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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing WACKEN 2014
Ort Wacken
Datum 31.07-02.08.2014
Autor Marc Schallmaier, Mario Loeb
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Fr mich schloss sich in Wacken in diesem Jahr ein Kreis, hatte ich doch in Wacken 2013 die ersten richtigen Kontakte zu My Revelations geknpft, die in mir den Wunsch weckten selber als Schreiberling ttig zu werden. Fuhr ich im letzten Jahr noch sehr spontan als Gast mit, war ich also dieses Jahr zum ersten Mal selbst als Abgesandter unseres Magazins in Wacken ttig. Von daher ist es auch einmal Zeit Danke zu sagen an alle meinen netten Kollegen fr die tolle Aufnahme in den erlauchten Kreis des Kollegiums. Vor allem mchte ich aber Thorsten danken, der mir die Chance gegeben und das Vertrauen geschenkt hat. Vielen Dank!

Ich knnte an dieser Stelle viel ber die verschiedenen Orga-Probleme berichten, die es gerade im Pressebereich dieses Jahr gab, aber ich denke den normalen Leser interessiert das weniger, da es das Festival fr den Besucher nicht betraf. Was diese Probleme angeht, kann man aber nur hoffen, dass das Wacken Team fr 2015 an Lsungen arbeitet, denn das war stellenweise doch sehr unglcklich gelst.

Das Festival an sich hat aber auch Lob verdient: Sehr nettes Personal, saubere Sanitranlagen ber 4 Tage lang, zumindest die, die ich gesehen habe und dreieinhalb Tage hervorragende Soundbedingungen an den Bhnen. Was Samstags nachmittags mit dem Sound passiert ist, kann ich leider nicht sagen. Irgendwas muss da verstellt gewesen sein, aber dazu spter mehr. Nun aber zu unseren Eindrcken vom Wacken Open Air Festival 2014 und den beteiligten (und von uns gesehenen) Bands. (Mario)

Mittwoch

Nachdem wir unsere Zelte aufgeschlagen und uns ein wenig eingewhnt hatten, ging es also los. Mittels Shuttle Bus gelangten wir zum Gelnde. Dabei wurde uns leider auch klar, dass das mit dem Bus ein Schwachpunkt des Festivals werden wrde. Die Frage, ob es sinnvoll war die Presse auf einen Campingplatz zu verlagern der 15-20 Minuten zu Fu vom Hauptgelnde entfernt war, lassen wir mal offen. Fakt ist, dass ich beim ersten Versuch die WET STAGE zu erreichen fast 45 Minuten gebraucht hab. Wenn man diese extrem weiten Wege und damit verbundenen "Wanderzeiten" nicht mit einkalkulierte, konnte es einem durchaus passieren, dass man die Bands, die man sehen wollte, einfach verpasste. Fr Spontanitt war da kein Raum mehr.(Mario)

Ich habe lange berlegt, ob ich was zu diesem gesamten Orga Chaos schreiben wrde oder lieber nicht. Aber schluendlich siegt der Bauch ber den Kopf, und gewisse Sachen sollten einfach auch mal in die ffentlichkeit gebracht werden. Mario hat es ja noch recht nett formuliert, aber am Ende war die Umsiedlung des VIP- und Presse Bereichs eine einzige Schikane und hat meiner Meinung nach nur einen Grund gehabt: noch mehr Geld verdienen. Frher war es nmlich so, dass dieser VIP- und Pressebereich mehr oder minder direkt neben den beiden groen Hauptbhnen lag. Man musste ber eine Brcke eine Strae berqueren, dann durch den Aufenthaltsbereich mit dem Pressezelt, ein paar Bier- und Fressbuden links liegen lassen, und schon stand man auf dem groen Camping Bereich fr VIPs und Presse. Diesen Bereich in ein anderes Dorf zu verlegen, den krzesten Weg zu Fu nicht zu erlauben und einmal in einer Stunde einen Bus fahren zu lassen, luft nur auf ein Ziel hinaus. Die Presse und VIPs sollen geflligst so lange wie mglich von ihrem Auto, ihrem Zelt und ihren Verpflegungsmglichkeiten ferngehalten werden. Wacken Wacken So wie in den bisherigen Jahren mal eben zwischen zwei Bands auf den Hauptbhnen kurz zum Zelt, hinsetzen und einen Schluck Wasser nehmen: nicht mehr mglich. Fr Hin- und Rckweg mussten locker zwei Stunden eingeplant werden. Und hatte am Mittwoch die Bustour noch ein wenig an eine Klassenfahrt erinnert, war sptestens Donnerstag Abends Schluss damit, als sich die ersten Leuten an der "Bushaltestelle" auf die Fresse hauten, wer denn nun noch mit in den Bus darf und wer wieder eine Stunde warten darf. Das man hier nicht mindestens zwei Busse mit drei Fahrern im Dauer-Shuttle eingesetzt hat, unterstreicht wieder einmal fr mich den Kohle Faktor. Ein weiteres Beispiel gefllig? An der Akkreditierungsstelle kann man sich auch schon mit dem ersten Merchandise eindecken. Die Lanyards kosteten in der Vergangenheit zwei oder drei Euro. Und obwohl wir bereits gegen 11.00 Uhr an der Akkreditierungsstelle waren, die um 08.00 Uhr geffnet hatte, hie es lapidar, alle Lanyards sind bereits ausverkauft. Komischerweise konnte man die Lanyards am nchsten Tag auf dem Festivalgelnde kaufen, natrlich fr EUR 5,-. Es gab noch mehre Flle, wo man sich wirklich nur noch an den Kopf fassen konnte. Es gab zum Beispiel auf unserem neuen Campingplatz keine Pinkelrinne! Zwei Duschcontainer und vier Toilettencontainer, das war es. Zugegeben, diese waren stets sauber und in einwandfreiem Zustand, aber mal eben pinkeln gehen war nicht drin. Und wo wurden frhlich die Rnder und der gesamte Auenbereich des Campingplatzes gedngt. Manch einer, wie unser Zeltnachbar direkt vor uns, machte sich gar nicht mehr die Mhe, und strullte einfach an die Reifen seines Autos. Herzlichen Glckwunsch.(Marc)

Roadwolf

Roadwolf ist eine Band aus sterreich, die einen sehr urtmlichen und klassischen Heavy Metal spielt und Teilnehmer des Wacken Metal Battle 2014 war, dessen Sieger in diesem Jahr brigens aus Spanien stammt und In Mute heit. Leider kann ich das Metal Battle bis auf Roadwolf gar nicht beurteilen. Mittwochs hatten wir durch Anreise und Aufbau schon zu viel verpasst und donnerstags waren mir die Bands auf der Hauptbhne ehrlichgesagt wichtiger. Roadwolf machte aber einen guten Job, den die Zuschauer auch dankbar annahmen. Mir persnlich war aber gerade der Gesang, der stellenweise bis in die Hhen eines Rob Halford vorstie, dann meistens doch zu unbestndig. Ich will nicht mal sagen, dass er schlecht war, aber irgendwie gerade bei den bergngen zu den hohen Lagen, war das technisch nicht immer sauber. In den 1980ern hrte man das witzigerweise aber auch fter. Der Band kann man aber ansonsten nichts vorwerfen, Auftreten und Einsatz waren in Ordnung und auch spielerisch hatte die Band durchaus was zu bieten. Fr den groen Wurf beim Battle reichte es aber leider dennoch nicht und man konnte sich nicht unter den ersten 5 platzieren.(Mario)

