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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing GRAVE DIGGER, WIZARD, SYMPHORCE
Ort Andernach, JuZ
Datum 07.01.2004
Autor Thorsten Dietrich
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Als ich im mit ber 400 zahlenden Gsten gut geflltem JuZ Live Club ankam, hatten Symphorce gerade die Bretter erklommen und mit dem ersten Song "Fallen" begonnen, welcher auch der Opener des neuen superben Album "Twice Second" darstellt. Die Schwaben mit Snger Andy B. Franck (auch bei Brainstorm), sowie Freedom Call-Gitarrero Cede Du Pont legten sich mchtig ins Zeug um die Menge fr sich zu gewinnen.
Symphorce Die mchtigen Aufbauten des Headliners und deren Drumkit nahmen natrlich viel Platz weg, so dass die sehr bewegungsfreudige Band und ihr lauffreudiger Snger sich mehr als einmal im Weg waren. Mit jedem Song gab es mehr Applaus und Andy schaffte es als Frontanimateur die Leute zum Grlen, Klatschen und Rufen zu bringen. Symphorce haben ja die neue Hammerplatte "Twice Second" erst am 12.01.2003 verffentlicht wurde, so dass eigentlich keiner die Songs kennen konnte. Wie mir Andy spter zustimmte, mssen sie sich jeden Abend ihr Publikum erspielen, was ihnen in Andernach auch gelang, obwohl ihr Power Metal-Sound mit leichtem Thrash und progressiven Einschben so gar nicht zum true-metallischen Rest passte.
Symphorce So gaben sie mit den Songs "Tears", "Two Seconds To Live" und "Cause Of Laughter" eine gute Vistenkarte der neuen Platte ab. Auch einen Patzer beim letzten Song "Slowdown" steckten die Grinsgesichter locker weg, so was kann passieren solange der Rest stimmt.
Danach spielten die neben Majesty grten Manowar-Nachlassverwalter Deutschlands, Wizard! Ich hatte mich tierisch auf die Jungs gefreut, sind sie mir doch von geilen Konzerten oder Alben wie z.B. "Head Of The Deceiver" und "Odin" in guter Erinnerung.
Wizard Doch heute war nicht der Tag der Wizards. Der Sound war schon schlecht, da konnte die Band nichts fr, dazu kam dann noch eine in meinen Augen nicht so tolle Songauswahl, wo doch Knaller wie "End Of All" u.a. fehlten. Hits wie das getragene "Hall Of Odin" waren dann voll schiefer Backgroundgesnge und holprigem Drumming vom neuen Drummer. Aber halt! Das war kein neuer Drummer, das war der Snoppi Heck mit kurzen Haaren (Hat er wohl Job oder Frau zu liebe gemacht, wie er das schon mal vor lngere Zeit andeutete). Da konnte sich Frontmann Sven van Heck noch so abmhen, wenn die Band nicht tight zusammen spielt, wirken Perlen wie das abschlieende "Defenders Of Metal" nur wie ein lauwarmes Lftchen.
Wizard Fairerweise muss ich sagen, dass dies erst das zweite Konzert der Tour war und es einigen Fans gefallen hat. Doch gegen Symphorce hatten sie keine Chance.... brigens wechseln sich die beiden Supportbands jeden Tag bei der Reihenfolge ab!
Jetzt endlich sollten Grave Digger kommen! Mit fetten Bhnenaufbauten (alles im Steindesign), sowie Back-/Sidedrops und ein paar richtig fetten (eigenen) Strahlern boten Grave Digger untersttzt von den einen oder anderen Pyros bei ihrer Show mchtig was fr die Augen! Fr den noch breiter gewordenen Manni Schmidt, war es ein Heimspiel, da er ja eigentlich aus Andernach bzw. Eich stammt.
Grave Digger Hinter Drummer Stefan Arnold hat man Keyboarder H.P. Katzenburg gestellt, was ich fr eine sinnvolle Bhnenaufteilung gehalten habe. Natrlich war der Mann stilecht im Reaper-Outfit. Chris Boltendahl berlie langes Gequatsche lieber anderen Bands und fhrte knapp und freundlich durch das Programm, welches wie er ankndigte, sich ber fast zwei Stunden Spielzeit erstreckte und eine umgekrempelte Setlist mit lnger nicht mehr gespielten Songs beinhalten sollte. Im Gegensatz zu Politikern wurden hier die Versprechungen gehalten und fr die niedrigen Eintritt- und T-Shirt Preise (15 Euro!) eine fette Spielzeit mit drei Bands geboten.
Grave Digger Da knnen sich Jungspunde mit 60 Minuten Spielzeit eine fette Scheibe abschneiden. Grave Digger haben natrlich zu viele Alben mit Hits, um diese alle prsentieren zu knnen und viele Altfans werden bestimmt olle Schoten wie "Headbanging Man" oder die fters geforderte Schnulze "Yesterday" vermissen. Doch mit dem lange nicht mehr gespielten "Battle Of Bannockburn" in Verbindung mit "Knights Of The Cross" und "Lionheart" war ich sehr froh, obwohl ich persnlich schmerzlich "Baphomet" und "Circle Of Witches" vermisst habe.
Grave Digger Die Menge tobte schon beim Opener "Rheingold" und whrend der Show wurde die Band stark abgefeiert. Sound und Licht waren fett, so dass ich nach einem herzhaft mitgesungenen "Rebellion" und "Heavy Metal Breakdown" sagen kann, dass Grave Digger zwar mitunter etwas statisch auf der Bhne sind, dies aber durch einen guten Frontmann, packende Songs und nette Showutensilien wieder wettmachen!

Bilder: Rafael Hofmann und Thorsten Dietrich
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