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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SUMMER BREEZE 2016
Ort Dinkelsbhl
Datum 12.08-15.08 2016
Autor M.Loeb, M.Fischer, A.Fichtmller, M.Schallmayer
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In allen Belangen kann man dem Summer Breeze auch 2016 wieder bescheinigen, dass es sich jedes Jahr lohnt, sein Zelt zu schnappen und ins ferne Dinkelsbhl zu reisen. Wie beliebt das Festival auch bei unsere Roadcrew ist, zeigt auch dieses Jahr wieder auf, so waren wir mit fnf Personen fr euch vor Ort und machten den Camp Ground, die V.I.P. Area und die Fotogrben fr euch unsicher. Hier unsere Eindrcke, Lob und die Kritik von uns.

Eure My Revelations Roadcrew.

Mittwoch, 17.08.2016:


BLASMUSIK ILLENSCHWANG, ALMANAC, MANTAR, AEVERIUM, GRAND MAGUS, AGNOSTIC FRONT, KETZER, VADER, FULNIS

(Camel-Stage) Blasmusik Illenschwang

Auch beim dritten mal in Folge, in der ich mir zur Erffnung des Summer Breeze die Blasmusik Illenschwang gegeben habe, um ein wenig in Stimmung zukommen, bin ich immer noch vllig fasziniert davon, wie die vlkstmliche Kapelle um Snger und Dirigent Harich Gnther beim Publikum ankommt. Und wir reden hier ber klassische VOLKSMUSIK und nicht etwa ber bekannte Metalstcke, die in Blasmusik umgewandelt wurden. So wundert es dann schon, dass sie dem "Elefanten", wie der Mob vor der Bhne Gnther liebe voll zu chantete, aus der Hand fraen. Die Blasmusik Illenschwang bekam auch dieses Jahr Reaktionen, wie eine Wall of Death bei "Auf der Vogelwiese" oder Synchronrudern zum "Bhmischen Traum", von denen manche Metal Kapelle nur trumen konnte, als sie selber auf der Camel Stage die Kriegskeule schwang. Aber da war nichts zu holen, und so bleiben die Hausherren der Camel Stage auch 2016 die Blasmusik Illenschwang, was die Stimmung angeht. Das alles mit ein wenig Stimmungsmusik, die aus Polka und Walzer besteht. Das kann auch nicht jeder.(Mario Loeb)

(T-Stage) Almanac

Ich war ein wenig traurig, muss ich gestehen, als die letzten Tne von Almanac verklungen waren, denn ich war zwar mit der Leistung der Band an sich sehr einverstanden, aber der Sound war leider nicht so, wie es eine Band, die mit solchen Fhigkeiten ausgestattet ist, verdient gehabt htte. So ging z.B. der Gesang von dem dreikpfigen Sngertrio bestehend aus David Readman (PINK CREAM 69), Jeanette Marchewka und Andy B. Frank (BRAINSTORM) sehr stark unter, sodass, das Erffnungsstck "TSAR" fast nicht zu genieen war. Der Sound besserte sich zwar, aber so richtig glcklich war ich bis zum Ende damit nicht. Naja, wollen wir nicht zu viel meckern. Alles in Allem war das Ganze mehr als Solide und Almanac bewiesen, dass sie gekommen sind um zu bleiben. Wer dann noch ber einen solchen Ausnahmemusiker, wie Victor Smolski als Kopf der Band sein eigen nennen kann, braucht sich ber seine musikalische Zukunft keine Sorgen zu machen. Nachdem die Band ihr Debtalbum auf der Bhne gebhrend gefeierten hatte, verabschiedete sich Almanac mit dem "Rage"-Klassiker "Empty Hollow", sodass man trotz der kleinen Kritik von einem gelungenen Start in den offiziellen Teil des Festivals sprechen kann. Nicht bse sein, liebe Polkaanhnger.(Mario Loeb)

Setlist: Almanac

  • Tsar
  • Self-Blinded Eyes
  • Hands Are Tied
  • Children Of The Future
  • Nevermore
  • No More Shadows
  • Empty Hollow (RAGE-Cover)

