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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing GHOST, DEAD SOUL
Ort Herford, X
Datum 20.02.2016
Autor Text: Peter Hollecker Fotos: Jana Siefker
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Ghost

Wer htte im Vorfeld dieses Konzerts gedacht, dass die Zuschauer an diesem schmuddeligen, nasskalten Wintertages einen frischgebackenen Grammy-Gewinner zu Gesicht bzw. Gehr bekommen?? Ich jedenfalls nicht, aber 5 Tage vorher gab es tatschlich einen Grammy fr Ghost in der Kategorie bester Heavy Metal Act 2015 fr den Song "Cirice"! Okay, wer die Verleihung gesehen hat muss zugeben, dass die Zeremonie ein einziger Witz war und als die schwedische Doom Rock Kapelle auf die Bhne gerufen wurde kaum jemand applaudierte. Wahrscheinlich waren die selbstverliebten Amis geschockt darber, dass keine einheimische Band die begehrte Trophe einheimsen konnte. So sind sie halt und so kennt man sie.

Egal, jedenfalls befanden sich Ghost im Februar im zweiten Teil ihrer Winter-Tour und machten auch Station im ostwestflischen Herford, genauer in der Diskothek X, einem 500er Club in dem viele Heavy Acts auftreten, zuletzt habe ich dort kurz vor Weihnachten Doro erlebt. Es war mein erstes Ghost Konzert, doch garantiert nicht mein letztes. Das Venue war auch tatschlich proppenvoll, vielleicht hatten sich doch noch einige aufgrund des angesprochenen Grammys kurzentschlossen auf den Weg nach Herford gemacht. Hier gehen die Gigs am Wochenende immer schon um 19:30 Uhr los, weil danach gegen 23:00 Uhr der normale Diskothekenbetrieb aufgenommen wird. Heute gab es die "Dark Night" und Ghost lieferten den perfekten Warm Up dazu.

Vorgruppe waren Landsmnner der Schweden, das Duo Deadsoul. Die Musik konnte mich nicht wirklich begeistern, zu soft und auch zu leise spielten die Beiden ihre Musik, die irgendwo zwischen Hard Rock und Rock mit Country, Blues- und Americana Einflssen liegt. Auerdem kommen die Drums auch live vom Computer. Schwer zu beschreiben, als Hintergrundbeschallung im Sommer auf der Terrasse kann ich mir die Mucke sehr gut vorstellen, mehr aber auch nicht. Nach einer halben Stunde war der "Spuk" aber schon vorbei und nach einer kurzen Umbaupause wurden die obligatorischen Rucherstbchen angezndet.

Meine Fotografin durfte fr drei Songs in den Fotograben und sie erlebte Papa Emeritus III im Papstgewand mit seinen nameless Ghouls in bestechender Form. Zwischendurch erzhlte der Frontmann immer wieder witzige Anekdoten, so war natrlich die Grammy Verleihung ein Thema, aber er erklrte auch im gut zu verstehenden Englisch die Bedeutung des Wortes "Motherfucker". Wenn es nach mir gegangen wre, htte er etwas weniger reden und stattdessen zwei oder drei Songs mehr singen knnen, denn die Bandvorstellung beim akustischen "If You Have Ghosts" zog sich doch arg in die Lnge. Auerdem htte ich dieses geniale Stck lieber ohne Unterbrechungen genossen. Doch ansonsten verging die Zeit wie im Flug und ich habe selten ein gemischteres Publikum gesehen. Normalos, Metal Fans, die Gothic-Vertretung, Horror Verkleidungenalles war zu sehen und ein extrem bunter Haufen feierte eine Band, deren Musik genauso abwechslungsreich wie ihr Publikum ist. Die Show dauerte etwa 105 Minuten und ich blickte beim Verlassen der Halle nur in zufriedene Gesichter. Ein Wort noch zu den Preisen am Merch-Stand: Das gnstigste T-Shirt kostete 35 (!!) Euronen. Heidewitzka, ob da kurzfristig ein Grammy-Aufschlag drauf gepackt wurde? Hier die Setlist und nochmal ein herzlicher Gru und Dank an meine Begleiter Kim "Killer-Brain" Van Geel und seine liebe Freundin Jana, die uns diese superben Fotos geschossen hat!

Ghost

Setlist: G

  • Spirit
  • From The Pinnacle To The Pit
  • Stand By Him
  • Con Clavi Con Dio
  • Per Aspera Ad Inferi
  • Body And Blood
  • Devil Church
  • Cirice
  • Year Zero
  • Spksonat
  • Hes
  • Absolution
  • Mummy Dust
  • If You Have Ghosts
  • Ghuleh/Zombie Queen
  • Ritual
  • Monstrance Clock



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