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21. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing MONSTER MAGNET, POWDER FOR PIGEONS
Ort Hamburg, Grnspan
Datum 10.06.2017
Autor Marc Schallmaier
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MONSTER MAGNET und Hamburg das passt einfach. Die Band aus New Jersey hat gefhlt schon hundertmal in der Hansestadt gespielt und trotzdem ist es immer wieder ein Fest und die jeweilige Lokalitt mindestens gut gefllt. Dieses Jahr spielte das Quintett im Grnspan, und auch hier war der Laden proppenvoll.

Als Vorband gab es das Duo POWDER FOR PIGEONS. Eine mir bisher noch unbekannte Band, die mit ihrem Stoner Sound im Untergrund allerdings schon einen gewissen Namen hat. Die beiden Musikanten, Meike aus Deutschland am Schlagzeug, und Rhys aus Australien an Gitarre und Gesang rockten gleich richtig los, einigen Zuschauern waren die Stcke bekannt. Die Beiden harmonierten nicht nur auf der Bhne ganz gut, auch privat sollen sie liiert sein, aber das nur nebenbei. Der Sound war druckvoll, die Riffs ordentlich und die Band nutze die Gunst der Stunde sich dem Hamburger Publikum gut zu prsentieren. Allerdings muss ich gestehen, dass nach gut dreiig Minuten ein wenig die Luft raus war, die Stcke dann doch sehr hnlich waren und wenig berraschendes noch passierte. Zum Abschluss gab es dannden Song "Said & Done" zu dem es ein Video gibt und anscheinend die Runde gemacht hat, denn hier verbuchten POWDER FOR PIGEONS den grten Zuschauerzuspruch. Snger Rhys lie es sich am Ende dann auch nicht nehmen ins Publikum zu hechten und eine Runde auf den Fans zu surfen. Sicher auf der Bhne angekommen war der Gig dann vorbei und es begannen die Umbaumanahmen fr den Headliner.

MONSTER MAGNET sind seit lngerem live schon wieder eine mchtige Band. Snger und Aushilfs-Gitarrist Dave Wyndorf sind seine Drogeneskapaden mittlerweile nicht mehr anzumerken. Von Jahr zu Jahr sieht der Mann gesnder aus und strahlt eine Menge Energie und Charisma aus. Mit "Dopes To Infinity" in den Set einzusteigen ist sowieso ein probates Mittel um das Publikum zum ersten Mal durchdrehen zu lassen und die Temperaturen gleich in Richtung Sauna zu drcken. Was fr ein Start! hnlich rockig ging es gleich mit "Radiation Day" und "Powertrip" weiter bevor mit "Mindfucker" etwas Tempo aus dem Konzert genommen wurde. Meister Dave ist eine Rampensau erster Gte und versteht es mit wenigen Bewegungen das Publikum aus seiner Hand fressen zu lassen. Auch die beiden Gitarristen Phil Caivano und Garret Sweeny nutzten den zur Verfgung stehenden Raum und bewegten sich amtlich. Wenn sogar Bassist Chris Kosnik sein Hauptharr schttelt,dann kann man nur von einer Band sprechen die am heutigen Abend mit einer Menge Spielfreude auf der Bhne stand. Der Mann war frher der Inbegriff des Wortes "Stehgeiger", zumindest habe ich es selten gesehen dass er einen greren Bewegungsradius als den eines 80 Jahre alten Kreisklassen-Fussballschiedsrichters hatte (50 cm, und das nicht nur gefhlt!).

"Look To Your Orb For The Warning", ein weiterer starker Song des Meilenstein Albums "Dopes To Infinity", "Twin Earth" und "I Want More" folgten, bevor es mit "Dinosaur Vacuum" schon auf die Zielgerade ging. Was dann kam, habe ich aber nicht so ganz verstanden, denn MONSTER MAGNET spielten eine berlange Version von "Spine Of God". Sicherlich hat der Song auch seine Darseinsberechtigung, keine Frage, aber nach diesem Track dann die Bhne erstmals zu verlassen, halte ich fr einen taktischen Fehler. So entlie die Band ihr Publikum ein wenig ratlos, denn richtig die Sau raus lassen konnte zu dem Song keiner. Mehr als Zuhren ist da einfach nicht drin. Stattdessen htten Monster Magnet an dieser Stelle einen Knaller wie "Heads Explode" oder hnliches auf die Meute loslassen sollen. Aber gut, wir knnen nicht alles haben, oder? Als Zugabe kamen die Klassiker "Negasonic Teenage Warhead", "Tractor" und selbstverstndlich "Space Lord" mit der blichen Aufforderung an das Publikum, einen Teil des Refrains zu bernehmen, was die Hamburger auch reichlich taten. Danach war endgltig Schicht im Schacht. Eine etwas kurze Setlist und innerhalb der Songs keine wirklichen berraschungen - das waren die beiden einzigen Wehrmutstropfen an diesem Abend. Ansonsten ein gewohnt starker Auftritt von MONSTER MAGNET!



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