(T-Stage) Mantar

Zwei Mnner sind ausgezogen, um vom hohen Norden aus die Death Metal Landschaft nachhaltig zu ndern. Ohne Bass, kein Hass? Oh doch, und welch ein Hass! Das wird so manchem Bassmann die Schweiperlen auf die Stirn treiben und schlimme Alptrume bereiten. Aber beschwert euch nicht bei mir, denn ich bin nur der berbringer der schlechten Nachrichten fr euch, dass die Band aus Bremen auch dieses mal live wieder bewiesen hat, dass man auch durchaus auf Bass verzichten kann. Mehr als vom musikalischen bin ich vor allen von der absoluten Leidenschaft des Duos berzeugt, von der sich Werder zur Zeit einiges abschauen knnte, was Einsatz angeht. Vielleicht klappt es dann ja mit dem Klassenerhalt. Was so manchem Fuballspieler an Eiern und an sportlicher Kondition fehlt, werfen Mantar bei ihrer Show doppelt in die Waagschale, sodass es faszinierend ist, wie zwei Musiker eine solche Bhnenprsenz haben knnen. Musikalisch gesehen ist es sowieso eine Kunst fr sich nur mit einem Schlaginstrument, einer Gitarre und selbstverstndlich der ntigen technische Raffinesse einen solch flligen Sound hinzubekommen, der auch an diesem Nachmittag einwandfrei funktionierte. O.K., vielleicht nicht bei jedem, denn Mantar mag man oder man hasst sie, und so mssen die Bassisten sich dann doch keine groen Sorgen machen, denn ich habe viele Stimmen gehrt, die dann doch lieber die klassische Besetzung einer Band bevorzugen. Doch der grte Teil, der schon gut gefllten T-Stage hatte seinen Spa, sodass, die Stimmung richtig gut war. (Mario Loeb)

Setlist: Mantar

  • Praise The Plague
  • Spit
  • Cult Witness
  • Astral Kannibal
  • Cross The Cross
  • Era Borealis
  • The Huntsmen
  • White Nights
  • Into The Golden Abyss

(Camel-Stage) Aeverium

Fr mich das absolute Highlight am Mittwoch, und das obwohl ja noch viele tolle Bands an diesem Tag spielen sollten. Fr so manch jemanden knnte die Kombo eine groe berraschung gewesen sein, doch ich hatte die Band als absoluten Geheimtipp auf der Fahne, nachdem ich die Band Anfang des Jahres bereits live gesehen hatte. Aber alleine mit der Kenntnis, dass Aeverium richtig gut ist, war ich wohl nicht, denn vor der Camel Stage war es gut besucht und die Stimmung prchtig. Was soll ich sagen? Das hatte die Truppe aus NRW sich auch mehr als verdient. Auch dieses mal war es einfach nur ein tolles Konzert, bei dem alles stimmte. Die Kompositionen, die ich grob dem Genre Gothic Metal zuordne, obwohl das nicht der ganzen Wahrheit entspricht, weil Aeverium einfach vielflltiger ist, waren einfach super auf den Punkt gespielt, sodass es nicht lange dauerte, bis das Publikum die ersten Songs mitsang. Das Herzstck der Band ist in diesem Fall das Gesangsduo bestehend aus Vocalistin Aeva Maurelle und Snger Marcel "Chubby" Rmer. Die beiden harmonieren so genial miteinander, wie es selten zu erleben ist, und das alles ohne geknstelt zu wirken. Knnte wahrscheinlich daran liegen, dass es auch so ist und man keine zusammen gecastete Band ist, zumindest soweit ich das wei. Aber dazu spter mehr. Ich hoffe das Aeverium dran bleiben, denn ich bin berzeugt, dass die Band eine richtig gute Zukunft vor sich hat, denn sie schaffen etwas, was viele Gothic Metal Kapellen, die in die Jahre gekommen sind eben nicht mehr schaffen, nmlich modern und nicht angestaubt zu klingen. (Mario Loeb).

Setlist: Aeverium

  • Do You Remember
  • Distrust
  • The Other Side
  • What Are You Waiting For
  • Break Out
  • Heaven's Burning

(T-Stage) Grand Magus

Den diesjhrigen Summer Breeze Auftakt fr uns boten die drei lteren Semester aus Sverige. Fr die sonstigen Verhltnisse, was man von einem Mittwochabend um diese Zeit beim Summer Breeze gewohnt ist, war der Zuschauerzuspruch relativ berschaubar. Platzte die T-Stage sonst um die Zeit bei Bands dieser Couleur schon aus allen Nhten, konnte man sich berraschenderweise doch relativ frei im Zelt bewegen. Die Herren selbst boten aus allen Dekaden ihrer Schaffenszeit dem (freude)trunkenen Publikum einen Mix aus Hymnen und Gassenhauern, bei dem keine Pommesgabel in der Kutte stecken blieb. Ein sympathischer sowie zurckhaltender Auftritt, wo GRAND MAGUS die Musik sprechen lieen - ohne groe und umstndliche Ansagen.(Marc Fischer)

