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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SUMMER BREEZE 2015 TEIL 2
Ort Flughafen Dinkelsbhl
Datum 12.08-15.08 2015
Autor Mario Loeb, Marc Fischer, Axel Fichtmller
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Freitag


Am Freitag hie es frh aus den Federn und schnell unter die Dusche, Kakao klar machen, Kamera schultern und ab aufs Gelnde. Auf dem Weg kamen mir dann auch schon die ersten besoffenen, nackten Mnner entgegen. Ich glaube ich bin eine Spabremse, denn noch nie wollte mir einleuchten, warum Man(n) stndig auf dem Festival seinen Hintern nackt zeigen muss oder seinen Lres prsentieren muss. Wer will denn das sehen und dann auch noch vor der ersten Flssig-Nahrung? Die Mdels, die hinter mir gingen, schienen dasselbe zu denken und flchteten mit Pig-Screams-hnlichen Lauten davon.

Any Given Day (Main-Stage ) Any Given Day (Mario Loeb)

Um 11:00 Uhr hie es dann Metalcore zum Frhstck, serviert von Any Given Day und die Band aus Gelsenkirchen machten einen richtig guten Job am frhen Morgen und heizten den Frhaufstehern mchtig ein und der Djent-lastige Sound rttelte die letzte Mdigkeit aus den Knochen. Schnell waren die ersten Circle-Pits am Start und die ersten Zuschauer surften ber die Kpfe der Menge hinweg. Sichtlich angetan von der guten Stimmung, forderte der Frontmann zu dem Cover Diamonds von Rihanna zur Wall of Death auf, die fr die Uhrzeit auch gut funktionierte. So lasse ich mir Rihanna auch nchtern zum Frhstck gefallen. Von so viel Energie trumt die Knstlerin aus dem Vereinigten Knigreich. Es war ein toller Start in den Tag und ich war echt berrascht von der Energie, die so frh den Platz flutete.

Kissin` Dynamite (Main-Stage) Kissin` Dynamite (Mario Loeb)

Fr alle, die Kissin' Dynamite live gesehen haben, ist es keine berraschung mehr, dass die Band live eine Wucht ist und immer liefert. Man sah den Jungs sichtlich an, dass es ihnen Spa machte, auf der groen Bhne zu spielen. Aber die Schwaben, die ihr Set mit DNA von der aktuellen Scheibe "Megalomania" starteten, wissen auch mir dieser Dimension umzugehen. Sie sind einfach dafr gemacht. Da stimmt ber Outfit und jede einzelne Bewegung alles, ohne geknstelt zu wirken. Selbst Leute, die mit der Musik nicht viel anfangen knnen, waren am Ende voller Lob fr den Schwaben-Express. Front-Sau Hannes Braun konnte einmal mehr mit seiner Stimme berzeugen und auch dieses Mal erinnerte er mich von seinen Bewegungen oft an den guten alten Robert Plant. Oft als Parodie-Band belchelt, mssen so langsam auch die Kritiker zugeben, dass Dynamite ihre eigene Handschrift haben und immer weiter wachsen. Denn auch wenn sie sicherlich mit Absicht typische Posen ihrer Vorbilder nachahmen, haben sie ihren eigenen Charakter und wenn sie vor allem eins nicht ntig haben, ist es eine Band zu imitieren. Was ihre Musik angeht schon dreimal nicht, dafr sind die eigenen Lieder einfach zu stark. Leider berzeugten sich noch nicht alle Zuschauer von der Strke von Kissin' Dynamite, so dass der Platz vor der Main-Stage zwar gut besucht war, aber noch einige Lcken vorzuweisen hatte. Selbst Schuld fr alle, die es verpasst haben, Ihr habt eine tolle Band verpasst, die es versteht, auch eine groe Bhne zu zerlegen. Ich hoffe fr die sympathische Gruppe, dass sie bald die Gelegenheit bekommen, auch im Dunkeln auf dem Breeze auftreten zu knnen, denn da gehren sie hin, ins Rampenlicht.

