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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SEPULTURA, LEGION OF THE DAMNED, FLOTSAM&JETSAM, MORTILLERY
Ort Hamburg, Markthalle
Datum 10.02.2014
Autor Marc Schallmaier
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Was gibt es denn heute zum Abendbrot? Thrash Metal! Diesmal war der recht frhe Beginn nicht damit verknpft, dass im Anschluss noch eine Techno Party oder hnliches in der Markthalle stattfinden sollte, wie es in anderen Hamburgern Konzerttempel mittlerweile Usus ist. Nein, vier Mal Thrash Metal stand auf dem Programm, und somit musste es einfach zeitig losgehen, damit die auswrtigen Besucher auch noch die letzte Bahn bekommen knnen.

MORTILLERY MORTILLERY

MORTILLERY

Als erstes begaben sich die Damen und Herren von MORTILLERY auf die Bhne. Es blieben ihnen rund dreiig Minuten Zeit, die anwesenden Leute fr sich zu begeistern. Dass klappte nur bedingt, denn zum einen waren noch nicht so viele Menschen da, und zum anderen bleibt der Gesang von Frontrhre Cara McCutchen ein zweischneidiges Schwert. Auf Platte war dies bereits das Znglein an der Waage, denn von der Musik her haben die Kanadier ein paar gute Songs am Start. Aber dieser Gesang, mal wirklich singend, mal kreischend, mal grlendnaja, es war ein recht unspektakulrer Auftritt. Belassen wir es dabei.



FLOTSAM&JETSAM FLOTSAM&JETSAM FLOTSAM&JETSAM

Nach einer kurzen Pause kamen dann die alten Recken von FLOTSAM & JETSAM auf die Bhne. Schon wurden einzelne Rufe im Publikum laut, und es kristallisierte sich heraus, dass einige hauptschlich wegen dem Fnfer aus Arizona am Start waren. Seit dem letzten Album ist die Band ja fast wieder in Original Besetzung unterwegs, was natrlich einen gewissen Charme vor und auf der Bhne verbreitet. FLOTSAM & JETSAM legten auch gleich gut los, spielten mit "Motherfuckery" & "Gitty Up" neue Songs, aber es durften natrlich Klassiker wie "P.A.A.B" oder "No Place For Disgrace" auch nicht fehlen. Snger Eric war stndig in Bewegung, und der Auftritt als Ganzes gesehen wirkte richtig rund. Man hatte als Zuschauer das Gefhl, dass da fnf Nasen auf der Bhne standen, die richtig Bock hatten, ihre Musik zu spielen. Ein starker Auftritt!


    Setlist: FLOTSAM&JETSAM
  • Empty Air
  • Me
  • P.A.A.B.
  • Iron Tears
  • Hard On You
  • Motherfuckery
  • Gitty Up
  • I Live You Die
  • No Place For Disgrace


LEGION OF THE DAMNED LEGION OF THE DAMNED LEGION OF THE DAMNED

Nach der Alt Herren Runde gab es nun wieder etwas neueren, und auch brachialen Stoff. LEGION OF THE DAMNED kamen auf die Stage, lieen gleich mal ihre beeindruckenden Matten kreisen und stiegen mit "Mountain Wolves voll ein. Meine persnliche Meinung zu der Band ist ja die, dass die Niederlnder seit einer Weile auf einem hohen Niveau stagnieren. Auch die letzte Platte "Ravenous Plague" ist ja keine Ware von der Stange, aber zum finalen Sprung nach ganz oben fehlt immer noch Etwas. So hielten sich die Reaktionen im Publikum auch in Grenzen, LEGION OF THE DAMNED spulten routiniert ihren Set runter, ohne dass etwas ungewhnliches passierte. Meine Favoriten der Band sind ja die Songs, wo man etwas vom Gaspedal runtergeht, und eher treibende Elemente in den Vordergrund stellt. Davon gab es nicht so viele, so dass ich mich nach sieben Songs in den gemtlichen Teil der Markthalle verzog, um mit dem ein oder anderen Weggefhrten noch ber den heutigen Abend oder die Metal Welt im Allgemeinen zu fachsimpeln.


