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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing ROCK HARD FESTIVAL 2016
Ort Amphitheater Gelsenkirchen
Datum 13.-15.05.2016
Autor Mario Loeb, Marc Schallmaier
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Zum 14. Mal fand dieses Jahr das RHF in Gelsenkirchen statt und auch wenn jetzt kein "richtiger" internationaler Headliner vertreten war, hatte das Line-Up fr jeden etwas zu bieten. Ich meine Blind Guardian sieht man jetzt auch nicht an jeder Ecke und Sodom ist auch immer einen Besuch wert, vor allem, weil es fr die Jungs von Onkel Tom auch noch ein echtes Heimspiel war. Das Wetter war genauso eine Wundertte und hatte von richtig geilem Wetter bis hin zu "ich friere mir das Hinterteil ab und werde dabei auch noch von oben nass" alles zu bieten. Auch hier wurde also fr jeden Geschmack etwas geboten.(Mario Loeb)

SAMSTAG

FREITAG

SULPHOR AEON (Mario Loeb)

Ich freute mich auf Sulphor Aeon, denn ihr neustes Werk "Gateway To The Antisphere" hatte mir ganz gut gefallen. Mein Fazit zum Live-Auftritt ist hnlich ausgefallen, wie auch schon bei der CD. Auch das Konzert war jetzt sicher kein Meilenstein der Musikgeschichte, aber einen Grund sich zu verstecken hat Sulphor Aeon nun wirklich auch nicht. Stimmungsmig hatte man sich fr den groovenden Death allerdings ein wenig das falsche Wetter ausgesucht. Solch ein Sound vertrgt sich einfach nicht mit Sonnenschein. Sulphur Aeon, die aus NRW stammen, machten aber trotz dieser Stimmung einen tollen Job und waren ein guter Opener, der atmosphrisch im Dunkeln sicher noch ein Stck besser angekommen wre.

YEAR OF THE GOAT (Mario Loeb)

Warum die Schweden fr ihren okkulten Rock so abgefeiert werden, habe ich nie ganz verstanden, nach dem Auftritt auf dem Rock Hard verstehe ich es noch weniger. Sorry, aber das war ghnend langweilig. Keine Bewegung auf der Bhne, stinklangweilige Songs im 70er-Stil, die auch schon im letzten Jahrhundert angestaubt geklungen htten, als solche Musik noch was Neues war. Die Zuschauer sahen es genauso und bis auf ein paar wenige Fuste und ein paar fliegende Haare gab es hier nichts zu bestaunen in der prallen Mittagshitze. Mir ist es ein Rtsel, warum ich mir das Konzert wirklich ganz gegeben habe.

SATAN (Mario Loeb)

Das Satan-Banner sah auf der Bhne des RHF etwas verloren aus, davon sollte man sich aber nicht tuschen lassen. Denn die New Wave Of British Heavy Metal Legende war auch in Gelsenkirchen richtig gut drauf. Vor allem Brian Ross bewies eindrucksvoll, dass seine Stimme noch lange nicht zum alten Eisen gehrt, immer noch meistert er alle Hrden und lsst so manchen jungen Kollegen immer noch blass aussehen. Leider wussten das um die Uhrzeit noch nicht alle Rock Hard Besucher zu schtzen, was aber sicher nicht an Satan lag, die eine richtig gute Show boten. Was Mr. Ross allerdings mit seinen Handschellen machen wollte, die an seiner Hose befestigt waren, blieb zum Glck sein eigenes Geheimnis.

TANKARD (Mario Loeb)

Wenn die Thrash Metal Truppe aus Frankfurt am Main die Bhne strmt, ist die Party vorprogrammiert. Deshalb war das Halbrund auch gut gefllt und schnell flogen die ersten Bierbecher durch die Luft. Zu Songs wie "Zombie Attack", "Rapid Fire" und "A Girl Called Cerveza" ging das Publikum dann auch das erste Mal an diesem Tag richtig steil. Da wo Gerre die Bhne betritt, ist Spa und Chaos angesagt, aber auch wenn sich Tankard selber nicht so ganz ernst nehmen, sollte man ihre Musik umso ernster nehmen, denn was die bekennenden Eintracht-Fans an diesem Nachmittag ablieferten, war einfach von Feinsten. So knppelten die Old school Thrasher sich dann eine Stunde lang durchs Programm und die Band hatte sichtlich Spa, was der Frontmann Gerre auch immer wieder gerne durch ein "Ihr seid geil!" quittierte. Mit "(Empty) Tankard" endete dann eine tolle Show.

