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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing ORDEN OGAN, ALMANAC, MANIMAL
Ort Andernach, JUZ Liveclub
Datum 02.04.2016
Autor Thorsten Dietrich, Mario Loeb
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Orden Ogan stand im JUZ-Andernach auf der Speisekarte, was jetzt ehrlich gesagt nicht gerade zu meinen Lieblings-Ohrenschmusen gehrt. Aber die Jungs sind sehr beliebt, so dass es also fr uns Grund genug war, das Ganze fr unsere Leserschaft zu dokumentieren. Dass Almanac dann noch zufllig als Fang des Tages pltzlich mit auf der Speisekarte stand, war natrlich ein nettes Goodie zustzlich. (Mario Loeb)

Manimal

Einen klasse Opener hatten Orden Ogan auf ihrer ersten Headlinertournee, Manimal aus Schweden, die sich nach sechs Jahren Funkstille mit einem Hammeralbum namens "Trapped In The Shadows" zurck meldeten und nicht nur mich damit zu Hchstnoten ntigten. Man hatte eine halbe Stunde Zeit, die gerade mal langte, um einige Toplieder des neuen Werkes zu spielen. Da man optisch etwas langweilig aussieht, wurde etwas Schminke aufgetragen und der Snger hatte Kontaktlinsen an. Heutzutage haben ja nur die Gimmickbands (Sabaton, Powerwolf usw.) mchtig Erfolg. Trotz nur einer Gitarre kamen die Lieder superb rber, der Sound war gut, aber der Azubi am Licht lie die Band meist im Dunkeln stehen. Bei anderen Tourpackages htte ich auf Schikane vom Headliner getippt, hier gab es solche Mtzchen wohl nicht und die Band musste auch nicht ihr Drumkit vor das von Orden Ogan, dem Headliner, quetschen. Sowas habe ich im JUZ schon fter gesehen, mehrfach bei Grave Digger, was mir immer bel aufgestoen ist. Dieses Mal schafften es Manimal, auch durch den geilen Snger Samuel "Sam" Nyman mit der voluminsen und wandlungsfhigen Sirenenstimme la Halford, einige neue Fans zu gewinnen. Auch wenn Gitarrist Henrik "Hank" Stenroos eher der introvertierte Axtschwinger war, der optisch wenig her machte, und der Bassist eher an eine Punkband erinnerte, war das ein guter Auftritt mit starken Songs. Manimal haben den Laden gut aufgewrmt! (Thorsten Dietrich )

Almanac

Als unsere Redaktion davon erfuhr, dass als Ersatz fr Mystic Prophecy, die aus organisatorischen und produktionstechnischen Grnden ihre Tour absagen mussten, Almanac im JUZ Andernach als Co-Headliner dabei sein wird, freuten wir uns sehr, feierten mein Chef-Redakteur und ich doch schon seit Wochen die Debt-Platte "TSAR" der neu formierten Band um Victor Smolski. Ob die Sache auch live funktionieren wrde, erwarteten wir also mit Spannung. Wo anfangen? Am Besten mit den Schwchen des Auftritts, die lagen stellenweise leider im Gesang, der im mehrstimmigen Bereich nicht immer funktionieren wollte und manchmal etwas daneben lag. Die Begrndung ist aber leicht zu finden, denn Andy B. Franck und Jeannette Marchewka mussten nicht nur ihre Parts sauber singen, sondern auch zustzlich die Parts von ihrem Kollegen David Readman ersetzen und performen, der an diesem Abend nicht mit an Bord war. Man merkte, dass dafr vielleicht doch noch die Eingespieltheit fehlte. Wie die Dame und Herren sich auf der Bhne gehrt haben, knnte eine weitere Rolle gespielt haben. Damit wir uns richtig verstehen, ich rede hier von Kleinigkeiten, die zwar auffllig waren, aber im Rahmen blieben, denn das Franck und Jeannette eine tolle Show lieferten, was das Gesangliche und die Bhnenprsenz angeht, steht auer Frage. Lassen wir Almanac noch ein paar Live-Auftritte Zeit und das Thema werden wir nicht mehr ansprechen mssen. Die Frage, die ich mir gestellt habe, war, wie Almanac das gesanglich in Zukunft eigentlich lsen mchte. War es Zufall, dass David fehlte oder ist das auch in Zukunft mit eingeplant, dass man sich nicht immer mit beiden mnnlichen Protagonisten auf der Bhne zeigt? Ansonsten war Almanac ein Triumphzug und auch wenn ich jetzt schon ein wenig den Headliner spoiler, Viktor Smolski und Band spielte Orden Ogan an die Wand. Technisch unheimlich sauber und ein Sound, der live eine unheimliche Power mitbrachte. Die Lieder von "TSAR" sind auch live unheimlich eingngig und laden zum Mitsingen und Bangen ein, was das JUZ-Publikum auch bedingungslos machte. Als Fazit bleibt nur eins: von Almanac kann man noch viel erwarten und es ist in Sachen Symphonic Power Metal mit das Beste, was Deutschland derzeit zu bieten hat und sie mssen auch international keine Vergleiche scheuen, im Gegenteil, ich glaube so einigen Bands werden sie auch global gesehen noch die Show stehlen.(Mario Loeb)

