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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing THE LAST STAND 2016
Ort Niedermendig, Schtzenhalle
Datum 31.10.2016
Autor Thorsten Dietrich
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Das "The Last Stand" ist ein Event an Halloween also dem Abend VOR dem deutschen Feiertag Allerheiligen was ich zum zweiten Mal erlebte und 2016 schon zum fnften Mal statt fand.

Dieses Jahr war sonst kein Konzert als Konkurrenz in der nahe und weiteren Umgebung, was sich leider nicht in den vorhandenen zahlenden Gsten (circa 100) niederschlagen sollte! Wie auch das Jahr zuvor wurde die Schtzenhalle in Niedermendig schn gruselig geschmckt oder verkleidet und auch einige Besucher waren als Zombies etc. zu sehen. Das gab immer auch ein Freigetrnk. Verschiedene leckere Biere und kleine Snacks gab es dann auch zu zivile Preisen, wozu ich auch die Abendkasse von 13 Euro zhlen wrde.









The Great Elephant

Den Anfang bei diesjhrigen The Last Stand machten die Lokalmatadore The Great Elephant aus Wassenach. Mit ihrem amerikanischen Pop Punk a la Green Day stachen sie an diesem Abend etwas hervor, stand doch auf der weiteren Menkarte ein Mix aus Thrash und Death Metal. Trotzdem lieferten die Jungs eine mehr als gute Show und brachten mit einer sehr agilen Darbietung Leben auf die Bhne auch wenn der Versuch das Publikum zum Mitmachen zu animieren nur mig von Erfolg gekrnt war. Den Opener zu geben ist ist in den meisten Fllen ein undankbarer Job. (Tony Werner)

Secutor

Bei den Klngen eines ihrer strksten neuen Lieder "Stand Defiant" kam ich in den Konzertraum wo die Koblenzer Thrasher Secutor mit einigen Die Hard Fans in der ersten Reihe fr mchtig gute Stimmung sorgten und 45 Minuten jede Menge grl barer Ohrwrmer in die Menge feuerten. Frontmann Bobby Beard h Bald war wie immer der Mittelpunkt, Blickfang und kommunikatives Sprachrohr mit dem Publikum whrend die Langholzfraktion ihre Arbeit souvern erledigte und teilweise immer noch recht schchtern wirkte. Bhne, Licht und Sound kamen mir dieses Jahr irgendwie besser rber, was aber auch an den Bands liegen kann die mir einfach sehr gefielen. Secutor hatten neben ihren Liedern auch neues, schickes Merchandise an Bord, was heute ja wichtiger als je fr eine Band ist. Dass Schlagzeuger Mu (auch Steelpreacher) kaum wegen der anderen Mitglieder und seinen Becken hinter seinem Kit zu sehen war, machte er mit viel Laustrke und Spa am Trommeln wett. Secutor kann ich mir immer wieder anschauen, die machen Spa!





Sic Zone

Auch wenn Sic Zone in der Region die letzten Jahre vielleicht etwas sehr prsent waren, boten die Klner immer wieder aufs Neue was um die Zuschauer zu unterhalten. Sei es an Outfits, Gsten von anderen Bands wie In Certain oder Masken / Aufsteller, dieses Mal kam Bobby Bald von Secutor zu einem Duett auf die Bhne, was eine coole Sache war. Wie immer gab es viel Nebel, rotes Licht und derben Metal gegen den Ektomorf und hnliche Truppen lahmen Kram spielen. Sic Zone ballerten ohne Ende, waren live immer krasser als auf CD und haben mit Frontmann Patrick immer einen kontaktfreudigen Frontmann dabei der auch ber ein gewisses Ma an Charisma verfgt und keine einstudierten Parolen skandiert. So war es auch in Mendig, wo trotz kleiner Bhne sich gut bewegt wurde und ein mitreiendes Set geboten wurde, was auch Lieder des neuen Album "Evil-Lotion" enthielt. Schade dass die limitierten Shirts die noch brig waren nur in S waren! Sic Zone bringen mit ihrer Musik garantiert jeden Konzertschuppen zum Kochen, weshalb sie auch 2017 in Andernach spielen werden!

Udo Wonz

Nun kam der deutsche Meister der Luftgitarre, Udo Wonz nach einer schnen Ansprache des Veranstalters, sowie einem langen Intro auf die Bhne und rockte wild und flott ber die Bhne. Verkleidet als Wrestler mit ebensolchem Grtel, falschen Muckis und jeder Menge Metal im Gepck (Musik von Judas Priest, Annihilator usw.) schaffte es der brtige Headbanger das nicht nur ich ein Grinsen auf den Lippen hatte und bei dieser sieben Minuten Nummer gut unterhalten wurde. Ich mag solche Vorstellungen die ich an debile TV-Formate wie das "Supertalent" erinnern eigentlich gar nicht, aber das hier war gut ausgearbeitet von der Musik und witzig vorgetragen.





Disbelief

Gegen 22.15 h war der Headliner Disbelief am Start welcher schon vor einiger Zeit in Andernach im Studio an neuen Liedern bastelte. Die Dieburger Band aus Hessen um Frontmann Karsten "Jagger" Jger und Bassist Joe Trunk sind alte Hasen mit immer mal wieder anderer Besetzung und bringen auch nach Mendig ihren brachialen, Doom beladenen Death Metal an die Frau und den Mann der von seiner Intensitt an Bolt Thrower erinnert und dabei um einiges sperriger als die Englnder ist. Unverstndlich dass bei dieser selten bis nie in der Region spielenden Truppe weniger los war als bei den Vorbands. Dabei haben Disbelief auch flapsige Ansagen und einen Snger mit Charisma und krasser Rhre. Die Band agierte selbstbewusst und fit war man doch eh gerade auf Tournee. Auf Dauer htte mein persnlicher Musikgeschmack mir nur etwas mehr Abwechslung gewnscht. Trotzdem wer auf originellen Death Metal steht, war hier richtig. Auf das 2017 nach lngerer Funkstille erscheinende neue Album bin ich auf jeden Fall mal gespannt. Schade, dass hier schon einige Leute abgewandert waren, was ist blo los mit den Zuschauern der letzten Jahre?

Auch wenn sich ein international bekannter Headliner finanziell leider sicherlich nicht ausgezahlt hat, war "The Last Stand" musikalisch und vom schnrkellosen Ablauf ein voller Erfolg der wohl 2017 wiederholt werden soll, wofr die Macher sich schon jetzt jede Menge Gedanken ber die Bands machen!























Einige Livevideos von dem Abend (wie dieses) gibt es auf unserem You Tube Kanal:

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