Mambo Kurt

Danach war dann auch erst einmal Sitzen angesagt. Die Anreise, obwohl wir sie ja schon etwas aufgeteilt hatten und zumindest die erste Nacht noch bei meinem Kollegen Marc bernachtet hatten, machte sich jetzt doch bemerkbar. (Vielen Dank brigens nochmal fr die Gastfreundschaft, besonders auch an Eva, die uns auch noch eine leckere Mahlzeit zubereitete.) Mittwochs bot sich zum Sitzen und erste Kontakte zu anderen Festivalbesuchern knpfen eindeutig der Biergarten an. Wie es der Zufall wollte, hatte sich gerade der "King of Heimorgel" auf der Bhne breitgemacht. 1997 wurde Dr. med Rainer Limpinsel, wie Mambo Kurt brgerlich heit, von den Mitgliedern der Band Clawfinger bei einem seiner Auftritte entdeckt, die ihn im Anschluss auch sofort mit auf Tour nahmen. Der Rest ist Geschichte. Man kann Mambo Kurt sicher vieles vorwerfen, z.B. dass er nicht singen kann, aber die Leute zum Abfeiern bringen kann er. Seine Entertainerqualitten sind also unumstritten. Mit den blichen und sehr eigensinnig auf seiner Heimorgel gecoverten Hits wie beispielsweise "Paradise City", "Enter Sandman" oder "The Number of the Beast" verwandelte er den Platz vor der kleinen Bhne im Garten schnell in eine riesige Staubwolke. Ohne Quatsch! Ich habe versucht Fotos von meinem gar nicht so weit entfernten Platz zu machen: Keine Chance - nur Staub. Das Faszinierenste ist aber wohl vor allem, dass er es immer wieder schafft, die Metal Heads auch bei Liedern fr die sie sich normalerweise in den Keller schmen wrden, wie Songs von Scooter, Abba oder auch "Rythm is a Dancer" von Snap zum Feiern und Mitsingen zu bewegen. Bei mir funktioniert das zwar ehrlich gesagt nicht, mich nervt vor allem Scooter auf der Heimorgel genauso sehr wie im Original, aber die Meute hatte Spa. Es ist eben Mambo Kurt, wenn man das zu ernst nimmt, ist einem eben auch nicht mehr zu helfen. Es ist sicherlich nichts, was ich ernsthaft zu Hause auf CD brauche. Mambo Kurt machte aber genau das, wofr er gebucht wurde: Party mit den Besuchern.(Mario)

John Diva and the Rockets of Love John Diva and the Rockets of Love

John Diva and the Rockets of Love

Der Name lie einen ja schon Schlimmes befrchten, aber irgendwie hat er mich dann doch auch neugierig gemacht. So machte ich mich also noch einmal auf den Weg ins Zelt zur "Headbanger Stage". Als John Diva mit seinen Rockets die Bhne betrat, war schon an den Klamotten schnell klar zu erkennen, wo die musikalische Reise hingehen sollte: 80er Metal Cover Rock. "Okay, selber Schuld.", dachte ich bei mir, "Der Name htte dir ja eigentlich Warnung genug sein mssen." Zugegebenerweise machte die Band das an diesem Abend aber ganz gut und musikalisch war es bis auf ein paar wenige Patzer auch alles vollkommen in Ordnung. Aber alleine die Musikauswahl mit Bon Jovi, Guns N' Roses und den Scorpions vertrieb mich dann doch auch wieder recht schnell. Das ist einfach nicht mehr meine Welt, wofr aber die Band nichts kann. Die Zuschauer, die blieben, schienen aber auf ihre Kosten zu kommen. Danach entschieden meine Fe und ich uns dafr zu unserem Zelt zurck zu gehen. Denn ich bin ehrlich: Nochmal Mambo Kurt im Zelt musste jetzt nun wirklich nicht sein. 1x am Tag ist wirklich mehr als genug!(Mario)

Donnerstag

Skyline

Endlich machte also auch das Infield auf, was meiner Meinung nach das Festival erst richtig beginnen lsst. Skyline gestaltete schon vor 25 Jahren das Programm musikalisch mit und das war selbstverstndlich auch wieder beim 25-jhrigen Jubilum der Fall. Wacken Mitbegrnder Thomas Jensen und Band starteten mit dem Manowar Klassiker "Warriors of the World", was sie, wenn man jetzt mal nicht so kritisch ins Gericht geht, auch mehr als gut machten. Ich meine, man darf ja auch nicht vergessen, dass diese Band nicht fr sich beansprucht Profis zu sein und sich auch auf der Bhne bescheiden gibt. Mal ganz ehrlich, wrde ich nicht auch mit meiner eigenen Band jedes Jahr spielen, wenn ich eines der erfolgreichsten Festivals der Welt mitveranstalten wrde? Oh doch! Ich wrde es tun und da Skyline im Groen und Ganzen einen ordentlichen Job gemacht hat, gnne ich es ihnen. Obwohl...einen bsen Kritikpunkt habe ich aber dann doch: Auch wenn die Idee Pete Steel, der mit Type O Negative ebenfalls in der Vergangenheit in Wacken gastierte und zum Erfolg von 25 Jahren Wacken beigetragen hat, mit einem riesigen Gedenkfoto auf den Leinwnden zu ehren toll war, war die dazugehrige Version von "Black Number One" in einer mehr als schlimm gesungenen Version dann doch eher unglcklich. Das ging echt berhaupt nicht und mehr als einem Besucher sind vor Schreck die Gesichtszge entglitten. Also bitte in Zukunft aus dem Programm streichen, auch wenn die Absicht eine Gute war. Skyline sollte bei der Auswahl der Stcke bei den alten, typischen Old School Metal Songs bleiben, denn das machen sie echt gut und Nummern von AC DC, Ozzy Osbourne, Van Halen u.s.w. kommen ja auch (fast) immer super an und so war es auch 2014. Bei Van Halens "Talking Aboult Love" kam es dann zu dem Gastauftritt eines Sngers dessen Identitt ich bis heute nicht klren konnte. Skyline als Gesamtpaket war ein schner Start. Sie sind einfach eine "Traditionsband", die den Ursprung Wackens in sich trgt und an der man auch deshalb festhalten sollte.(Mario)

