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20. Mai 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing DOG EAT DOG, TALK ABOUT TOMORROW
Ort Mendig, Laacher See Halle
Datum 03.11.2017
Autor Thorsten Dietrich, Bilder: Mario Lb
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In den Neunzigern war die Hochzeit von Dog Eat Dog, den californischen Crossover Vorreitern. Nun waren sie live in unserer Region in Mendig. In der Laacher See Halle sind sonst eher nur Comedians oder Schlagermusiker aufgetreten, wenn man den alten Plakaten glauben kann. Zur Einstimmung gibt es erst einmal Nachwuchs-Rock mit Talk About Tomorrow.

Die sehr jung aussehenden fnf Burschen waren mir vllig unbekannt und ich erwartete nach dem instrumentalen, rech progressiv gestalteten Erffnungssong eine Post Rock Band. Danach kam aber noch ein blondgelockter Snger der seine Sache ebenso gut machte und eine halbe Stunde lang mit seinen Jungs eine gute Show bot. Nur die recht verhunzte Linkin Park Hommage htten sich die Newcomer sparen knnen. Aber hier ist Potential und die Jungs sind ja noch jung. Da geht noch was, wenn sie am Ball bleiben.

Langsam fllte sich die Halle und es waren viele alte Fans in den Mittdreiigern oder lter da, die sich die New Yorker anschauen wollten. Bei mir ist es schon ber 20 Jahre her, dass ich die Band um Frontmann John Connor ( der coolste Name fr einen "Terminator" Fan!) auf dem "Dynamo Open Air" live gesehen habe. Zwischenzeitlich musste die immer noch mit zwei Originalmitgliedern tourende Band mit kleineren Zuschauermengen auskommen. Auch in Sachen Verffentlichungen ist es etwas still geworden um die Formation was ich echt schade finde. Denn das die Gruppe es kann hat sie an diesem Abend wirklich bewiesen! Mit den Hits der drei Neunziger Jahre Alben die laut Wikipedia laut einem Rechtsstreit nicht mehr offiziell, also neu erhltlich sind. Traurig, oder? Davon merkt man an diesem Abend jedoch nichts, denn John Connor und Co. berzeugten mit viel Krpereinsatz, guter Laune und Hits wie "If These Are Good Times?". "Whose The King?" oder "No Fronts" was die anwesenden Fans zum Feiern und Trinken animierte. Die weien Stehtische waren teilweise randvoll mit Bierflaschen und beim Pogo kann man froh sein, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Da htten die Hallenbetreiber besser aufpassen mssen, so dass man von Glck sagen kann das beim zeitweiligen, freundlichen Pogo vor der Bhne weder jemand verletzt, noch durch einen Scherbenhaufen tanzen musste. Zumindest abrumen, also eine Bedienung htte an Bord sein mssen. Auch der kleine Junge vor der Bhne bekam nach einem unabsichtlichen Rempler und Trnen von der Band einen Platz am Bhnenrand, ein T-Shirt und einen Drumstick. Da war Dauergrinsen garantiert, coole Aktion! In Sachen Merchandise hatten Dog Eat Dog brigens ein breites Spektrum, coole Motive und echt faire Preise. Da knnen sich diverse Metalbands mal eine Scheibe von abschneiden! Ansonsten war John Connor der Chef im Ring der mit nicht zu langen und netten Ansagen die circa 180 Zuschauer in Stimmung brachte, aber auch seine Kollegen wie das andere Grndungsmitglied Bassist Dave Neabore der den Punk Rock Hit "Rocky" schon immer sang oder Drummer Brandon Jay Finley der be einem Track eine coole Jam Session hinlegte durften ins Rampenlicht. Eine Jam Session gab es auch noch mal am Ende mit Merchandiser, Tourmanager und Snger Dan Mallmann der als Mendiger quasi ein Heimspiel hatte und seit Jahren mit der Band vor und hinter den Kulissen arbeitet. Auch wenn Dog Eat Dog frher mehr aufgefahren haben, zwei Gitarristen, zwei Blechblser und auf greren Events spielten, konnten sie in der Jetztzeit auch mit nur einem Musiker an diesen Positionen berzeugen. Dog Eat Dog haben erst vier Alben in ihrer Karriere gemacht, das Letzte ist gar von 2006. Schn, dass die Truppe nun mit einer gutklassigen EP wieder am Start ist. Nach berzeugenden Auftritten wie diesem hier ist mit den New Yorkern immer noch zu rechnen!

Nach dem Headliner durfte Luftgitarrist und ehemaliger Meister in dieser Disziplin noch einmal ran, sein Auftritt als Pausenfller zwischen den Acts klappte wegen technischen Problemen leider nicht. Seine vielleicht sechs Minuten auf der Bhne nutzte der Barttrger um noch mal die Stimmung aufzuheizen und packte eine Menge 90er Jahre Musik und witzige Ideen in seine Performance lustig!

Bezglich der Laacher See Halle ist es echt schade, dass hier quasi keine Rock-oder Metalkonzerte stattfinden, da hier grere Acts auf jeden Fall hinein passen wrden. Dabei sollten die Verantwortlichen jedoch eine bessere Anlage haben, da diese hier in Sachen Sound oft aus dem letzten Loch am Pfeifen war!








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