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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing PRETTY MAIDS, ROSS THE BOSS, ANCILLOTTI
Ort Juz Live Club, Andernach
Datum 11.03.2017
Autor Thorsten Dietrich & Katharina May
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Leider lie mich mein persnlicher Zeitplan nicht pnktlich im Juz ankommen, sodass ich 21Octayne komplett verpasste und ich von Ancillotti nur noch die letzten Tne mitbekam. Allerdings muss ich zugeben, dass das in dem Fall auch vllig in Ordnung war. Die italienischen Metaller, deren Name ungemein dazu verleitet sich dmmlichen Fuballerwitzen hinzugeben, spielten zwar nicht wie Flasche leer (Verzeihung!), allerdings war ihre Leistung auch nicht der Championsleague wrdig. Was ich gesehen habe, war eine handwerklich solide Band, die bei aller Nostalgie vergessen hat, dass es, auch wenn man klassischen Heavy Metal spielt, ratsam ist einen gewissen Grad an Eigenstndigkeit zu verfolgen. Zudem konnte ich mit dem Gesang berhaupt nicht warm werden, habe ich diesen doch als viel zu unausgereift und monoton in Erinnerung. Am Sound kann das nicht gelegen haben, denn der war zu diesem Zeitpunkt schon recht gut. Das Publikum war insgesamt, und das kann ich nachvollziehen, nicht ganz so kritisch, denn als leichte Vorkost, die einem nicht viel abverlangt, konnten Ancillotti gerade so durchgehen! (Katharina)

Nun kam der eigentliche Headliner (sorry Maids, I Love u!) des Abends, Ross The Boss mit einer Band und nicht wenige der ber 450 Zuschauer waren wegen dem Herren gekommen! Ganz ohne viel Tam Tam und Gepose (man ist ja von seiner Ex-Band die letzten Jahre schlimmes gewohnt) zockt sich der Kult-Musiker durch die frhen Tage seiner Manowar Phase und hat mit Ex-Manowar Drummer Kenny "Rhino" Earl (mit Wikingerbart kaum erkannt) und Symphony X Bassist Mike Le Pond prominente, neue Musiker an Bord. Doch auch der Sngerposten ist mit Ex-Meliah Rage Vokalist Marc Lopes (Let Us Prey) neu besetzt. Die Tatsache, dass sein optisch schlimm angezogener Vorgnger bei diversen Europagigs toll gesungen hat und ein You Tube Clip wo Lopes nicht gerade gut wegkommt lieen schlimmes erahnen, doch der Mann dessen weie Haarstrhnen an Testaments Alesx Skolnick denken lassen machte seine Sache wirklich gut, plauderte nett mit dem Publikum und konnte besonders bei den vielen hohen Stellen und Schreien der Lieder punkten. Seine Aussage dies sei sein erster Europatrip und es wre toll etc. kamen natrlich auch super beim Publikum an. Die Band lie die mchtigen Manowar Lieder der ersten sechs Alben fr sich sprechen ohne sich gro zu feiern oder zu posieren, was man auch auf den Livebildern bei uns sehr gut sehen kann, wobei besonders Ross sich sehr auf seine Gitarre konzentrierte. Der hintere Teil des Clubs war dabei um einiges textsicherer als die ersten Reihen welche von Marc zum Mitsingen gentigt wurden. Insgesamt htten Ross The Boss sicherlich mehr als die gefhlten 55 Minuten Spielen MSSEN und eigentlich wre ein Headlinerauftritt hier Pflicht gewesen, aber vielleicht kommt diese Band noch einmal und hat dann auch noch von mir schmerzlich vermisste Kracher dann im Gepck. Aber endlich mal wieder "Blood Of My Enemies", "Thor The Powerhead" und "Battle Hymns" in tollen Versionen zu hren war auch nicht schlecht!

Danach kamen die Headliner aus Dnemark, Pretty Maids und konnten leider die tolle Stimmung nicht ganz halten. Das lag sicherlich daran, dass diese tolle Band wochenlang im Vorprogramm von Gotthard auf Tournee war und da bestimmt jeden Abend locker (geschtzt) ne gute Dreiviertelstunde bis Stunde spielte, weshalb der gute Ronnie Atkins hier beim einzigen Headlinergig in Deutschland auch etwas langsamer machte. Der blonde Snger versuchte sich aber nichts anmerken zu lassen und sprach wie immer nett und locker mit dem Publikum. Auerdem haute man schon frh Klassiker der Sorte "Red, Hot And Heavy" raus um sich danach zu sehr auf das aktuelle Album "Kingmaker" zu konzentrieren und somit zu viele nette Lieder und Balladen (auch von anderen Verffentlichungen) zu spielen, was der guten Show etwas den Drive nahm. Zwei Balladen wie "Yellow Rain" (geil!) und "Rodeo" hintereinander war dann auch keine gute Idee. Dazu kamen noch die Softies "Please Don't Leave Me" und "Savage Heart" im Mittelfeld. Eine gute Idee war sicherlich die Verpflichtung des neuen Musikers Chris Laney, ein Multiinstrumentalist der als Keyboarder und als zweiter Gitarrist ber die Bretter fegte und dabei gut "Dampf" machte. Der Kerl war ja auch als Solomusiker aktiv und hat schon eigene Alben gemacht. Zusammen mit Zylindertrger und Bassist Rene Shades fegte er gut ber die Bretter, wenn er nicht Keys spielen musste. Mit dem Zugaben und Hits wie "Future World" und "Little Drops Of Heaven" wurde dann bei den letzten vier Stcken noch einmal nur Hits aneinander gereiht, was zu einem sehr vershnlichen Abschluss fhrte. Der dritte Auftritt der Dnen in Andernach war hoffentlich nicht ihr letzter! (Thorsten)



















Setlist: Pretty Maids

  • Mother of All Lies
  • Kingmaker
  • Red, Hot and Heavy
  • Face the World
  • Heavens Little Devil
  • Yellow Rain
  • Rodeo
  • Bull's Eye
  • Savage Heart
  • Pandemonium
  • I.N.V.U.
  • Please Don't Leave Me
  • Eye of the Storm
  • Back to Back
  • Future World
  • Little Drops of Heaven
  • Love Games

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