DESTRUCTION (Mario Loeb)

Destruction haben weitestgehend ihr Versprechen gehalten, ihr angekndigtes Old school Set durchzuziehen und starteten deshalb dann auch gleich mal mit "Curse The Gods" und "Mad Butcher". Der "Mad Butcher" hatte, dann auch gleich bei dem Song seinen ersten Auftritt, aber auch wenn er sich noch so bemhte, das Publikum mit seinem Hackebeil zu beeindrucken, kamen die Besucher der Aufforderung von "Schmier" noch nicht nach, einen ersten Mosh-Pit zu machen. Das heit aber nicht, dass die Meute vor der Bhne keinen Spa hatte, viele Fuste wurden in den Himmel gereckt und eine Menge Haupthaar wurde geschttelt. Mit Gastauftritten knausert Destruction in ihrer Show dann auch nicht gerade, zu "Antichrist" trommelte Tommy Sandmann die Beats ein, der mir sichtlich nervs zu sein schien und ich es Schmier glaube, dass der Mann seit 30 Jahren keine Stcke mehr in der Hand hatte. Oliver Kaiser bernahm dann zu "Reject Emotions" sowie "Sign Of Fear" die Bedienung der Schiebude und wirkte wesentlich entspannter. Ein groer Spa war es aber fr alle und dass in den Zwischenpassagen zu den einzelnen Liedern alle drei Drummer vereint auf der Bhne zusammen getrommelt haben, ist auch ein wenig nostalgisch. Bei "Total Desaster" bekamen Destruction dann ein weiteres Mal Untersttzung, diesmal von Andy Brings (ex-Sodom). Doch das war nicht alles, denn Destruction lieen es sich nicht nehmen, als vorletztes Lied gemeinsam mit Gerre und Onkel Tom den Venom-Klassiker "Black Metal" zu prsentieren. Das hat auch einen Hintergrund, haben die drei sich doch damals das erste Mal auf einen Venom-Fantreffen kennengelernt. Mit "Bestial Invasion" gab es dann noch einmal richtig auf die Fresse und der Butcher durfte noch einmal auf die Bhne und sich eine knapp bekleidete Frau ber die Schulter schmeien.

SODOM (Mario Loeb)

Den Thrash Metal Dreier an diesem Tag komplettierten dann die Jungs von Sodom. Erster Song "In War And Pieces" und nicht nur die ersten Rauchsulen hllten die Bhne in Nebel, sondern auch der Sound war noch etwas unklar. Das Problem hat man dann aber relativ zgig in den Griff bekommen. Genauso schnell hatten Sodom dann auch ihr Publikum im Griff und sptestens bei Lied Nummer drei "Outbrake Of Evil" bewiesen Angelripper und seine Mannen, dass sie gekommen sind, um rsche zu verhauen. Die Ansage von Tom, dass sie nach 10 Jahren endlich wieder zurck auf dem Rock Hard sind und in seiner Heimat Gelsenkirchen, schien tatschlich eine Herzensangelegenheit zu sein. Dass sie sich kaum verndert haben, ist dabei aber mehr als geflunkert, denn die Haare sind ein wenig grauer geworden, aber wer will es ihnen verdenken. Diese kleine Notlge machten sie dafr aber sofort mit einer sehr amtlichen Version von "The Saw Is A Law" wieder wett, der immer noch mein absoluter Favorit der Band ist. So war es auch kein Wunder, dass die ersten Crowd-Surfer am Graben angekommen waren. Einen Gastauftritt hatte dann Sodom auch noch zu bieten: der ehemalige Gitarrist Josef Peppi "Grave Violator" Dominic (1984-1986) bernahm die zweite Gitarre bei "Blasphemer". Da stellte sich mir die Frage, warum Sodom das eigentlich nicht fters macht, eine 2. Gitarre mit ins Boot zu nehmen, das klingt nmlich gar nicht mal so schlecht. Hat man das schon mal bei Sodom ausprobiert? Ich knnte mich zumindest nicht daran erinnern. Egal, es war ein ziemlich fetter Auftritt von Sodom, der dann standesgem mit "Ausgebombt" beendet wurde. Ausgebombt und mde waren dann auch meine Fe.