Alestorm (Main-Stage) Alestorm (Mario Loeb)

Alestorm ist schon anders. Was nicht nur ihr Backdrop auf der Bhne schon von weitem verriet. Wer hat sich nur dieses Neonfarbe-Massaker einfallen lassen? Und warum um Gottes willen bildet man darauf noch eine Banane ab, aus der ein Gnsekopf ragt. Die Zuschauer, die Bewusstsein erweiternde Mittel zu sich genommen hatten, werden sicher einen mchtigen Film gefahren haben. Aber live war es schon cool, da gibt es nichts zu meckern. Die schottischen Piraten sind einfach nur grundsympathisch und verstehen es, Party auf der Bhne zu machen. Das Gute ist, dass sie sich nicht zu sehr ernst nehmen und im Gegensatz zu Genre-Kollegen auf peinliche Kostme wie Augenklappe und Sbel verzichten. Was die Musik angeht, sind Alestorm mit Songs wie Walk The Plank, The Sunk'n Norwegian, Nancy The Tavern Wench und Captain Morgan's Revenge bestens ausgerstet fr eine Festival-Saison. So mussten sich die Zuschauer auch nicht lange bitten lassen, sich auf die wilde Party einzulassen, es wurde gesurft, gerudert und im Kreis gelaufen und der Stimme alles abverlangt. Es war ein ausgelassenes Gelage vor und auf der Bhne. Spter wurden wir dann noch Zeuge eines echt spaigen Interviews mit Snger Christopher Bowes, das einen Tisch neben uns im Pressebereich stattfand. Auch hier zeigte sich der Snger bester Laune und war echt witzig, was man so mitbekommen hat. Schnes Konzert und sympathische Szenen im V.I.P.-Bereich.

(Pain-Stage) Kadavar (Mario Loeb)

Von Kadavar habe ich nur einen kurzen Eindruck bekommen, was leider meine eigene Dummheit war, denn meine Akkus waren nicht ausreichend aufgeladen. So war ich gezwungen, schnellstens die Batterien im V.I.P.-Bereich aufzufllen, da ich unbedingt Fotos von Ensiferum brauchte. Das, was ich aber von Kadavar gesehen habe, war mehr als ordentlich und auch die Pain-Stage zeigte sich von ihrer besten Seite und der Sound war einwandfrei. Der Post-Rock ist so was von auf den Punkt gespielt, so dass es eine wahre Freude ist, dem Trio zu lauschen. Pure Energie, die den Black-Sabbath-angehauchten Sound am frhen Nachmittag zu den Zuschauern trug. Das, was ich gesehen habe, hat mir gefallen.

Ensiferum (Main-Stage) Ensiferum (Mario Loeb)

Als ich das erste Mal das zweite Album der finnischen Viking-Metal-Band Ensiferum in der Hand hielt, war ich sofort in die Band verliebt. Keine Ahnung, wann ich sie dann das erste mal live gesehen habe, ist schon eine Weile her. Aber sie waren mir damals schon fast peinlich ernst und verkrampft bse auf der Bhne. Anno 2015 ist davon nichts mehr zu spren. Ensiferum sind eine gelste und gut gelaunte Band auf der Bhne und zelebrieren ihren Viking Metal auf einem echt hohen Level. Vor allem Basser Sami Hinkka versprhte eine tolle Energie auf dem Summer Breeze, wuselte von einem Ende zum anderen und suchte dabei immer den Blickkontakt einzelner Zuschauer und gab ihnen das Gefhl, ein direkter Teil der Veranstaltung zu sein. Selbstverstndlich bewies die Band dann auch, welche fetten Songs sie in den letzten Jahren geschrieben haben. Da war es kein Wunder, dass die Crowd ihnen aus der Hand gefressen hat, die vor der Main-Stage bei heien Temperaturen den Platz in eine Partyzone verwandelte. Alles wurde mitgegrlt und trug zu einer tollen Sound-Atmosphre bei. Ich muss sagen, ich habe mich sofort wieder in Ensiferum verliebt. Eine Band, die einfach zu begeistern wei.

