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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing MY SLEEPING KARMA, GREENLEAF, MAMMOTH MAMMOTH
Ort Berlin, Lido
Datum 24.02.2016
Autor Marc Schallmaier
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Die Up In Smoke Tour war mit den drei Bands MAMMOTH MAMMOTH, GREENLEAF und MY SLEEPING KARMA hochkartig besetzt, aber leider spielte dieses Paket nicht im Norden. Da wir hier ja keine Kosten und Mhen scheuen, machten wir uns kurzfristig an diesem Mittwochabend auf den Weg in die Hauptstadt unseres Landes. Ab nach Berlin, Konzert genieen und nachts wieder zurck in die schnste Stadt der Welt nach Hamburg, schlielich muss man ja am nchsten Tag wieder auf der Arbeit erscheinen. In Berlin angekommen wurde gleich einmal die rtlichkeit Lido inspiziert und fr absolut wrdig befunden. Nettes Personal, eine weitlufige Halle die ausverkauft war und auch ein guter Sound sollten den Abend richtig gut werden lassen.

Up In Smoke Tour Mammoth Mammoth

Als erste kamen dann die Australier von MAMMOTH MAMMOTH auf die Bhne des Lido. Die Band war mir vorher nur vom Namen gelufig, und ich mag es, unvoreingenommen ein Konzert einer mir unbekannten Band anzuschauen. Und ich muss ehrlich sagen, dass mich die Mucke vom ersten Moment an gepackt hat. Diese Mischung aus Hard Rock und Stoner Elementen knallt von Anfang an und sofort zieht die Truppe aus Down Under die Menge in ihren Bann. Beim dritten Song "Electric Sunshine" zieht es Snger Mickey das erste Mal ins Publikum, und er unternimmt einen langen Aufenthalt, um zusammen mit den Fans die Song zu singen. berhaupt ist der Mann ein Energiebndel vor dem Herrn. Wenn er gerade nicht durchs Publikum rennt, turnt er auf der Bhne herum und spielt mit Bierflaschen beziehungsweise deren Inhalt. MAMMOTH MAMMOTH machen mchtig Stimmung in der Bude, und Songs wie "Fuel Injected" oder auch "Sick" knallen ohne Ende. Zum Ende gibt es noch den MC5 Klassiker "Kick Out The Jams", und das Publikum rastet total aus. Es gibt brigens so einige im Publikum, fr die MAMMOTH MAMMOTH der Hauptbeweggrund fr den Kauf einer Eintrittskarte war. Nach knapp 45 Minuten ist Schicht im Schacht, und die Band kann mit Fug und Recht behaupten, ein richtig starkes Konzert gespielt zu haben.

Greenleaf

Danach wird es etwas ruhiger, denn die Schweden von GREENLEAF betraten die Bhne. Es ging nun deutlich weiter in die Stoner Rock Richtung, und das in wirklich jeglicher Hinsicht. Es herrscht zwar Rauchverbot im Lido, was aber eigentlich niemanden davon abhlt, erst einmal einen Joint anzuznden. Das trgt ganz gut zur Stimmung bei, denn der Sound der Skandinavier kommt wirklich astrein von der Bhne. Wenn man die Augen schliet, hat man fast das Gefhl, bei KYUSS oder QUEENS OF THE STONE AGE vor der Bhne zu stehen. Snger Arvid Jonsson ist wirklich ein echter Knner seines Fachs, kann er doch wirklich seine tolle Stimme zu den griffigen Songs in vielen Facetten darbieten. Auch der Rest der Band von GREENLEAF ist perfekt aufeinander eingespielt, und die dreiviertel Stunde vergeht wie im Flug. Einige Songs vom neuen Album "Rise Above The Meadow" werden gespielt, aber auch Songs lteren Kalibers wie "With Eyes Wide Open" oder auch "Our Mother Ash" wurden dargeboten. Eine wirklich runde Sache!

My sleeping karma

Als Headliner und somit letzte Band kamen dann die Aschaffenburger von MY SLEEPING KARMA auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Der Tetrahydrocannabinol Gehalt in der Luft war schon lange nicht mehr im "grnen" Bereich, sondern eher besorgniserregend. Schlielich mussten wir noch mit dem Auto nach Hamburg, und bei der ganzen Kifferei im Lido musste man noch nicht mal selber rauchen, um einen amtlichen (und somit auch nachweisbaren) THC Gehalt im Blut zu haben. Naja was solls, Augen zu und tief durchatmen. Nach einer kurzen Umbaupause legte das Quartett auch gleich mit "InTENsion" und "Prithvi" richtig gut los. Die Menge wippt begeistert mit Kopf oder Fu mit, die starken Melodien ziehen so gut wie jeden Besucher umgehend in seinen Bann. Klar ist es etwas ungewhnlich, wenn es keinen Frontmann gibt, der ins Mikro singt und zwischen durch mal ein paar Ansagen ins Publikum macht. Okay, letzteres bernahm Bassist Matte das ein oder andere Mal, aber ansonsten muss man MY SLEEPING KARMA ohne Wenn und Aber attestieren, dass sie es wunderbar drauf haben, ihr Publikum zu fesseln, und das komplett ohne Snger, beziehungsweise ohne Gesang. Es folgte "Enigma 23", bevor mit "Ephedra" der erste richtige Kracher von der Leine gelassen wurde. Das Ganze Lido nickt im Rhythmus mit, und wohl jeder kann das wirklich exzellente Gitarrenriff mitsummen. Es folgen mit "Glow 11", "Akasha", und "Vayu" Songs aus jeglicher Schaffenszeit von MY SLEEPING KARMA. Die Musiker sind ziemlich in ihr Spiel versunken, was der guten Stimmung absolut keinen Abbruch tut. Nach weiteren drei Songs kommt dann das bliche Spiel: die Band tut so, als geht sie nach Hause, wird dann aber doch noch einmal auf die Bhne fr zwei Zugaben gebeten. Diese lauten dann "Ahimsa" und "Hymn 72", bevor endgltig Schicht im Schacht ist. Ein ganz starkes Konzert ging zu Ende, fr das sich die Fahrerei und der leichte Kopfschmerz am nchsten Tag definitiv gelohnt hat. Und nein, die blau weie Rennleitung hat uns auf dem Rckweg nicht angehalten, und wir sind da gelandet, wo wir hinwollten.





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