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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing A CHANCE FOR METAL FESTIVAL
Ort Andernach, Juz Live Club
Datum 01.-02.05.2015
Autor Mario Loeb, Patrick Weiler, Thorsten Dietrich
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Das "ACFM" ist fr viele lngst Pflichtprogramm geworden, selbstverstndlich auch fr meine Kollegen und mich von My Revelations. Schon frh bei der Ankunft wurde klar, dass es eine Megasause geben wird. berall nette und ausgelassene Leute auf dem Campingplatz und um den Bierbrunnen herum und vor der Eingangstr, wo sich die letzten Besucher Hoffnung machten, eines der letzten Tickets an der Kasse zu bekommen und das alles schon lange bevor das "A Chance for Metal" seine Tore ffnete. Als es dann soweit war, waren die letzten Tickets auch schnell vergriffen. Ein Beweis, dass das Konzept in Andernach voll einschlgt und der Underground der Metalszene noch lange nicht am Ende ist. Im Gegenteil. Es gibt sie wieder, die Besucher, die in der heutigen Zeit oder gerade auch deshalb weniger Wert auf EVENT-Charakter legen und stattdessen die Bands und Musik und sich selbst feiern. Sind solche Veranstaltungen vor wenigen Jahren noch belchelt worden, werden sie wieder ernst genommen und das vllig zu Recht. Denn es braucht nicht immer Metallica als Headliner und erst recht brauchen wir keinen Autoscooter. Denn die Zutaten fr ein schnes Festival sind einfach: ehrliche Musik von echten Bands, faire Preise, Veranstalter und Helfer mit Herzblut und tolerante und herzliche Fans. Alles das hat das"A Chance For Metal Festival". Da bleibt einem als Schreiberling schon direkt am Anfang nur eins zu sagen: ich zolle allen Beteiligten, die dazu beigetragen haben, dass es zwei richtig geile Tage waren, meinen hchsten Respekt. (Mario Loeb)

FREITAG

We Are Wolf WE ARE WOLF

Des einen Leid, des anderen Glck oder wie war das, durch kurzfristige Absagen von Bands glitt die Melodic Death Metal-/Deathcore-Truppe aus Bonn noch ins Billing und erffnete das "A Chance For Metal" 2015. Und von einem minderwertigen Ersatz kann man bei der im Jahre 2000 gegrndeten Band nun wirklich nicht reden. Denn sie machten ihren Job mehr als gut, sodass sie auch ein paar Tage spter noch gut bei mir im Gedchtnis waren. Vielleicht auch deshalb, weil die starken Core-Einflsse fr das "A Chance For Metal" schon fast ein Hauch von Exotik ist. Schon ein frher Beweis dafr, dass die Organisatoren auf keinem Gebiet Berhrungsngste haben und einfach Bock auf Metal haben, solange er nur gut gemacht ist und es dabei egal ist, in welcher Form er dargebracht wird. Schon sehr frh schafften es WE ARE WOLF, die ersten Mosh-Pits entstehen zulassen und belohnten die ersten Gste mit einem fetten Sound und viel Einsatz und Bewegung auf der Bhne. Auch hier zeigte sich schon frh, das ACFM noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht hat. Nicht nur, dass es bereits jetzt schon restlos ausverkauft war, sondern auch die Erffnungsband durfte sich schon ber mehr Zuschauer freuen, als noch im Jahr davor. WE ARE WOLF dankten es mit tollen Songs. Wenn man dann noch einen Gitarristen hat, der einfach ne tolle Show liefert und einen Snger, der mit seiner Stimme sicher durch die Lieder fhrt, wird man gleich schon dem Motto des ACFM gerecht: "Ohne Metal macht es keinen Spa", wenn er dann auch noch mit viel Leidenschaft vorgetragen wird, wie in diesem Fall, macht es gleich doppelt so viel Freude. WE ARE WOLF berzeugte mich vor allem als Gesamtpaket. Als einzigen kleinen Kritikpunkt habe ich da, dass mir noch so der absolute Hammer-Song fehlt. Aber vielleicht kommt der ja noch. (Mario Loeb)