(Pain-Stage ) Pyogenesis (Mario Loeb)

10 Jahre hatte es gedauert, bis es zu einem Kult-Comeback der Stuttgarter Band auf deutschem Boden kommen sollte. Entsprechend krachend voll war es vor der Pain-Stage. Ich frage mich so langsam, ob ein bser Voodoo-Zauber ber der Pain-Stage liegt und jemand seine Knochen vor 5 Jahren unter diesem Platz vergraben hat. Oder habt Ihr mal nach einem Indiander-Friedhof an der Stelle nachgesehen? Denn so viel Pech kann man ja eigentlich gar nicht mehr haben. Alles war gut und auch der Sound war einwandfrei. Auch wenn die Band nicht immer ganz auf den Punkt spielte. Die Stimmung war trotzdem richtig gut, so dass die ersten Circle-Pits entstanden. Das hat Odin dann gar nicht gefallen und er schickte ein Unwetter auf das Summer Breeze los, was sich gewaschen hatte, mit richtig heftigen Windstrken, so dass man das Festival unterbrechen musste. So ging das Konzert von Pyogenesis in einem wortwrtlichen Sommersturm unter. Gerchten zufolge hat dann auch nach dem Abbruch ein Blitz eingeschlagen in die Technik. Wo? Na klar, in der Pain-Stage. Verletzt wurde zum Glck niemand soweit ich wei. Durch das Unwetter verschoben sich alle weiteren Bands an dem Tag. Hier gilt es brigens auch ein dickes Kompliment an die Organisatoren des Festivals zu machen, die frhzeitig Warnungen herausgaben und nichts riskierten und das Festival trotzdem an dem Tag noch hochprofessionell durchgezogen haben. Das habe ich dieses Jahr auf anderen Festivals schon viel chaotischer erlebt. Super gemacht! Hier kann man sich sicher fhlen, auch wenn selbstverstndlich eine Freiluftveranstaltung bei Gewitter immer ein Risiko in sich trgt.

(Camel-Stage) Fuck You And Die (Marc Fischer & Axel Fichtmller)

Seit geraumer Zeit schon gilt die Tech-Death-Walze aus Baden-Wrttemberg als Insider-Tipp fr Freunde von gepflegtem Todesstahl. So war es fr uns auch ein kleiner Pflichttermin, nachdem wir bereits die Platte vor wenigen Monaten hren konnten, die uns ebenfalls berzeugte. Wie weit sich der Name FUCK YOU AND DIE inzwischen rumgesprochen hat, belegte auch das Zuschaueraufkommen an der Camel-Stage. Es war richtig viel los vor der Bhne und nicht wenige Leute wussten auch mit den Songs direkt etwas anzufangen. Es drfte also niemanden berraschen, wenn es nchstes Jahr im Zelt erneut zu einer Live-Darbietung des Fnfers kommt. Neben unglaublich sympathischen sowie auch witzigen Ansagen von Snger Roman Hilser wurde viel Material vom neuen Album gespielt und da jeder in der Truppe gleichzeitig auch Gitarre spielen kann, wurden die Instrumente immer mal wieder durchgetauscht. Entweder war es Hilser, der am Mikro den Grunzer gab, oder aber Giuliano Barbieri gab sich ein "Stelldichein", legte den Bass zur Seite und zeigte, was er gesanglich so drauf hat. Da einige der Songs mit Sprach-Samples vom Band eingelutet wurden, reagierte dann auch zunchst niemand auf die Ansage, die nach ca. 20 Minuten aus den Boxen ertnte. Diesmal gehrte die Durchsage aber gar nicht zum musikalischen Programm, sondern war die Aufforderung des Festival-Personals, bitte nicht in Panik zu verfallen. Sinngem hie es: "Ein Unwetter zieht auf. Das laufende Programm wird vorlufig unterbrochen. Bitte verfallen Sie nicht in Panik. Begeben Sie sich umgehend zu ihrem Zeltplatz. Zurzeit sind Sie in Ihren Autos am sichersten. Tod und Verderben lassen sich durch bedachtes Handeln vermeiden." Oder so. Da wir inzwischen schon gebt sind mit Festival-Unwettern, lieen wir uns wenig beeindrucken, gingen gelassen zu unserem Zeltplatz zurck und gesellten uns bei frischem Bier unter den heimischen Pavillon, der bereits hnlich voll war wie die Menge bei FUCK YOU AND DIE vor der Bhne.

