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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing CONTRADICTION & DRAGONSFIRE
Ort Florinsmarkt, Koblenz
Datum 14.11.2015
Autor Thorsten Dietrich
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Es war schon ein komisches Gefhl kurz nach den Anschlgen in Paris nach Koblenz auf ein Konzert zu fahren. Die Altstadt kam mir preschend voll vor und als ich um circa 20.20 Uhr in der Metalkultkneipe Florinsmarkt ankam, dauerte es noch 10 Minuten bis die Sdhessen Dragonsfire loslegten und in knapp oder gut einer Stunde, die Zeiz verging wie im Flug eine Best Of ihrer nicht wenigen Hits auf das gut aufgelegte Publikum feuerten. Dabei hatten die fnf Sdhessen aus der Gegend von Riedstadt etwas wenig Platz auf der Bhne, da man doch seit einiger Zeit mit drei Gitarristen rockt und dies nicht nur hier gut klappt. Mindestens zwei Gitarristen und Neusnger Frank hatten Dauergrinsen und die Backings kamen hier nicht vom Band, sondern recht gut von den Musikern. Dragonsfire Dragonsfire Gerade hier macht sich eine zustzliche Stimme wirklich gut bemerkbar. Der Sound, frher eine Katastrophe im Florinsmarkt war richtig gut fr eine Kneipe und nicht zu laut oder bersteuert. Bei den mehr oder weniger sinnvollen Ansagen kalauerten sich gewohnt Drummer und Bandsprachrohr Jan Mller mit Bassist / Snger Frank Richter die Blle zu, was glcklicherweise nie Manowar-Lngen erreichte. Der Spruch "wir stoen viel zu wenig an" ist dann die hessische Version von "noch ein Bier" und eher auf ppler bezogen, den es extra fr diesen Event auch an der Theke in Dosen zu kaufen gab. In Sachen Stageacting versuchte man sich etwas zu bewegen bzw. die Position zu wechseln und die Haare flogen, mehr war aufgrund der Enge logischerweise nicht drin. Nach einigen Hits wie dem sehr hymnischen "Speed Demon" oder "Burning For Metal" war dann Schluss und die Band ging fr Fotos und Smalltalk zu ihrem improvisierten Merchandisestand, starker Gig!

Nach einer kleinen Umbaupause rockten die Wuppertaler Thrash Institution (gegrndet 1989) gelt wie ein Schweizer Uhrwerk und angefhrt vom Gitarrenduo und Grndungsduo Oliver Lux (Gesang) und Oliver Kmper auf der kleinen Bhne und gaben ein mchtig aggressives und durchschlagendes Best Of Set. Contradiction gehren zu den wenigen Bands die ich live um einiges besser als auf Platte finde, wobei sie da auch gut knallen. Mit einer gut aufeinander eingespielten Rhythmusfraktion konnte dann nichts schief gehen und der baumlange Bassist strahlte noch gute Laune beim Headbangen aus. Dass Herr Lux eine kurze aber intensive Ansage zu den gerade vergangenen Anschlgen von Paris machte fand ich dann sehr passend. Contradiction schaue ich immer wieder gerne und auch im Florinsmarkt machten sie wirklich Spa, eine Schande dass sie immer noch im Underground stecken! Auch hier war nach circa einer Stunde Schicht und ich muss sagen, dass beide Bands mich immer wieder begeistern knnen und die Mischung an diesem Abend sicherlich gestimmt hat.





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