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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing AMORPHIS, STARKILL, HAMFERD
Ort Hamburg, Markthalle
Datum 04.12.2013
Autor Marc Schallmaier
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Stell Dir vor, AMORPHIS spielen und keiner geht hin. Nein, so war es natrlich nicht, aber ein wenig verwundert war ich schon, dass kein "Ausverkauft" Schild am Eingang hing. Schlielich sind die Finnen nicht wirklich die Art von Band, die jedes Jahr auf Tour sind. Die Markthalle war sehr gut gefllt, denn neben dem Hauptact hatte diese Tour auch zwei interessante Vorbands zu bieten, die am heutigen Abend zum Tanz aufspielten.


HAMFERD

HAMFERD Hatte ich nicht letztens irgendwo geschrieben, dass man von der Band HAMFERD von den Farer Inseln nichts mehr hrt? Tja, so kann man daneben liegen. Die Truppe hat ein neues Album heraus gebracht und spielt im Vorprogramm von AMORPHIS. Als das Sextett auf die Bhne stieg hielt sich das Interesse der meisten Besucher noch in Grenzen. Und dass kann zumindest ich auch nachvollziehen. Diese Art von Musik ist einfach nicht fr ein Konzert geeignet. Die Mischung aus Doom und absolut dsterer Melancholie ist eher was fr depressive Stunden zu Hause auf dem Sofa. Aber fr groe Reaktionen auf einer Bhne sorgte das nicht. Der ein oder andere Besucher bewegte auch kurz mal seinen Kopf und es gab den blichen Applaus am Ende eines Songs, das war es dann aber auch schon. Die 6 Herren in ihren schwarzen Anzgen bewegten sich gar nicht, es gab ein paar minimale Ansagen, dazu wurde zwischen den Songs das Licht auch komplett ausgeschaltet. Die Stimmung glich eher einem Begrbnis. Wenn dies das Ziel von HAMFERD war, kann man ihnen nur zum Gelingen gratulieren.


STARKILL STARKILL


Kontrastprogramm total stand dann auf dem Plan. STARKILL aus Chicago durchbrachen nicht nur die skandinavische Herkunft der anderen beiden Bands, auch die Musik passte nicht so ganz zum Restprogramm. Die Mischung aus Thrash und Death Metal, versehen mit SEHR vielen Gitarrensolos, kam nur bedingt beim Publikum an, da half auch alles Posen der Musiker nicht. Obendrein gab es noch einen kleinen technischen Aussetzer nach dem ersten Song, da einige Samples oder Effekte direkt vom Band kamen. Und das hakte wohl. Naja, der Auftritt ging ansonsten recht unspektakulr ber die Bhne. Allerdings war die stndige Gitarrenfrickelei auf Dauer nicht mein Fall, so dass ich mich nach den Fotos und einem weiteren Song in den gemtlichen Teil der Markthalle zurckzog. Und da war ich nicht der Einzige.




AMORPHIS

AMORPHIS Nach der obligatorischen Umbaupause war dann die Zeit reif fr AMORPHIS. Der Zuschauerraum war jetzt sehr gut gefllt und alles blickte gespannt zur Bhne, die ganz im Stile des letzten Albums "Circle" dekoriert war. Es ist schon erstaunlich, welchen Werdegang diese Band bis heute gemacht hat. Angefangen als reine Death Metal Kapelle, dann die Abwendung vom Todesblei und ffnung hin zu eher sperrigem Material mit allerlei Metal untypischen Einflssen sowie einer Kombination aus allem oben genannten. Und ein groer Teil der Fans hat der Truppe die Stange gehalten. So war auch das Publikum heute eine bunte Mischung verschiedener Klientel, die AMORPHIS ber die Jahre hinweg bedient hat. Da gab es Ladies, die in den ruhigeren Momenten schmachtend und kaum hrbar mitsangen, genauso wie langhaarige Metalheads, die begeisternd zu alten Klassikern wie "Vulgar Necrolatry" oder "Into Hiding" ihr Haupthaar in Wallungen brachten. Snger Tomi Joutsen tut sein briges, um die Laune hoch zu halten. Stimmlich voll auf der Hhe versteht es der Mann, mit kleinen Gesten und ein wenig Mimik die Fans zum ausrasten zu bringen. Notfalls tun es auch ein paar Schwnge mit seiner beachtlichen Haarpracht. Die Stimmung war jetzt kaum noch zu toppen, und das war auch ntig, gab es doch vorher so einige etwas enttuschte Menschen im Publikum, auf Grund der laschen Vorbands. AMORPHIS traten als kompakte Einheit auf, geizten nicht mit Spielfreude und der superbe Sound aus den Boxen rundete einen richtig guten Auftritt ab. Viel mehr bleibt nicht zu sagen. Der Auftritt der Finnen glich einem Triumphzug und so waren nach dem Konzert auch nur glckliche Gesichter zu sehen.


    Setlist: AMORPHIS
  • Shades Of Grey
  • Narrow PathAMORPHIS
  • Sampo
  • Silver Bride
  • Wanderer
  • Against Widows
  • My Kantele
  • Into Hiding
  • Nightbirds Song
  • Vulgar Necrolatry
  • Smoke Crack
  • You I Need
  • Hopeless Days
  • Sky Is Mine
  • Black Winter Day
  • House Of Sleep




STARKILL AMORPHIS AMORPHIS

AMORPHIS AMORPHIS
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