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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing MOONSPELL, SEPTIC FLESH, DARKEST HORIZONS
Ort Heidelberg, Halle 2
Datum 15.03.2015
Autor Thorsten Ritter
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MOONSPELL sind - neben PARADISE LOST - fr mich die letzten, brig gebliebenen Dinosaurier des Gothic bzw. Dark Metals. Whrend die neue Scheibe der Englnder meines Wissens fr Ende Mai diesen Jahres angekndigt ist, haben die Portugiesen seit dem 06.03. mit "Extinct" bereits eine neue Rille am Start, die wieder deutlich softer und eingngiger als die direkten Vorgnger rberkommt und bezglich Musik und Hitdichte durchaus an den Megaerfolg und Klassiker "Irreligious" erinnert. Spetic Flesh Spetic Flesh Also, ein Grund die Couch an diesem Sonntag zu verlassen und sich auf den Weg nach Heidelberg zu machen. Eigentlich sollte der Event ja in meiner alten Lieblingsdisco, dem Steinbruch-Theater in Mhltal bei Darmstadt stattfinden, was mir rein anreisetechnisch durchaus entgegengekommen wre, aber aufgrund mir nicht 100 % bekannter Grnde, wurde der Event bereits im Vorfeld verlegt. Ich war zwar anfangs ein wenig skeptisch, aber die Location in Heidelberg war die deutlich bessere Wahl. Die Halle 2 ist eine ein wenig modernisierte Fabrikhalle, deren Wnde weitestgehend in schwarz gehalten sind, deren Bhne sehr viel Platz fr Band und Backdrops bietet und auch wesentlich mehr Fans beherbergen kann.

Als ich mit meiner Freundin dort nach etwa einstndiger Fahrt gegen 19.35 Uhr aufschlug, lief bereits der letzte Song von DARKEST HORIZON. Schade, denn eigentlich htte ich mir die Band gerne komplett angesehen bzw. angehrt, da ich vor kurzem einen Song auf einer Kompilation gar nicht mal schlecht fand. Na ja, Schwamm drber, dann eben ein anderes Mal und direkt ab zum Merchandise-Stand, um ein MOONSPELL-Tour-Shirt zu ergattern. Da die Nachfrage bei den vorhergehenden Shows in Belgien aber so gro war und die grte vorrtige Gre bei L lag, musste ich schweren Herzens passen; Nachschub in XL sollte es erst wieder in Hamburg geben.

Also, wieder zurck in die Halle und vor die Bhne um SEPTIC FLESH zu lauschen. Laut Wikipedia spielt das Quintett technischen Death Metal mit atmosphrischen Gothic Metal-Elementen. Leider berwog der Death Metal Anteil und somit war das Ganze - von einigen symphonischen Anstzen mal abgesehen - weniger meins. Die Griechen hatten aber glcklicherweise gengend Fans vor Ort, die dem dster-brachialen Treiben etwas abgewinnen konnten und die Hymen ordentlich abfeierten. Bewegung war daher vor allem in den ersten Reihen in der Mitte auszumachen; auf der Bhne blieb es dafr eher statisch und groe Aktionen, von gelegentlichem Headbangen mal abgesehen, waren dort nicht auszumachen. Dafr fand ich das groe Backdrop des aktuellen Outputs "Titan" sehr imposant. Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich der Auftritt zu einem langweiligen Einheitsbrei, so dass ich froh war, dass der Gig fr SEPTIC FLESH nach einer guten Dreiviertelstunde endete.

Moonspell Moonspell

Dann galt es mal wieder eine viel zu lange Pause zu meistern, aber was mich und alle Anderen im Anschluss erwarten sollte, machte das Warten wieder wett. Ich habe MOONSPELL bereits viele Male live zu Gesicht bekommen, aber ein Blick auf die abfotografierte Setlist trieb mir bereits vor der ersten, gehrten Note Freudentrnen in die Augen, denn es sollte ein Hitfeuerwerk par Exzellenz folgen. Erffnet wurde das Ganze mit dem grandiosen Doppelpack vom aktuellen Longplayer bevor mit "Opium" gleich DER unverzichtbare Hit verbraten wurde. Die Portugiesen waren heute mal wieder bestens aufgelegt, voll bei der Sache und boten bei druckvollem Sound sowie stimmigem Licht ein Best of-Programm, bei welchem sich die Evergreens von "Wolfheart" und "Irreligious" mit den sicher bald ebenso erfolgreichen Nummern von "Extinct" abwechselten. Allen voran sei hier "Funeral Bloom" und "The Future Is Dark", welches Snger Fernando Ribeiro seinem Sohn widmete, genannt. Die neuen Songs fgten sich nahtlos in den Old School-Set ein und so war es kaum verwunderlich, dass die Fans am Toben waren. Wre die neue CD ein wenig frher am Markt gewesen, wre die Resonanz bestimmt noch intensiver ausgefallen, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Der Auftritt machte einfach Spa und Laune und ich fhlte mich zeitweise in die Vergangenheit teleportiert. Mit Fernando Ribeiro besitzen MOONSPELL aber auch einen mehr als charismatischen Frontmann, der die Fans zu jeder Zeit im Griff hatte und dessen Gnsehaut verleihender Gesang ebenso wie seine Ausstrahlung seinesgleichen sucht. Und so konnte man berall in glckliche bzw. selige Gesichter schauen. Wer heute nicht vor Ort war, hat definitiv was verpasst. Die knapp 90 Minuten verflogen jedoch viel zu schnell und nach den Zugaben "Wolfshade" und "Full Moon Madness" war viel zu frh Schluss. Ich hoffe auf viel Erfolg whrend der weiteren Tour und frage mich, wann "Ruin & Misery" mal wieder zum Zuge kommt und wie ich doch noch an ein aktuelles Tour-Shirt in XL komme.

Setlist: MOONSPELL

  • Breathe (Until We Are No More)
  • Extinct
  • Opium
  • Awake!
  • Last Of Us
  • Medusalem
  • Funeral Bloom
  • Malignia
  • Spiegelmann
  • The Future Is Dark
  • Mephisto
  • Vampiria
  • Atraegina
  • Alma Mater
  • Wolfshade (A Werewolf Masquerade)
  • Full Moon Madness





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