Setlist: Grand Magus

  • I,The Jury
  • Sword Of The Ocean
  • On Hooves Of Gold
  • Varangian
  • Steel Versus Steel
  • Ravens Guide Our Way
  • Arv
  • Triumph And Power
  • Like The Oar Strikes The Water
  • Iron Will
  • Hammer Of The North

(T-Stage) Agnostic Front (bis es uns zuviel wurde)

Die offizielle Seite des Summer Breeze schreibt, das der Publikumszuspruch zu jenem Zeitpunkt seinen Hhepunkt erreicht hatte. Das mag schon sein, die Frage ist nur, wie viele der Leute sich diesen echt durchwachsenen bis enttuschenden Auftritt auch zu Ende angeschaut haben. Zugegeben, wir sind auch nicht mehr unbedingt die Jungs, die sich bei jeder Band in den Pit schmeien und einen loskeulen. Aber der Sound war im Mittelfeld des Zeltes einfach unterirdisch. Roger war so gut wie nicht zu verstehen und letztlich sah man aus 50 Meter Entfernung fnf alte Mnner ber die Bhne hampeln, whrend man nur Bassgewummer wahrnahm. Da sich am Sound whrend des Gigs nicht wirklich viel vernderte, war es dann auch recht schnell soweit, dass wir entnervt zum Bierstand unseres Vertrauens wackelten und uns den Rest aus angenehmer Entfernung bei khlen Gerstensmoothies gnnten.(Marc Fischer)

Setlist: Agnostic Front

  • Eliminator
  • Dead To Me
  • Social Justice
  • My Life, My Way
  • Police Violence
  • Only In America
  • Warriors
  • For My Family
  • Friend Or Foe
  • Victim In Pain
  • Never Walk Alone
  • All Is Not Forgotten
  • Peace
  • Crucified
  • Gotta Go
  • Take Me Back
  • A Mi Manera
  • Addiction
  • Blitzkrieg Bop (THE RAMONES-Cover)

(Camel Stage) Ketzer

Schlecht war der Auftritt der fnf Jungs aus Bergisch-Gladbach nicht. Nicht einmal vollkommen unsympathisch. Gut, die etwas knappe Lederweste ber der entblten Brust des Sngers htte auch die Uniform einer Manowar-Studentencoverband sein knnen. Abgesehen davon hielt man die Show aber auf das Wesentliche begrenzt: Die Musik. Und da kann man eben geteilter Meinung sein. Whrend viele des noch ungebrochen motiviertem Breeze-Publikums ihre Freude an den Songs der aktuellen KETZER-Platte "Starless" hatten, fehlte es uns auch live an der archaischen Energie des Debtalbums. Dennoch whlten die Jungs einen guten Mix aus ihrer noch gar nicht so langen Diskografie, der auch wegen des sehr knalligen Sounds der Camel Stage zu spter Stunde noch Schdel von ihren Verankerungen abschrauben lie.(Axel Fichtmller)

(T-Stage) Vader

Gemtlich war es im Zelt. Die traditionsreiche polnische Boygroup um den sympathischen Fronter Piotr "Peter" Wiwczarek lie ihre Gewehrsalven auf eine begeisternd feiernde, aber auch merklich ausgednnte Gemeinschaft von Stahljngern nieder. Das Set fuhr einmal querfeldein durch die 33-jhrige Bandgeschichte, Knppelorgien der Marke "Sothis", "Go To Hell und "Come And See My Sacrifice" inklusive. Zwischendurch lockerte Leder-und-Nieten-Peter die Stimmung mit flotten Ansagen auf, nur um im Anschluss gleich wieder mit seiner Rckendeckung am Gashebel zu drehen. Dass man sogar das fr die gleichnamige Videospielreihe geschriebene "The Witcher" zu Gehr bekommen wrde, wurde auch extra vom Publikum goutiert. Zum Schluss noch ein wenig Werbung in eigener Sache fr das bevorstehende Album und zack, war ein sehr souverner Auftritt mit zahlreichen akustischen Arschtritten von der Bhne gegangen.(Axel Fichtmller)

