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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing RAGE, TRI STATE CORNER, LION TWIN
Ort Andernach, JUZ
Datum 05.09.2014
Autor Thorsten Ritter & Mario Loeb
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30 Jahre RAGE, na wenn das mal kein Grund zum Feiern ist. Zwar hatte mich der letzte regulre Output "21" nicht so vom Hocker gerissen, aber anlsslich des runden Geburtstages erwartete ich ein Best-of-Programm mit jede Menge Klassikern und so zog es mich an einem sonnigen Freitag-Abend nach langer Abstinenz mal wieder nach Andernach ins JUZ. Lion Twin Lion Twin Mit TRI STATE CORNER war dann auch die Band des ehemaligen RAGE-Drummers Christos "Efti" Efthimiadis am Start, was auf einen gemeinsamen Auftritt bei einem Song aus seiner ra hoffen lie. Auerdem war es eine prima Gelegenheit zwei My Revelations-Kollegen mal (wieder) persnlich zu treffen, um ein wenig zu quatschen und zu fachsimpeln. Also, ab gen Norden. Aufgrund des tollen Wetters und den warmen Temperaturen war es vorm JUZ jedoch noch nicht allzu voll, als ich kurz vor Beginn des Einlasses dort aufschlug. Okay, Abwarten und Bier trinken.(Thorsten )

LION TWIN

Als LION TWIN aus Wuppertal um 20 Uhr auf die Bhne mussten, war es noch nicht merklich voller geworden. Anscheinend genossen viele die sonnig-warmen Stunden im Freien. Mir sagte die sympathische Truppe mal wieder Nichts, da ich die Touren von U.D.O. und AXXIS dieses Jahr, bei den das Quartett im Vorprogramm spielte, verpasst hatte. Ich befrchtete zwar das Schlimmste, da ich das Review meines Kollegen Mario zum U.D.O.-Auftritt im Vorfeld gelesen hatte, aber glcklicher war dem nicht so. Die Musiker um Sngerin Li und Gitarrist Jan Koemmet, welcher poste als gbe es kein Morgen mehr, legten sich jedenfalls von Beginn an ordentlich ins Zeug und wurden von den wenigen Anwesenden mit reichlich Zustimmung bedacht. Die Songs, welche von der Band selbst als Metal-Pop bezeichnet werden, rockten dann auch ordentlich und waren somit ein guter Start in den Abend. Mir gefiel vor allem die angenehme und rockige Stimme von Sngerin Li, welche durchaus zu gefallen wusste. Leider war fr die Frontfrau kein Platz auf der ohnehin schon beengten Bhne, da dort bereits das Drum-Kit von Andre Hilgers stand. Egal, der Fnfer machte aber aus den Verhltnissen das Beste und verabschiedete sich mit dem starken Doppel "Occupy!" und "Day Of Anger", welches auf Platte von Udo Dirkschneider untersttzt wird. Daumen hoch und abwarten, wie sich die Truppe mit dem zweiten Album entwickelt.(Thorsten )

Tri State Corner Tri State Corner

TRI STAT CORNER

Nach kurzem Umbau durften TRI STAT CORNER gegen 21.00 Uhr loslegen und verbreiteten mit der von Janni gespielten Bouzouki direkt ein wenig sdlndisches bzw. griechisches Flair. Zudem hatten sich ein wenig mehr Fans in die warmen Rumlichkeiten des JUZ verirrt; also eigentlich perfekte Voraussetzungen fr die kommenden Minuten. Ich konnte der Mucke der Band rein gar nichts abgewinnen und wurde berhaupt nicht warm mit den Songs, obwohl handwerklich Alles gut gemacht war. Die Mischung verschiedenster Elemente ging nicht an mich und so trat ich die Flucht nach vorne bzw. drauen an. Von hier konnte ich zwar den ein oder anderen netten Ansatz vernehmen, aber wieder zurck zog es mich deswegen nicht. Glcklicherweise sah das restliche Publikum das anders, hatte Spa und feierte das Quintett ordentlich ab. Geschmcker sind glcklicherweise verschieden.(Thorsten )