Hammerfall

Hurra! Die Zeiten, in den man sich weie Tennissocken ber die Hose zieht, sind nun auch bei Hammerfall vorbei. Es war zugegebenermaen ewig her, dass ich die Band gesehen hatte. Optisch war das aber schon mal eine Steigerung. Ich war nie ein zu groer Freund der Musik von Hammerfall, obwohl ich ihnen das Knnen nie abgesprochen habe. Da ich aber wusste, dass die Band fr viele Leute sehr wichtig ist, habe ich mich aufgerafft um sie mir anzusehen und darber zu berichten. Zudem war es eine besondere Show, denn Hammerfall spielte an diesem Nachmittag eine Special Show zum Jubilum ihres Debutalbum "Glory To The Brave". Es kam whrend des Konzertes zu vielen Gastauftritten verschiedenster Musiker, so spielte Patrik Rfling, der die Schlagzeugstcke bei dem Album "Legacy Of Kings" geschwungen hatte, mit, Jesper Strmblad, der ex-In Flames Gitarrist und ex-Hammerfall Drummer und zum guten Schluss auch Stefan Elmgren, der ex-Leadgitarrist, der immerhin fr 5 Studioalben von 1997 bis 2008 mitverantwortlich war. Nachdem man das ganze Debutalbum zum Besten gegeben hatte, spielte man noch die Hammerfall- Klassiker "Blood Bound" und "Hearts On Fire", die sogar ich mitsingen kann, aber es nicht getan habe. Das Highlight des Sets war aber mit Sicherheit die Live Premiere des Songs "Bushido", einem neuen Track vom kommenden Hammerfall Album "(r)Evolution", der sich live wirklich hren lassen konnte und die Fans begeisterte. So wurde die Mhne geschwungen und der Plastikhammer in die Luft gereckt. Musikalisch zeigte man sich bei dem ganzen Konzert sehr souvern und der Sound war wirklich gelungen. Der Gesang und die Gitarren bilden immer noch das Herzstck der Band, was auch an diesem Nachmittag zu einem sehr soliden Konzert fhrte, das von Pyros abgerundet wurde. Ich gebe es ja ungern zu, aber es hat mir gefallen, auch wenn es mich jetzt nicht dazu bringen wird mir das fter zu geben, aber auf einem Festival lasse ich mich vielleicht noch einmal berreden es mir anzuhren. Fr die Wacken Zuschauer und Hammerfall Fans war es gerade mit den vielen bekannten Gesichter sicher ein ganz besonderes Konzert.(Mario)

Steel Panther

Das die Band sich selbst nicht ernst nimmt und man einen jeden Auftritt von Steel Panther immer mit einem Augenzwinkern sehen sollte, ist wohl mittlerweile jedem klar, der sich mit den Vgeln aus LA beschftigt. Die Band kann man nur hassen oder lieben, etwas dazwischen ist meiner Meinung nach nicht mglich. Ich fr meinen Teil kann die Truppe nicht leiden. Wenn ich Glam Metal hren will, und dass kommt sehr selten vor, da lausche ich der Mucke von Mtley Cre. Was mich aber am meisten an Steel Panther strt, ist dieser vllig tolerierte Sexismus, der von allen Beteiligten achselzuckend hingenommen wird. Von dem beliebten Steel Panther Spiel hat wohl jeder schon etwas gehrt: eine oder mehrere Kameras schwenken immer mal wieder ins Publikum, und Frauen, die auf den Schultern ihrer jeweiligen Begleitung sitzen, sollen sich doch bitte schn T-Shirt, Top und/oder BH nach oben reien und somit ihre Brste zeigen. Wie langweilig wre es da, wenn einfach keine Frau mitmachen wrde? Aber nein, die Mdels sitzen brav auf den Schultern und ziehen blank. Und eine Stunde spter beschweren sie sich dann, dass ihnen fremde Typen auf die Hupen glotzen oder gleich mal Hand anlegen. Es ist und bleibt mir ein Rtsel. Musikalisch kann man zu Steel Panther nicht viel sagen. Der Sound war in Ordnung, die Band zog ihre typischen Spielchen ab und ansonsten prsentierte man sich als eingespielte Einheit, die auch vor so einem groen Publikum funktioniert.(Marc)

Was dann vor dem Auftritt von Saxon folgte, reiht sich ein ein die groe Liste der Peinlichkeiten und Fehltritte, die aus dem Wacken Open Air Festival ein Zirkusveranstaltung gemacht haben. Nach Miss Wet T-Shirt Wettbewerben, Bullenreiten und Amateur Wrestling gab es nun einen knapp 15minntigen Auftritt der Ehrlich Brothers zu bestaunen. Die Zauberlehrlinge, so eine Art Nachfolger von den Katzenliebhabern Siegfried und Roy, verbogen ein paar Metallstangen und lieen irgendwas verschwinden. Buhrufe und Schmhgesnge waren noch das Harmloseste, was da so im Publikum passierte. Aber wen interessiert es? Wenn ich als Veranstalter 80.000 Tickets innerhalb von 12 Stunden verkaufe, und nur knapp 10% der Bands angekndigt sind, die spielen werden, dann mache ich verdammt viel richtig. Was kommt als nchstes? Florian Silbereisen singt mit Doro ein Stndchen? Franz-Peter Tebartz-van Elst segnet das Festival? Ich befrchte, die Talsohle ist in Wacken noch nicht erreicht.(Marc)

Saxon Saxon

Saxon

Saxon? Schon wieder? Okay, diese Frage kann man bei ber 30 Prozent aller Bands die dieses Jahr in Wacken spielen stellen, aber die Englnder sind wirklich fast alle zwei Jahre am Start. Diesmal gab es aber zumindest ein klein wenig Abwechslung, hatte die Band doch vier Geigenspielerinnen am Start, die hier und da den bekannten Songs ein wenig aufpeppten. Ansonsten gib es nicht viel zu berichten. Die Band spielte ihre Klassiker, es war Bewegung auf der Bhne zu verzeichnen, und das Publikum trotzdem einsetzenden Nieselregen und feierte Saxon amtlich ab. Kleine Songauswahl gefllig? "The Power And The Glory", "Denim And Leather", "Princess Of The Night", "Wheels Of Steel" oder "Solid Ball Of Rock". Noch Fragen? Nein. Ein routinierter Auftritt, der keine Wnsche offen lie.(Marc)

Dunkelschn

Da mir der Donnerstag insgesamt zu Power Metal lastig war und ich Saxon jetzt nicht auch noch sehen wollte, beschloss ich meine Freunde, die aus Hannover angereist waren, ins "Wackinger Village" zu begleiten - viel schlimmer als Steel Panther und ihre stndigen Rufe nach blanken Brsten konnte das Village schlielich auch nicht sein. Auerdem gab es ja auch nette Begleitung. Das Wackinger Village und die dazugehrige Stage sind nicht unbedingt meine Welt. Aber gerade im Dunkeln hat das Ganze schon eine tolle Atmosphre, wofr man die Veranstalter wirklich loben kann. Sogar (eingezunte) Lagerfeuer gab es. Als wir ankamen, spielte gerade Dunkelschn, von denen ich zu meiner berraschung gerne mehr gesehen htte als nur das Ende. Deshalb mchte ich sie gerne auch kurz erwhnen, denn die Band hat irgendwie was. Die Mittelalterband mit Folk-Einflssen groovt echt gut und vor allem die sehr sympathische Sngerin Vanessa Istvan machte einen tollen Job. Songs wie "Zauberwort", das auch das Einzige war, das ich kannte, klappten in dieser Atmosphre mit einem Met in der Hand wirklich prima und selbst ich erwischte mich dabei, wie ich mit dem Fu mitwippte und mich auf die Musik einliess. Dunkel und schn war es.(Mario)

Nachtgeschrei

berraschung! Da war ich eigentlich gedanklich schon bei Accept, dem nchsten Tag und trank meinen Met leer um mich wieder auf den Weg in Richtung der Hauptbhnen zu machen und pltzlich spielte eine Band, die sehr stark an Subway to Sally erinnerte, aber einen Druck und eine Leidenschaft auf die kleine Bhne legte, die ich seit Jahren so von Subway to Sally nicht mehr gesehen hatte. Eigentlich wollte ich gar nicht mehr richtig weg. Der Sound war sehr erfrischend ohne genau sagen zu knnen, was die Folk-Metal Band jetzt anders machte als andere. Deshalb finden auch sie hier eine kurze Erwhnung und bekommen ein Lob. Accept war mir dann aber selbstverstndlich trotzdem wichtiger. Aber Nachtgeschrei werde ich mir bei Gelegenheit einmal genauer ansehen.(Mario)