(Camel-Stage) Fulnis

Deutschssprachiger Black Metal, nonkonformistisch und garniert mit Post Metal-Einheiten das hatte uns schon vor dem Breeze neugierig gemacht. Und wir sollten nicht enttuscht werden. Hass, Blut und Pisse konzentriert im Organ des Sngers, zusammengehalten von Hosentrgern und einem fiesen Schnauzer. Optisch derart umfangen brannten FULNIS musikalisch jegliche Zuversicht und gute Laune nieder. Komplett ohne skandinavische Klte, aber nicht minder menschenverachtend wurde uns noch mal derbe der Arsch aufgerissen. Der insgesamt sehr direkte und laute Sound der Camel Stage war dem auch sehr zutrglich. Mit blutigen Ohren schleppten wir uns nach einer wirklich guten, wenngleich depressiven Abschluss-Show zurck zu den Zelten, um bei einer letzten Kaltschale den ersten Abend ausklingen zu lassen.(Axel Fichtmller)

Setlist: Fulnis

  • Scheie, Rckfall
  • Weil wegen Verachtung
  • Distanzmensch, verdammter!
  • Trmmer
  • Metropolis
  • Weie Wnde
  • 30. Juli

Donnerstag, 18.08.2016


MONUMENTS, OHRENFEINDT, DEEZ NUTS, EXODUS, WOLFHEART, AT THE GATES, TRIBULATION, AIRBOURNE, FEAR FACTORY, THE BLACK DAHLIA MURDER, SWALLOW THE SUN

(Main-Stage) Monuments

Die Monuments sind wohl neben Periphery und TesseracT eine der bekanntesten Vertreter der modernen progressiven Metalszene und das auch zu Recht. Schon frh am Tage zerlegten die Briten die Mainstage und brachten das Publikum zum Bangen, Moshen und Hpfen. Das liegt sicher vor allem an Fronter Chris Baretto, der ber eine sehr geile Bhnenprsenz verfgt und ber eine richtig tolle Clean-Stimme. Doch auch die Band spielt den charakteristischen Djentsound mehr als nur solide herunter. Jedes Bandmitglied besticht durch seine individuelle Klasse, ohne dabei in den Vordergrund zu treten, sondern stellt sein Knnen immer in den Dienst der Band und der Songs. Wenn sich dann Chris brachiale Growls dazu gesellen und die Band immer wieder in den anspruchsvollen Songs den Metalcore auspackt, bleibt kein Fu brig, der nicht zuckt. Diese Stimmung bertrug sich dann auch zum Schluss bei "I, The Creator" auf Baretto, der optisch ein wenig an Tingel-Tangel Bob erinnert, denn er strzte sich per Stage Dive in der Menge, um die letzten Strophen des Konzerts getragen von den Zuschauern zu zelebrieren. Groartiger Moment, tolles Konzert!(Mario Loeb)

Setlist: Monuments

  • Origin Of Escape
  • Degenerate
  • Quasimodo
  • Atlas
  • Empty Vessels Make The Most Noise
  • Regenerate
  • I, The Creator

(T-Stage) Ohrenfeindt

Ohrenfeindt sind wohl das beste, was einem nachmittags passieren kann, um so langsam auf Betriebstemperatur zu kommen, denn die Nordlichter machen das, was sie am besten knnen: RocknRoll im alten Style. Leichte Unterhaltung mit einfachen, aber im Gedchtnis bleibenden Riffs , die zum feiern animierten. So war es kein Wunder, dass sich der Platz im Zelt und rund um die Bierbrunnen fllte. Der deutschsprachige Rock ist einfach super bodenstndig und herrlich unkompliziert, was nicht bedeuten soll, dass man dafr nichts knnen muss. Denn RocknRoll muss man eben erst einmal so zum grooven bringen, und auch hier berzeugten Ohrenfeindt mehr als auf ganzer Linie. Allen voran berzeugte Snger Chris Laut mit richtigen Anheizerqualitten, sodass die Chemie zwischen Publikum und Band richtig gut war. Nicht nur Menschen aus dem hohen Norden kamen auf ihre Kosten. VOLLGASROCK!!! aus St. Pauli eben.(Mario Loeb)

Setlist: Ohrenfeindt

  • Zeit fr Rock'n'Roll
  • Auf die Fresse ist umsonst
  • Betriebsfest
  • Spiel mit dem Feuer
  • Kalter Kaffee
  • Motor an
  • Harley-luja
  • 1910
  • Rock'n'Roll-Sexgott
  • Strom