SAMSTAG

Da es mir leider nicht vergnnt war, bereits am Freitag zum Rock Hard Festival zu erscheinen, beginnt fr mich die Berichterstattung mit dem Samstag. Wobei ich natrlich schon mit meinem Gedanken auch am Freitag in Gelsenkirchen war, um mir die gute Stimmung und das schne Wetter vorzustellen. Immer noch an diesem Gedanken klebend fuhr ich dann auch am Samstag frh morgens aus Hamburg los. Dass das Wetter sich ndern sollte, war relativ fix bekannt. Wenn man allerdings dann in Bremen auf der Autobahn merkt, dass man seine Jacke vergessen hat, wird es schon bel. Aber dazu spter mehr. Die Fahrt verlief relativ problemlos und vor Ort ging es dann auch direkt zum Amphitheater. (Marc Schallmaier)

ACCUSER (Marc Schallmaier)

Erste Band fr mich am Samstag Mittag waren dann ACCUER. Als Thrash Metal Fan war und ist mir der Name zwar gelufig, ich habe mich allerdings nie gro mit der Band auseinandergesetzt. Und auch nach diesen vierzig Minuten war ich mir immer noch unschlssig, ob das nun richtig oder falsch war. Klar, der Thrash Metal des Quartetts geht munter nach vorne los und ist aggressiv. Aber es fehlt meiner Meinung nach die Eigenstndigkeit. Hier und da wird man technisch etwas anspruchsvoller, aber von den 7 oder 8 Songs ist mir auch nicht einer im Ohr hngen geblieben. Ein guter Teil der Fans war da anderer Meinung, und ACCUER bekamen sehr wohlwollenden Applaus und positives Feedback. Vielleicht erklrt das aber auch, warum die Band nie ber einen gewissen nationalen Bekanntheitsgrad gewachsen ist.

SORCERER (Marc Schallmaier)

Als nchstes kamen dann SORCERER auf die Bhne. Die Schweden sind seit ein paar Jahren wieder unterwegs, aber nur wenige kennen die Band, beziehungsweise sind mit dem uerst sprlichen Material der Band vertraut. Ich muss gestehen, dass ich mit der Doom Mucke der Skandinavier nicht viel anfangen konnte. Zu zhflssig, zu monoton und einfach ohne jegliche Abwechslung wummerten die Songs aus den Boxen. Mag sein, dass das Kult fr einige ist, ich empfand SORCERER als ghnend langweilig. Und wenn man sich die bersichtliche Zuschauerschar anschaute, die sich vor der Bhne verirrte, dann war ich zumindest nicht der Einzige.

TRIBULATION (Marc Schallmaier)

Auf TRIBULATION wiederum war ich sehr gespannt, denn der Ruf einer leicht bizarren Bhnenshow eilt den Schweden voraus. Und sie sollten diese Erwartung auch voll erfllen. Ist die Mucke die eine Sache, mit der TRIBULATION punkten knnen, so sind es die beiden Gitarristen, Adam Zaars und Jonathan Hulten, die mit ihrer Bemalung, Outfit und knstlichem Staub fr optische Ausrufezeichen setzen knnen. Obendrauf kommen dann noch Bewegungsablufe, die das ein oder andere Mal an Schlangenmenschen erinnern. Das war nicht nur hbsch anzusehen, auch die Mucke des Vierers aus Arvika konnte mich voll berzeugen. Diese Mischung aus Death Metal, progressiven und epischen Einflssen, sowie einem morbiden Charme fand ich herausragend und machte fr mich TRIBULATION auch zum Gewinner des Tages. Soviel kann man schon einmal vorweg verraten.

GRAND MAGUS (Marc Schallmaier)

Und weiter geht es mit dem Schweden Express. Nchster Halt: GRAND MAGUS. Der eher typische Heavy Metal mit leichten Stoner Elementen wollte nicht so richtig znden. Vielleicht lag es an der Spiegelsonnenbrille von Janne Christoffersson, die er whrend des gesamten Konzerts nicht wieder abnahm. Und das trotz beginnenden Regen und permanenter Wolkendecke. Vielleicht hatten aber auch TRIBULATION die Messlatte vorher zu hoch gelegt. Fr GRAND MAGUS war heute einfach nix zu holen. So pltscherte der Auftritt vor sich hin, ohne das irgendetwas nennenswertes passierte.

