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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing RA'S DAWN, DEATHTERROR, OPTIMISTIC ME
Ort Mlheim-Krlich, JUZ
Datum 21.03.2015
Autor Patrick Weiler, Dietmar Schfer (Bilder)
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Anderthalb Jahre musste man als Fan von RA'S DAWN warten ,um die Band endlich mal wieder live auf einer Bhne sehen zu knnen. Der Anlass fr den Auftritt im JUZ Mlhein-Krlich war allerdings ein eher trauriger. Drummer Marco Freimuth hatte krzlich seinen Rckzug aus der Band bekannt gegeben und das Konzert sollte sein Abschiedsgig werden. Kurioserweise wurde diese Ankndigung von der Band an besagtem Abend wieder relativiert, aber dazu spter mehr. Dem Ruf der Mittelrheingypter war eine kleine, aber feine Schar an Fans und Freunden gefolgt, um mal wieder ordentlich abzufeiern. Als Vorgruppen durften die lokale Band OPTIMISTIC ME und die Ransbach-Baumbacher Formation DEATHTERROR ran.

Ra's Dawn Ra's Dawn

Erstgenannte, noch ziemlich junge Band, berraschte mit gleich zwei Shoutern und deutschen Texten, prsentiert in einem relativ modernen Metalcore Gewand. Meine anfngliche Skepsis bezglich der zum Teil gerappten Lyrik legte sich schnell, denn im musikalischen Gesamtkontext kamen OPTIMISTIC ME sehr berzeugend rber. Zu Gute kam der Band der sehr klare und differenzierte Sound, der auch den restlichen Abend vorherrschen sollte. Daher schon an dieser Stelle ein Lob an die Mnner am Mischpult. Auch wenn die gebotene Musik nicht ganz meinen Geschmack traf, war es doch erfrischend zu sehen, das sich auch die nchste Generation noch fr harte Rockmusik begeistern kann, Hip Hop Einflsse hin oder her.

Nach einer kurzen Pause, whrend der man Zeit hatte zahlreiche Bekannte zu begren und ein Schwtzchen zu halten, durften DEATHTERROR aus Ransbach-Baumbach auf die Bretter. Obwohl die Herrschaften schon ber eine Dekade aktiv sind, waren sie mir live noch nie untergekommen. Das Backdrop gab die Devise Thrash'n'Roll aus und so konnte man schon erahnen was einen erwarten wrde. Mit einer Mischung aus MOTRHEAD, VOLBEAT und MOTORJESUS wurde man dann auch sehr gut unterhalten. Die Thrash Metal Elemente im Sound von DEATHTERROR konnte ich zwar nicht ausmachen, dennoch kam die Musik bei allen Anwesenden sehr gut an. Die Stimmung erlebte in Folge ihre ersten Hhepunkte und speziell gegen Ende gab es mit den eigenwillig dargebotenen Coverversionen "Hallowed Be Thy Name" und "Fear Of The Dark" von IRON MAIDEN noch zwei Stimmungsgaranten auf die Ohren. Mich persnlich konnten DEATHTERROR voll berzeugen, so dass ich nach dem Gig am Merchstand gleich zwei Alben zum uerst schlanken Preis von zusammen nur zehn Euro abgegriffen habe. So macht das entdecken guter Bands doch doppelt Spa.

Nun wurde es Zeit fr den Headliner und dieser lie nicht lange auf sich warten. Gut gelaunt betraten RA'S DAWN die Bhne, um sich erstmal mehr oder weniger zu entschuldigen. Laut Snger Olaf Reimann, sollte dies eigentlich der Abschiedsgig von Drummer Marco Freimuth werden, aber irgendwie schien sich das Blatt in letzter Sekunde noch gewendet zu haben und der Schlagzeuger wird wohl nur eine Auszeit nehmen. So richtig konkret, wie es nun weitergeht, wurde der Frontman allerdings nicht. Lieber wies er auf das "hoffentlich bald" erscheinende neue Album hin, von welchem es auch einige Stcke in die Setlist geschafft htten. Nun ja, das waren ja gute Neuigkeiten. Ohne weitere Worte zu verlieren ging es auch schon in den Set, welcher direkt mit dem guten neuen Song "The Music Of The Devil" gestartet wurde. Es folgten die beiden bekannten Stcke "Osiris" und "Twist Of Fate" (erstes Highlight), bevor mit "Inside Out" ein weiterer, vielversprechender neuer Song vorgestellt wurde. Kenner durften sich anschlieend ber das ICED EARTH Cover "Dark Saga" freuen und mit "In Oceans Of Lies" erreichte die Stimmung unter den Anwesenden einen weiteren Hhepunkt. Gerade dieser Song scheint sich mittlerweile zu einem kleinen Hit gemausert zu haben. Gleiches gilt auch fr "Flame Of War", welches mit seinem keltischen Mittelpart zu kleinen Tanzeinlagen im Publikum fhrte. Ra's Dawn Ra's Dawn Mit "Soraya's Eyes" und "Revenant Soul" wurden im Verlaufe des Auftritts noch zwei weitere neue Stcke dargeboten, bevor es im Zugabenteil mit "Red, Hot & Heavy" von den PRETTY MAIDS und dem Eigengewchs "Oldschool" partymig zu Ende ging. RA'S DAWN merkte man brigens zu keinem Zeitpunkt an, das der letzte Auftritt schon anderthalb Jahre her war. Lediglich Gitarrist John Schmitz mit Ultrakurzhaarfrisur war sicherlich nicht nur fr uns auf den ersten Blick nicht direkt zu erkennen! Alle Musiker zeigten sich sehr spielfreudig und gut aufeinander eingespielt, was zusammen mit dem guten Sound zu einem echt ungetrbten Liveerlebnis beitrug. Alles in allem also ein sehr gelungener Abend, an dem sowohl Headliner als auch die beiden Vorgruppen berzeugen konnten. So sollte es doch immer sein.

An dieser Stelle darf man abschlieend auf das neue Album von RA'S DAWN gespannt sein, welches hoffentlich bald erscheint. Die vier neuen Songs lassen auf ein recht hartes und modernes Werk schlieen und machten definitiv Lust auf mehr. Man darf also gespannt sein.

Setlist: RA'S DAWN

  • Intro
  • The Music Of The Devil
  • Osiris
  • Twist Of Fate
  • Inside Out
  • Dark Saga (ICED EARTH Cover)
  • Exodus
  • In Oceans Of Lies
  • Soraya's Eyes
  • Winterstorm
  • Stormbringer (DEEP PURPLE Cover)
  • Flame Of War
  • Revenant Soul
  • Red, Hot & Heavy (PRETTY MAIDS Cover)
  • Oldschool





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