(Pain-Stage) Deez Nuts

Gut vorbereitet war dann wie immer die hauseigene Security "Die Grabenschlampen", als ich den Fotograben betrat, denn man hatte die Personalanzahl vor dem Wellenbrecher verdoppelt. Das zeigt, und hier ein dickes Lob an die Orga, dass man sich mit seinem Programm auseinander setzt und die Situation sehr gut einschtzt. Man agiert also schon im Vorfeld, statt zu reagieren. Der Einsatz der zustzlichen Krfte war dann auch mehr als sinnvoll denn, kaum waren die ersten Tne der Hardcorer erklungen, wollte der Strom an Crowdsurfern nicht mehr abrechen. Was die Show anging, gaben sich die Deez Nuts keine Ble und hatten sichtlichen Spa dabei. Stellenweise empfinde ich die Musik, in der gefhlt vor allem immer noch die Rap-Einlagen die Oberhand haben, in ihrer Gesamtheit als etwas zu "Neunziger". Es wird insgesamt etwas stiller um die groovenden Hardcore-Bands, da sie ein wenig vom moderneren Metalcore verdrngt wurden, habe ich das Gefhl. An diesem Tag aber zeigten die Deez Nuts und das Publikum, dass das auch nur eine Momentaufnahme sein kann, denn zum alten Eisen gehrt die Band sicher noch nicht.(Mario Loeb)

Setlist: Deez Nuts

  • Shot After Shot
  • What I Gotta Do
  • Tonight Were Gonna Party
  • I Hustle Everyday
  • Popular Demand
  • Pour Up
  • Stay True
  • I Don't Wanna Talk About It
  • Whats Good
  • Your Mother Should Have Swallowed
  • Behind Bars
  • DTD
  • Face This On My Own
  • Band Of Brothers

(Main-Stage) Exodus

Um Punkt 16:10 Uhr wurde es dann zum ersten Mal brechend voll vor der MS, denn niemand anderes als Exodus gab sich die Ehre. Die Thrasher-Legende der Bay Area hatte dann auch einfaches Spiel von Beginn an. Mr. "Zetro" Souza war wie gewohnt gut aufgelegt und verstand es geschickt das Publikum auf seine Seite zu ziehen und sie durch 35 Jahre Thrash-Metal-Geschehen zu prgeln. Man redet immer von den Big Four, doch Exodus belegten auch an diesem Tag mit ihrer puren Energie und fettem Sound, dass das komplett unfair ist, denn eigentlich msste man, zumindest was den Einfluss auf den Thrash Metal angeht, immer von den Big Five reden, zu denen Exodus eindeutig dazugehren. Nicht umsonst spielt ein gewisser Gary Holt bei Slayer. Das war brigens ein kleiner Wermutstropfen, dass Holt sich von einer Aushilfe vertreten lie, da er mit King&Co ja noch gemeinsam auf Tour war, die ja auch noch auf dem Breeze spielen sollten. Um ehrlich zu sein: ich htte lieber auf Slayer verzichtet, um Exodus einmal mit Holt sehen zu knnen, denn das fehlt mir noch in meiner Sammlung. Nix gegen Slayer, aber eben schon 1000 mal gesehen und gehrt. Egal, auch so war es eine Thrash-Metal-Schlacht vom feinsten, die mit einer amtlichen Wall Of Death bei "Strike Of The Beast" beendet wurde.(Mario Loeb)

Setlist:Exodus

  • The Ballad Of Leonard And Charles
  • Blood In, Blood Out
  • And Then There Were None
  • Deranged
  • Exodus
  • Body Harvest
  • A Lesson In Violence
  • Blacklist
  • War Is My Shepherd
  • Bonded By Blood
  • The Toxic Waltz
  • Strike Of The Beast

(T-Stage) Wolfheart

Ich muss gestehen, wenn Toni mich nicht darauf aufmerksam gemacht htte, das Wolfheart zum absoluten Pflichtprogramm gehrt, htte ich die Band wahrscheinlich verpasst, und mir wurde irgendwie auch erst spter klar, mit was bzw. mit wem ich es da eigentlich zu tun hatteDas war nmlich niemand geringeres als Multitalent Tuomas Saukkonen, bekannt von Bands wie Black Sun Aeon und Before The Dawn. So stellte die Musik sich am frhen Abend dann auch dar. Dster, brachial und beklemmend, also wunderschn fr meinen Geschmack, auch wenn die Musik alles andere als mit sommerlich leicht zu beschreiben ist. Melancholisch und einfhlsam gaben Wolfheart ihr Kompositionen zum Besten. So klischeehaft der Name auch anmutet, umso mehr beeindruckte die Band mit ihrem einzigartigen Stil, der zur Phantasiereise anregte, trotz der vielen Menschen, die sich zum Zeitpunkt des Konzertes im Zelt eingefunden hatten. Feuerfontnen und Licht rundeten die dichte Atmosphre ab, obwohl der Sound etwas fetter htte sein knnen. Egal, fr mich die Neuentdeckung auf dem Summer Breeze 2016. Kannte ich noch nicht, ich schme mich!(Mario Loeb)