SHREDHAMMER Shredhammer

Die 2015er Ausgabe des "ACFMF" begann fr mich mit SHREDHAMMER, der zweiten Band des Tages, die noch relativ kurzfristig als Ersatz fr eine lokale Gruppe ins Billing gerutscht war. Optisch war schon nach einem kurzen Blick Richtung Bhne klar, wohin die Reise gehen sollte. Die Herrschaften huldigten PANTERA. Die Klampfen, die Klamotten, die Brte, der Habitus und nicht zuletzt die Musik atmeten das Feeling der Sdstaaten-Legende. Beim Publikum kam das berraschend gut an, sodass die Stimmung schon so frh an diesen Abend einen ersten Hhepunkt erreichte. Das Publikum verlangte nach "mehr Hass" und die Band antwortete mit Ihrem modern groovenden Thrash Metal entsprechend. SHREDHAMMER stand ein fettes Grinsen ins Gesicht geschrieben und die immer zahlreicher gewordene Meute feierte was das Zeug hlt. An diesem Punkt wurde schon wieder deutlich, was das "ACFMF" so besonders macht. Hier werden relativ unbekannte Bands empfangen und gefeiert wie die Knige. Das ist Liebe zum Underground. (Patrick Weiler)

ALL WE KNOW All Will Know

Nachdem SHREDHAMMER uns fleiig die Gehrgnge durchgepustet hatte, betrat die dritte Band des Abends die Bhne. Kurz vor dem ersten Ton machte unter den Kollegen das Gercht die Runde, dass man hier vor allem ein zustzliches Ohr Frank Richter schenken sollte, der an diesem Abend an anderer Stelle noch eine sehr wichtige Rolle bernehmen wrde. Anscheinend hatte auch das Publikum eine Vorahnung, denn die Halle war bereits ordentlich gefllt. Doch vor allem verlangten diese "noch mehr Hass" und riefen auch im Chor danach, den sollten die dann auch von den Darmstdtern in Form von leicht Core-angehauchtem Melodic Death bekommen. Was ja voll auf meiner Wellenlnge ist. Reden wir aber tatschlich erst einmal ber den Gesang und Franks Rolle als Frontmann. Herr Richter bringt alles mit, tolle Growls und Shouts und auch seine Klarstimme kann sich wirklich hren lassen. Dazu kommt, dass er eine tolle Ausstrahlung hat und auch an diesem Nachmittag mit viel Power das Publikum begeisterte, meinen Glckwunsch also an alle, die eine solche Frontsau ihr Eigen nennen drfen. ALL WE KNOW steht ihrem Shouter aber in nichts nach, die Lieder sind toll auf den Punkt gespielt und grooven mchtig, auch hier fehlte mir so der letzte Song, der einen umwirft. Der Hit sozusagen. Vielleicht lag es einfach auch nur an mir, weil ich zugeben muss, dass ich mich auf dem Weg zum Klo auch ein wenig verquatscht habe und die Mitte des Sets ein wenig verschlafen habe. Ansonsten kann ich ALL WE KNOW eine tolle Show bescheinigen, die nicht nur den Schreiberling, sondern auch das Publikum mitgerissen hat. (Mario Loeb)

