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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing DIE APOKALYPTISCHEN REITER, MANTUS
Ort Juz Live Club, Andernach
Datum 12.12.2015
Autor Patrick Weiler, Fotos: Thorsten Dietrich
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In der Vorweihnachtszeit befinden sich traditionell viele hochkartige Bands auf Tour und so konnte man auch im JUZ Live Club in Andernach wieder einige wirklich starke Acts bewundern. Am 12. Dezember hatten DIE APOKALYPTISCHEN REITER geladen und wer die Herrschaften schon mal in einem Club erlebt hat, der wusste, dass sich ein Besuch einer solchen Show immer lohnt. Da die REITER eine lngere Pause anstreben, war es zu dem vielleicht die letzte Chance sie in der nchsten Zeit live zu sehen. Folglich war der Club gut besucht, wenn auch nichtausverkauft, wie sich spter noch zeigen sollte.

Mantus

Den Anfang im JUZ machte die Klner Band MANTUS von der ich bisher noch nie gehrt hatte. Whrend des Intros betraten die Mitglieder nach und nach die Bhne und schnell war klar, dass kein Drummer dabei sein wrde. Ein Kollege von Angelo Sasso (berhmter RUNNIG WILD Drumcomputer) tuckerte im Hintergrund und das leider auch noch zu leise. Dafr hatte der Klampfer gleich eine Siebensaitige am Start, so dass man wenigstens auf ein bisschen Druck hoffen konnte. Diese Hoffnung wurde aber schnell zerstrt, als die Sngerin im schwarzen Rschenkleid auf die Bretter kam und die Band in Ihren Gothic Metal bzw. Rock Set einstieg. Ich mag ja Bands wie PARADISE LOST oder auch DRACONIAN, aber was MANTUS boten war nicht wirklich meine Welt. Slich melancholisch getrllerte Lyrik auf Helene Fischer Niveau, sorgte bei vielen der Anwesenden fr unglubige bis angewiderte Gesichter und nicht wenige setzten zur Flucht an die Theke oder nach Drauen an. Zur Ehrenrettung der Band muss man aber sagen, dass es zwischen den Songs doch Applaus gab, so das wohl doch der ein oder die andere Gefallen an der Chose hatte. Fr mich persnlich war es allerdings die egalste Darbietung die ich bisher im JUZ Andernach gesehen habe und das seit 2001 wohlgemerkt.

Die Apokalyptischen Reiter

Zum Glck war es danach endlich Zeit fr eine gepflegte Reitermania. Nach einer erfreulich kurzen Umbaupause betraten die fnf Herren aus Jena gut gelaunt die Bhne und starteten nach dem Intro mit "Wir sind das Licht" ins Programm. In den nchsten, fast zwei Stunden ging es Schlag auf Schlag durch ein schn ausgewogenes Set, welches neben Klassikern wie "Die Sonne scheint", "Es wird schlimmer" oder der unvermeidlichen "Reitermania" auch viel neueres Material sowie einige ruhigere Stcke ("Komm" oder "Wir Reiten") bereithielt. Aber egal ob alt oder neu, so gut wie jeder Song wurde frenetisch abgefeiert und vor der Bhne bildete sich regelmig ein amtlicher Pit, dem ich mein erstes Veilchen in ber 20 Jahren Konzertbesuche verdanke. Etwas Verlust ist halt immer und Absicht war es wohl auch nicht. Neben wechselnden Kostmierungen bei Snger Fuchs hielt die Band wieder jede Menge visuelle Effekte wie Konfettiregen, Nebel, Fahnen oder Feuer bereit um die Meute vor der Bhne zu begeistern und die Songs passend zu untermalen. Bei "Der Seemann" durfte die attraktive Bandfotografin mit dem Btchen eine Runde durch den Club drehen, bevor bei meinem persnlichen Highlight "Der kleine Wicht" die erste von zwei Walls Of Death gestartet wurde. Die REITER selbst machten einen sehr relaxten und zufriedenen Eindruck, lediglich Dr. Pest an den Keyboards wirkte in seinem dezenten und ungewhnlich bravem Outfit etwas sehr zurckhaltend. Da hatte der Mann vor einigen Jahren doch noch deutlich mehr Feuer im Hintern. Egal, der gelungenen Show tat dies keinen Abbruch und so lie der Gig bei den Fans kaum Wnsche offen. Lediglich "Riders on the storm" oder "Unter der Asche" htte ich mir noch gewnscht, aber man kann nicht alles haben. So beendeten halt "Adrenalin" und "Der Rausch" ein dynamisches und rundum gelungenes Konzert. Sehr positiv erwhnen muss man an diesem Abend noch den Sound, der schn laut und druckvoll aus den Boxen kam. Dafr mal ein Dank an den Soundmann und den Veranstalter! Das Konzert in Andernach war die vorerst letzte Clubshow, vor dem dreitgigen "20 Jahre REITER Festival", das ber Weihnachten 2015 stattfand. Wie es mit den REITERN weiter geht ist noch unklar und so kann man wohl froh sein beim Gig in Andernach gewesen zu sein. Hoffen wir das die Band weitermacht, denn sowohl live als auch auf Platte ist die Truppe eine Bereicherung fr die deutsche Metalszene.

Die Apokalyptischen Reiter

Setlist:DIE APOKALYPTISCHEN REITER

  • Wir sind das Licht
  • Revolution
  • Der Adler
  • Wir
  • Ein leichtes Mdchen
  • Freiheit Gleichheit Brderlichkeit
  • Elfriede
  • Licked
  • Es wird schlimmer
  • Silence of Sorrow
  • Wir Reiten
  • Auf die Liebe
  • Die Sonne scheint
  • Komm
  • Der Seemann
  • Der kleine Wicht
  • Nach der Ebbe
  • Die Schnheit der Sklaverei
  • Reitermania
  • Wir hoffen
  • Adrenalin
  • Der Rausch





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