Setliste: Wolfheart

  • Valhalla
  • Ghosts of Karelia
  • The Hunt
  • Zero Gravity
  • Aeon of Cold
  • Routa Pt. 2
  • Veri

(Main-Stage) At The Gates

Whrend der Groteil noch bei Equilibrium vor der Pain-Stage abhottete, fanden wir uns ganz Fan-aphrodisiert im vorderen Teil vor der Hauptbhne wieder und warteten auf die alten Herren aus Gteborg. Die folgende Dreiviertelstunde war ebenso kurzweilig wie nackenmuskulaturbelastend. Alte Hits wie "Slaughter Of The Soul" und "Under A Serpent Sun" fanden sich in der Playlist ebenso wieder wie neue Gassenhauer der Marke "Book Of Souls" und "At War With Reality". Whrend die Band aber eher statisch auf der Bhne blieb, zeigte sich Herr Lindberg beraus bewegungsfreudig und nutzte die gesamte Breite der Bhne aus, um immer mal wieder mit der dankbaren Meute zu kommunizieren. Zwischen den Stcken gab es authentische Ansagen und Zeit um Luft zu holen, whrend man sich mal im Pit umschauen konnte. Unangefochtener Blickfang war der "Baumstamm-Mann" mit den Kindersrgen an den Fen. Dieser junge Gentleman lie es sich nicht nehmen, mit seinen zwei Begleitern Huckepack beide gleichzeitig! den Pit mehrfach umzukrempeln. Sowohl die Band, als auch das Publikum schien es zu bedauern, dass die Spielzeit nur so gering ausfiel, allerdings lie der Auftritt auch wenig Wnsche offen.(Marc Fischer)

Setlist:At the Gates

  • Cold
  • At War With Reality
  • The Swarm
  • The Circular Ruins
  • Under A Serpent Sun
  • Suicide Nation
  • Heroes And Tombs
  • Nausea
  • Eater Of Gods
  • The Book Of Sand
  • Blinded By Fear
  • Night Eternal

(T-Stage) Tribulation

Willkommen im Gothik-Puff! Wird das Summer Breeze blicherweise von einer Geruchskomposition aus Schwei, Dixi-Dmpfen, Bierausdnstungen und Fressbudengerchen dominiert, so umwaberte uns im Zelt eine Wolke feinsten Patschulis. Um ihren Ruf als Horrorfilmaficionados der ganz alten Schule gerecht zu werden, fuhr das schwedische Gruselquartett nebst Rucherwerk auch ihre ganz eigene Kriegsgarderobe auf, die auf einem Event wie dem Wave Gothic Treffen zum guten Ton gehren wrde. Dster, elegant und teilweise etwas androgyn. Musikalisch folgte, was der Band ihre stetig wachsende Fangemeinschaft eingebracht hat: Black'n'Roll mit einer dicken Glasur aus 70er Sounds. TRIBULATION zelebrierten eine Show, die stimmig mit den ersten zehn Minuten des aktuellen "Children Of The Night"-Albums einstieg und sich dann ein gekonntes Stelldichein mit den atmosphrischen Titeln der Vorgngerplatte "The Formulas Of Death" gab. So ergab sich eine groovende Messe, die noch mal klar herausstellte, dass der Vierer ber die Optik hinaus auch live seine Instrumente famos beherrscht und wir im Rausch des Patschuli-Nebels eine ekstatische Party feiern konnten. Bela Lugosi htte seine untote Freude an diesem Spektakel gehabt.(Axel Fichtmller)

Setlist: Tribulation

  • Strange Gateways Beckon
  • Melancholia
  • Winds
  • Randa
  • Ultra Silvam
  • The Motherhood Of God
  • When The Sky Is Black With Devils