(T-Stage) Walls Of Jericho (Mario Loeb)

Um 1:45 Uhr enterten dann Walls of Jerico die T-Stage und zerlegten diese in ihre Einzelteile. Candace Kucsulain ist dabei immer noch das Aushngeschild der Metal Core Band und ist wie eine stechwtige Hornisse auf der Bhne, die ihr Gift verspritzt. Keine Zeit fr eine Pause schenkt sie sich, ihrer Band und ihrem Publikum. Metal und Hard Core gehen auf dem Breeze brigens an der T-Stage immer, gerade zu Nachtzeit. Wie die Pain-Stage bei mir einen Eindruck ber die Jahre hinterlassen hat, geht es mir umgekehrt mit der T-Stage und Core in der Nacht. Das waren immer mit die beeindruckendsten Gigs, die man vorher nicht immer ganz oben auf dem Zettel hatte. Biohazard 2014 als letzte Band waren letztes Jahr z.B. so ein berflieger tief in der Nacht. Von diesem Flair getragen, spielten sich die U.S.-Amerikaner in die aggressiven Core-Herzen der Zuschauer. Bis zum Schluss nur noch fertige, aber glckliche Zuschauer brig blieben. Der Schluss-Song bildete Revival Never Goes Out Of Style, in der Candace ihr wohl verdientes Bad in der Menge nahm. War richtig Fett !!!!!!!!!!!! THX an Candace und Band.

Samstag


Leider hie es schon frh Abschied nehmen fr mich samstags, persnliche Angelegenheiten gehen halt manchmal vor. So lie ich die Kollegen von My Revelations nach Belakor alleine auf dem Gelnde zurck, die sich noch ein paar echt gute Sachen angesehen haben, wie Ihr hier nachlesen knnt. Ich habe dann aber zumindest auch noch drei schne Highlights mitgenommen.

Serum 114 (Main-Stage) Serum 114 (Mario Loeb)

Mit Bengalischem Feuer erffneten Serum 114 ihre Show und luden zum Frhschoppen ein, der auch schon einige Menschen morgens folgten. Verdammt und wie immer war kein ppler da, wenn man mal einen braucht! Musikalisch ging Serum wie immer steil nach vorne und macht mde Beine munter. Sptestens bei Kopfber ins Nichts und Zu fett waren dann alle hellwach und es wurde auf Kommando gesprungen und mitgegrlt. Leider hatte Frontmann Christian Eschweiler seine liebe Mhe mit der Gitarrentechnik, die ihn aber nicht davon abhielt, eine gute Show zu liefern und er lie sich davon nicht die Laune verderben. Bei "Illegale Fans" wurde die Show dann schnell zur wilden Party, wo man feststellen konnte, wie textsicher das Publikum war und sich auch bei dem Deichkind-Cover zeigte. Serum 114 sind einfach frech und erfrischend und zeigten nicht nur auf dem Summer Breeze 2015, wie moderner Punk Rock zu klingen hat. Mit den Jungs springt man wirklich gerne Kopfber ins Nichts.

Be'lakor (Main-Stage) Be'lakor (Mario Loeb)

Be'lakor berraschten mich das erste Mal mit ihrer zweiten Scheibe Stone's Reach, die 2009 erschienen ist. Dass so ein feiner Melodic Death aus Australien stammt, verblffte mich dann noch mehr. Richtig gefeiert habe ich sie dann fr ihr letztes Album Of Breath and Bone (2012), was auch immer noch oft in meiner Playlist zu finden ist. Deshalb freute ich mich besonders auf dieses Konzert. Leider war der Heizstrahler mal wieder volle Pulle an, was fr Melodic-Death-Metal- Stimmung jetzt nicht ganz so gnstig ist. Dem Konzert hat es aber nicht geschadet, auch wenn der Zuspruch etwas hher htte sein knnen. Be'lakor scheinen sich dann leider doch noch nicht bei allen Metalheads herumgesprochen zu haben, auch wenn tatschlich im Publikum die australische Flagge zu sehen war. Die Band an sich hat ihr Set mehr als solide heruntergespielt und dabei ihre technische Versiertheit demonstriert. Die Band ist einfach mega auf den Punkt, so dass es kein Wunder war, dass sie es auch bei den Temperaturen schafften, eine schne dstere Stimmung zu verbreiten. Okay, die Jungs kommen aus dem Land der Kngurus, die haben auch bung darin. Toller Auftritt und lsst mich die Jungs auch weiterhin einfach nur feiern.

