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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing BOYSETSFIRE, SILVERSTEIN, GREAT COLLAPSE
Ort Hamburg, Docks
Datum 01.10.2015
Autor Marc Schallmaier
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Heute gab es im Hamburger Docks die dreifacht Vollbedienung in Sachen Post Hardcore oder Emocore oder whatever. Schlussendlich ist es keine Pop Musik von der Stange sondern harte Klnge weswegen sich auch eine groe Masse an Leuten heute hier eingefunden hatte. Einige munkelten auch was von "Ausverkauft!", aber dafr gibt es keine gesicherte Quelle.

Great Collapse Great Collapse

Davon hatten sich auch schon erstaunlich viele vor der Bhne eingefunden, als der Opener GREAT COLLAPSE die musikalische Abendgestaltung begannen. Ist ja nicht Bei der Band handelt es sich ja nicht um einen Newcomer, sondern hier stehen gestanden Musiker auf der Bhne, die ihr Handwerk unter anderem bei STRIKE ANYWHERE, RISE AGAINST oder COMEBACK KID gelernt haben. Und so war auch meine Spannung hoch, als die Amerikaner pnktlich starteten. Die Band hat erst eine EP im letzten Jahr verffentlich, dieses Jahr kam das erste Langeisen auf dem Markt, so dass sich die Bekanntheit der einzelnen Songs noch in Grenzen gehalten haben drfte. Leider konnten die hohen Erwartungen zumindest bei mir nicht erfllt werden. Zu lieblos, zu vorhersehbar und zu simpel kamen die einzelnen Stcke daher. An der Energie von Snger Thomas Barnett hat es sich nicht gelegen, dass der Funke einfach nicht bersprang. So richtig Stimmung wollte nicht aufkommen, und es gab Probleme bei dem Gitarrensound. So verging die halbe Stunde, ohne dass wirklich was nennenswerte passierte. Der Auftritt pltscherte so vor sich hin.

Als nchstes kamen dann die Kanadier von SILVERSTEIN auf die Stage. Das Quintett war erst im Frhjahr in Deutschland unterwegs, um den 10. Geburtstag ihres Hammer Albums "Discovering The Waterfront" zu feiern. Warum man jetzt ins Vorprogramm von BOYSETSFIRE gerutscht ist, erschliet sich mir nicht so wirklich, gerade wenn man den anderen Punkt im Auge behlt. Denn so hatten SILVERSTEIN nur eine Spielzeit von knapp 40 Minuten. Die Setlist ging mit unter anderem "Smile In Your Sleep", "My Heroine", "Smashed into Pieces" oder auch "Broken Stars" schon in Ordnung, und die Truppe war wie immer gut in Bewegung und heizte dem Publikum ordentlich ein. Allerdings war Snger Shane Told heute einfach nicht gut bei Stimme. Interessanterweise waren es aber nicht die melodischen Teile der Songs, sondern eher die aggressiven Parts, die er an diesem Abend berhaupt nicht auf die Kette bekam. Entweder hrte man gar nichts, oder es war nur dumpfes Grollen zu vernehmen. Merkwrdig, da der Rest des Sounds gut abgemischt und druckvoll aus den Boxen kam. Nun ja, auch Gott verliert mal eine Runde Skat, und so versehen wir den heutigen Auftritt von SILVERSTEIN mal als eher unterdurchschnittlich. Dass sie es besser knnen, habe ich schon fters erlebt.

Boysetsfire Boysetsfire

Danach war dann die Zeit reif fr BOYSETSFIRE. Die Amerikaner mussten ihre Setlist ein wenig zusammenschrumpfen, da Snger Nathan Gray belst erkltet ist und das ein oder andere Mal seine Stimme versagt. Das ist natrlich sehr schade, aber andererseits muss man auch sagen, dass andere Bands schon fr viel weniger ihre Shows abgesagt haben. Von daher sollte man die Entscheidung, den Gig trotz groer Probleme durch zu ziehen, der Band wirklich hoch anrechnen. Nathan entschuldigte sich auch mehrmals whrend des Auftritts fr diese Probleme. Auch hatte er anscheinend Medizin neben Saft und Wasser auf der Bhne stehen. Zumindest berichtete er darber, dass das Zeug wohl helfen soll, aber frchterlich schmeckt. So bernahm ab und an Gitarrist Chad Istvan den Part am Mikro. Oder eben auch das Publikum. Mit diesen Vorrausetzungen kann man natrlich kein Top Konzert erwarten, aber BOYSETSFIRE machten das Beste daraus, feuerten das Publikum immer wieder an und dies nahm die Einladung dankend an und feierte die Band gnadenlos ab. Der Sound war richtig gut, die Truppe wurde immer in gutes Licht gesetzt und auch ansonsten strahlten die Akteure auf der Bhne ein hohes Ma an Spielfreude aus. Die Setlist umfassten dann natrlich trotzdem immer noch Highlights wie "After The Eulogy", "My Empire" oder auch Stcke vom ganz neuen Album wie "Savage Blood" oder "One Match". Die Band war soweit es mglich war auch in Bewegung, dies war aber durch die Erkltung von Snger Nathan und die damit einhergehenden Umstnde sehr eingeschrnkt. Hoffen wir einfach mal, dass bei der nchsten Tour der Frontmann gesund und voll bei Stimme ist. So war das Konzert nach knapp 70 Minuten auch schon wieder vorbei, aber trotz allem war es ein sehr unterhaltsamer Abend.





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