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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing RUDE - ROCK UNTER DEN EICHEN 2015
Ort Bertingen
Datum 24.-25.07.2015
Autor Axel Fichtmller und Marc Fischer
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Das RUDE 2015 ist schon wieder Geschichte und wenn man berlegt, wie gro und lang die Vorfreude war, dann ist es mehr als nur eine Frechheit, wie flott das Wochenende vorbei war.
Aber es spricht auch nur fr das "Rock unter den Eichen", wenn der Spa und die Ausgelassenheit so gro sind, dass man sich dermaen wohl fhlt, dass die Zeit vergeht wie im Fluge. Nun waren die Umstnde in diesem Jahr aber etwas heikler, was die Organisation auf allen Ebenen erschwerte. Denn selbst auf dem Festival mit Band aufzutreten brachte eine ganze Menge mehr Unwgbarkeiten sowie Hindernisse mit sich. Das grte Manko dabei war aber die versptete Anfahrt, weshalb unser Zeltplatz diesmal nicht in Steinwurfnhe zum Konzertgelnde lag, sondern ein wenig weiter weg. Die Folge: Lngere Marschrouten fr Technik, Equipment und etwaige isotonische Getrnke. Dennoch sprechen wir immer noch von einem Festival mit knapp 2000 Besuchern - also alles vollkommen im Rahmen. Was zhlte war die Musik und zu selbiger gingen wir dann auch ohne Umschweife.

Dead End Showdown Dead End Showdown

Tag 1 - Gewitter??? In Neuss???

DEAD END SHOWDOWN
Tja, diese Sache mit dem Festival-Opener. Es ist schon oft ein eher undankbarer Platz als Band und selten ist auch das Publikum bereits in der richtigen Stimmung. So hatten DEAD END SHOWDOWN mit ihrer Mischung aus melodischem Hard Rock und Postcore einen schweren Stand, was Fronter Matze zumindest mit ein, zwei flotten Sprchen zu berspielen wusste. So war dann die Show mit einer Menge Keyboard und nicht immer ganz treffsicherem Gesang gefhlt eine schnelle Pflichtnummer ohne nennenswerte Highlights. Da fiel am ehesten noch diese eine Gestalt im Publikum auf, mit rosa Shirt und dem Shriftzug der Excrementory Grindfuckers. Dieser Herr sollte spter noch eine tragende Rolle fr den Verlauf des zweiten Festivaltages einnehmen. Fr DEAD END SHOWDOWN war dann aber auch ziemlich zeitig Feierabend, inklusive kaltem (!) Backstage-Bier fr einen grundsoliden Auftritt.

ROGASH
Nachdem sich der Platz ber den Nachmittag aber mehr und mehr fllte, waren es schlielich ROGASH aus Jena, die mit ihrer Breitseite aus technischem Death Metal fr erste Begeisterungsstrme sorgten. Vor allem das massive Organ von Snger Erik findet man so nicht an jeder Straenecke, zumal sein Auftritt souvern und zugleich schwer sympathisch 'rberkam. Aber auch die restlichen Jungs wussten musikalisch zu berzeugen und boten eine agile Show, die nicht wenige zum Headbangen einlud. Kurzweilig und gut. So ergab sich nach dem Gig im Merchandise-Bereich auch noch das ein oder andere Gesprch mit ROGASH - bei Bier und Sportzigaretten.

Rogash Rogash

BLACKEST DAWN
Im Anschluss waren dann BLACKEST DAWN an der Reihe, die auch schon in ehemaligen Berichten viel Beachtung bei uns fanden. Inzwischen gehrt die Magdeburger Truppe schon zum Inventar vom RUDE, nicht zuletzt weil Snger Joerg mittlerweile auch organisatorisch tief in der Festivalplanung mit drin steckt. Und wie sonst, wenn nicht so, htte man sich seinen sicheren Startplatz im Billing verdient? Da man aber nun auch schon seit Jahren in der selben Stadt wohnt, sich regelmig auf Konzerten trifft und immer wieder ber den Weg luft, war es insofern fr uns mehr ein Wiedersehen mit vielen Bekannten und Freunden beim Auftritt der Death Metaller. Insofern bleibt nur zu sagen, dass sich der Kreis der Partymeute, die zwischen Merchandise-Bereich, Theke und Backstage herumwanderte, whrend des Auftritts zusehends erweiterte.