Accept

Accept sind uerlich sicher in die Jahre gekommen, musikalisch zeigen sie aber gerade Bands wie Steel Panther immer noch, wo Odin den Hammer hngen hat, ohne dass sich Frauen ausziehen mssen. Der Bhnenaufbau zeigte einen Rampenaufbau in Pyramidenform zum Schlagzeug hin und auch kleine Boxenwnde mit dem Accept Logo durften selbstverstndlich links und rechts nicht fehlen. Als ersten Song prsentierten die "Alt"-Metaller den Song "Stampede" vom 2014er "Blind Rage" Album, was damit auch zugleich die Live Premiere gewesen sein sollte. Leider startete man aber auch mit leichten technischen Problemen am Gesangsmikro, die aber schnell behoben werden konnten. Bereits mit "Stalingrad" als zweiten Song stellten die Heavy Metal Urgesteine klar, dass sie sich in echt guter Form befinden. Der Sound war druckvoll und alles war gut zu hren. 100 % auf den Punkt gespielt, trieben sie das Programm voran, das mit Song Nummer Drei und Fnf die ersten "Oldies" in Form der Lieder "London Leatherboys" und "Losers and Winners" vom "Balls to the Wall" Album fr das Wacken Publikum bereit hielt. Die Freude auf der Bhne war den Jungs dabei in jeder Sekunde anzumerken, so dass der Funke schnell auf das Publikum bersprang. Viele Leute diskutierten nach dem 1 -stndigen Konzert wieder das alte Thema, ob Mark Tornillo der Richtige fr den Job am Mikro bei Accept ist oder ob Udo Dirkschneider nicht doch der einzig wahre Accept-Snger war. Nun ja, die Frage stellt sich fr mich eigentlich nicht und ich muss sagen, dass ich beide Snger jetzt in einem kurzen Zeitraum erlebt habe und ich mich mit einem Urteil dezent zurckhalten mchte. Ich kann jedenfalls besttigen, dass Mark auch bei den alten Songs einen verdammt guten Job macht und super zu der eingespielten Truppe passt. Bei den Klassikern wie "Balls to the Wall" und "Fast as a Shark", die auch in der Wacken Setliste enthalten waren, fehlte Udo vielleicht ein bisschen, aber ich finde diese Diskussion unfair, denn fr die internen Unstimmigkeiten, die Udo und Accept in den vergangenen Jahren hatten, kann Tornillo nun wirklich nichts. Ausserdem sollte der "neue Frontmann" nach 5 Jahren Bandzugehrigkeit auch erwarten drfen, dass er nicht immer(noch) verglichen wird. Das neue Album ist, denke ich, auch der richtige Beweis und die richtige Ansage an die Kritiker. Geendet ist das energiegeladene Konzert dann mit dem Song "Burning", der die 18 Stcke schwere Setliste abrundete. Accept war einfach der passende erste richtige Headliner und im Dunkeln hatte das schon internationales Flair und Accept zeigte, warum sie zu den bekanntesten Deutschen Vertretern des Metals im Ausland gehren. Die Gitarren knallten einfach dermaen, dass wer da den Schdel stillhielt, entweder taub war oder es einfach nicht mochte. Ich stehe ja sowieso auf Metal mit starken Speed-Einflssen. Von daher war das fr mich auch das erste Highlight in Wacken und ich ziehe den Hut vor der Leistung der Band. Die Zuschauer, die das Infield in ein Menschenmeer verwandelten, waren von den Reaktionen her wohl der gleichen Meinung.(Mario)

Freitag

Chthonic

Chtonic Chtonic Da waren sie also wieder meine Black Metal Lieblinge aus dem kleinen Taiwan. Mit einem kleinen Gefhl der Genugtuung ("Ich habe es euch ja immer gesagt!") freute ich mich darauf mit eigenen Augen zu sehen, dass die Asiaten es endlich auf die Main Stage geschafft haben - in diesem Fall passenderweise auf die "Black Stage". Auch wenn sie erst "nur" die Erffnungsband morgens um 11:00 Uhr waren, war das doch schon ein echter kleiner Fortschritt. Die letzten beiden Male zuvor hatten sie schlielich zu nur geringfgig spteren Uhrzeiten noch im Zelt gespielt. Zur Belohnung kamen Chthonic nicht alleine, sondern brachten das Chai Feng Traditional Orchestra mit, das man auch schon auf der Live-DVD "IN-B" bewundern konnte. Auch das ist ein Zeichen, dass man so langsam aber sicher die greren Konzerte in Europa spielen kann und nicht nur mit kleinem Gepck vor 70 Leuten z.B. im Underground in Kln. Wenn man schon so viele Musiker dabei hat, kann man dann auch die ganze Bhnenshow mit LED-Wand auffahren, was sie auch taten. Es war also angerichtet. Chthonic spielten dann mit einer wenig abgenderten Reihenfolge das gleiche Set wie auf der "IN-B" DVD und auch ihrer letzten Europa Tour. Einzig das Lied "Rage of My Sword" gibt es auf der DVD nicht zu bewundern und schien mir neu in der Setliste. Ich bin mir aber nicht zu 100% sicher, ob sie es nicht in Kln gespielt hatten. Wer meinen letzten Live Bericht zu Chthonic und die DVD Rezi gelesen hat, kann erraten was jetzt kommt. Richtig, wie auf Kommando gab es am Anfang des Konzerts die gleichen Tightness Probleme wie immer bei dem Opener "Oceanquake" und dem anschlieenden "Supreme Pain For The Tyrant". Da diese Probleme zum dritten Mal hintereinander in einem Jahr auftraten, scheint das dann doch so langsam eine Sache zu sein, die tiefer liegt und an der man arbeiten sollte. Das ist dann einfach so langsam doch zu auffllig. Wie aber auch schon gewohnt, bekamen sie es schnell in den Griff und die Band verzauberte das Wacken-Publikum mit ihrer fernstlichen Extremreise. Doris Yeh war dabei in ihrem neuen Bhnenoutfit zu bewundern. Keine Sorge, es war wie gewohnt schwarz und offenherzig, so dass viele Jungs die Kinnlade nicht mehr zu bekamen. Aber man sollte sich davon nicht zu sehr ablenken lassen, denn das was die Band aus dem fernen Osten in der Kombi mit dem Traditional Orchestra auf die Bhne brachte, war einfach bombastisch. Bei den Klassikern "Takao" oder "Broken Jade" hatte ich echt eine Gnsehaut und auch wenn das Infield zu der Uhrzeit noch nicht ganz gefllt war, war die Stimmung doch bereits beeindruckend. Einzig mit den grnen Papierschnipseln, die das Publikum beim Opener hochwerfen sollte, schien man etwas berfordert zu sein. Das Ganze steht, soweit ich das richtig verstehe, fr die Taiwanische Whrung - Ich muss da mal genau nachfragen - und das was sie wert zu sein scheint. Was mich dann aber wirklich begeisterte, war die differenzierte Abmischung, die auch das Orchester voll zur Geltung brachte. Das war besser als auf der DVD und hier muss man also auch mal ein Lob an die Soundtechnik in Wacken aussprechen. Frontmann Freddy Lim bedankte sich zum Abschluss dann auch artig beim Publikum und allen war anzumerken, wie viel Spa ihnen der Gig gemacht hat. Ich sage voraus, dass auch wenn man Chthonic sicher erst einmal wieder in kleinerem Rahmen sehen wird und es jetzt nicht sofort steil nach oben geht, die Band sich immer weiter einen Namen macht und sie schon bald auch wesentlich spter auf den Mainstages in Deutschland zu bewundern sein werden. Chthonic haben auf jeden Fall in Wacken alles dafr gegeben. brigens hatte ich das Vergngen Doris und Jesse "The Infernal" zum zweiten Mal persnlich im Pressebereich fr ein kleines Gesprch zu treffen, in dem sie sich mal wieder extrem offen und gelst zeigten und das macht sie noch sympathischer, als sie bereits auf der Bhne schon wirken.(Mario)

