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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing RAGE
Ort Andernach, JuZ
Datum 24.01.2004
Autor Thorsten Dietrich
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Kln? Frankfurt? Ruhrgebiet? Schei drauf, wenn man immer so geile Bands vor der Haustr hat! Dieses Jahr wird noch einiges nach Andernach kommen!
20 Jahre ist ein fettes Jubilum, was Peavey & Co, die unter dem Namen Avenger starteten mit dem Motto "From The Cradle To The Stage" feierten. Bei dieser Konzertreihe gab es nur Rage und das drei Stunden!
Als ich ankam, waren Rage schon mit dem zweiten Akustiksong dran und das Juz war ziemlich voll, locker ber 500 Leute sahen Rage sitzend vor den normalen Aufbauten ein atmosphrisches Akustikset geben , wo Mike Terrana mal ein kleines Drumkit hatte.
Songs wie "Vanished In Haze" oder "Turn The Page" kamen gut rber, wobei ich nur eine schnere, mehr athmosphrische Deko auf der Bhne vermisst habe. Aber schon nach ca. 25 Minuten war der Spuk vorbei, es gab eine Pause, in der die Bhne fr den Hauptauftritt umgebaut wurde und Rage es wieder amtlich krachen lieen!
Nach einem Intro stiegen sie dann
unter groen Gejubel auf die Bhne, zuerst Wunderdrummer - Iro Mike Terrana. Bekleidet nur mit einer kurzen Hose begrte er als erster das Publikum. Darauf kamen Peavey und Victor, so dass die Party steigen konnte. Direkt fiel mir das Blind Guardian Open Air mit der groen Bhne ein.
Rage passen als Trio natrlich besser in einen Club als auf eine weitlufige Festivalbhne. Die Musiker hatten gute Laune und hmmerten unter durchschnittlichem Sound die beiden Hits "War Of World" und "Great Old Ones" von der neue Langrille ins Publikum, bevor man zu einem Streifzug in die verdammt lange History der Band berging. Peavey der mit Glatze, Bart und paar Kilos mehr wie eine Mischung aus Footballspieler und Tanzbr rberkam, war sympathisch wie eh und je, hielt sich aber mit zu langem Gerede zurck. Er lies dafr lieber Songs sprechen (Vielleicht wollte er aber auch nicht langweilen oder seine Stimme schonen)!
Die Stimmung war toll, was auch daran liegen kann, dass Rage gute Musiker sind, die locker, natrlich und ungezwungen wirkten und viele Hits im Programm haben. Sogar den Uraltkracher "Prayers Of Steel" (als Rage noch Avenger hieen) wurde gezockt. Wo Peavey ankndigte, dass die Aufnahmen fr eine Live CD verwendet wrden, sind mir dann auch die Mikrofone im Publikum aufgefallen.
Da bin ich gespannt, soweit ich wei, gab es in Deutschland noch keine offizielle Rage Live CD. In 20 Jahre machen andere vier oder fnf! Normalerweise finde ich auch Solos zum Wrgen, doch Mike Terranas Drumsolo lies mich staunen und starren. Diese Mischung aus Artistik, musikalischem Knnen und Entertainment war klasse! .
Ebenso wie das Instrumental- und Titelstck der 2002er Scheibe "Unity", es langweilte nicht, sondern zeigte, die neue progressivere Seite von Rage
Das Solo von Victor Smolski war ebenso gut, dadurch hat man etwas Abwechslung zwischen den Songs gehabt und die Musiker konnten verschnaufen, schlielich hatten sie eine lange Setlist dabei. Alte Grhler wie "Invisible Horizons" oder "Dont Fear The Winter" (wo Peavey seine Erkltung zugab, die man bei diesen Oldies auch hren konnte), fehlten ebenso nicht wie 90er Jahre Klassik Metal Symbiose a la "From The Cradle To the Grave" oder Knppler wie "Black In Mind". O.K., Keyboards und Lingua Mortis Sounds kamen vom Band, aber ich htte schwren knne, dass auch ein paar Backingvocals zugemischt wurden, kann mich aber auch verhrt haben.
Obgleich ich zwischendrin einen leichten Hnger hatte und die Lightshow echt lasch war, war es geniales Konzert, bei dem fette Drei Stunden Musik gespielt wurde und ein "Higher Than The Sky"-Chor nicht mehr aus meinem Kopf verschwand
Ein paar ehemalige Musiker wie Manni Schmidt (oder so) als Gste htten dem ganzen Jubilum noch die Krone aufgesetzt, aber trotzdem:
RAGE RULES!
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