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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing PRONG, KLOGR
Ort Hamburg, Knust
Datum 17.04.2014
Autor Marc Schallmaier
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Die Amerikaner von PRONG waren Mitte der neunziger Jahre ein echtes Aushngeschild im Metal. Viele groe Bands der damaligen Zeit und auch noch heute (KORN, NINE INCH NAILS etc.) haben oft beteuert, wie wichtig PRONG fr ihre eigene Musik waren, Nach Ihren Erfolgsalben "Beg To Differ", "Prove You Wrong" und "Cleansing" wurde es aber ruhiger um die Truppe um Snger und Gitarrist Tommy Victor. Man verffentliche noch "Rude Awakening", aber das mediale Echo und das der Fans blieb zu groen Teilen aus.
Erst 2003 gab es neues Futter, so richtig aufmerksam wurde man aber erst vor 2 Jahren wieder auf die Band, als mit "Carved In Stone" ein Album kam, dass auch bei vielen alten Fans offene Tren eintrat. Zum neuesten und Silberling gab es nun auch eine Tour, die natrlich auch in Hamburg am Start war.

Klogr Klogr

Bevor man aber in Erinnerungen schwelgen durfte und schauen wollte, ob die neuen Stcke auch live kompatibel sind, musste man die italienische Vorband KLOGR ber sich ergehen lassen. Die Musik passte nicht im entferntesten zu PRONG, und obendrein war sie auch noch vllig belanglos und austauschbar. Keine Ahnung, wer die Band da hingebucht hat, aber einen Gefallen hat man dem Quintett bestimmt nicht getan. Die wenigen Zuschauer, die in der Halle waren, verzogen sich relativ zgig wieder in den Vorraum oder an die frische Lust. Die Band merkte auch relativ schnell das Desinteresse der Zuschauer und lie sich davon leider runterziehen. Die gut 45 Minuten zogen sich wie ein extrem schlechter Kaugummi und so hielt ich es ebenfalls fr sinniger, noch einmal vor der Tr krftig durchzuatmen.

Als die Umbaupause nahezu beendet war und ich das erste Mal verstohlen auf die Setlist linste, machte sich eine wohlwollende Entspannung in mir breit, und das dicke Grinsen auf meinem Gesicht sollte bis zum Ende des Auftritts nicht verschwinden. Da standen satte 21 Stcke, und es fehlte auch nicht ein einziger Hit. Das wird ein Spa! Und ja, das wurde es tatschlich. Tommy Victor, Jason Christopher am Bass und Art Cruz am Schlagzeug hatten richtig Bock. Whrend Onkel Tommy den Entertainer mit netten Ansagen und Einheizer Qualitten gab, blieb der Mann an den tiefen Tnen eher die coole Sau, der sich auch mal eben eine Kippe anzndete und munter weiterspielte. Dazu rhrte Art Curz die Kessel und mauerte auch nur jedes noch so kleine Soundloch zu. Es strte auch gar nicht, dass eine zweite Gitarre fehlte. Die wenigen Soli spielte Tommy Victor routiniert runter, whrend Jason Christopher die entsprechende Untersttzung lieferte. Das Publikum, heute eher im mittleren Alter, brauchte so vier bis fnf Songs bis das Eis endgltig brach. Danach wurden Kpfe geschttelt, kleine Moshpits gestartet oder andere Krperteile bewegt. Prong Prong Dass das Knust heute nicht ausverkauft war, lag an dem doch ppigen Restprogramm in Hamburg. GAMMA RAY im Docks, EKTOMORF im Logo, DEVIL DRIVER im Grnspan, und in der Markthalle war auch noch eine Veranstaltung. Kann man nix machen, manchmal wnsche ich mir einen runden Tisch der entsprechenden Booker, damit solche berschneidungen in Zukunft nicht mehr passieren.
Zurck zu PRONG, die ihre Setlist mit Bedacht gewhlt haben, denn so wurden alte Gassenhauer wie "Beg To Differ", "Whose Fist Is This Anyway" oder auch "Broken Piece" mit neueren Stcken wie "Ruining Lives" oder "Carved Into Stone" vermischt. Der Sound war erstklassig, drckte richtig dick aus den Boxen und verpasste der Musk von PRONG genau die richtige Breitseite. Die Temperaturen im Knust gingen steil nach oben; Band und Publikum schwitzen nicht nur um die Wette, nein, man feuerte sich auch noch gegenseitig an. Zum Ende gab es dann die ganz dicken Kaliber. "Snap Your Fingers, Snap Your Neck", "Prove You Wrong" und "Dark Signs", meine Fresse, mehr ging nicht.
So ging das Konzert dann auch nach ber 100 Minuten zu Ende, und enttuschte Gesichter suchte man vergebens. Ein ganz starkes Konzert war zu Ende, und alle die da waren werden das nicht so schnell vergessen. Und noch ein Satz zur Spielzeit. Da kann sich so manch moderne Kappelle, die der Meinung sind als Headliner wrden auch 70 Minuten reichen, mal eine ganz dicke Scheibe von abschneiden.

Setlist:PRONG

  • For Dear Life
  • Beg To Differ
  • Irrevelant Thoughts
  • Uncoditional
  • Eternal Heat
  • Lost & Found
  • Ruining Lives
  • Third From The Sun
  • Cutrate
  • Rude Awakening
  • Turnover
  • Carved Into Stone
  • Broken Piece
  • Another Wordly Device
  • Whose Fist
  • Snap Your Fingers
  • Power Of The Damager
  • Close The Door
  • Dark Signs
  • Revenge Best Served Cold
  • Prove You Wrong





Prong Prong Prong Prong Prong Prong



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