EDGE OF THORNS EDGE OF THORNS

Von den ziemlich modern ausgerichteten ALL WILL KNOW sah ich nur wenige Songs, da erstmal der Zeltplatz erkundet und diverse Schwtzchen gehalten werden mussten. So waren es dann EDGE OF THORNS, die ich mir wieder komplett anschaute. Von der Truppe hatte ich vorher noch nie gehrt, vermutete dem Namen nach aber kernigen Power Metal der Marke SAVATAGE und lag damit auch nicht sonderlich falsch. Die Jungs und das Mdel aus Bitburg lieferten einen verdammt starken Auftritt ab, der genau wie schon bei SHREDHAMMER euphorische Reaktionen unter den Anwesenden hervorrief. Snger Dirk Schmitt klingt in meinen Ohren verdammt nach einer Mischung aus Mark Tornillo von ACCEPT und Jon Oliva (u. a. SAVATAGE), was dem Energie geladenen Power Metal natrlich sehr gut zu Gesicht steht. Untersttzt von einem sehr guten Sound war es wirklich ein Genuss, der sympathischen Band zuzusehen. Apropos Sound. Diesen konnte man eigentlich ber die kompletten zwei Tage als einfach nur super bezeichnen. Dafr ein groes Lob an die Technik. Von EDGE OF THORNS muss auf jeden Fall mal noch ein Album in den Schrank. Praktisch, dass es mit "Insomnia" ein noch recht frisches Werk von 2014 zu erstehen gibt. (Patrick Weiler)

MIDNIGHT ODYSSEY MIDNIGHT ODYSSEY

Otzenhausen liegt nicht bei Brisbane, wie man vermuten knnte, sondern bei St. Wendel, hier knnte es nmlich zur einer namentlichen Verwechslung mit der gleichnamigen Black- und Doom-Metal-Band aus Australien kommen. Auch was das Genre angeht, liegen Welten zwischen den Bands. Als vorletzte Band des Abends, bevor bei DRAGONSFIRE mal richtig Gnsehaut-Feeling herrschen sollte, servierten die Jungs dem Publikum Heavy Rock im klassischen Style. Ich muss leider zugeben, dass mich die Jungs nicht berzeugen konnten und es nach meinem Empfinden eine der langweiligsten Performances in den zwei Tagen war. Es tut mir leid, dass ich das schreiben muss. Dazu muss ich aber sagen, dass die Band einen guten Job gemacht hat, denn musikalisch gab es da nichts zu meckern. Dass der Auftritt nicht zu den besten in den 2 Tagen fr mich gehrte, lag an viele Faktoren. Die Zuschauer waren im Ruhemodus und strkten sich noch einmal alle fr den DRAGONSFIRE-Gig, die Bhnenprsenz war mir ein wenig zu statisch und die Lieder sind mir einfach zu brav, dazu kam, dass mich auch der Sound mal gar nicht berzeugte, an wem es lag, ich habe keine Ahnung. Im Gesamtpaket wollte der Funke also mal gar nicht berspringen und ich hatte das Gefhl, dass es dem Publikum hnlich erging. Ich mchte noch einmal betonen, dass ich nicht damit sagen mchte, dass ich den Herren ihr Knnen oder ihren Einsatzwillen absprechen mchte, es war ein solides Konzert, ohne jeden Zweifel, aber zum Bangen hat es mich nicht gebracht, im Gegenteil, es hat mich zum Bierstand getrieben und zu den "Krbbelchen", die brigens echt saulecker waren und bei den Preisen konnte man echt mal gar nicht meckern. Gre nach Otzenhausen, bitte nicht bse sein, ich wette unter anderen Bedingungen an einem anderen Abend seid Ihr in der Lage, viel Besseres abzuliefern. Manchmal passt es eben nicht zusammen, das kennt jede Band und ist auch jeder Band schon passiert. Auerdem ist das ja auch nur meine Sichtweise. Noch mal: handwerklich und musikalisch ist alles okay, da habe ich schon viel, viel Schlechteres gesehen. (Mario Loeb)