(Main-Stage) Airbourne

Airbourne machten keine Gefangenen und stellten eins klar, an diesem Abend: wenn jemand das unsterbliche Erbe von AC/DC auch in die Zukunft weiter tragen wird, dann Airbourne. Aber Airbourne ist mehr als nur der legitime Nachfolger ihrer australischen Landsmnner, sie sind die moderne Version, mit einer Energiewand die AC/DC wahrscheinlich selbst das letzte Mal vor 20 Jahren hatte und niemals mehr erreichen wird. Sie sind schneller und hrter, ohne aber den speziellen AC/DC Sound und Groove missen zu lassen. Keiner Zeit sehnte man sich die Entertainerqualitten eines Angus Young herbei, denn das Gitarrensolo des Airbourne-Gitarristen, hngend an der Bhnentraverse war auch beeindruckend und die Energieleistung, was das krperliche betraf, auch nicht viel weniger. Und vor allem haben sie eines: einen Snger, der mehr wie Bon Scott klingt und ihn besser ersetzt htte als Brian Johnson, wenn er denn damals schon alt genug gewesen wre. Das allerbeste aber ist: er ist nicht Axl Rose. Ich bin von Kindesbeinen AC/DC Fan und ich habe mich lange geweigert Airbourne eine Chance zu geben, da ich sie immer als bessere Coverband abgetan habe, bis ein Kumpel mich vor 5 Jahren berredete. Jener Abend und der Abend auf dem Breeze 2016 besttigten mir, dass Airbourne ist keine billige Kopie ist. Und sie gehen respektvoller mit dem musikalischen Schatz um, wie AC/DC es selbst im letzten Jahr vielleicht getan haben. Vor allem aber sind sie sie selbst und haben einen solchen Vergleich, wie ich ihn gerade angefhrt habe, nicht ntig. Airbourne ist die Zukunft und hngten die Messlatte auch an diesem Abend fr alle anderen Bands, die noch kommen sollten in neue Hhen, die fr mich auch niemand mehr erreichte, sondern nur noch ankratzte. Ich verneige mich vor Airbourne und bedanke mich bei der Summer Breeze Soundcrew fr den mega fetten Sound. Das war kein Feuerwerk, was Airbourne abrannte, sondern ein amtlicher Vulkan, den sie zum eruptieren brachten. Stand Up For Rock'n'Roll!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!(Mario Loeb)

Setlist: Airbourne

  • Ready To Rock
  • Too Much, Too Young, Too Fast
  • Chewin' The Fat
  • Diamond In The Rough
  • Girls In Black
  • Cheap Wine & Cheaper Women
  • Breakin' Outta Hell
  • No Way But The Hard Way
  • Stand Up For Rock'n'Roll
  • Live It Up
  • Runnin' Wild

(Pain-Stage) Fear Factory

Fear Factory live ist und bleibt eine Wundertte. Ich wei nicht, wie oft ich die Band schon gesehen habe, bestimmt schon 10 bis 15 mal, aber man kann nie vorher sagen, ob der Auftritt grandios oder grottenschlecht wird. Ich habe beides schon erlebt. Denn bis heute verweigern sich Fear Factory relativ einfachen technischen Mitteln, um den Gesang von Burton C. Bell zu "retten". Dass da im Studio fr die CD relativ viel gemacht wird, ist kein Geheimnis. Und dass der Fronter schon seit geraumer Zeit professionellen Unterricht bekommt, merkt man auch an einer gewissen Konstanz in den letzten Jahren. Aber so bleibt halt immer ein gewisses Restrisiko. Und dabei ist der Mann so sympathisch. Anstatt wie seine Bandkollegen mit einem Bulli vor die Bhne gefahren zu werden, schlendert er in aller Seelenruhe vor dem Auftritt mit einem Getrnk in der Hand vom Artistbereich in Richtung Hauptbhne. Er hat sogar noch Zeit fr einen kleinen Smalltalk und ein Fotos mit einem bzw. zwei sehr groen Fans von Fear Factory.....''*hem*......Nun denn, auf der Bhne geben Fear Factory alles, der Einstieg mit "Demanufacture" und "Shock" ist mehr als gelungen und die Leute vor der Bhne gehen komplett steil. Ach ja, und Petrus gibt auch alles. Es setzt strmender Regen ein, der wirklich jeden und alles bis auf die Knochen durchnsst. Selbst die Roadies mssen zwischenzeitlich auf die Bhne flitzen und technisches Equipment von der Bhne holen, da auch hier der Regen nur so runterprasselt. Doch irgendwie lsst sich keiner davon die gute Laune versauen. Die Band hat Bock, das Publikum hat Bock, wen strt da schon so ein amtlicher Regenschauer?Im Programm geht es weiter mit "What Will Become?" und "Soul Hacker". Burtons Stimme hlt soweit durch, den ein oder anderen kleinen Wackler kann man getrost verschmerzen. Denn ab dem fnften Song wird die Setlist so groartig, wie man es sich als treuer Fan nur wnschen kann. Da singt man halt selber eben mit so laut wie es geht und nimmt den unbekannten Nebenmann in den Arm und bangt sich die nassen Haare trocken. "Powershifter", "Edgecrsuher", "Resurrection", "Regenerate" und dann noch "Archetype", ein Knaller gefolgt vom nchsten. Die Band spielt sauber und tight, die Rhythmus Fraktion um Schlagzeuger Mike Heller, der sich mittlerweile alle Nummern von Fear Factory draufgepackt hat und sich nicht mehr hinter den Monstern Gene Hoglan und/oder Raymond Herrera verstecken muss, und Basser Tony Campos bieten ein gewohnt wuchtiges Korsett, auf dem Dino mit seiner Gitarre die messerscharfen Riffs platzieren kann. Zum Ende gibt es dann noch mit "Dielectric", "Martyr" und "Replica" drei Knaller, bevor die Band die Bhne verlie und ein glckliches Publikum zurck lieen. Und Burton? Ja, der Anfang war stark, dann lie er etwas nach und hier und da war ein kleines Krchzen in den aggressiven Parts zu vernehmen. Aber ansonsten war das ein starke Leistung und ein klasse Auftritt von Fear Factory! (Marc Schallmaier)

