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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SODOM LISTENING SESSION, "DECISION DAY"
Ort Hotelbar Maritim, Gelsenkirchen, 14.05.2016
Datum 14.05.2016
Autor Mario Loeb
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Am 14. August 2016 wird die neue Scheibe von Sodom mit dem Titel "Decision Day" erscheinen,My Revelations war fr Euch am 14. Mai bei der Listening-Session in der Bar des Maritim Hotels in Gelsenkirchen dabei, um die ersten Eindrcke des neuen Silberlings fr Euch einzufangen.

Vier Monate lang haben die drei Bandmitglieder an den neuen Songs gefeilt. Produziert wurde die Scheibe von Cornelius "Corny" Rambadt, der vielen auch schon als Toningenieur und Schlagzeuger von Onkel Tom bekannt sein knnte. Ohne langen Vorlauf und nach kurzer Ansprache ging es auch gleich mit der Vorstellung der CD los, 7 Songs hatte man sich zur Prsentation aus dem 11 Track starken Album ausgesucht

"IN RETRIBUTION"

Wird der Opener von "Decision Day" sein. "Here I am" singt Tom immer wieder und strahlt wie das Lied eine mchtige Prsenz aus und scheint wirklich von Anfang an klarstellen zu wollen, dass Sodom mit voller Hrte zurck ist. Nach dem blichen Thrash-Metal-Songgerst, in dem ein vernnftiges Gitarrensolo nicht fehlen darf, endet "In Retribution" schleppend und dster. Vielleicht ist der Opener einen Tick zu lang geworden. Trotzdem geiler Einstieg ins neue Album.

"DECISION DAY"

Beginnt mit einem sehr harmonischen Riff, was sofort hngen bleibt, besonders auffllig fand ich bei dem Stck die geilen groovenden Schlagzeug-Parts, die Markus "Makka" Freiwald im leichten Slayer-Style da eingehmmert hat. Der Namensgeber der Platte ist voll auf die Fresse und wird auch live sicher fr eine Menge glckliche Gesichter sorgen.

"CALIGULA"

Das Bild von "Caligula" wird durch mehr Breaks und Abschlge bestimmt und verfllt zwischendurch in positive Thrash-Metal-Hektik, bleibt aber trotzdem auch hier wieder sehr eingngig. Das Solo wird von einem dsteren Part eingelutet, was fr eine dichte Atmosphre im Song sorgt. Der Song hat absolutes Mitgrl-Potential.

"WHO IS GOD?"

Typischer Old-School-Stuff, sehr treibend, ohne Verschnaufpause. Toms dreckige Stimmer kommt bei dem Song super zur Geltung, ich hatte bei dem Lied den Eindruck, dass Herr Angelripper etwas variabler von der Stimme als sonst ist und etwas ausprobiert hat. Kann aber auch am Bier gelegen haben.

"STRANGE LOST WORLD"

Beginnt mit einem sehr einfach gehaltenen Bass, der dster und bedrohlich daherkommt. Der Song ist, wie seine Vorgnger, auch sehr eingngig, zieht sich aber nach meinem Gefhl etwas, das schwchste Lied der Zusammenstellung an diesem Tag, auch wenn das Jammern auf hohem Niveau ist.

"VAGINAL BURN EVIL"

Vom Anfang bis zum Ende erwartet den Hrer ein Maschinengewehrfeuer. Auch hier ist alles sehr akzentuiert gespielt und auch die durchgehend gute Produktion kann hier richtig zur Entfaltung kommen. Die bergnge des Schlagzeugs haben mich entfernt ein wenig an alte Metallica-Sachen erinnert, hoffe es hasst mich jetzt niemand fr diesen Vergleich. "Vaginal Burn Evil" ist mein Favorit bis jetzt.

"REFUSED TO DIE"

Den Anfang macht ein gesprochenes Intro, was von einem dichten Soundteppich begleitet wird, auch hier fhlte ich mich besonders an alte Thrash-Tage erinnert. "Refuse to Die" ist nicht ganz so melodisch, berrollt dafr aber alles und bildet einen starken Abschluss der neuen CD.

Fazit Sodom sind wieder mehr zu ihren alten Wurzeln zurckgekehrt, deshalb wohl auch die Wahl eines internen Produzenten, der sich gelohnt zu haben scheint. Wenn die fehlenden vier Songs die gleiche Qualitt besitzen, ist der neue Silberling jetzt schon eine absolute Empfehlung, die in keinem CD-Regal fehlen sollte. Im thematischen Zentrum beschftigen sich die die Texte mit dem "D-Day", als im Juni 1944 die alliierten Streitkrfte in der Normandie landeten, um Deutschland vom Nationalsozialismus zu befreien und zeigt sich kritisch zum aktuellen Weltgeschehen. brigens ist auch das Cover-Artwork, das von Joe Petagno stammt, der unter anderen auch schon fr Bands wie Motrhead (!), Led Zeppelin oder Pink Floyd arbeitete, ein richtig schickes geworden das nattlich an Lemmys Band erinnert. Sodom sind noch nicht in die Jahre gekommen und zeigen das auch auf ihrer neuen Scheibe und das mit einer unerwarteten Brutalitt.

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