DRAGONSFIRE

Nachdem es sich bei MIDNIGHT ODYSSEY anfnglich etwas geleert hatte, war es pnktlich zum Headliner DRAGONSFIRE wieder brechend voll vor der Bhne. Alle waren gespannt, wie sich Veranstalter/Drummer Jan Mller und seine Jungs nach dem tragischen Tod von Snger/Bassist Torsten Thassilo Herbert prsentieren wrde. Schon frh sickerte durch, dass DRAGONSFIRE den Auftritt beim ACFMF mit diversen Gastsngern bestreiten wollte und so stand erstmal ALL WILL KNOW-Frontmann Frank Richter hinterm Mikro und griff auch in die dicken Saiten. Von Beginn an segelten die Crowdsurfer im Minutentakt Richtung Bhne und die Stimmung erreichte ihren absoluten Hhepunkt. Hier stand auer Frage, wegen wem die meisten Headbanger nach Andernach gekommen waren. DRAGONSFIRE regelten alles weg und pushten sich und das Publikum zu absoluten Hchstleistungen. Im Laufe des Gigs gaben sich mit Dragutin Kremenovic (ELVENPATH), Bobby Bald (SECUTOR), Jens "Preacher" Hbinger (STEELPREACHER), PY (SIC ZONE), Jochen Hamper (TORMENT OF SOULS) und Michael Seifert (REBELLION) eine illustre Schar an Gastsngern die Ehre. Bandklassiker wie "Dragonsfire Rockxxx", "Raging Fire" oder "Cider Victims" erklangen dabei teils in ganz neuem Licht und man merkte, dass sich keiner der angetretenen Snger eine Ble geben wollte. Alle gaben 100% und das wurde vom Publikum mehr als gewrdigt. Den DRAGONSFIRE-Musikern merkte man die Ergriffenheit genauso an, wie den Fans und so wurde der Auftritt zu einem einzigen Triumphzug. Gegen Ende lftete Schlagzeuger Jan Mller dann auch noch das Geheimnis um den neuen Snger. Frank Richter von ALL WILL KNOW, der ja bereits erffnete und den Bass den ganzen Auftritt lang bediente, ist der neue Mann hinterm Mikro. Die Anwesenden freuten sich und die Band ist eine Zukunftssorge los. Nach einem krachenden Finale ging die Party abschlieend auf dem Zeltplatz weiter und der erste grandiose Festivaltag zu Ende. (Patrick Weiler)

SAMSTAG

Der Samstag fing fr mich und meine Gastbegleitung sehr entspannt mit einem ausgewogenen Frhstck an, 500 Gramm Mett und dazu die Re-Release DVD von Megadeth. hnlich entspannt muss es auch fr die Besucher des Festivals gewesen sein, denn als wir das Gelnde betraten, schaute man in nur zufriedene Gesichter. Dabei htten die Leute wirklich allen Grund gehabt, sich ber die nchtlichen Temperaturen zu beschweren. Aber nirgendwo hrte man ein Klagen. So strkten sich die ersten vor dem Eingang mit Kaffee, Wrstchen und dem ersten goldenen Brot am Morgen, um sich um 15:00 Uhr dann von der ersten Band einheizen zulassen. (Mario Loeb)

ELMSFIRE ELMSFIRE
Die Dsseldorfer Band ELMSFIRE erffnete den 2. Tag auf dem"A Chance For Metal" mit klassischem Keyboard lastigen Metal, was fr 15 Uhr eine gute Idee ist, so kann sich das Gehr erst einmal wieder an die Lautstrke und der Gaumen an das khle Bier gewhnen. Leider war die Halle noch etwas sprlich besetzt, sodass es noch groe Lcken in den Publikumsreihen gab. Diese Lcken nutze dann aber der Gitarrist Germano fr sich aus und kletterte von der Bhne, um sein wirklich sehr starkes Gitarrenspiel vor der Bhne zu prsentieren. So etwas nennt man dann doch mal das Publikum mit einbinden. Germano poste fr die Fotografen und bangte mit dem Publikum. ELMSFIRE verfgt aber auch insgesamt ber eine starke Bhnenprsenz, vor der man nur den Hut ziehen kann. Der Symphonic Metal ist wuchtig und wird zwischendurch immer von Hard Rock- und Thrash Metal-Elementen durchzogen, die die Songs kurzweilig werden lassen. Auch einen starken Snger hat ELMSFIRE an Bord, der mich an diesem Nachmittag durchaus berzeugt hat. Auch wenn ich zwischendurch doch ein wenig lcheln musste, weil er mich manchmal stark an Jan Plewka erinnerte. Da ich aber ein groer Fan von Jan bin, ist das von meiner Seite ein echt schnes Kompliment. ELMSFIRE war ein toller Start in den Tag. (Mario Loeb)