Betontod (Main Stage) Betontod (Mario Loeb)

Betontod stellten fr mich den Abschluss des Breeze dar und lieen uns noch einmal alle gemeinsam zum Wassernebel aus dem Graben tanzen. Denn was fr mich das Ende eines tollen Festivals war, war fr viele der Auftakt zur letzten Party-Nacht. Die Musik ist im Gegensatz zu Serum ein wenig ernster und bodenstndiger, aber das heit nicht, dass die Truppe um Oliver Meister angestaubt wre. Im Gegenteil. Sie gehren zwar zu den in den 90gern gegrndeten Punkrock-Bands, haben aber gerade mit ihrer letzter Platte bewiesen, dass es mglich ist, guten und soliden Punkrock auch der heutigen Zeit anzupassen, ohne dabei an Glaubwrdigkeit zu verlieren . Auch live sind Betontod eine Wucht und die Band schaffte es auch auf dem Breeze, ihr Publikum in ihren Bann zu ziehen. Der Meister ist aber auch super charismatisch und schafft es schon alleine durch wenige Gesten, das Publikum mit auf die Reise zu nehmen. Belohnt wurde die Band dann mit einer sehr bewegungsfreudigen Crowd, die zu Liedern wie Mein letzter Tag, Keine Popsongs, Geschichte, Traum von Freiheit und Auf eine gute Zeit abgingen wie Schmitz Katze. Viel weniger war bei den Hosen auf Rock am Ring, was die Stimmung anging, jetzt auch nicht los. Ausverkaufte Hallen, eine richtig gute Platte und auch auf dem Breeze mehr als nur eine Randnotiz. Was fr ein Jahr fr die Band aus Rheinberg. Hoffentlich geht es so weiter fr sie.

(Main Stage) Nightwish (Marc Fischer & Axel Fichtmller)

Zugegeben, wir sind eigentlich nicht so die NIGHTWISH-Freunde, bzw. die Musik ist einfach nicht so unsere. Aber den Headliner vom Samstagabend kann man sich einfach mal anschauen, wenn man schon mal da ist, nicht wahr, Mario? Und einem Weltstar wie Tuomas Holopainen begegnet man ja auch nicht alle Tage. Und was NIGHTWISH an den Tag legten, war eines Headliners auch vollkommen wrdig. Natrlich wurde richtig dick aufgetragen mit einer Menge Bhnenshow, Pyrotechnik und allem, was das Fanherz begehrt. Dabei wurde ebenso viel vom neuen Album "Endless Forms Most Beautiful" gespielt wie auch alte Klassiker der Marke "Ghost Love Score", welches die Paradenummer der mittlerweile neuen festen Sngerin Floor Jansen zu sein scheint. Durch ihre Prsenz konnten auch mal wieder Nummern wie "Stargazers" gespielt werden, weil Hansens Bandbreite einfach viel grer ist, als d aber wiederum mehr Platz fr die neuen Stcke lie. Alles in Allem war es ein berzeugender und vor allem sehr professioneller Auftritt, der auch sichtlich bemht war, die Verbindung zum Publikum herzustellen, durch 08/15-Ansagen aber genau deshalb ein Stck weit steril blieb. Den Musikern um Bandkopf Holopainen war die Spielfreude aber ebenfalls anzumerken und die NIGHTWISH-Fans hatten nach dem Gig wenig bis nichts zu kritisieren. Daher schlieen wir uns dem an und sagen "Danke" fr die doch unerwartet kurzweilige Unterhaltung.