THE EXPLOITED (Marc Schallmaier)

Wie heit es so schn bei Monty Python: "and now for something completely different". THE EXPLOITED sind eine der Punk Ikonen der 90er Jahre. Mit ihrer Musik, die viele Anleihen des Metal beinhaltet, schafften sie es schon frher, ein Metal Publikum fr sich zu gewinnen. Auch heute sollte ihnen das gelingen. Obwohl der Sound mehr als rudig war, und man von den Ansagen von Wattie Buchan so gut wie nichts verstehen konnte, kam doch so etwas wie Party Stimmung im Publikum auf. Und wie kann man einen Set besser beginnen als mit "Let's Start A War"? Eben. Es folgten Punk Kracher wie "UK 82", "Dead Cities" oder "Never Sell Out" bevor man mit "Troops Of Tomorrow" ein Cover der VIBRATORS dem Publikum anbot. Zu "Fuck The USA" kam dann noch Schmier von DESTRUCTION auf die Bhne. Und wenn man schon dabei ist, folgt "Sex & Violence" und man ldt die Fans ein, ebenfalls auf die Bhne zu kommen. Das Angebot nahmen viele Leute dankend an, und so musste die Grabencrew irgendwann dann doch eingreifen, und weitere Zuschauer davon abhalten, auf die immer voller werdende Bhne zu klettern. Der Gag hatte sich irgendwann ausgereizt und am Ende gab es dann noch "Was It Me". Kein perfekter Auftritt, aber durchaus sehr unterhaltsam.

KADAVAR (Marc Schallmaier)

Um das Kontrastprogramm weiter zu frdern, ging es mit KADAVAR aus Berlin weiter. Allerdings muss ich auch, wie bei SORCERER, gestehen, dass mich der Auftritt null packte. Zu eintnig und zu monoton, dazu auch noch unbeweglich auf der Bhne festgefroren. Nein, das empfand ich als sehr langweilig. Die eine Stunde Spielzeit zog sich wie ein alter Kaugummi, obendrauf musste noch irgendein Song wieder von vorne gestartet werden. Ich kann Teile dieser Retrowelle verstehen, und so einige Bands beziehungsweise deren Songs finde ich auch richtig gut. KADAVAR gehren aber leider nicht dazu, weswegen ich mich dann auch irgendwann in wrmere Gefilde auf dem Festival Gelnde verzog. Mittlerweile war es schon ziemlich frisch geworden, und ein amtlicher Regenschauer hatte die Situation nicht wirklich verbessert.

METAL CHURCH (Marc Schallmaier)

Die Amerikaner von METAL CHURCH knnen auf eine bewegte Vergangenheit zurckblicken. Auflsung, Wiedervereinigung, Auflsung, wieder Wiedervereinigung, der tragische Tod von Snger David Wayne, zahlreiche Besetzungswechsel.......man knnte noch weitermachen, aber das fhrt zu nichts. METAL CHURCH standen vor dem groen Wurf, konnten ihn aber nicht landen. So hat die Band in der Metal Szene zahlreiche Fans und erfreuen sich groer Beliebtheit, das groe Ding sind METAL CHURCH aber nie geworden. Nun spielt die Band nicht gerade Musik, die ich mir stndig in allen Variationen und tagtglich reinziehe. Aber ich muss gestehen das METAL CHURCH eine gute Live Band sind, die aus tollen Musikern besteht, die sehr gut miteinander harmonieren. Songs wie "Fake Healer", "Start The Fire" oder "No Tomorrow" haben ihre Daseinsberechtigung und knnen auch Zweifler berzeugen. Ich werde nie ein groer METAL CHURCH Fan sein oder werden, kann aber ohne Probleme sagen, dass METAL CHURCH ordentlich abgeliefert haben und das Publikum begeisterten.

TURBONEGRO (Marc Schallmaier)