BLIZZEN BLIZZEN

Der Samstag auf dem A Chance for Metal entpuppt sich so langsam als eine Art Geheimtipp, um sich Newcomer-Bands anzusehen. Pusteten mich letztes Jahr fast um die gleiche Uhrzeit INCERTAIN weg, konnte mich dieses Jahr vor allem BLIZZEN berzeugen und berraschen. Die Musik richtig einzuordnen ist echt nicht so einfach, als Grundbasis dient mit Sicherheit der klassische New Wave of British Heavy Metal und gerade gesanglich und bei den Gitarren kann man hier viele Einflsse von IRON MAIDEN und JUDAS PRIEST wieder erkennen. Damit hat man bei mir ja eh schon gewonnen. Dazu packen sie dann noch ein wenig Thrash- und Speed Metal in die Songs und sorgen damit fr die ntige Hrte und Spritzigkeit. Metalherz, was willst du mehr. Wenn es stimmt, dass es die Band erst seit Januar 2014 gibt, kann man hier noch vieles erwarten. Ja, es gab Fehler, aber ich werde den Teufel tun und sie erwhnen, denn dafr war das zu stark, was die Jungs aus Weilburg da von der Bhne hmmerten. Auch das Publikum folgte den geilen Gitarrenriffs von der Bierbude bis in die Halle, um gemeinsam zu feiern. Junge, tolle Band, auf die man achten sollte. Wenn man an sich weiterarbeitet, hat das mal viel Potential. Man merkt, ich bin immer noch begeistert. (Mario Loeb)

SPECTRAL SPECTRAL

ELMSFIRE und BLIZZEN verpasste ich am zweiten Tag leider und so war SPECTRAL aus der schnen Eifel die erste Band, die ich mir am Samstag geben konnte. Bei astreinem Sound kam der Black Viking Power Metal (O-Ton SPECTRAL) richtig fett aus den Boxen gebraten und sorgte dafr, dass sich das anfnglich noch dnn gefllte Auditorium schnell fllte. Neu an Bord ist Bassist Destructor. Kracher wie "Lord Of Lies" oder "Forces Of Evil" vom "Gateway To Death"-Album konnten die Besucher schnell berzeugen und so wurden schon um viertel vor fnf amtlich die Fuste gereckt. Obwohl die Band bereits zwei Stcke streichen musste, sollte sie dann um kurz nach fnf von der Bhne, was die Fans aber zu verhindern wussten. Dank energischer "Zugabe"-Rufe hatte Jan Mller ein Einsehen und so durften SPECTRAL noch die Coverversion "Bang Your Head" ins Rund feuern. Ich persnlich htte mir noch "Tank Attack" gewnscht, aber trotzdem ein geiler Auftritt. Hut ab. (Patrick Weiler)


METHUSALEM GLORYFUL GLORYFUL

Die Ruhrpott Power Metaller Gloryful habe ich nach zwei recht flott hintereinander erschienenen Alben "The Warrior's Code" (2013) und "Ocean Blade" (2014) meine Gunst erworben und so war ich gespannt wie sie sich in Andernach schlugen. Angereist mit Ersatzgitarrist und jede Menge Feuer im Hintern rockten die gerne mit Klischees in den Texten spielende Truppe um Frontmtze Johnny La Bomba einen bewegungsreichen Set der lupenreinen Power Metal deutsch-skandinavischer Prgung beinhaltete und mit viel Spa, Metalposen und Enthusiasmus vorgetragen wurde. Neben jede Menge gnstigen und unterschiedlichen Merchandise von Shirts bis Longsleeves wurden auch ihre CDs zu fairen Preisen vertickt und insgesamt sicherlich ein paar neue Fans gewonnen! Die Zeit verging wie im Fluge und ich wrde die Truppe sicherlich gerne noch fter auf diversen Bhnen live sehen. Bin gespannt wie das dritte Album wird! (Thorsten)