JIG-AI
Das folgende Duo bestehend aus den tschechischen Goregrindern JIG-AI und der schwedischen Todeswalze ENTRAILS geriet danach so kurzweilig, dass die Zeit von 18-20 Uhr zwar kein schwarzes Loch im Gedchtnis eingebrannt hat, aber schlicht und ergreifend so geprgt war von Situationskomik, Insidern und anregenden Gesprchen, dass es schwer ist, dies in vernnftigen Worten wiederzugeben. Whrend wir aber JIG-AI traurigerweise vor dem Auftritt nicht kannten und so zwischen Gedrmen, Blut und Prager Weisheiten nicht viel hngen geblieben war, wussten wir immerhin mit ENTRAILS etwas anzufangen. JIG-AI waren uns absolut kein Begriff, aber vollmundige Ankndigungen im Voraus, als auch Stze im Nachhinein wie "da habt ihr Glck gehabt, dass die berhaupt gespielt haben" machten schon schwer neugierig auf dieses Grind-Fest. Musikalisch war es dann - wie zu erwarten - nicht zwangslufig unser Ding, aber mein lieber Tscheche! - selten haben wir so unterhaltsame Psychopathen auf einer Metalbhne gesehen. Whrend der Grunzpausen hat es sich Gitarrist "Brain" nicht nehmen lassen, Grimassen des puren Wahnsinns zu schneiden. Der Gesichtkasper steckte dermaen an, dass sich einige im Pit vor Lachen schon nicht mehr aufs Headbangen konzentrieren konnten (oder wollten). Etwas irre aber mit einer 1+ in Punkto Unterhaltung.

Entrails Entrails

ENTRAILS
...hatten ihre krzlich erschienene Platte "Obliteration" im Gepck und waren ordentlich hei drauf, das Album auch live zum Besten zu geben, was letztlich mit einer ordentlichen Songauswahl auch geschah. Das Quartett begeisterte den Groteil des Publikums mit starkem Sound und einem sehr sicheren Auftritt, der die Menge fr die kommenden Aufgaben namens POSTMORTEM und KAMPFAR mehr als anheizte. Als schlielich die letzten Takte von "Epitome Of Death" aus den Boxen wummern, war es auch fr einen Groteil von uns ein Moment, in dem wir mal verschnaufen und fr einen Moment an den Zelten den bisherigen Tag Revue passieren lassen wollten.

POSTMORTEM
Whrend dann ein Trupp das gute Dosenbier aufarbeitete, blieb ein Teil fr POSTMORTEM vor der Bhne und gab sich dem Spektakel der Berliner hin. Im Gegensatz zu der holprigen Show von 2012 drckten die Veteranen dieses Jahr ihren Stiefel aber in perfekter Souvernitt durch. Das RUDE-Volk quittierte es der Band mit einem regen Moshpit und ordentlich Beifall. Fronter Matthias Rtz lud seinerseits auch stets dazu ein, noch mehr aufzudrehen - eine Anweisung der man nachkam. Dann drckte der Durst. Vom Bierstand aus lie es sich aber auch noch ganz gut gucken und alle dort versammelten zollten POSTMORTEM gebhrend Respekt. Prost!