Schon im Vorfeld wurde gemunkelt, ob TURBONEGRO ihrem Headliner Status gerecht werden knnen. Um es vorwegzunehmen: nein, konnten sie nicht. Eher war es sogar ein erschreckendes Bild, was die Norweger am diesem Abend ablieferten. Lustlos, ohne viel Spielfreude und ohne das gewisse Extra (was TURBONEGRO ja eigentlich ausmacht!) wurden die ersten Songs runtergekurbelt. Anstatt mit einem Kracher wie "Age Of Pamparius" oder "All My Friends Are Dead" einzusteigen, kommt mit "Hot For Nietzsche" eine ziemlich unterdurchschnittliche Nummer, gefolgt von einem noch lahmeren zweiten Song, der mir leider nicht gelufig ist. Dazu kamen noch immense Soundprobleme, die den Auftritt weiter in keinem guten Licht erstrahlen lieen. Apropos Licht: TURBONEGRO haben anscheinend etwas gegen Fotografen, so ble Lichtbedingungen habe ich schon lange nicht mehr erlebt, daher bitte ich die Qualitt der Fotos zu entschuldigen. Wenn man dann noch beinharte Turbojugend Mitglieder mit Leidensmiene im VIP Bereich trifft, whrend das Konzert der Band noch luft, kann man ungefhr erahnen, wie die Stimmung so war. Dazu kam auch noch das Wetter, dass sich dieses Jahr das erste Mal in meiner Rock Hard Festival Karriere so richtig von seiner miesesten Seite zeigte. Nasskalt und erbrmlich kalt war es, und ich Idiot hatte meine Jacke vergessen. Gut, fr das Wetter konnten die Skandinavier auch nix, aber erst ganz zum Ende hin, als TURBONEGRO ihre Hits spielten, kam noch einmal gute Stimmung auf. Als Fazit bleibt zu sagen, dass es ein sehr durchwachsener Samstag in allen Belangen war.

SONNTAG

Der Tag startete leider mit Regenschauern wie aus Kbeln, so dass sich der Aufenthalt am Frhstckstisch dann doch etwas verlngerte. Somit verpassten wir DISCREATION, die schon um 12.00 Uhr den letzten Tag des Festivals erffneten. (Marc/Mario)

BLACK TRIP (Marc Schallmaier)

Ein sehr positive berraschung waren BLACK TRIP. Ich hatte vorher noch nichts von dieser Band gehrt, war aber schon nach wenigen Minuten sehr angetan von dem recht traditionellem Heavy Metal, den die Schweden da vom Stapel lassen. Das Ganze kommt sehr abwechslungsreich daher, die Geschwindigkeit wird variiert und man hat allerlei gute Riffs im Gepck. BLACK TRIP nutzen die 40 Minuten Spielzeit voll und ganz, und vor der Bhne versammelten sich immer mehr Interessierte zu dieser noch recht frhen Zeit. Die Band lsst sich nicht lumpen, bewegt sich und wirft sich fr die Fotografenschar in Szene. Starker Auftritt, davon gerne mehr.

NIGHTINGALE (Marc Schallmaier)

Erst kurz vor dem Festival habe ich erfahren, dass es sich bei NIGHTINGALE um die Band oder frher auch das Projekt von Produzenten Legende Dan Swan handelt. Allerdings widmet er sich hier nicht dem klassischen, schwedischen Todesblei, sondern eher atmosphrischen Hard Rock Songs, die gerne auch einmal etwas progressiver ausfallen. Nun, ja, der Tausendsassa Dan Swan kann auch das, wie ich relativ schnell feststellen konnte. Die Songs haben ordentlich Groove und Erik Oskarsson verleiht dem Ganzen zusammen mit Schlagzeuger Tom Bjrn einen verdammt guten Rhythmus Teppich, auf dem sich das Gitarristen Burderpaar Dag und Dan Swan gerne mal austoben knnen. Leider war bei ersten Song das Mirko nicht an, oder nicht eingestpselt, oder wasweiich, jedenfalls war kein Gesang zu hren. Naja, kann ja mal passieren. Die 45 Minuten waren sehr unterhaltsam, und dazu trug auch ein uerst redseliger Dan Swan bei.

ORDEN OGAN (Marc Schallmaier)

Es bleibt mir nach wie vor ein Rtsel, warum ORDEN OGAN so viele Leute begeisterten knnen. Durchschnittlicher Power Metal von der Stange, einige Mitsing Refrains sowie ein schon fast peinliches Ansagen Spiel (Stichwort "Currywurst") reichen aus, um ein groen Anteil des Publikums aus dem Huschen zu bringen. An wem es liegt? Das soll mal jeder fr sich beantworten. Auch ORDEN OGAN hatten einige Soundprobleme, die die Fans aber gerne berhrten. Hauptsache ist ja auch, dass es denen gefallen hat. Ich fand den Auftritt nicht gut.