METHUSALEM

Diese Band aus den Niederlanden war mir bisher vllig unbekannt und so schien es wohl den meisten zu gehen, gemessen am anfangs recht drftigen Zuschauerzuspruch. Mit fortschreitender Spielzeit fllte sich der Club aber wieder beachtlich und METHUSALEM konnten die Menge mit jedem weiteren Song mehr auf Ihre Seite ziehen. Traditioneller Metal mit IRON MAIDEN-Gedchtnisdoppelleadgitarren und einem hnlichen Energielevel wie die Kollegen von ENFORCER, sprach dann doch sehr viele an. Der saustarke, optisch an Tobias Sammett erinnernde Snger brillierte in den hchsten Tonlagen und war im Vergleich zu anderen Frontmnnern an diesem Tag wirklich sehr gut zu hren. Ich wei, es war bei vielen Bands bei diesem"ACFMF" so, aber METHUSALEM verstanden es wirklich, sich in die Herzen der Besucher zu spielen. Die Leute waren begeistert und die Band war es auch. Der Snger war sogar so angetan, dass er einen spontanen Ausflug ins Publikum unternahm und von dort aus weiter sang. Nicht wenige deckten sich im Anschluss an diesen Auftritt mit dem Merchandise der Jungs ein, auch ich selbst konnte an ein Album der hervorragenden Truppe gelangen. (Patrick Weiler)

BRAIN DAMAGE

Das Thrash Quartett BRAIN DAMAGE spielte nach den groartigen Methusalem leider die Halle recht leer mit ihrem recht durchschnittlichen Metal und hatte zwar eine sympathische Ausstrahlung aber das Charisma von Schreibtischttern. Die Unterfranken waren nette Hintergrundmusik fr ein Bier drauen zu trinken. Bisher hatten die vier Musiker mit "Born To Loose Live To Win" ein Album heraus gebracht, was hier sicherlich ausgiebig prsentiert wurde. Thrash Historiker wird es interessieren, dass hier zwei ehemalige Musiker bzw. 1 Grndungsmitglied der Kult Truppe Vendetta am Start sind. Mehr fllt mir hierzu auch nicht ein, neben Midnight Odyssey die fr mich langweiligste Kapelle des Festivals! (Thorsten Dietrich)

SIC ZONE

Bisher war es bei den meisten Bands an diesem Tag erst mig bis gut gefllt gewesen, aber bei SIC ZONE wurde es nun sehr voll vor der Bhne. Ich htte nicht gedacht, dass die Band ein solches Standing hat, aber wie sich zeigen sollte, war die Truppe so etwas wie der heimliche Headliner. Zumindest gemessen am Zuschauerzuspruch. Die Leute fraen Snger/Gitarrist Patrick Fischer vom ersten Ton an aus der Hand und feierten die gebotenen Stcke ohne Kompromisse ab. In Sachen Sound war man leider nicht auf der Hhe und das rote und sehr dunkle von der Band geforderte Licht machte das Geschehen auf der Bhne manchmal zu einem Schattenspiel. Die Aufbauten mit diversen optischen Gimmicks und die mit Masken auf der Bhne stehenden Fans am Anfang des Sets kennt man sicherlich auch von anderen Bands, zeigte aber das Sic Zone sich Mhe geben und den Zuschauern eine fette, durchdachte Show bieten wollen. Der Mix aus Death Metal und Metalcore angereichert durch einige elektronische Sounds war aber auch genau das Richtige um die Sau raus zulassen. Crowdsurfer, Stagediver und eine agile Band waren dann die perfekte Symbiose. Dies war auf jeden Fall einer der besten Auftritte des zweiten Festivaltages! (Patrick Weiler)

