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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SONATA ARCTICA & TRICK OR TREAT
Ort Colos-Saal, Aschaffenburg
Datum 21.04.2014
Autor Thorsten Ritter
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Das verlngerte Wochenende - Ostern sei Dank - neigte sich dem Ende und sollte mit dem heutigen SONATA ARCTICA-Konzert seinen Abschluss finden. Also, bei noch strahlendem Sonnenschein mit meiner Freundin nach Aschaffenburg ins Colos-Saal. Mit dem aktuellen Output "Pariahs Child" haben die Finnen glcklicherweise wieder eine starke Scheibe am Start und somit erneut meine Aufmerksamkeit geweckt, denn sptestens seit "Unia" hatte ich die Band ein wenig aus den Augen verloren. Auch der fr mich letzte Auftritt auf dem Rock Hard Festival 2010 hatte keine positiven Erinnerungen hinterlassen, da der Set zu wenig Dynamik hatte; es gab zu viel Speed und zu wenig Mid-Tempo. Mittlerweile geht es musikalisch wieder ein wenig Back to the Roots, so dass einem erneuten Besuch nichts mehr im Wege stand; ich war jedenfalls gespannt.

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Als Opener durfte das mir nicht bekannte, italienische Quintett TRICK OR TREAT die Stimmung anheizen. Im Vorfeld hatte ich mich daher ein wenig informiert und zu erwarten war Power Metal im Stile von HELLOWEEN. Keiner Wunder, die Jungs haben als HELLOWEEN-Cover-Band angefangen. Was jedoch in den kommenden 30 Minuten passierte, war Langeweile pur, anstrengend und ich wei mittlerweile, warum ich bisher von der Truppe noch Nichts gehrt hatte. Die Musiker konnten - vom Bassist und Schlagzeuger vielleicht mal abgesehen - keinerlei Akzente setzen und die Songs waren nichtssagend und austauschbar. Nicht mal das CINDY LAUPER-Cover "Girls Just Want To Have Fun" konnte mich begeistern. Zudem machte Snger Alessandro Conti zwingend einen auf Spavogel, was ich aber aufgesetzt fand und lustig rber kam es ebenso wenig. Ich htte jedenfalls sonst was dafr gegeben, die Originale zu sehen und zu hren. Fairer Weise muss jedoch gesagt werden, dass die restlichen Fans das Geschehen anders beurteilten und doch mehr als Hflichkeitsapplaus zu vernehmen war. Ich fr meinen Teil war aber froh, als der Set zu Ende war.

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Glcklicherweise war das nach dem Umbau aber schnell vergessen, als SONATA ARCTICA die Bhne betraten. Das Colos-Saal war mittlerweile ordentlich besucht, das Publikum bunt gemischt, aber mit einem berwiegenden Anteil von jungen und vor allem weiblichen Fans. Bei ausgelassener Stimmung galt es das 15-jhrige Bestehen der Band gebhrend zu feiern. In den kommenden knapp 90 Minuten prsentierten die Finnen eine bunte Mischung melodischen (Power) Metals aus der bisherigen Schaffensphase, der kaum Wnsche offen lie. Leider blieb die von mir so geliebte Scheibe "Winterhearts Guild" komplett auen vor; dafr kamen vom Debt "Ecliptica" und dem Nachfolger "Silence" je 3 Songs zum Zug. Das von mir beim Rock Hard Festival eingangs erwhnte Manko gehrte heute Abend glcklicherweise der Vergangenheit an, denn flotte Nummern wechselten sich mit Mid-Tempo-Songs ab, wobei man sich die Speed-Kracher fr den Schluss aufgehoben hatte. Die Duelle von Keyboard und Gitarre integrierten sich zudem passend in den Set und waren nicht aufdringlich. ber weite Strecken des Konzerts konnte ich mich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, dass auer Snger Tony Kakko und Drummer Tommy Portimo der Spa auf der Bhne ein wenig auf der Strecke blieb und Gitarrist Elias Viljanen und Keyboarder Henrik Klingenberg erst gegen Ende richtig auftauten. Den Fans war dies einerlei und sie feierten die Finnen ordentlich ab. Bedauerlicherweise war nach etwas mehr als einer Stunde und "Wolf & Raven" bereits das erste Mal Schluss, aber fr 3 Zugaben reichte es glcklicherweise dann doch noch. Fr mich hatten SONATA ARCTICA jedenfalls verloren gegangen Boden wieder gut gemacht. Warum aber eine weitestgehend junge Band nach nicht mal 90 Minuten den Abend beendete, sollte mir ein Rtsel bleiben. Ein Geburtstag wird jedenfalls anders gefeiert. Dass es auch anders gehen kann, zeigte das GAMMA RAY-Konzert am 11.04.2014 an gleicher Stelle, als ein sichtlich erklteter/ angeschlagener Kai Hansen die Bhne erst nach 2 Stunden verlie; so macht man das bzw. das ist Value for Money. Nun ja, vielleicht beim nchsten Mal.

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    Setlist: SONATA ARCTICA
  • The Wolves Die Young
  • Losing My Insanity
  • My Land
  • In The Dark
  • Replica
  • What Did You Do In War, Dad?
  • FullMoon
  • Cloud Factory
  • Tallulah
  • White Pearl, Black Oceans
  • I Have A Right
  • Kingdom For A Heart
  • Wolf & Raven
  • Zugaben:
  • Blood
  • San Sebastian
  • Dont Say A Word / We Need Some Vodka



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