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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing HATEFEST 2015
Ort Hamburg, Martkhalle
Datum 07.04.2015
Autor Marc Schallmaier
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HATEFEST, unter diesem Namen tourte eine illustre Ansammlung von Bands durch Deutschland, sterreich und die Schweiz. SIX FEET UNDER, MARDUK, VADER und (passenderweise) HATE waren die Hauptbands. An bestimmten Abenden waren dann auch noch DEBAUCHERY und EISREGEN am Start. In diesen Genuss kam ich leider nicht, ich durfte mich mit den anderen vier Bands begngen. Und so begab ich mich an diesem frhlingshaften Donnerstagabend in die Hamburger Markthalle. Diese war gut gefllt, knapp 500 Menschen waren am Start, um sich dieses Paket nicht entgehen zu lassen. Leider gab es keinen Fotograben, was ich bei so einem Konzert in keiner Weise nachvollziehen kann.

Hate Hate

Pnktlich um sieben stand dann der Opener HATE auf der Bhne. Die Polen konnten mit ihrer Mucke, die stellenweise doch etwas arg an BEHEMOTH erinnerte, leider nicht alle Anwesenden vor die Bhne holen. Dafr fehlte einfach ein wenig die Wucht und auch die Abwechslung in den Songs. Das Quartett knppelte sich durch ihren Set, es gab so gut wie keine Kommunikation mit dem Publikum und auch der Sound war nicht wirklich optimal, was man in der Markthalle erst einmal schaffen muss. Es war ein passabler Auftritt ohne irgendwelche Hhepunkte. Wer sich im Foyer lieber seinem Bier widmete, hatte nichts verpasst. Wer vor der Bhne verweilte, sah eine Band, die sich zwar bemhte und etwas Unterhaltung bot, im Groen und Ganzen aber auch austauschbar war.

Im Anschluss durften dann VADER auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Und das war sofort ein ganz anderes Kaliber als ihre Landsleute von HATE. Auch wenn ich persnlich mit VADER auf CD noch nie wirklich warm geworden bin, so finde ich sie live richtig klasse. Songs wie "Hexenkessel", "Abandon All Hope" oder auch "Silent Empire" knallen richtig gut und wurden mit viel Spielfreude von VADER auf die Meute abgefeuert. Der Sound war jetzt besser, und Frontmann Piotr Wiwczarek versuchte hier und da eine wenig mit den Leuten vor der Bhne zu kommunizieren. Es blieb meistens bei ein paar Ansagen und Danksagungen, aber immerhin, das war schon mehr als bei der vorangegangenen Band. Ganze 45 Minuten wteten VADER, und mit den beiden Songs "Dark Age" und "Sothis" wurde der Auftritt wrdig abgeschlossen. Ein starker Auftritt, der die Messlatte fr die restlichen Bands nach oben schraubte.

An diesem Abend freute ich mich am meisten auf MARDUK. Denn bisher hatte ich es noch nie geschafft, die Schweden mal live zu sehen. Unter uns Fotografen wurde dann schon gemutmat, wie es sich denn heute mit den Lichtverhltnissen bei MARDUK verhalten wird, gelten die Shows und auch die Band als schwer zu fotografieren. Das sollte sich leider bewahrheiten. Als das Licht ausging und das Intro erklang, wurde so viel Trockennebel auf die Bhne gepumpt, dass man whrend des ersten Songs die Hand kaum vor den eigenen Augen sehen konnte. Fotografieren unmglich, obendrauf gab es noch viel rotes und blaues Licht von hinten, so dass man lediglich ein paar Krperschatten im Nebel erkennen konnte. Leider sollte sich das mit dem Trockennebel auch whrend des restlichen Auftritts nicht mehr ndern. Marduk Marduk Hardcore MARDUK Fans besttigen mir aber, dass wirklich MARDUK auf der Bhne standen, und nicht wie von mir vermutet, eine MARDUK Cover Band. Okay, wenn man also von diesem optischen Desaster absieht, war der Auftritt der Skandinavier eine echte Bank. "The Blond Beast", "Slay The Nazarene" oder auch "Burn My Coffin" knallen ohne Ende, und das Publikum geht das erste Mal so richtig steil. Es sind viele Leute wegen MARDUK gekommen, das war schon von Anfang an zu sehen, und die Jnger bekamen dass was sie wollten. Black Metal der obersten Schublade, ohne viel Schnrkel oder technischen Firlefanz. Gut eine Stunde zelebrierten MARDUK ihre schwarze Messe, und das Publikum war dankbar ber jede Note. Ein erfolgreicher Auftritt, der lediglich davon getrbt war, dass man die Band so gut wie nicht sehen konnte.

SIX FEET UNDER waren dann dazu auserkoren, dem Publikum den Rest zu geben. War ich anfangs noch besorgt, dass viele Leute nach MARDUK nach Hause gehen wrden, so besttigte sich diese Befrchtung nicht. Sptestens beim zweiten Song "No Warning Shot" wurde der Bereich direkt vor der Bhne komplett auf links gedreht. Mosh Pit, Headbangen und Stage Diven, alles was das Metal Herz begehrt war mglich. Direkt im Anschluss kam der nchste Klassiker vom Album "Maximum Violence", nmlich "Feasting On The Blood Of The Insane". Chris Barnes war die Freude wirklich anzusehen. Zwischen den Songs lchelte er ins Publikum, kommunizierte mit den Fans (und wirklich mehr als nur "Danke" und "Ihr seid die Geilsten"!!) und wirkte im Allgemeinen dankbar und frhlich. Weiter ging es dann mit den Abrissbirnen "Revenge Of The Zombie", "Deatklaat" oder auch "Human Target". Der Frontmann von SIX FEET UNDER schwang immer wieder seine beeindruckenden Dreadlocks im Propeller Modus ber die Bhne, und seine spitzen Schreie in den Songs hat er meiner Meinung nach noch mehr verfeinert. Der Sound war, wie schon bei VADER und auch MARDUK, allererste Sahne. Alle Instrumente kamen voll zur Geltung, und das Ganze drckte amtlich ins Gesicht. Mit "Torn To The Bone und "Beneath A Black Sky wurde der regulre Set beendet. Es folgte das alte Spiel: die Band tut so, als geht sie schon mal nach Hause, das Publikum fordert nach mehr, und schlussendlich geht die Truppe dann doch noch mal auf die Bhne, man ist ja nicht so. Egal, denn mit "The Evil Eye" und dem CANNIBAL CORPSE Cover Song "Hammer Smashed Face". Welch ein ehrwrdiger Abschluss.
Als Fazit bleibt zu sagen, dass man fr das Geld jede Menge Unterhaltung bekam, die Merchandise Preise waren im mittlerweile normalen Rahmen (Shirts 20,- / Kapus 40,-) und das Ganze war gut besucht. Kann man also gerne im nchsten Jahr wieder holen.





Vader Vader Six Feet Under Six Feet Under Six Feet Under Six Feet Under



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