Setlist: Fear Factory

  • Demanufacture
  • What Will Become
  • Shock
  • Edgecrusher
  • Powershifter
  • Soul Hacker
  • Regenerate
  • Hunter Killer
  • Archetype
  • Resurrection
  • Martyr
  • Replica

(T-Stage) The Black Dahlia Murder

Die fnf Amis spielten recht spt, aber genau das war wohl der Grund fr das nicht aus dem Gesicht zu prgelnde Dauergrinsen. Dies entschdigte dann auch ein wenig die fters zu bedauernde Running Order, da sich die Dahlien dummerweise, wie so einige andere Bands, in diesem Fall mit Testament berschnitten. Wie voll es letztlich im Zelt vor der T-Stage war, knnen wir nicht sagen, da wir uns unter den Verrckten im weit vorderen Teil wiederfanden, die zwischen Blastbeats und Beatdowns krperliche Hchstanstrengungen mit fnf At auf dem Kessel vollbrachten. Circle Pits, Crowdsurfing in rauen Mengen und eine Menge blauer Flecken waren die Folge, die musikalisch von Hits wie "What A Horrible Night To Have A Curse", "Everything Went Black" und Miasma" untermalt wurden. Mit Hilfe der Ansagen von Snger Trevor Strnad verwandelte sich das Zelt zu einer einzigen Ambe, die schlicht nicht still stehen konnte und sich im stndigen Bewegungsdrang befand. Die dreckigen Klamotten von den Schuhen, die einem stndig in den Nacken oder in Brustnhe flogen, waren ein Zeugnis eines wirklich starken Auftritts, von dem wir noch Tage spter zehren konnten. (Marc Fischer)

Setlist: The Black Dahlia Murder

  • Receipt
  • What A Horrible Night To Have A Curse
  • Statutory Ape
  • Malenchantments Of The Necrosphere
  • Threat Level No. 3
  • Contaigon
  • Funeral Thirst
  • Abysmal
  • Everything Went Black
  • On Stirring Seas Of Salted Blood
  • Miasma
  • Deathmask Divine
  • I Will Return

(T-Stage) Swallow The Sun

Das Kontrastprogramm zum Abschluss lieferten schlielich die sechs Finnen, die durch ihren Slot inzwischen zu einem Pflichtprogramm von uns gehrten. Die letzte Band am Donnerstag im Zelt wird sich angeschaut! Punkt! In diesem Falle war es ein krnender Abschluss eines durchweg tollen Tages, dem die Band noch die Kirsche auf die Sahne aufsetzte. Witzigerweise kannten wir sowohl Band als auch die neue Platte, mussten uns aber doch tagelang fragen, in welchem Zusammenhang. Denn mit dem Opener "Ten Silver Bullets" gab es direkt zu Beginn eine Breitseite, eingehllt in einer ansprechenden Lichtshow, die den kompletten Auftritt nochmal angenehm untermalte. Man fhlte sich an einen Auftritt von Ghost Brigade erinnert, die ein hnliches Schauspiel vor einigen Jahren auf der T-Stage boten. Selbst zu diesem Zeitpunkt war das Zelt noch halb gefllt von Connaisseuren episch-dsterer Musik, die uns melancholisch und schwermtig aber zufrieden in die Nacht entlie.(Marc Fischer)

Setlist: Swallow The Sun

  • Ten Silver Bullets
  • Rooms And Shadows
  • Hate Lead The Way
  • Cathedral Walls
  • New Moon
  • Silence Of The Womb





Alle Bilder vom Summer Breeze -Teil 1 findet ihr hier:

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