RAGE

Es war angerichtet vor einer gut gefllten Halle als Peter "Peavy" Wagner, Victor Smolski und Andr Hilgers die Bhne betraten. Optisch gab es bis auf eine groe, weie Leinwand, auf die das Rage-Logo projiziert wurde, nicht viel zu Bewundern. Aber wenn man ehrlich ist: Wer braucht schon eine groe Bhnendeko, wenn die Power Metal Legenden aus Nordrhein-Westfalen auf der Bhne stehen? Und dass Rage eine richtig gute Bhnenausstrahlung haben, ist ja bekannt. Dem gebten Beobachter fiel aber sofort auf, dass es ein Instrument mehr auf der Bhne zu bestaunen gab, denn vor dem Schlagzeug standen einige herrenlose Kongas bereit. Desweiteren gab es drei Hocker. Kongas, Sthle und Power Metal? Was ist denn hier los? Die Herrn werden ja wohl nicht so alt geworden sein, dass sie sitzen mssen? Nein, ich kann alle Leser beruhigen, soweit ist es noch nicht. Lediglich war der Anfang des Konzertes sehr ungewhnlich, denn man startete mit einem 15-mintigen Akustik-Set und ergnzte die normalerweise dreikpfige Band mit Lucky, der die Kongas bediente. Ich war erst einmal skeptisch, ob das der richtige Weg ist Stimmung in die Bude zu bekommen. Aber schon beim Opener "Into the Light" war das Publikum sofort zur Stelle. Es folgten "Feel my Pain" und "Turn the Pages" und zum Abschluss "Empty Hollow". Schon in dieser Anfangssequenz bewiesen die Musiker ihre Extraklasse und zeigten mit sehr viel Gefhl, dass man auch ruhig starten und trotzdem das Publikum auf seine Seite ziehen kann. Akustisch stimmt brigens nicht ganz, denn Peavy und Viktor griffen schon auf ihre E-Instrumente zurck, die dank Effektgerten aber auf akustisch getrimmt waren. Rage Rage Alles in Allem war es ein wirklich toller Einstieg und Rage verlieen anschlieend noch einmal fr etwas 10 Minuten die Bhne mit dem Versprechen gleich noch richtig Krach zu machen. Das zweite Set begannen sie dann mit "Carved in Stone" und sowohl Rage als auch die Soundtechnik glnzten sofort mit einem tollen Sound. Kraftvoll und sichtlich gut gelaunt prsentierten sich Rage in Hchstform. Dabei htte ihnen fast die Kraft dazu gefehlt, wie ich in ihrem hausinternen Bandtagebuch spter las, bekam die Crew zum Frhstck vom externen Promoter doch nur gerade mal 10 Brtchen gebracht. Das ist dann wohl doch etwas wenig fr eine ganze Crew. Aber zum Glck konnte das Frhstcksproblem gelst werden und so konnte sich Rage getragen von den Fans durch die Setliste rocken. Ob "Sent by the Devil" am Anfang, "Enough is Enough" zur Mitte oder gegen Ende der Mega-Klassiker "Straight to Hell" - Rage ist eine hammermig eingespielte Band. Ausserdem haben sie mit Viktor Smolski einen Ausnahmegitarristen, der zu jedem Zeitpunkt immer wieder kleine Highlights setzen kann und immer wieder mit seinen Soli den Power Metal auf die nchste Stufe hebt. Selbstverstndlich gab es bei "Unity" auch ein ausgedehntes Gitarren- und Drum-Solo. Wie gut das Publikum im Gegenzug an diesem Abend drauf war, bewies es dann auch und untersttzte "Straight to Hell" ein ums andere Mal mit lautstarken "One More"-Gesngen. Peavy lobte das Andernacher Publikum dann auch regelmig und unterstrich, dass man es im Juz aber auch nicht anders gewohnt sei. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass er es in Andernach leider auch gewohnt sei, dass es immer extrem warm ist und es auf der Bhne gefhlte 70 Grad hatte. Peavy hatte Recht. Es war in der Halle, obwohl ich sie schon voller erlebt habe, extrem hei und stickig an diesem Abend. Das Konzert endete dann mit "Higher than the Sky" in dem sich Rage und Publikum noch einmal von ihrer Schokoladenseite zeigten. Das Publikum sang auf Bitten der Band den Refrain in Dauerschleife und Rage spielten dann einfach andere Songs darber, wie beispielsweise "The Wall" oder den Soundtrack von Rocky. Das war schon groes Kino, wie alle mitzogen und es hundertprozentig passte. Ich habe selten ein so gut aufgelegtes Publikum/Band-Gemisch und das Juz selten so aus den Huschen erlebt, wie an diesem Abend. Die Recken des Deutschen Power Metals wurden selbstverstndlich nicht ohne Zugabe von der Bhne gelassen. Sie kamen dem Wunsch des Publikums nach mehr auch gerne mit den Songs "Set this World on Fire" und "Soundchaser" nach. Auch hier lie sich Rage vom Publikum mitreien und spielte zwischendurch immer wieder andere Klassiker an wie "Behind blue eyes" von The Who oder sie alberten mit dem Publikum herum. Ein wrdiger Abschluss eines brenstarken Konzerts von Rage, das wirklich keine Wnsche offenlie. Rage ist live ein berflieger und man kann nur jedem raten sich das Ganze mal anzusehen. Rage bewies, dass es nicht viel an Bhnenlicht und Effekten braucht um eine gute Metal Show auf die Beine zu stellen, sondern dass Leidenschaft, voller Einsatz und der Spa an den eigenen Liedern viel wichtiger sind. Etwas schade fand ich, dass sich leider nur noch Victor zum Schluss am Merchstand fr ein paar Unterschriften einfand, so dass ein paar Fans traurig zurckblieben, weil sie nur ein Autogramm auf der Karte hatten. Ich kann zwar verstehen, dass man nach so einer extremen Hitze und Anstrengung einfach nur unter die Dusche will und auch erstmal verschnaufen muss und es dann schwer fllt sich nochmal aufzuraffen, aber gerade die Fans in Andernach htten es verdient gehabt, dass alle Bandmitglieder sich noch einmal kurz fr eine halbe Stunde blicken lassen um den Fans die hei begehrten Unterschriften und Fotos zu ermglichen. Das ist kein wirklicher Vorwurf, weil ich die Grnde nachvollziehen kann, aber es wre einfach eine sehr nette Geste gewesen, denn das Publikum hatte sich das wie schon gesagt mehr als verdient an diesem Abend. Dafr gibt es neben einem Lob fr den Auftritt von Rage von mir auch noch einmal ein Sonderlob ans Publikum. Toller Abend. Dank Rage und Danke Andernach.(Mario)

Akustik Set:

  1. In To The Light
  2. Feel my Pain
  3. Turn The Page
  4. Empty Hollow

Metal-Set:

  1. Carved In Stone
  2. Sent By the Devil
  3. War Of Worlds
  4. Great Old Ones
  5. Enough Is Enough
  6. Invisible Horizons
  7. Down
  8. Unity
  9. Forever Dead
  10. Straight To Hell
  11. The Missing Link
  12. Don't Fear The Winter
  13. Higher Than The Sky
  14. Set This World On Fire
  15. Soundchaser





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