KAMPFAR
Eines vorweg: KAMPFAR waren eine Macht! Eigentlich htten SEPULTURA fr uns nach diesem Auftritt gar nicht mehr spielen mssen. Zu Jugendzeiten eine Konstante im heimischen CD-Player, hat man die Band irgendwann jedoch verloren. Aber bereits nach dem epischen Aufmarsch hatten uns die Norweger fest bei den Eiern gepackt. Hier kann gleich die stimmige Lichtshow gelobt werden, die passend zum Einbruch der Dmmerung, eigene Akzente setzte. Whrenddessen machten Dolk und Konsorten mit ihrem gut durchmischten Set eine Kampfansage nach der anderen. Sowohl vom aktuellen Album Djevelmarkt, als auch Klassiker vom 96er Debt wurden gespielt. Folkiger Black Metal mit einer uerst ansehnlichen Liveperformance: Das kam offensichtlich vielen gelegen, denn selbst die Liegewiese gegenber der Bhne leerte sich, sodass nun alles sehr voll und dynamisch wirkte. Mal eben noch schnell mit der Flagge einen der besonders hymnischen Titel begleitet und schon fra jeder den Finnen aus der Hand. Definitiv ein Highlight des RUDE 2015.

Kampfar Kampfar

In der Umbauphase meldete sich bei uns erstmals auch ein ordentlicher Hunger. Also gingen wir zum Catering-Zelt, um dort in Halbdunkel beim Lesen der etwas arg klein gedruckten Karte zu scheitern und dann bei Bestellung auch gleich wieder fortgeschickt zu werden. "Ihr braucht erst noch Marken. Marken? Wie *Klischee-DDR-Vergleich einfgen* von damals? Okay." Da gab es tatschlich gegenber der Bhne eine Bude, in der zwei Damen freundlich Scheine und Hartgeld gegen Metal-Monopoly-Marken eintauschten. Schon etwas verkompliziert. Aber gut. Reich an bunt bedrucktem Papier konnten wir dann fr faire sieben Euro eine Portion Pommes (2 Euro) und zwei Bratwrste (je 2,50 Euro) erstehen. Damit lie sich dann auch die Wartezeit bis SEPULTURA ganz gut fllen.

SEPULTURA
Nun sind SEPULTURA keine Band, die man nicht noch mal irgendwann irgendwo sehen knnte. Allerdings ist der familire Rahmen des Festivals und das Publikum in Bertingen immer eine Reise wert, wenn es darum geht, gestandene Musiker und Metalheads feiern zu sehen. So war es auch wieder in diesem Jahr, denn nirgends haben wir die Leute so ausgelassen tanzen, pogen, headbangen und irgendwelche anderen Krperverrenkungen machen sehen, wie es unter den Eichen der Fall ist. SEPULTURA selbst berzeugten mit einem Auftritt, der sehr souvern rber kam, aber auch sympathisch war. Schlielich ist Professionalitt nichts, was man einer gestandenen und weltbekannten Band zum Vorwurf machen kann. Dabei wurden alle groen Hits gespielt, es gab immer wieder kleine Percussion-Spielereien von Derrick Green (der mittlerweile Glatze trgt) und Eloy Casagrande und man kaufte der Truppe ab, dass sie wirklich Spa auf dem kleinen Festival hatten. Das Publikum ging eifrig mit und htte alles aus der Hand der Ami-Brazileiros gefressen, die diesem Wunsch sehr gut nachkamen. Dem tat auch der einsetzende Regen keinen Abbruch, der seine Schleusen ab diesem Zeitpunkt fr die Nacht schlielich nicht mehr schlieen sollte und zu spterer Stunde fr eine Lightshow der besonderen Art sorgte. Am Ende war es schlielich auch so, wie man das vom RUDE gewohnt ist: Ein Headliner, der Bock hatte, eine gute Show zu liefern und ein Publikum, das durchweg friedlich in biergesthlter Laune zu feiern wusste. Der Rest des Abends war Wind, Sturm und Gewitter!

