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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing OMEN, MASTERS OF DISGUISE, FINAL FORTUNE
Ort Koblenz, Jam Club
Datum 2015
Autor Torsten Butz, Bettina Meyer (Bilder)
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OMEN waren wieder auf Tour und ich musste gar nicht weit reisen, um sie live erleben zu drfen. Die Tour wurde in Koblenz gestartet und dass im kleinen Jam-Club, welchen ich zu diesem Anlass das erste Mal besuchte. Sofort kamen Erinnerungen an das altehrwrdige Andernacher Jugendzentrum hoch, das damals noch in dem alten Gebude in Rheinnhe war. Kleine, niedrige Bhne, der Tresen an der Seite mit extremst zivilen Preisen, einfache Licht- und Tontechnik und mit 130 Gsten war der Laden gefllt. Wehmut berkam mich. Final Fortune Ein wenig erinnert es mich auch an das H.o.t. in KO-Metternich. Man ist doch heute viel zu verwhnt, so hatte damals alles angefangen und ich finde Omen passten da absolut rein, wenn ich ihnen auch mehr Gste gewnscht htte. In Koblenz gibt es auch eine rege Metal-Szene und es galt einige Bekannte zu begren und den ein oder anderen Plausch zu halten. Was ich dem Club negativ anlasten muss, ist, dass das Rauchen gestattet war. Braucht kein Mensch.

Den Start machte die junge Band FINAL FORTUNE, der man so manches vorwerfen kann, jedoch sicherlich nicht mit zu wenig Selbstbewusstsein gesegnet zu sein. Wie alte Hasen starteten die jungen Metaller, mit direkter Untersttzung einer kleinen Fan-Schar die sie gleich mitgeliefert hatten. Whrend die brige Band eher verhalten waren, war der Snger auer Rand und Band und poste was ging, es machte ihm sichtlich Spa. Musikalisch sollten FF noch was tun. "Running Free"-Cover war OK, ihren Song "Sex Police" spielten sie gleich zweimal, was gewiss nicht ntig gewesen wre. Der Auftritt war OK, hab' schon schlimmeres gesehen.

Master Of Disguise

Aus der Asche von Savage Grace emporgestiegen, wie sie selbst auf ihrer Homepage schreiben, betiteln MASTERS OF DISGUISE ihr neues Album sinnigerweise "The Savage And The Grace". Eine abenteuerliche Geschichte ist es, der wir eine grandiose Metal-Band verdanken, welche die deutsche Bandlandschaft seit 2013 mit erlesenem US-Metal bereichert. Nur die wenigsten werden MOD an diesem Abend bereits vorher gekannt haben, zudem war die neue Platte gerade erst erschienen. Reichlich neuer Stoff fr das Publikum, doch viel berzeugungsarbeit war nicht ntig, das Material sprach fr sich und riss einige in seinen Bann. War der Raum zuvor recht bersichtlich gefllt, strmten zgig Neugierige in den Raum, angelockt durch Snger Alexx' Rhre und dem energiegeladene Spiel. Der geringe Platz auf der Bhne wurde so gut wie mglich ausgenutzt, Basser Mario strahlte ber beide Backen, dazu stndig in Bewegung. Alte Savage Grace Songs wurden auch gespielt und ein Cop war kurz auf der Bhne. Ob das irgendwas mit diesem Knutson zu tun hat? Das Ganze hat mir so gut gefallen, dass ich doch gleich mal den Merch-Stand besuchen musste.


Setlist MASTERS OF DISGUISE
  • Judgement Day
  • The Enforcer
  • Conquering The World
  • Into The Fire
  • Alliance
  • Heavens Fall
  • Never Surrender
  • Omen
  • For Now And All Time
  • Knutsomat II: (Only A Mother's) Love Is Forever
  • Bound To Be Free

    Omen

    Einiges hatte sich im Vorfeld der Tour im Bandkarussell getan und es ist toll das neben Gitarrist Kenny Powell mit Drummer Steve Wittig ein weiteres Grndungsmitglied mit auf Tour war. Basser Andy Haas ist auch schon Jahre dabei, doch das neueste Mitglied ist der frhere Snger Kevin Goocher. Das passt ganz wunderbar und OMEN hatten eine ganze Reihe alter Songs eingepackt und mit "Death Rider" packten sie den ersten Klassiker aus. 30 Jahre ist es schon her, dass das Wahnsinns-Album "Battle Cry" erschienen ist, das galt es auf der "Hammer Damage Tour" zu feiern und OMEN lieen einige Songs dieses Albums folgen. Kaum verndert haben sich die Herren in der ganzen Zeit, vielleicht sind sie etwas flliger geworden.Mit Kettenhemd und hnlichem Ritter-Zubehr behangen, Basser Andy ist mit gefhrlich aussehendem Bass im Axt-Design gerstet, lassen Omen die Wnde des Clubs erzittern. Ob Omen vor der Tour im Trainingslager waren? Ein Hit folgte dem anderen, der Terminator besucht uns kurz bei "Termination" und obwohl bei ausverkauften Club gerade mal 130 Besucher vor Ort waren, wurden manche Songs so laut mitgesungen, dass man das kaum glauben mochte. Kevin hatte seine Tochter mit auf die Tour genommen und lie sich von ihr bei einem Song gesanglich untersttzen. Ob das jetzt sein musste? Es ging dem Ende zu, Omen gaben noch zwei Zugaben zum Besten und verlieen dann die Bhne. Klasse Show, da war ich echt froh, dass ich mich in der Woche auf den Weg nach Koblenz gemacht hatte.

    Zusammengefasst: Ein cooler Abend in "historischer" Umgebung und das fr kleines Geld. Ich werde mal ein Auge auf weitere Konzerte im Jam-Club werfen.

    Omen
      Setlist OMEN
    • Death Rider
    • Last Rites
    • Axeman
    • 1000 Years Reign
    • Dragons Breath
    • Warning Of Danger
    • Make Me Your King
    • Don't Fear The Night
    • Ruby Eyes (Of The Serpent)
    • Termination
    • Hellas
    • In The Arena
    • Battle Cry
    • Teeth Of The Hydra
    • Die By The Blade




      Master Of Disguise Omen



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