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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SATAN, SECUTOR, ELVENPATH
Ort Juz Live Club, Andernach
Datum 2015
Autor Mario Loeb, Thorsten Dietrich
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Satan hatten ihre erste Clubshows nach 28 Jahren und in Andernach wurde ein abwechslungsreiches Paket mit zwei duften Vorbands geschnrt, was leider nur circa 200 zahlende Gste zog. Weihnachten und ein breites Konzertangebot forderten ihren Tribut.

Als Opener fungierten die Frankfurter Power Metaller Elvenpath um Gitarrist Till Oberboel. Diese habe ich schon in diversen Besetzungen gesehen, doch so gut wie an diesem Abend waren die Herren noch nicht! Ihr zeitloser, frisch klingender Power Metal wird von vielfltigen Einflssen geprgt und da man seit einiger Zeit ein recht stabiles Lineup hat, luft die Chos wie geschmiert. Das liegt aber nicht nur an der Musik sondern auch beim Frontmann mit dem martialischen Namen Dragutin Kremenovic der mich von der Mimik immer an John Bush erinnerte und smtliche Hhen und Tne meisterte. Sein Stilmittel war immer die geschlossenen Augen samt angestrengtem Gesicht und dazu wurde gerne mit der Hand gefuchtelt. Bob Catley wre stolz auf ihn gewesen! Elvenpath Auch der Rest der Truppe machte einen motivierten, beweglichen Eindruck auf der Bhne und hatten die Zuschauer auf ihrer Seite, wobei viele es bei beiden Vorbands vorzogen vor dem Juz bei Bier, Currywurst und Kippen zu quatschen, eine doofe Angewohnheit! Hinzu kommt: Das Wetter war leider einfach zu warm. Gitarrist Oli Rossow war nach dem Konzert recht kritisch und rgerte sich nach meinem Lob ber diverse Spielfehler! (Thorsten)

Secutor

Nach Elvenpath betraten Secutor aus Koblenz die Bhne, die Thrash-Veteranen schienen auf den ersten Blick nicht ganz ins Line-Up zu passen. Aber nach dem Motto "was nicht passt, wird passend gemacht" bogen die Schngel-Jungs mit viel Elan und aggressivem Thrash Metal das Eisen zurecht, so dass auch eine ordentliche Stimmung in Andernach herrschte. Allen voran berzeugte mich vor allem mal wieder Frontmann Bobby Bald, der es spielend schafft, das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Sein neuer "Holzfller"-Bart ist auf den ersten Blick zwar etwas gewhnungsbedrftig, aber was soll es. Dazu gibt es nur eins zu sagen: "Respect the beard!". Allerdings wre es komplett unfair, nur Bobby an dieser Stelle zu erwhnen, denn Secutor sind eine groovende Einheit, die neben ihren Krachern wie "Raise your Tankard" auch 2 Lieder aus dem im Mrz erscheinenden Album "Stand Defiant" vorstellten, welche auf gute Resonanz stieen. Von meiner Seite kann ich Secutor also nur viel Glck fr ihr neues Album wnschen und hoffen, dass es genauso berzeugend wird wie der Auftritt so kurz vor Weihnachten, denn dann gibt es eine eins mit Sternchen.(Mario)

Satan

Dann wurde es Zeit fr die NWOBHM-Legende Satan aus England. Wenn man sich umschaute, konnte man allerdings etwas depressiv werden. Denn mit etwa 200 Zuschauern wussten es meiner Meinung nach nicht genug Fans zu wrdigen, dass Satan ihre erste Club-Show seit 28 Jahren in Deutschland spielten. Einem guten Konzert von den Englndern stand das Ganze allerdings nicht im Wege. Mit der neuen Platte "Atom By Atom" im Gepck zeigten dann die aus Newcastle stammende Band, dass man sie auch noch lange nicht abschreiben sollte. Trotz Auflsung und den stndigen Besetzungswechseln, vor allem am Gesang scheint man nun seit 2013 die ntige Ruhe in die Band gebracht zu haben. Ich kenne die Songs der Gruppe um ehrlich zu sein nicht ausreichend um zu wissen, welche Lieder an diesem Abend aus welcher ra stammen, aber ich kann so viel sagen, dass ich seit diesem Abend wei, warum die Band Kult ist. Denn man konnte bei der Show live miterleben, so wie bei kaum einer anderen Band, warum der NWOBHM damals eine solche Lawine losgetreten hat. Die Anzahl an gnadenlos guten Riffs und Songs lie einem sehr schnell klar werden, warum Satan so einen Kult-Status hat und es ist kaum zu verstehen, dass die Band nicht mehr kommerziellen Erfolg hatte. Mal davon abgesehen, dass man sich vielleicht auch ein wenig selbst in den Fen gestanden hat. An diesem Abend spielte das aber keine Rolle, Satan legte ein Mega-Konzert hin, was das JUZ zum Kochen brachte. Am aufflligsten war sicher Snger Brian Ross, der eine optische Mischung aus Joey Ramone mit Bierbauch und Dio (Stimme) war. Ein Vergleich mit Dio verbittet sich im Normalfall immer, aber wer in dem Alter gerade die hohen Lagen noch so sauber singt ohne einen winzigen Wackler darin, hat es verdient, mit den ganz Groen genannt zu werden. Ich ziehe meinen Hut. brigens: Skyclad Fans wird es eventuell gefreut haben, dass Gitarrist Steve Ramsey und Bassist Graeme English hier spielen.

Fazit: Tolles Konzert von drei unterschiedlichen Bands, die alles gaben und viele glckliche Gesichter zurckgelassen haben. (Mario)





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