Orden Ogan

Lange waren die Sauerlnder um Snger und Gitarrist Sebastian Leevermann als Vorband unterwegs und haben sich die Billings der Tourneen und Festivals hochgearbeitet. Nun, nach zwei Studioalben im selben Linuep und einer Doppel-CD/DVD im Buchformat namens "The Book Of Ogan" sind die vier Musiker endlich mal als Headliner unterwegs, wobei sie hier auch dick aufgefahren und auf der Bhne groformatige Backdrops, ne gute Lightshow und insgesamt einen schnen Aufbau haben. Sehr geil fand ich auch, dass die Ogans hier keine Headlinerspielchen in Sachen Sound, Licht und Platz auf der Bhne gemacht haben, so dass keiner sein Schlagzeug am Bhnenrand aufbauen musste. Die paar Wochen auf Headlinertournee mit voller Spielzeit merkte man der Band aber leicht an, obwohl sie sich recht engagiert gab. Die neuen Bhnenklamotten sind auch nicht mehr so schwer und klobig, so dass es sich auf einer Hallentournee sicherlich besser aushalten lsst als beim vorletzten Album "To The End". In Sachen Sound stachen Snger Seeb mit krftiger und immer noch fit klingender Stimme heraus, sowie das Schlagzeugspiel von Dirk Meyer-Berhorn, der einfach alle eventuell vorhandenen Soundlcher zuballerte und mit seinem aggressiven Spiel sich vom Gros der Melodic und Power Metal Bands dieser Erde abhebt. Der Mann stammt halt aus einem hrteren Genre und somit klingt die Band erfrischend anders. Nicht so gut empfand ich den sterilen Gitarrensound, der ber recht modernes Equipment lief, ber das sich schon die lokale Crew den Kopf zerbrach und alles irgendwie gleichfrmig tnen lie. Der Bass war fr mich nie zu hren. Dazu kommt das bliche Konservenorchester samt Chren, von denen die Band einfach nicht (ganz) die Finger lassen kann. Die gut aufgelegten Fans hat das jedoch weniger gestrt als die Muckerpolizei. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Orden Ogan live den Anspruch haben, unbedingt fast 100% wie auf CD zu klingen und damit etwas steril wirken. Andererseits empfinde ich das Anti-Rockstar-Verhalten auf der Bhne samt Bldelansagen (ich sage nur "F.e.v.e.r." und Currywurst!) dagegen wirklich erfrischend. Mit vielen Liedern vom aktuellen Album und einem netten Querschnitt der Bandhistorie ging der gelungenen Abend gut zu Ende. (Thorsten Dietrich)



Setliste Orden Ogan

  • Ravenhead
  • Land of the Dead
  • We Are Pirates
  • The Black Heart
  • Sorrow Is Your Tale
  • Deaf Among the Blind
  • To New Shores of Sadness
  • The Ice Kings
  • F.E.V.E.R.
  • Here At The End Of The World
  • The Things We Believe In
  • Evil Lies in Every Man
  • Mystic Symphony

Bildergalerie:

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