Tag 2 Porzellan im Hofladen

Wer Sturm st, wird Sturm ernten! Oder so... Der Samstag begrte uns mit fantastischem Wetter und prallem Sonnenschein. Und Wind. Viel Wind. Zwar waren nur vereinzelt Wolken zu sehen, aber Ben und die strmische Luft setze uns ber den Tag gesehen doch arg zu. Whrend wir verhltnismig frh wach und sogar recht fit waren - trotz der (Bier-)Strapazen vom Vortag - zog sich der Vormittag so ein wenig dahin, bis wir mal in die Puschen kamen und unseren Hintern bewegten. Im Gegensatz zu den Vorjahren wollten wir uns nmlich dieses Mal auch in den Ort trauen, um das beschauliche Bertingen zu wrdigen. Auslser fr den Aufbruch war schlielich ein Windsto, der unseren Pavillon zersgte. Das Teil wurde einmal um 180 Grad ber den Bauzaun geworfen, warf selbigen gleich mit um und war schlielich Schrott. Trotzdem verlief die Nummer aber sehr glimpflich, wenn man bedenkt, wie viele Autos in unmittelbarer Nhe standen. Und so eine Pavillon-Stange macht sich dann doch nicht so gut in der Tr oder auf der Motorhaube. Glck gehabt. Der Aufbruch kam aber auch deshalb sehr gelegen, da sich einzelne Individuen unseres Trupps ganz stark einen Porzellanthron herbeisehnten. Auf unserem Campingplatz selbst gab es nmlich genau ein Dixie-Klo, was allgemein fr Unverstndnis bei den zahlreichen Campern sorgte.

Sepultura Sepultura

In Bertingen selbst schafften wir es dann lediglich bis zum ersten Hofladen, der uns so sympathisch anlchelte, dass wir uns liebend gern von den netten Besitzern hereinbitten und mit kaltem Flaschenbier verkstigen lieen. Dort dauerte es dann auch keine fnf Minuten, bis wir schlielich die skurrilste und gleichzeitig schnste Begegnung des ganzen Festivals hatten. Ein junges (?) Prchen gesellte sich zu uns, man kam ins Quatschen und ber diverse Umwege auch auf Musik zu sprechen. Der brtige Teil der beiden empfahl uns schlielich, doch gern den JAPANISCHEn KAMPFHRSPIELEn beizuwohnen. Da mussten wir zwar gestehen, dass wir nicht so recht die Grind-Fans seien, aber dass uns ein Summer Breeze-Erlebnis mit Excrementory Grindfuckers noch gut in Erinnerung geblieben ist. Daraufhin wollte der gute Mann zu einer kleinen Lstertirade ber die Hannoveraner ansetzen, als ihn seine Frau Gemahlin "leider" in die Parade fuhr und seine wahre Identitt auffliegen lie.
Das Ende vom Lied: Wir trinken noch drei Bier, verpassen FUCKING HOSTILE, MAAT, leider auch den Groteil von STRYDEGOR und hatten dafr einen Mordsspa im Hofladen in Bertingen mit Him von den Grindfuckers. (Aufmerksame Leser haben jetzt auch die Verbindung zu dem Menschen im Grindfuckers-Shirt bei DEAD END SHOWDOWN vom Vortag hergestellt. Richtig, das war er auch!)

Das wir STRYDEGOR aber auf so dumme Art verpassten, spuckte uns fr die weitere Tagesplanung mchtig in die Suppe, denn eigentlich war mit den Jungs ein Interview angesetzt. Leider waren die Schweriner aber schwerer aufzutreiben als ein Sack Flhe, auch wenn wir alle Hebel in Bewegung setzten und sogar Mitglieder von MAAT und ABORTED behelligten. Der einfachste Weg wre natrlich ein Telefonat gewesen, vorausgesetzt man htte die Nummern auch getauscht. Da dem nicht so war, liefen kreuz und quer ber das gesamte Gelnde, um nach Stunden ziellosen Suchens entnervt aufzugeben. Die Gruppe trennte sich. Dann, kurz vor dem Beginn von ABORTED aber geschah das Unvorstellbare: Flo von STRYDEGOR rannte in einen von uns und es schien dann doch noch zu klappen mit dem Interview, NACH dem Auftritt der belgischen Todesbleikapelle. Doch der Tag hatte chaotisch genug angefangen, als das jetzt noch von einem Happy End die Rede zu sprechen war. So war es dann nur konsequent, dass man sich nach dem ABORTED-Gig natrlich nicht wieder fand. Es hatte fast schon Scooby-Doo-artige Ausmae.
Htte man die Band wirklich gar nicht mehr erreicht, htten wir uns auch vollkommen alleine unser eigenes Unvermgen auf die Fahne schreiben mssen. Aufgrund der Tatsache aber, dass man die Jungs noch abfangen und einweihen konnte, ist die Sache jetzt am Ende leider auch nicht schner. Dennoch ging das RUDE natrlich weiter. Also wieder zurck zum Eigentlichen.