(T-Stage) Dark Fortress (Marc Fischer & Axel Fichtmller)

Die Bayern waren die letzte Band, die das Summer Breeze 2015 fr uns bereithielt. Samstagnacht oder respektive Sonntagmorgen um 2 Uhr im Zelt mit ca. 500 weiteren Unentwegten, die hnlich wie wir die Schnauze einfach nicht voll bekommen konnten von diesem groartigen Wochenende. Und die schwarzen Perlen aus Landshut lieferten dann fr diejenigen, die solange ausgeharrt hatten, auch zum Abschluss noch mal eine richtig fette Liveshow. Vor allem das Zusammenspiel zwischen Musik und Licht war schwer beeindruckend. Die blastenden Doublebass-Salven wurden grundstzlich mit viel Strobo- und Flashlights untermalt, die in der Dunkelheit und mit dem eh schon grulichen und farblosen Bhnenbild unfassbar gut wirkten und einen abgefahrenen Rahmen darstellten. Bereits seit ihrem 1996er Demo Rebirth Of The Dark Age gelten DARK FORTRESS als eine der melodischeren Bands im Black Metal-Zirkus und haben sich seit jeher weiterentwickelt. Davon profitierte auch der wegen strmenden Regens unterm Zelt vereinte harte Kern, denn wegen eines trotz spter Uhrzeit aufmerksamen Soundtechnikers kamen die dster-anspruchsvollen Nummern verlustfrei beim Publikum an und pressten uns anstandslos die letzten Reserven aus dem Leib. So entwickelten sich die verbliebenen Minuten des Summer Breeze 2015 ebenfalls zu einem eigenstndigen Highlight, bevor es schwankend, nass und glcklich ein letztes Mal gen Zeltplatz .

Fazit : TOLLES LINE-UP, TOLLE ORGA, NETTE LEUTE. Wir kommen wieder.

Randnotizen: Die angebotenen Khlboxen mit Trockeneis waren eine gute Idee, aber das System und die Box sind noch verbesserungsfhig. Der Summer-Breeze-Zeltplatz ist grer als man denkt und man kann sich prima verlaufen, wie ich Donnerstag Nacht feststellen musste, danke an die freundliche Polizei und Security, die uns wieder auf den richtigen Weg brachte. Long Island Ice Tea trinken in hohen Maen ist bei Mittagshitze echt eine beschissene Idee und Alter schtzt vor Torheit nicht, wie zwei Begleiter von mir feststellen mussten und neu erlernten. DARK TRANQUILLITY war wohl nicht so dolle, wie ich von einen Hardcore-Fan berichtet bekam und ich formuliere es sehr wohlwollend, wrde ich die Dame selber zu Wort kommen lassen, mssten wir viele bse Worte schwrzen. Lag es wieder an dem Fluch? (Grins). Hardcore-Urgesteine SICK OF IT ALL brannten ein richtig heies Konzert in den Boden der T-Stage, wie ich hrte und muss mal richtig gut gewesen sein. Core, ob Metal oder Hard, und T-Stage passen einfach anscheinend. Der Sound war bis auf wenige Ausnahmen dieses Jahr richtig gutund das auch auf der Dunklen Seite der Stage, das muss man bei aller kleineren Kritik auch ganz klar mal sagen und den Technikern Respekt zollen. Die Grabenschlampen machten wie immer einen saugeilen Job und es war sicher krperlich richtig anspruchsvoll, was die Damen und Herren bei der Hitze in den Grben leisteten, ich ziehe meinen Hut. Zum guten Schluss fllt mir dann noch eine Begegnung am Steak-Stand ein mit einem Typen, fr den man sich fremdschmen muss. Egal wie besoffen man it, was muss man eigentlich fr ein Drecksschwein sein, um auf die Idee zu kommen, ber die Theke der Steakbude, ber die Brtchen auf den Boden zu spucken. UNFASSBAR! Wir wundern uns immer so ber immer mehr Einschrnkungen, Verbote und Regeln auf den Festivals. Wenn ich sowas sehe, wundert mich gar nichts mehr. Da kann man nur noch mit dem Kopf schtteln. (Mario Loeb)








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