    Setlist: LEGION OF THE DAMNED
  • Mountain Wolves
  • Son Of The Jackal
  • Ravenous
  • Summon All Hate
  • Pray And Suffer
  • Doom Priest
  • Death's Head March
  • Cult Of The Dead
  • Armalite Assassin
  • Legion Of The Damned

SEPULTURA SEPULTURA SEPULTURA

Die letzte Pause dauerte dann etwas lnger. Alle bisherigen Bands hatten ber das gleich Schlagzeug gespielt hatten, und das musste nun komplett abgebaut und von der Bhne geschafft werden. SEPULTURA habe ich in den letzten Jahren zweimal gesehen, und einmal war es sehr negativ, das andere Mal war es ein sehr guter Auftritt. Ich war doch sehr gespannt, was der heutige Abend bringen wrde. Zunchst musste ich erst einmal den Schock verkraften, dass sich Snger Derrick Greene die Haare abgeschnitten hatte. Das sah irgendwie....komisch aus. Naja, zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, dass er St. Pauli Schweibnder an beiden Armen trug, dass macht das Ganze natrlich etwas einfacher zu verdauen und ihn natrlich auch sympathischer. Ich verrate nicht zu viel, wenn ich vorwegnehme, dass es ein durchwachsener Abend und Auftritt von SEPULTURA war. Sicherlich, man will die neue Platte bewerben und spielt viele Songs davon. Kann man nachvollziehen und hat seine Richtigkeit. Warum man allerdings die groen Kracher nur als Rausschmeier spielt, und dass dann auch eher als Pflichtprogramm runterdudelt, erschliet sich mir nicht so ganz. Zu Beginn lie sich die Band nicht viel anmerken, und so wurden neue Songs wie etwa "Trauma Of War" und "The Vatican" vom neuen Album "The Mediator Between Head And Hands Must Be The Heart" gezockt. Das kam ganz gut und auch mit etwas mehr Wucht wie aus der Konserve. Danach gab es "Kairos", dass live richtig knallt meiner Meinung nach, sowie "Propaganda". Es folgten weitere Stcke des neuen Silberlings, whrend dessen machten sich bei Band und Publikum erste Mdigkeit breit. Der vorher noch so aktive Andreas Kisser wurde mehr und mehr zum Standgeiger, und auch Derrick Greene ging mehr zu introvertierten Gesten ber. Erst zum Ende hin kam nochmal Leben in die Bude, als Klassiker wie "Innerself", "Arise" oder auch "Territory" gerockt wurden. Bei einigen war da aber schon das Feuer erloschen, die Publikumsreaktionen hielten sich doch arg in Grenzen. Wenn ich darber nachdenke, wie man frher zu diesen Hits ausgerastet ist, muss man fast schon von Lethargie der Zuschauer sprechen. Als Krnung gab es dann noch "Ratamahata" und "Roots", und dann war Feierabend.


    Setlist: SEPULTURA
  • Trauma Of War
  • The Vatican
  • Kairos
  • Propaganda
  • Impending Doom
  • Manipulation Of TragedySEPULTURA
  • Convicted In Life
  • Dusted
  • The Age Of The Atheist
  • D.E.C.
  • The Hunt
  • Spectrum
  • Da Lama Ao Caos
  • Innerself
  • Territory
  • Refuse/Resist
  • Arise
  • Ratamahate
  • Roots

Ein nicht ganz gelungener Abend, aber es gab Thrash Metal in vielen Variationen, der Sound war wie fast immer in der Markthalle einfach nur sensationell, und die Merchandise Preise mit 20 Taler pro Shirt im gehobenen Durchschnitt. Und da der Eintrittspreis auch okay war fr dieses Viererpaket, kann eigentlich nicht meckern.











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