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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing BODYFARM, SHAKHTYOR, DECEMBER FLOWER, B.S.T.
Ort Hamburg, Bambi Galore
Datum 2014
Autor Marc Schallmaier
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Ich kann es immer nur wieder sagen: als Metal Fan, egal welche musikalischen Vorlieben man hat, sollte man so oft es mglich ist auch zu den "kleinen" Konzerten in Jungendzentren oder kleinen Clubs gehen. Oftmals entdeckt man neue Perlen oder man bekommt auf Grund der Nhe auch ein ganz besonderes Konzert zu sehen. Ebenfalls ist es dort auch mglich, mit den Musikern einen Plausch zu halten, ein paar Bierchen zu kippen oder neue Metalheads kennenzulernen. Es geht einfach ein wenig familirer zu als bei SLAYER mit 2500 Menschen im Saal. Einen abwechslungsreichen Abend sollte es heute geben, den das Plattenlabel Cyclone Empire veranstaltete. Dass Bambi Galore war mit knapp 100 Leuten ordentlich gefllt und die Stimmung war gut.

B.S.T. B.S.T.

B.S.T.
Als erstes durften die Hamburger Lokalmatadoren von B.S.T. auf die Bhne. Das Quartett war fr die kurzfristig ausgefallenen GENERAL CHAOS eingesprungen. Und die Norddeutschen nutzen ihre Chance. Mit ihrem schwer an CROWBAR erinnernden Sound zogen sie gleich mal die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf sich. Mit ihren deutschen Texten habe ich mich an Anfang etwas schwer getan, aber im Laufe der Show relativierte sich das auch wieder. Mir war die Band bisher unbekannt, ich fand den Auftritt insgesamt aber sehr gelungen und es war ein guter Start in den Abend. Daumen hoch!

DECEMBER FLOWER
Nun waren DECEMBER FLOWER an der Reihe. Ihre letzte CD hat zwar schon knapp drei Jahre auf dem Buckel, aber in einem kleinen Gesprch verriet mir Snger Manuel, dass es in Krze neues Material zu hren gibt. Die Songs von "When All Life Ends" war damit auch der Hauptbestandteil des Auftritts von DECEMBER FLOWER. Das Quintett gab von Anfang mchtig Gas, und der Death Metal der Truppe machte mchtig Laune und lie die ersten Kpfe im Publikum nicken. Die Jungs waren mit viel Eifer dabei und lieen ihre Matten kreisen. Der Sound war, wie auch schon bei der Vorgngerband, sehr ausgeglichen und druckvoll. Und zu meiner Freude hat das Bambi Galore auch ein paar mehr Scheinwerfer an der Decke hngen, die gengen Licht fr gute Fotos spendeten. Nach gut vierzig Minuten war der Auftritt dann vorbei und man kann DECEMBER FLOWER nur zu einem starken Auftritt gratulieren.

Shakhtyor Shakhtyor

SHAKHTYOR
Gespannt war ich nun auf SHAKHTYOR. Ich hatte damals, als ich die CD der Hamburger Band besprochen hatte, ein wenig das Potential der Truppe verkannt. Erst nach mehreren Anlufen wurde mir bewusst, wie gut die Riffs auf der Scheibe tatschlich sind. Nun sollte es also live zur Sache gehen. Da die Band ja keinen Snger hat, gab es in dem Sinne auch keine Kommunikation mit dem Publikum. Aber das war auch gar nicht ntig, denn die Mucke knallte so dermaen aus den Lautsprechern, dass innerhalb kurzer Zeit smtliche Gste vor der Bhne standen und sich an dem Lava Sound erfreuten. Es war nahezu unmglich, den Fu/Kopf oder sonst etwas stillzuhalten. Die Energie, die SHAKHTYOR entfachten, bertrug sich innerhalb kurzer Zeit auf den gesamten Laden, und so erhielt das Trio zu Recht mehr als den blichen Applaus. Ebenfalls ein gutes Zeichen war die Tatsache, dass viele Leute nach dem Auftritt zum Merchandise Stand gingen und diesen um das ein oder andere SHAKTHYOR Produkt erleichterten. Ein sehr starke Performance, welche die Musik in den Vordergrund stellt. Und die ist nun mal richtig gut

BODYFARM
Als letztes kamen die Niederlnder von BODYFARM auf die Bhne. Mit ihrem eingngigen Death Metal haben sie sich in unserer Redaktion einige Freunde gemacht. Beide bisherigen Alben von BODYFARM, "The Coming Scourge" und das Debut "Malevolence" haben sehr gute Noten bekommen. Nun war es an der Zeit zu sehen, ob das Quartett ihren Sound auch live umsetzten konnte. Diese Frage kann man ohne wenn und aber mit "Ja!" beantworten. Obwohl ein groer Teil des Publikums immer noch ein wenig im Rausch der vorherigen Band schwebte, dauerte es maximal drei Songs, bis BODYFARM die Zuschauer auf ihrer Seite hatten. Die Band hatte auch richtig Bock, das sprte man an allen Ecken und Kanten. Zwar lsst die doch recht kleine Bhne im Bambi Galore nicht viel Bewegungsfreiheit zu, aber der entsprechende Raum wurde so gut es ging dann auch genutzt. Und auch an den Reaktionen der einzelnen Bandmitglieder konnte man sehen, dass es ihnen einen hllischen Spa machte, ihre Songs zu spielen. Immer wieder schlich sich ein kurzes Lcheln in die ansonsten doch finster dreinblickenden Musiker ein. Starke Songs wie "Unbroken" oder "The Well Of Decay" taten ihr briges zu einem mehr als gelungenen Auftritt.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass es insgesamt ein starker Abend mit viel Abwechslung und sehr guten Bands war. Und dass zu einem mehr als korrekten Preis.

Setlist: BODYFARM

  • Intro/Unbroken
  • Frontline Massacre
  • Demons Of The Cross
  • The Coming Scourge
  • Tombstone Crusher
  • The Frozen Halls
  • The Well Of Decay
  • Slaves Of The War
  • I Am The War
  • Heartraped





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