PURGATORY
PURGATORY aus Nossen lieferten Oldschool Death Metal. Das kam gut an, weil ordentlich Groove fr die Headbangers. Dem tat auch der dezent Hhen-befreite Sound keinen Abbruch. Vielleicht auch gerade deswegen. Es wurden auf jeden Fall brav die Matten geschwungen, auch von den jngeren Jngern, die den Sachsen-Vierer wohl nicht bereits seit 1993 aktiv verfolgen. Vielleicht hatten einige wenige eher die indonesischen Namensvetter erwartet, aber so zeigten Gitarrist Ren und seine Mitstreiter eine solide Show ohne groes Trara und brachten bei uns zudem wohlige Erinnerungen an den Auftritt von Asphyx auf dem RUDE 2013 zurck.

Japanische Kampfhrspiele

JAPANISCHE KAMPFHRSPIELE
Zackiges Gekeife, irrwitzige Gitarrenleads, abgrundtiefes Grunzen und rote Haare? Klingt nach Krefeld. Die JAKA mit ihrem anerkannten Deathgrind gehrten neben JIG-AI definitiv zu den Paradiesvgeln des Festivals, zogen aber gut Menschen vor die Bhne. Dass es mal eine kurzzeitige Auflsung der Band gegeben hatte, merkte man den Jungs um Snger "Bony" dabei nicht im Mindesten an. Mit einer Party-Hitlist vom Feinsten rockten die JAKA agil ber die Planken, motivierten zum Moshen, Bangen und Hpfen. Gelchter und Applaus unsererseits folgten dann beim Gastauftritt von ex-Grindfucker Him, der munter die Blockflte schwang und den Comedy-Anteil der Show noch mal erhhte. Schon lustig, wie der Zufall so spielt und dass man sich vorher so ganz unkonventionell kennengelernt hatte. In diesem Sinne: Alle wollten gut aussehen (und taten es dann auch).

Setlist Ja KA:

  • Die Krone der Schpfung
  • Kaputte nackte Affen
  • Wir gehen in den Knast
  • Die Schlachtung
  • Die Kriterien eines perfekten Produkts
  • Gekochtes fr Tiere
  • Gerte hassen mich
  • Alle wollen gut aussehen (und tun es nicht)
  • Kunstfehler
  • Zieh die Jacke falsch rum an
  • Verrat am Metal
  • Komm, wir drehen einen Porno
  • Grillanznder
  • Cruise Missile
  • Verpackt in Plastik
  • Zimmer 2punkt407b
  • Abflussbestattung
  • Der neue Hitler
  • Dresscode

