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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SKINDRED, CHEMIA, DEADLY CIRCUS FIRE
Ort Hamburg, Martkhalle
Datum 30.11.2015
Autor Marc Schallmaier
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SKINDRED sind und waren live schon immer eine Bank. Auch, wenn man eher andere musikalische Schwerpunkte hat, so knnen einen die Waliser mit ihrer bunten Mischung aus Metal, Funk, HipHop, Reggea und wasweiichnichtnochalles locker einsammeln und die Hften zum schwingen animieren. Und so war meine Freude gro, als die Ankndigung kam, dass die Band mal wieder Station in Hamburg machen wrde.

Zum Aufwrmen kamen aber erst einmal die Englnder von DEADLY CIRCUS FIRE auf die Bhne. Sehr stilsicher in feinem Zwirn und mit den guten Sonntags Schchen ausgestattet wollte das noch relativ unbekannte Quartett aus London den Hamburgern zeigen, wo es lang geht. Das klappte auch ganz gut, der progressive Metal war unterhaltsam, und die Jungs wissen, wie man die Instrumente richtig bedient. Auch Snger Adam Grant machte dabei eine sehr gute Figur, verfgt er doch ber eine beachtliche Vielfalt an verschiedenen Sangesknsten. Freunde von moderner und etwas verschachtelter Musik sollte sich die Band mal auf den Zettel packen, von DEADLY CIRCUS FIRE wird man in Zukunft noch hren, da bin ich mir sicher.

Deadly Circus Fire Deadly Circus Fire

Danach kamen dann CHEMIA aus Polen. Die Truppe spielt ziemlich belanglosen und austauschbaren Metal, der wirklich ohne jegliche Wirkung an mir vorbeirauschte. Einziges Highlight meiner Meinung nach war das optische Auftreten der Band, denn da wirklich fr jeden was dabei: ein Kirk Hammet Double aus den 80er Jahren, ein Hipster, ein cooler Typ, der die Sonnenbrille auf der Bhne aufbehlt und sich nicht einen Millimeter bewegt....naja, lassen wir das. Ich war froh, als die knapp 40 Minuten endlich vorbei waren.

Dann war es aber soweit, und Benji Webbe und seine Mitstreitern enterten die Markthalle. Mit "Under Attack" und "Roots Rock Riot" gab es gleich mal einen fulminanten Einstieg in den Set, und das Publikum in der sehr gut gefllten Markthalle ging richtig gut mit. Dies war aber eh schon mchtig gut drauf, wurden in der Umbaupause zwischen CHEMIA und SKINDRED allerlei Klassiker aus dem Rock/Metal Bereich gespielt, u.a. "Chop Suey", "Blitzkrieg Bop" oder auch "Break Stuff". Ein taktisch guter Schachzug! Weiter ging es mit "Stand For Something", bevor mit "Rat Race" die Temperaturen langsam in Richtung Siedepunkt geschraubt wurden. Snger Benji hatte die Masse gut im Griff, es gab wie immer kleinere Spielereien zwischen den Songs, und seine unterhaltsame Kommunikation mit dem Publikum sollte sich mittlerweile auch herumgesprochen haben.Dass es auch anderes geht, merkte man, als er ein paar ernste Worte an die Menschen in der Markthalle richtete, im Gedenken an die Todesopfer von Paris. Danach ging es aber weiter im Programm mit Knallern wie "Ninja", "Kill The Power" oder auch "Nobody".
Als absolutes Highlight und Zugabe gab es dann natrlich "Warning", und das Publikum drehte komplett frei. Alles hpfte, sprang und tanzte vor sich hin, der Schwei lief bei allen Beteiligten in Strmen, und es war berall eine sehr gute Laune zu spren. SKINDRED waren mit Feuereifer bei der Sache, legten eine enorme Spielfreude an den Tag, und in Kombination mit dem tollen Sound war es ein saustarkes Konzert, dass insgesamt mit zu den besten Club Konzerten gehrte, die ich 2015 gesehen habe.





Chemia Chemia Skindred Skindred Skindred Skindred



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