dem Rockolymp steht! Ihren Fankreis drften die schrgen Vgel mit diesem Gig jedoch wieder um einiges erweitert haben, denn nach der Show fand der Merchandisingstand verdient guten Zulauf. (Homepage: www.skewsiskin.net)

Setlist Skew Siskin:
  • Shoot out the lights
  • Shake me
  • All fired up
  • Genocide
  • Ace against the jack
  • Liquid brain
  • Shadows of war
  • Jesus of cool
  • In another world
  • When the sun goes down
  • Life's a bitch
  • Out of mind, out of sight
  • It's alright
  • We hate
  • Spend the night with me
  • The goddess
  • Living on the redline
  • Fuck you
  • I can't take it with you
  • If the walls could talk
Mein Fazit: Das Andernacher JuZ war an diesem Abend die "School of Rock" und ich habe jede Minute des Unterrichts genossen. Blaumacher und Heimscheisser haben an diesem Abend eindeutig etwas Wichtiges verpasst!
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