ABORTED
Kurz vor der Show von ABORTED - whrend der Suche nach den Jungs von STRYDEGOR - rannten wir backstage einmal kurz in die Belgier. Da war wegen deren Vorbereitung und unserer Hektik allerdings wenig Zeit fr Smalltalk. Obwohl es dann doch noch einen bizarren Moment gab, als uns ein stolzer (Monster)Kfer in Nhe zur Bhne auffiel und es einem besonders verrckten Metaller gelang, diesen kleinen Goliath auf seiner Hand zu platzieren. Das fiel auch dem vorbeihastenden ABORTED-Fronter Sven De Caluwe auf, der dann kurz mit zweifelnder Miene einen Blick auf die eigentmliche Szenerie warf.
hnlich zweifelhaft war dann leider auch die Show der Belgier. Die Songauswahl war okay. Musikalisch konnte man den Instrumentalisten und dem Snger nichts vorwerfen. Dennoch wirkte die Show etwas zu abgewichst und zu behbig, als dass man von mitreiend htte sprechen knnen. Zur Knppelnacht auf dem Force 2011 hatten wir da eine wesentlich energetischere Bhnenperformance erlebt. Den aufgeheizten, wenn auch nicht mehr ganz so zahlreichen Metalmob, schien das aber wenig zu stren und darauf kommt es ja letzten Endes an.

Aborted Aborted

EISREGEN
Apropos zahlreich: Es wurde wieder voller auf dem Platz unter den Eichen, als sich EISREGEN ankndigten. Auch der der halbe Merchandise-Stand war in der Hand der Thringer und jetzt fielen vermehrt die herumlaufenden Shirts, Pullovern und Zippern mit dem EISREGEN-Schriftzug auf. Wegen eines kleinen Umtrunks und einer gewissen bersttigung an alberner Lyrik, lieen wir das Geschehen dann aber lieber aus der Ferne auf uns wirken. So bekamen wir die gewohnte Kost auf die Ohren, mit "Eisenkreuzkrieger", "Scharlachrotes Kleid" und "Elektrohexe". Zumindest gab es dann aber noch einen Titel von der neuen EP Brummbr zu hren, der sich dann aber vom Klang her nahtlos in das bisher gehrt einreihte. Als der Zinnober dann vorbei war, lichtete sich die Menge vor der Bhne. Dabei blieb es dann aber nicht. Kaum hatten EISREGEN um 23 Uhr das Gelnde verlassen, taten es ihnen gut zwei Drittel des gesamten Festivalpublikums nach und fuhren gen Heimat.

TANKARD
Wenn man im Hinterkopf behlt, wie voll der Platz beim Freitags-Headliner SEPULTURA war und wie dnn besetzt die Flche nun bei den Frankfurter Urgesteinen TANKARD war, msste man vielen Besuchern fr soviel Gotteslsterung eigentlich links und rechts eine scheuern. Um 0 Uhr waren vielleicht noch 200 Zuschauer da, die hatten aber mit der Band gemeinsam ihren Spa. Wenn man sich in Erinnerung ruft, wie verbissen manche Bands und Musiker verzweifelt professionell wirken wollen und wie viel Wert dabei auf die Auendarstellung gelegt wird, auch auf dem RUDE, dann ist der Auftritt von TANKARD nur als erfrischend zu bezeichnen. Kleiderordnung? Drauf geschissen! Starallren? Was zum Teufel ist das? Die Band schien richtig Spa zu haben an der kleinen nimmermden Meute vor der Bhne und dankte es mit einer vorzglichen Songauswahl, die zum Abschluss des Festivals nochmals eine Trne im Knopfloch verursachte. Das restliche Publikum selbst hielt eisern durch und bescherte der Band wie auch dem RUDE selbst einen schnen Ausklang.





Dead End Showdown Rogash Rogash Rogash Entrails Entrails Entrails Kampfar Kampfar Kampfar Sepultura Sepultura Sepultura Sepultura Sepultura Japanische Kampfhrspiele Japanische Kampfhrspiele Japanische Kampfhrspiele Japanische Kampfhrspiele Aborted Aborted Aborted Aborted Jig-Ai Jig-Ai Jig-Ai Jig-Ai Postmortem Postmortem Postmortem Postmortem Postmortem Purgatory Purgatory Purgatory Purgatory Purgatory Tankard Tankard Tankard Tankard Tankard Tankard Tankard Tankard Tankard Tankard Thrash Em Down Thrash Em Down Thrash Em Down Thrash Em Down Thrash Em Down Thrash Em Down Thrash Em Down



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