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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing DRONE, ARTAS, STAGEWAR
Ort Nachtleben, Frankfurt am Main
Datum 2014
Autor Sebastian Braun
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Ein Dienstagabend ist nicht gerade der dankbarste Termin fr ein Konzert. Das alte Wochenende ist noch nicht ganz verdaut und die Arbeitswoche ist nicht mal halb vorbei. Aber seis' drum, ein Konzert im berhmt-berchtigten Keller des Nachtleben in der Frankfurter Innenstadt kann einem die Woche durchaus versen, zumal die Mannen von Drone fr eine ordentliche Portion stahlharten Metal stehen.

Stagewar

Den Auftakt machen die Jungs von Stagewar um kurz vor 21:00 Uhr. Und obwohl die schwarze Nachtleben-Grotte noch recht leer ist, macht die Band keine Kompromisse und steigt gleich voll ein. Und zum einheizen ist die Combo auch gut zu gebrauchen, da sie schnellen Thrash-Metal im Stile der alten Metallica Alben spielen. Der Gitarrist huscht mit seinen Fingern ber das Griffbrett seiner Gitarre, mit dem Korpus in den Farben der griechischen Flagge, dass es einen Augen- und Ohrenweide ist. Und da der Rest der Band auch weis, wie die eigenen Instrumente zu bedienen sind, schaffen es die Jungs auch, die langsam eintrudelnden Besucher zu berzeugen und so grooved schon eine kleine aber feine Menge vor der Bhne mit, als nach etwas ber einer halben Stunde die Band das letzte Lied anstimmt und die erste Pause des Abends dazu einldt, sich mit Getrnken zu versorgen.

Artas

Um kurz vor Zehn kommt dann nach einer Umbauphase und einem Soundcheck Artas als zweite Band des Abends auf die Bhne. Die Truppe macht eine Mischung aus Metalcore und Nu-Metal. Dazu singen die beiden Snger teilweise auch deutsche und spanische Texte. Stellenweise ist etwas Rap-artiger Sprechgesang dabei. Auf mich wirkt das Ganze etwas wie Metalcore mit Hip Hop Attitden. Die Bandmitglieder kommen mit schwarzen Masken im Gesicht auf die Bhne, ein Bandshirt am Merch-Stand trgt den Schriftzug "ARTAS macht Stress!" und ein Lied heit "Fick Das Fett". Das alles wirkt auf mich ziemliche Poser-mig und musikalisch kommt leider nicht so viel dabei rum. Die Riffs scheinen sich bei den Liedern recht schnell zu wiederholen und die Songstrukturen wirken auf mich auch nicht gerade abwechslungsreich. Der Menge scheint es jedoch zu gefallen, denn der Platz vor der Bhne ist mit Menschen gefllt, die zu den Stcken mitgehen und die Band bekommt auch einiges an Applaus nach den einzelnen Liedern. Aber die Geschmcker sind nun mal verschieden und so kommt es, dass nach ca. einer Dreiviertelstunde, als die Band von der Bhne geht, einige Besucher ordentlich johlen, whrend andere vermutlich froh waren, da es jetzt endlich mit Drone weitergehen kann.

Drone

Nach einer kurzen Umbaupause kommen dann die Jungs von Drone auf die Bhne. Die Jungs aus Celle sind mit ihrem vierten Longplayer, der den einfachen Namen "Drone" trgt, auf "Hammered, Fucked And Boozed Tour". Und was die Band im Untergrund Frankfurts zeigt kann sich sehen lassen. Die Stcke sind sauber gespielt und es gibt eine gelungene Mischung aus alten Songs und Stcken von der neuen Platte. Besonders positiv sticht fr mich die Spielfreude der vier Jungs hervor. Man merkt, dass jeder hier seinen Spa hat und mit Freude bei der Sache ist. Auch entpuppt sich die Band als sehr authentisch auf der Bhne und hat keine Berhrungsngste mit den Fans. Und obwohl leider recht viel Platz vor der Bhne ist, weil nur ca. 50 Leute den Weg ins Nachtleben gefunden haben, ist die Stimmung sowohl im Publikum, als auch auf der Bhne sehr gut. Auch wird der freie Platz effektiv genutzt, da es immer wieder zu Circle Pits kommt. Drone stellt hier eindrucksvoll unter Beweis, dass sie fr Circle Pit und Mospit den passenden Soundtrack liefern knnen. Mit ordentlich Carraro kommt der Sound aus den Boxen und die etwas melodischeren Parts der Stcke werden von den Fans genutzt um wieder Kraft fr den Pogo zu tanken. Und so kommt es auch, dass nach ca. einer Stunde Spielzeit die Menge auch noch lautstark eine Zugabe fordert, die die Jungs um Snger Mutz auch gerne und bereitwillig geben.

Drone

Etwas schade war, dass sich nicht mehr Leute zu dem Konzert eingefunden haben. Das Nachtleben sorgt, gerade wenn es voll ist und der Schwei von der Decke tropft, fr unvergessliche Konzertmomente. Aber trotz alledem lieen sich Fans und Band die Freude an dem Abend nicht nehmen und somit drfte es fr alle Beteiligte ein erquickender Abend gewesen sein.














Stagewar Artas Artas Drone

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