Skid Row Skid Row

Skid Row

Wenn man Ende der 80er und Anfang der 90er seine Jugendjahre und die Pubertt verbracht hat und man Mdels zu sich nach Hause einlud, mussten zu dieser Zeit vier Bands im Hause sein, wenn man auch nur annhernd eine Chance haben wollte. Das waren zum einen Guns N' Roses, Bon Jovi, Metallica und last but not least Skid Row. Ja, ihr Mnner mittleren Alters da draussen gebt es zu, auch ihr hattet mindestens ein Album der aufgezhlten Bands. Sicher, die Skid Row hat ein "seltsamer Kumpel liegenlassen" und von Metallica hat man nur die harten Nummern gehrt. Das versteht sich von selbst und euren ersten Zungenkuss habt ihr bei "Speak English or Die" gehabt, kenne ich, ist mir auch so ergangen. Aber wenn ihr Mal tief in euch reinseht, erinnert ihr euch dann vielleicht doch im besoffenen Kopf zu Hair Metal Balladen geheult zu haben, wie kleine Mdchen, weil sie einen anderen liebt. Leugnet es nicht! Ich habe harte Headbanger, so breit wie Schrnke, in den Armen gehalten, die meine Kutte als Trnenfnger benutzten. Deshalb war es spannend nach all den Jahren zu sehen, was Skid Row live noch in der Lage sind auf die Bretter zu legen und wer sich heute so alles zu Skid Row traut ohne Papiertte. Bis auf den passenden Backdrop zur 2013er CD "United World Rebellion - Chapter One" gab es auf der Bhne nichts besonderes zu bewundern. Skid Row starteten ihr 13 Lieder starkes Set mit "Let's Go". Musikalisch konnte man recht schnell zunchst mal festhalten, das Hair Metal das bleibt, was er auch in den 80ern bereits war und das auch im Jahre 2014 so bleibt ? Hair Metal eben. Man lernt nichts Neues als Zuschauer, aber das was da von der Bhne kam, war ehrlicher Rock'n'Roll mit ordentlich Groove dahinter. Auch spielerisch kann man den US-Amerikanern, die ihren Ursprung in New Yersey haben, nichts vorwerfen. Das war alles sehr ordentlich. Erstaunlich fand ich es, dass wirklich viel junges Publikum vor der Stage stand und Klassiker wie "I Remember You", "Piece of Me", "18 and Life" oder "Youth Gone Wild" mitsang. Die waren alle zu Skid Rows groen Zeit noch nicht geboren und Skid Row selbst knnten hchstwahrscheinlich ihre Groeltern sein, aber alle hatten Spass. An der ganzen Show war also nicht viel auszusetzen, ausser dass sie viel zu laut waren. Einzig das in der Mitte des Sets gespielte Cover der Ramones "Psycho Therapy" wollte mich nicht ganz berzeugen. Ausserdem fand ich Skid Row an diesem Tages im Line Up zwischen Chthonic und Endstille etwas deplatziert. Aber traut euch ruhig mal zu einem Skid Row Konzert in eurer Nhe! Es lohnt sich auch heute noch.(Mario)

Five Finger Death Punch

Selbst aus 100 Metern Entfernung war zu hren, dass der Anfangssound von Five Finger Death Punch nicht ideal war, was aber auch an den schwierigen Windbedingungen lag. Wenn das Quintett aber mal ins Rollen kommt, zerledern sie alles was ihnen in den Weg kommt und man will nur noch eins: Springen und "Estherlieren" (Anderes Wort fr Eskalieren, das eine Freundin geprgt hat.). Sptestens bei "Bad Company" war die Menge vllig auer Rand und Band und das obwohl die Sonne gnadenlos auf die Hirne der Festivalbesucher brannte. Ivan Moody konnte man auch dieses Mal seine Hammerstimme bescheinigen. Das war einfach Extraklasse. "Under And Over It", "Hard To See", "Lift Me Up", "The Bleeding" und "Remember Everything" in einer Akustik Version - was fr eine geile Setliste, die keine Wnsche offenlie. Das Publikum dankte es den Jungs mit Textsicherheit. Der Schlagring auf der groen Flagge im Hintergrund sagt einfach alles. Das war brutal und brilliant mit einem Druck, der keinen Grashalm stehen liess. Da bleibt nur eins zu sagen: Burn Motherfucker, burn!(Mario)

Hellyeah Hellyeah

Hellyeah

Hellyeah hatte ein klein wenig Schwierigkeiten, die Leute vor der Bhne richtig in Wallung zu bringen, aber nach dem Opener "Sangre Por Sangre" kommen mit ein paar lteren Granaten auch das Publikum in Wallungen. Die Sonne brennt ohne Ende, und das Bier/Wasser/sonstiges Getrnk verursacht immer ein leichtes Knirschen zwischen den Zhnen. Aber der Groove von Hellyeah passt eigentlich ganz gut dazu, und Snger Chad Gray schafft es auch, die Leute zum mitmachen zu animieren. Die Band spielt "Band Of Brothers" oder auch "Drink, Drank, Drunk", und das Ganze ist schwer unterhaltsam. Der Sound ist gut, drckt im Gesicht und ich erwische mich dabei, wie ich positiv berrascht bin und leicht mit dem Fu mitwippe. Zum Ende gibt es noch "You Wouldn't Know" und natrlich "Hellyeah". Ein berdurchschnittlich guter Auftritt!(Marc)