MASTERS OF DISGUISE MASTERS OF DISGUISE

Nach dem mitreienden Gig von SIC ZONE war bei den meisten Fans wohl etwas die Luft raus, sodass es bei den MASTERS OF DISGUISE wieder deutlich leerer vor der Bhne wurde. Die von SAVAGE GRACE beeinflusste Band bot feinsten Speed Metal von ihren zwei bisher erschienenen Werken und hatte jede Menge Spa in den Backen. Besonders Frontmann Alexx Stahl (Roxxcalibur) bot mit hohen aber kraftvollen Strophen eine tolle Leistung, was sein Engagement in einer Deep Purple Coverband nur logisch macht. Bassist Mario Lang grinste stndig wie ein Honigkuchenpferd und so sprang die gute Laune auch schnell wieder auf die Anwesenden ber. Der neue Gitarrist Wolfgang Bichinger kam mit Strickmtze und wirkte etwas nervs bis schchtern, whrend der seit dem 2. Album an Bord befindliche Schlagzeuger Jens Gellner die Felle souvern und mit Biss maltrtierte. Mit jedem Song wurden die Reaktionen besser und gegen Ende flogen auch wieder fleiig die Haare vor und auf der Bhne. Ein solider Auftritt. (Patrick Weiler) DESASTER

DESASTER

Zu vorgerckter Stunde durften dann die Lokalheroen von DESASTER auf die Bhne, um das verbliebene, teils schon etwas ausgelaugte Publikum zu zerlegen. Der Auftritt kam in Folge dann einem Triumphzug gleich, wenn auch der Zuspruch nicht ganz so gro war wie bei SIC ZONE. Mglich, dass der Black/Thrash Metal der Koblenzer Formation einigen Anwesenden doch eine Spur zu hart war, aber die ersten fnf oder sechs Reihen strte dies wenig. Fuste und Matten wurden geschttelt und immer wieder bildete sich ein turbulenter Pit. Zu "Phantom Funeral" oder "Witchcraft" wurden die letzten Krfte mobilisiert und das bei einem sehr guten Sound. Die Musiker, allen voran Klampfer "Infernal" Kuschke, hatten sichtlich Freude an der Action vor der Bhne und feuerten das Publikum immer wieder an. Nach diesem gewaltigen Gig blieben wohl keine Wnsche mehr offen. Den glcklichen Besuchern merkte man die Erschpfung nach zwei Tagen Festival dann doch an. Das JUZ leerte sich zgig und die schwarzen Horden strmten hinaus in die Nacht, um das rundum gelungene "ACFMF 2015" auf dem Zeltplatz oder wo auch immer ausklingen zu lassen. (Patrick Weiler)

Als Fazit kann man wohl nur noch eines sagen: "Ohne Metal macht es keinen Spa!" Wir Jungs von My Revelations hatten eine Menge davon. Wir kommen 2016 wieder und es werden dann auch nicht mehr Tickets verkauft werden! "A Chance for Metal" ist Kult und Pflicht. "Support your fucking Underground!" Ich mchte noch diesen letzten Satz dazu nutzen, um auch den Campern meinen Respekt zu zollen, Sonntags Mittags war nicht mal mehr ein Papierschnipsel auf dem Campingplatz zu finden, das ist doch auch mal eine Ansage. Groes Kino!!! (Mario Loeb)









ACFM We Are Wolf Shredhammer All Will KnowEDGE OF THORNS MIDNIGHT ODYSSEY ELMSFIRE BLIZZEN SPECTRAL METHUSALEM MASTERS OF DISGUISE DESASTER GLORYFUL



Viele Livevideos gibt es unter:


www.youtube.com/user/MyRevelations1
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NASHVILLE PUSSY - Caf Central, Weinheim
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ROCK HARD FESTIVAL 2015 - Gelsenkirchen


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