MOONSPELL (Marc Schallmaier)

Die Portugiesen von MOONSPELL waren als Nchstes an der Reihe. Schon erstaunlich, wie sich die Band all die Jahre immer wieder gut gehalten hat, und in regelmigen Abstnden mindestens berdurchschnittliche Platten abliefert. "Breath", "Extinct" und "Opium" waren dann auch ein Einstieg nach Ma. Mit "Vampiria" und "Mephisto" kamen weitere Klassiker, die vom anwesenden Publikum ordentlich abgefeiert wurden. Bei erstgenannten verschwand Snger Fernando Ribeiro kurz hinter der Bhne, um mit einem Umhang (oder hnliches) leicht "verkleidet" wieder zu kommen und ein wenig wie ein Vampir auszusehen. Okay, naja, den Gag htte man sich auch sparen knnen, jedenfalls war um mich herum relativ viel Gelchter zu hren. Zum Abschluss gab es dann "Alma Mater" und "Full Moon Madness", und die Stunde Spielzeit war vorbei. Ein gelungener Auftritt, wobei man aber auch sagen muss, dass MOONSPELL in einem dunklen Club einfach besser funktionieren als bei Tageslicht auf einer Festival Bhne.

RIOT V (Marc Schallmaier)

hnlich wie bei METAL CHURCH gibt es auch im Hause RIOT V eine bewegte Vergangenheit mit Todesopfern in der Band sowie Auflsung und Reunion. Allerdings lie mich der Auftritt von RIOT V einfach nur kalt. Die Band ist aber mit massig Spielfreude unterwegs, und das Publikum im komplett gefllten Amphitheater von Gelsenkirchen feierte die Amerikaner kompromisslos ab.

CANNIBAL CORPSE (Marc Schallmaier)

Es gibt Menschen die behaupten, die Kannibalen Leichen kann man nicht oft genug sehen. Ich entgegne dem immer, dass ich sie mittlerweile zu oft gesehen habe. Obwohl ich der Mucke von CANNIBAL COPRSE sehr wohlwollend gegenber stehe, bin ich mit den Live Auftritten mittlerweile nicht mehr zufrieden. Kaum Abwechslung in der Setlist, kaum Ansagen von Stiernacken George Fisher, kaum Bewegung auf der Bhne. Das langweilt total. Komischerweise hat dieses Gefhl erst nach der Hlfte des Sets bei mir eingesetzt. Aber ich begreife es einfach nicht, wie man 13 Alben raus hauen kann, sich bei Konzerten aber auf die nahezu gleiche Setlist konzentriert. Warum nicht mal wieder "Skull Full Of Maggots" oder "Addicted To Vaginal Skin"? Stattdessen zum tausendsten Mal "Scourge Of Iron" und "I Cum Blood", letzteres auch seit Jahren mit der gleichen Ansage. Naja, das Publikum ist zwiegespalten, die einen feiern die Amis gnadenlos ab, der Rest verzieht sich wegen dem "Lrm", CANNIBAL CORPSE liefern amtlich ab, aber ich werde mir die Band so schnell nicht wieder anschauen.

BLIND GUARDIAN (Marc Schallmaier)

Ich gebe es offen und ehrlich zu. Ich habe keine einzige CD der blinden Gardinen. Und meine allererste Auseinandersetzung mit den Krefeldern ist auch noch gar nicht soooo lange her. Es war 2011 in Wacken, als ich das erste Mal mit der Band in Berhrung kam. Klar, der Name war mir bekannt und gelufig, aber ich habe mich nie dafr interessiert. Vor fnf Jahren fand ich das alles ziemlich beeindruckend, und so war ich gespannt, ob BLIND GUARDIAN als Headliner berzeugen konnten. Nun ja, mich nicht wirklich. Das Amphitheater war bis auf den letzten Platz gefllt, alles stand und sang begeistert mit. Die Band haute auch gleich schon zu Beginn etliche Klassiker raus, so dass die Stimmung schnell nach oben ging. Anscheinend reicht das den Meisten auch, anders kann ich mir diesen Euphorie Rausch nicht so ganz erklren. Ja, der Sound war gut, und die Lichtshow machte wirklich einiges her. Aber ein paar Ansagen von Snger Hansi Krsch, der immer sein Mikrofon zum Refrain in die Menge hielt, und ansonsten auch nur mit den drei immer gleichen Arm beziehungsweise Hand Bewegungen vorne am Bhnenrand stand, reichen aus, um 7000 Leute auer Rand und Band zu setzen? Offensichtlich. Mich hat der Auftritt eigentlich ganz gut gefallen, aber wahrscheinlich bin ich auch nicht genug Fan, um hier richtig mitfiebern zu knnen

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