Children of Bodom

Die Kinder aus der Nhe des Sees Bodom sind erwachsen geworden, ist z.B. Alexi "Wildchild" Laiho doch mittlerweile 35 und die Children knnen auf bereits auf 9 Studio Alben zurckblicken. Die Jungs wirken heute viel abgeklrter als noch vor ein paar Jahren, was auch dem Auftreten der Band live sehr gut getan hat. Das Einzige, was nicht erwachsener geworden ist, ist Alexis Umgangssprache ? er sagt immer noch verdammt oft "Fuck", aber was soll's. Gesundheitlich scheint es ihm aber wohl wieder besser zu gehen als noch im Sommer 2013. Vielleicht wurde es dann einfach auch mal Zeit in manchen Dingen etwas erwachsener zu werden, denn dass die Finnen, was den Alkoholgenuss angeht, keine Kinder von Traurigkeit waren, ist bekannt. Ich habe bei diesem Auftritt zumindest keinen Alkohol auf der Bhne gesehen und das war das erste Mal, dass ich das miterlebt habe. Sonst war eigentlich immer der berhmte Schnaps mit dem Geweih am Start. So, jetzt aber zum Auftritt: Wer es sich leisten kann gleich mit "Needled 24/7" zu starten, kann auf alle Flle nicht zu wenige Hits produziert haben. So war es dann auch kein Wunder, dass man das Publikum sehr schnell auf seiner Seite hatte. Der altbekannte Reaper auf dem Backdrop am eingeschneiten See konnte also zufrieden in die Ferne blicken. Die zweistimmigen Gitarrenharmonien in den Soli sind immer noch das Prunkstck der Band, die auch live wieder berzeugen konnten, obwohl ich den Eindruck hatte, dass die Gitarren nicht immer 100% gestimmt waren. Das fiel besonders auf, wenn das Keyboard dazukam. Die Finnen wissen ihren Keyboarder aber wenigstens einzusetzen und es ist nicht nur ein Fll-Instrument wie bei so vielen Bands, sondern es spielt tatschlich eine wichtige Rolle. Obwohl das Publikum vor der Bhne richtig Stimmung machte, war das Gelnde grundstzlich nicht so gut besetzt, wie man es normalerweise gewohnt war und so sah man doch die ein oder andere Lcke. Das knnte aber auch der Hitze an diesem Nachmittag geschuldet gewesen sein. Viele Leute hatten sich in den Schatten zurckgezogen und noch nicht alle hatten sich wohl wieder hinausgetraut. Children of Bodom gaben dennoch alles und spielten ihre Klassiker solide herunter wie z.B. "Halo of Blood", "Hate Crew Deathroll", "Are You Dead Yet?" und "Hate Me!". An der Setliste kann es also eigentlich nicht gelegen haben. Das 14 Lieder starke Set wurde dann mit "In Your Face" beendet. Ich habe um ehrlich zu sein die Band schon strker gesehen, vor allem kam Alexis Stimme nicht ganz so druckvoll wie gewohnt durch die Boxen, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau. Ein klasse Auftritt war es nmlich trotzdem.(Mario)

Carcass

Wenn es so hei ist dann bietet sich selbstverstndlich ein Grillnachmittag an. Was braucht man dazu? Richtig, ein gutes Stck rohes Fleisch. Das bekam man dann auch Dank Carcass in musikalischer Form geliefert und wie es sich fr Briten gehrt schn blutig. Die Englnder sind es immer wert, dass man ihnen Gehr schenkt. Auch wenn das in diesem Fall gleichzeitig bedeutete, dass man dafr auf Motrhead verzichten mussten. berraschenderweise war ich nicht der Einzige, der so dachte und so war es vor der kleinen Stage ganz gut gefllt. An Bhnedeko gab es auf der kleinen Stage und im Vergleich zu den beiden Hauptbhnen nicht wirklich viel zu bewundern bis auf zwei kleine, weie Aufsteller, auf die die unterschiedlichsten Video-Mitschnitte projiziert wurden - unter anderem das Zerlegen eines Herzens mit dem Skalpell. Mehr braucht es fr so ein Death Metal Gewitter, das mit dem Intro "1985" von der Bhne losdonnerte aber auch nicht. Als ersten Song spielte man dann "Buried Dreams" und die ersten kleinen Mosh-Pits entstanden. Snger und Bassist Jeff Walker schien es aber schon fast ein wenig peinlich zu sein, dass es Leute gab, die vor der Bhne abfeierten, obwohl doch Legende Lemmy nur ein paar Meter weiter spielte. So sagte er unter Anderem, dass es immer sein Traum gewesen sei, mal auf der gleichen Bhne wie Lemmy zu spielen, aber das es sicher nicht sein Plan gewesen wre, dass es ein paralleles Konzert wird. Er wrde sich freuen, dass so viele Leute gekommen wren um Carcass zu sehen, auch wenn er es nicht richtig verstehen knne. Aber er meinte auch, dass es ja durchaus auch sein letztes Konzert sein knne. So in etwa die freie bersetzung. Genau so spielten Carcass dann aber auch. Es war das Beste, was ich bis dahin gesehen hatte. Das war megastark und die Briten spielten das Konzert ihres Lebens. Ich habe Leute getroffen, die ber die Setliste gemeckert haben, was ich aber berhaupt nicht nachvollziehen kann, denn eigentlich war alles dabei, was man hren sollte und wollte. Danke an Carcass: Ganz groes Kino und bitte nicht bse sein Lemmy.(Mario)

Motrhead

Im Anschluss sah ich dann auch noch drei Stcke von Motrhead, was mich dann aber noch einmal doppelt darin besttigte, dass es gut war Carcass geschaut zu haben. Lemmy wirkte kraft- und saftlos und man hatte mehr Angst um ihn, als dass es mich gefreut htte ihn zu sehen. Um das Kraftlose zu berspielen, drehte man die Anlage einfach brllend laut auf, was aber auch nur bedingt half. Ich befrchte, dass die groen Zeiten einfach rum sind, aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil berzeugen und berraschen. Es war ja auch nur ein sehr kurzer Eindruck.(Mario)

Es war ein einziges Trauerspiel. Lemmy wurde mit einem Rohr mit khler und frischer Luft angepustet, um irgendwie den Set ber die Bhne zu bekommen. Irgendwie ist mir klar, dass Lemmy nur auf der Bhne sterben kann, alles andere ist vllig undenkbar. Aber ich mchte an diese Tag einfach woanders sein. Ich wnsche Mister Kilmister nur dae Beste und hoffentlich noch ein langes Leben, aber vielleicht sollte er sich das nochmal mit den Live Auftritten berlegen.(Marc)

Slayer

Wurde im Vorfeld noch viel geunkt, dass es keinen wrdigen Headliner fr den 25. Geburtstag gab, muss man im Nachhinein sagen, dass der Slayer Auftritt diesem Anlass absolut wrdig war. Eine geile Setlist, eine Mrder Bhnenshow, die es ansonsten nur in den Staaten zu sehen gibt, und vier Leute, die richtig Bock auf diesen Auftritt haben. Als Slayer Fan gibt es nicht mehr viel, um dem Himmel (oder Hlle) so nah zu sein. Zwei riesige umgedrehte Kreuze aus Marshall Verstrkern, aus denen Feuer kommt oder die komplett in Flammen stehen, dazu weitere Feuertpfe am hinteren Bhnenrand, und mit Vorliebe die gesamte Stage in rotes Licht getaucht. Ein geiles Schauspiel! Der Einstieg mit "Hell Awaits", "The Antichrist" und "Necrophiliac". Richtig stark, lediglich dass der Sound ein klein wenig zu leise am Anfang ist, und das ein groer Teil des Publikums vllig lethargisch den Auftritt mitverfolgt, trben dieses absolute Highlight. Weiter ging es mit "Mandatory Suicide", "Hate Worldwide" und "War Ensemble". Tom Araya war ja noch nie ein groartiger Entertainer am Mikrofon, und das sollte sich auch an diesem Tag nicht ndern. Ein leichtes Lcheln, ein paar Blicke ins Publikum, dass war es dann auch schon. Die wilde Fahrt ging ohne Kompromisse weiter."Postmortem", "Captor Of Sin" und "Disciple", danach dann noch "Season In The Abyss", "Born Of Fire" und "Dead Skin Mask". Es war die pure Freude. Und so, wie sich das Quartett auf der Bhne prsentierte, kann man das Werben von Kerry King um Gary Holt als festes Mitglied bei Slayer gut vorstellen. "Raining Blood" und "Black Magic", und dann war es auch fast schon wieder vorbei. Es folgten natrlich noch "South Of Heaven" und "Angel Of Death", dann war Feierabend. Es war einfach nur groartig, und fr mich der absolute Hhepunkt des Festivals!(Marc)

