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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing KING KING
Ort Lindenbrauerei, Unna
Datum 2015
Autor Peter Hollecker, Bernd Russkamp (Bilder)
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Ich liebe ja zugegebenermaen die kleinen und intimen Konzerte, die einem besonders lange im Gedchtnis bleiben und fr mich das Salz in der Suppe sind. Konzerte die mir und meinen Freunden die volle Lust an guter Musik vermitteln, bei denen der Funke von Musikern aufs Publikum von Anfang an berspringt, allen Anwesenden regelrecht eine Gnsehaut vor Freude beschert! King King In diesem Fall war es genau so, was nicht vorauszusehen war, denn ich kannte King King aus Schottland nur von deren dritten CD "Reaching For The Light", die ich ja auf unserer Homepage schon beraus positiv bewertet habe. Dementsprechend gespannt war ich auf den heutigen Abend, an dem ich brigens auch Snger und Gitarrist Alan Nimmo persnlich kennen lernen durfte. Aber der Kerl verfgt auch ber eine absolut gut eingespielte und formidable Band!

King King

Die schne Lindenbrauerei in Unna war dann auch tatschlich sehr gut gefllt, ich schtze mal dass so um die 150 Zuschauer dem Ruf von King King gefolgt sind. Vielleicht waren es auch die vorhandenen Vorschuss-Lorbeeren, schlielich gewann die Band in den letzten drei Jahren mehrere Preise bei diversen Blues Rock-Verleihungen, vornehmlich in England. Aber letztes Jahr spielten sie auch einen Gig in Bonn, der im Rahmen der Rockpalast-Reihe im Fernsehen bertrage wurde und King King in Deutschland eine groe Tr geffnet haben drfte, wie mir Frontmann Alan Nimmo besttigte. Warum so viele Damen unter den begeisterten Zuhrern waren lsst sich nur erahnen, denn trge Mr. Nimmo keinen Schottenrock bei den Konzerten, wre er von Aussehen und Statur kein typischer Frauenheld wie man sich diesen so vorstellt mit seinen geschtzten 100 kg Lebendgewicht und mehr als einem kleinen Bauchansatz bei einer Gre von etwa 177 cm. Wurscht, dafr verfgt der Gute ber eine grandiose Stimme sowie ein brilliantes Gitarrenspiel, von seiner enormen Bhnenprsenz ganz zu schweigen. Okay, wenn man seinen musikalischen Background kennt verwundert das nicht, schlielich verfgt Alan Nimmo ber reichlich Erfahrung. Zusammen mit seinem Bruder macht er unter dem Namen The Nimmo Brothers schon etliche Jahre Rock Musik. Doch so erfolgreich wie mit King King wurde das Duo in Deutschland leider nicht. !

King King

So, nun zum Konzert. Leider kann ich nicht mit einer Setlist dienen, denn die Jungs haben keine. Das ist zwar seltsam, doch gehrt wohl auch zu dieser Band. Wie gesagt durfte ich mich kurz vor der Show mit Alan Nimmo unterhalten und der besttigte mir, dass ein Grundgerst wohl besteht, jedoch viel spontan geschieht und die Band sich kurzfristig und auf der Bhne durch Unterhaltung entscheidet, ganz wie die Stimmung im Publikum so ist. Das nenn ich mal cool. Los geht es jedenfalls mit dem ersten Song "Hurricane" von der neuen CD, der auch beraus gut ankommt. Es ist nicht der letzte Song von der neuen Platte innerhalb des gut 100 Minuten langen Gigs, der jedoch selbstverstndlich auch einen Querschnitt der beiden vorangegangenen Platten und einen Coversong von Frankie Miller aufweist. Ebenfalls werden mit "You Stopped The Rain", "Stranger To Love", "Rush Hour" und "Waking Up" insgesamt ganze fnf neue Titel vorgestellt. Das Gute am Auftritt ist eindeutig der Mix aus rockigen und ruhigen Stcken, jedoch sind die Highlights die Gitarrensolos von Alan Nimmo. Der Typ kann eine Stimmung verbreiten, dass es eine wahre Freude ist! Allein die Nummer, als er seine Lautstrke auf Null runter fhrt und etwa 15 Nasen (meine inbegriffen) ihre Ohren ganz nah an seine Gitarre halten, mutiert zu einem beeindruckenden Konzerterlebnis. Es bleibt zwischendrin zudem immer Raum und Zeit fr die anderen Bandmitglieder, so erhalten Keyboarder und Drummer Gelegenheit ihr Knnen unter Beweis zu stellen. Lediglich Basser Lindsay bleibt im Hintergrund. Klar, Frontmann Alan Nimmo ist Eye-und Earcatcher gleichermaen und das ist wohl auch das Konzept von King King.So geht nach gut 100 Minuten ein Konzertabend zu Ende, der uns eine Band bescherte, der ich eine groe Zukunft voraus sage, was bei dieser Qualitt nicht allzu gewagt ist. Hier wird alles geboten, was hochwertige Rock Musik mit Blues Anleihen ausmacht: groartige Melodien, Atmosphre und Know Howeinfach herrlich! Unbedingt bei nchster Gelegenheit hingehen, solange es noch zu solch kleinen Preisen geht (Joe Bonamassa hat vor drei Jahren auch nur die Hlfte der aktuellen Eintrittspreise genommen). !

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