Demonic Resurrection Demonic Resurrection

Samstag

Ein weiteres Beispiel gefllig, warum das Festival mehr Zirkus als Metal ist? Weil so unfassbar unlustige Menschen wie Bembers hier auftreten drfen. Mit welchem Recht? Keine Ahnung. Ein schmierbuchiger Typ, der mit stark hessischem Dialekt Pups- und Peniswitze auf der Bhne ablsst. Wenn man schon Niveaulimbo betreibt, dann bitte gleich Fips Assmussen auf die Bhne holen.(Marc)

Demonic Resurrection

Unsere Freunde aus Indien halten fr Ihr Land die Metal Fahne hoch. Und dass haben sie trotz der widrigen Umstnde richtig gut gemacht. Vielleicht 100 Leute finden sich vor der Bhne wieder, aber dass die Wacken Orga Leute keine gutes Hndchen haben, was die Uhrzeiten und Platzierungen der einzelnen Bands angeht, haben sie immer wieder zur Genge unter Beweis gestellt. Der melodische Death Metal der Jungs aus Mumbai knallt auf jeden Fall richtig gut aus den Boxen, und wer auch mit technisch eher filigranen Songs was anfangen kann, der sollte sich einmal nher mit der Band beschftigen. An Ihrem Auftritt gibt es absolut nichts auszusetzen, Songs wie "The Demon King" oder auch "Trail Of Devastation" sind Nackenbrecher erster Gte. Ein starker Auftritt, und wir hoffen einfach mal, das wir die Band unter anderen Umstnden ganz schnell wieder auf europischen Bhnen sehen knnen.(Marc)

Arch Enemy

Nach dem Ausstieg von Angela Gossow bei Arch Enemy hatte ich als groer Fan ziemlich Angst, dass dieser Verlust live zu schwer wiegen knnte, auch wenn das neue Album mehr als nur Hoffnung gab. Um so berraschter war ich dann als Arch Enemy nicht mit einem neuen Song von der aktuellen Platte "War Eternal" begannen, sondern sofort mit "Yesterday Is Dead and Gone", also einem typischen Angela Song. Aber die berlegung war gut, denn so konnte Alissa White-Gluz sofort alle Zweifel ausrumen, ob sie die alten Songs rbergebracht bekommt oder nicht. Arch Enemy Als wrde man es gerade darauf anlegen den Vergleich herauszukitzeln und zu unterstreichen um allen Kritikern das Maul zu stopfen, spielte man dann auch konsequent vor allem alte Stcke und gerade mal zwei von dem neuen Silberling. Das blaue Energiebndel machte das richtig stark, egal ob bei "Dead Eyes See No Future", "No Gods, No Masters", "We Will Rise" oder "Nemesis" - das war brenstark. Damit war es auch nicht verwunderlich, dass das Publikum abging. Ja, es klingt ein wenig anders mit Alissa, aber es ist immernoch Arch Enemy und das mit all der musikalischen Seele, die die Band ausmacht. Dass die Band instrumental ber jeden Zweifel erhaben ist, braucht man eigentlich gar nicht zu erwhnen. Arch Enemy stellten vor allem Eines klar: Die Zeiten, in denen man ernsthaft um 12 Uhr spielen musste, werden bald wieder vorbei sein. Das Gelnde vor den Bhnen war trotz der relativ frhen Uhrzeit gerammelt voll. Arch Enemy haben Headliner Status und sie bewiesen auch um diese Uhrzeit warum. Das sah das Publikum genauso: Crowd Surfer ohne Ende, so dass es schon echt nervig wurde und berall begeisterte Gesichter. Arch Enemy sind zurck, und wie!(Mario)

Sodom

Als wollte der Metal Gott mir Recht geben, dass Arch Enemy Headliner Status hat und fr einen 12 Uhr Slot vllig ungeeignet ist, leerte sich das Infield schlagartig zum Schaden von Sodom. Das hatten sie nicht verdient, denn die Jungs und Onkel Tom erledigten ihren Job gewohnt gut und kompromisslos. Man kaufte der Band dabei fraglos ab, dass es keine hohlen Phrasen sind, wenn sie sagen, dass sie gerne zum geilsten Metal Festival der Welt kommen. So thrashten sich Sodom mit Songs wie "Agent Orange", "In War and Pieces", "The Saw Is the Law", "Der Wachturm" und zum Schluss "Ausgebombt" durch die lange Bandhistorie. Dabei bewiesen Sodom, dass sie sich den Platz im deutschen Metal Olymp mehr als verdient haben. Manchmal finde ich es schade, dass sich Onkel Tom an Wetttrink-Wettbewerben beteiligt, wie dieses Jahr in Wacken wovon das Festival PR-mig meiner Meinung nach weit mehr hat als er. Klar ist Onkel Tom bekannt dafr, dass er trinkfest ist und das gehrt auch zum Image ohne Frage. Aber Trinkwettbewerbe haben, wie ich finde, irgendwie was Unwrdiges - ohne jemandem zu nahe treten zu wollen. Sie lenken meiner Meinung nach vor allem davon ab, was Tom Angelripper wirklich ist: Der Kopf von Sodom, einer Band, die zu den groen vier Metal Bands in Deutschland gehrt und das seit mehr als 20 Jahren. Warum das so ist, bewiesen sie auch 2014 vor allem auf der Bhne und nicht an der Theke. Tolles Konzert der alten Recken von Sodom.(Mario)

Sodom Sodom

Behemoth

Todesmetal aus Polen nachmittags bei strahlendem Sonnenschein und 30 Grad im Schatten ist etwas schwer zu vermitteln und man kommt einfach nicht richtig in Stimmung. Aber wem sag ich das? Ich denke auch die Musiker werden wenig begeistert darber gewesen sein, dass ihnen stndig die Schminke des Face Paintings in die Augen gelaufen ist. Abgehalten hat es sie aber selbstverstndlich nicht davon den schwer anmutenden Death und Black Metal Sound ber die Boxen zu verbreiten. Wie es sich gehrt, zog man dann auch das komplette Programm durch, das zu dieser Musik gehrt: Brennende Kreuze, Hetzen ber das verlogene Christentum u.s.w. Auch wenn der Anfangssound etwas verwssert klang, lieferten Behemoth eine klasse Performance ab. Der Slot war aber dennoch mehr als unglcklich gewhlt. Fr so eine Band braucht man Dunkelheit, sonst funktioniert das Ganze einfach nicht richtig. Die Pyroeffekte, das dstere Ambiente und der bsartige Sound gehen einfach unter. Es fhrt ausserdem zu seltsamen Gedankenspielen wie z.B. "Will ich jetzt lieber Blut trinken oder doch lieber ein Erdbeereis?". Deshalb begeisterte mich an diesem Tag zwar die Band, aber nicht der Auftritt, was aber wie gesagt nur an der Uhrzeit und dem Wetter lag.(Mario)

Devin Townsend

Auch zwei Stunden spter war mein rger ber den Sound noch nicht verflogen. An allen Tagen hat bis auf ein paar Kleinigkeiten der Sound zu jeder Zeit auf den Bhnen gestimmt. Dafr an die zustndige(n) Crew(s) ein dickes Kompliment. Aber ausgerechnet beim Metal Professor versagten irgendwie sowohl Technik als auch Techniker komplett und man brauchte fast die Hlfte des Konzertes um es wieder in den Griff zu bekommen. Keine Ahnung was da passiert war. Was das fr einen Musiker wie Devin Townsend, der sich auf einem so hohen spielerischen Niveau befindet, bedeutet, brauche ich seinen Anhngern und unseren fachkundigen Lesern sicher nicht zu erklren. Es war ein Desaster. Der Bass-Sound war dermaen laut, dass man es direkt vor der Bhne kaum aushielt. Mal davon abgesehen, dass es so auch weiter entfernt whrend der Doublebass Passagen unmglich war die wichtigen Feinheiten der Songs heraushren zu knnen oder berhaupt ein Instrument klar erkennen zu knnen. Was kann man also Positives mitnehmen? Als der Sound stand, war es episch und man konnte in jeder einzelnen Sekunde die Genialitt der Stcke und der Musiker heraushren. Kreativitt bis unter die Haarspitzen. Ausserdem hat Mr. Townsend eine Stimme, die jederzeit dazu in der Lage ist seinen Zuschauern Gnsehaut zu bereiten, was er bei mir mit dem Song "Grace" wiederholt schaffte. Dazu ist Devin auch noch megasymphatisch und wirkt schon fast ein wenig schchtern in manchen Momenten. Noch dazu kam er whrend des gesamten Auftrittes mit einem einzigen "Fuck" aus. Ist das dann berhaupt noch Metal? Nur schade, dass der Sound am Anfang so schlecht war, denn ansonsten war das wirklich beeindruckend.(Mario)

Hatebreed Hatebreed

Hatebreed

Wie in jedem Jahr darf auch eine der greren, eher Hardcore lastigen Bands auf dem Festival eine Bhne entehren. In diesem Jahr waren es Hatebreed, und ich musste nach einer halben Stunde zugeben, dass die Jungs um Jamey Jasta ihre Sache richtig gut machten. Der Moshpit hinterlie einen kleinen Sandsturm vor der Bhne, soviel war da los. Die Songs luden aber auch frmlich dazu ein, nochmal richtig die Sau rauszulassen. "This Is Now", "Honor Never Dies" oder "Destroy Everything" sind schon amtliche Kracher. Der Sound war richtig fett und fertig war ein beeindruckender Auftritt von Hatebreed.(Marc)

Emperor

Fr ein paar wenige Live Auftritte hat man sich also noch einmal fr eine Live-Reunion zusammen getan und spielte auf dem Wacken Open Air eine spezielle Jubilums-Show. Hierbei spielte man alle 8 Songs des Erstlings "In the Nightside Eclipse". Mit Emperor hatte ich bis jetzt noch wenig Berhrungspunkte, aber der Black Metal schlug sofort bei mir ein. Was Behemoth ein wenig fehlte, hatte Emperor eindeutig mit im Gepck: Einen guten Keyboarder, der der Sache eine richtig gute dstere Atmosphre gab. Da es auch so langsam dunkel in Wacken wurde, kam man im Gegensatz zum Nachmittag auch schneller in Stimmung. Im Gegensatz zu den Polen verlieen sich die Black Metaller aus Norwegen bezglich ihres Outfits auf ganz normale Straenkleidung, die schon fast brav wirkte. Der Sound und die Stcke waren es aber berhaupt nicht. Krank und Dster trieben die Klnge ber das Gelnde und zogen die Besucher in ihren Bann. Snger und Gitarrist Vegard "Ihsahn" Tveitan hat eine geniale Stimme, die nicht besser zu den Riffs passen knnte. Was lernen wir daraus? Man muss also nicht immer bse aussehen, um so zu klingen, sondern das musikalische Klangbild muss stimmen und das hat es bei diesem Auftritt. Ein tolles Massaker, das Emperor auf der "Black Stage" veranstaltete und damit der Bhne und ihrem Namen alle Ehre machte. Als letzten Song spielten die Norweger dann das Bathory Cover "A Fine Day to Die". Mit diesem Grundgedanken machte ich mich dann auch zurck auf den Heimweg. Megadeth htte es dann durch einen - wenn auch nur kurzen - Eindruck eines wirklich schlechten Konzerts fast noch geschafft mir das durchaus positive Gefhl kaputt zu machen, aber dazu kann euch Marc mehr erzhlen, der das zweifelhafte Vergngen hatte das ganze Megadeth-Konzert zu sehen.(Mario)

Emperor Emperor

Megadeth

Tja, eine Show von Megadeth anzuschauen ist und bleibt ein Glcksspiel. Und heute hatten wir leider eine Niete gezogen. Das allererste Mal in Wacken und dann ein voller Griff ins Klo. Das muss man als Headliner am Samstag Abend auch erst einmal schaffen. Direkt zum Start gab es massive technische Probleme. Dass dies einen feingeistigen Menschen wie Dave Mustaine aufs Gemt schlgt, muss man eigentlich nicht mehr erwhnen. Aber Dave war wohl vorher auch schon etwas schlecht drauf, denn als die Probleme aus der Welt geschafft wurden und wir dann auch die ersten Riffs und Takte eines Lieds hrten, schauten wir uns alle mit rtselnden Blicken an. Welcher Song ist denn das? Nach dem vermutlich ersten Refrain mutmate einer, dass knnte "Hangar 18" sein. Und tatschlich konnte man am Schluss sich einigen, dass es dieses Lied wohl sein sollte.
Dave Mustaine wirkte ziemlich bocklos und angetrunken. Granaten wie "Peace Sells" oder "Symphony Of Destruction" wurde recht lieblos runtergeholzt und teilweise sogar mit amtlichen Verspielern versehen. "Sweating Bullets" konnte man gerade noch so als ordentlich durchwinken, da gab es mit "Trust" den nchsten Rohrkrepierer. Und warum man bei so einem Auftritt noch eine Cover von Thin Lizzy ("Cold Sweat") spielen muss, ist mir auch ein Rtsel.
Es war eher ein Auftritt, der ungewollt komisch war. Auch unterhaltsam, aber gewiss nicht so wie es Onkel Dave gehabt htte. Zum Ende gab es dann noch "Holy Wars", und dass war es dann auch schon. Und auch fr mich hie es nun ab nach Hause!(Marc)

Als Fazit mchte ich eigentlich gar nicht mehr soviel sagen. Wre das rtchen Wacken nicht so nah an meinem Wohnort gelegen, ich wre sehr wahrscheinlich dieses Jahr nicht hingefahren. Und ob ich nchstes Jahr dabei bin, mchte ich doch stark bezweifeln. Die Tickets waren diesmal nach nur 12 Stunden weg, und es stehen vielleicht 10 Bands fest. Das allein gengt schon, um dieses Festival in Zukunft zu meiden. Es msste schon ein richtiges musikalisches Schwergewicht antanzen, dass ich meine Meinung noch ndere. Es gibt so viele andere Festivals, nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa, bei denen es vielleicht doch mehr um die Musik und um die Fans geht, als nur um die Knete.(Marc)








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