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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing KAMELOT, REVAMP & TELLUS REQUIEM
Ort Batschkapp, Frankfurt am Main
Datum 18.11.2013
Autor Frank Leuther & Thorsten Ritter
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TELLUS REQUIEM TELLUS REQUIEM

Nach dem Besuch des Metal Hammer Paradise an der Ostsee vorangegangenes Wochenende bedeutete der heutige Abend gleich die nchste musikalische Vollbedienung. Aufgrund des starken neuen Outputs "Silverthorn" sowie neuem Snger galt es mal wieder KAMELOT anzutesten. REVAMP mit der mittlerweile besttigten, neuen NIGHTWISH-Rhre Floor Jansen am Mikro machten das Billing dann noch interessanter. Also, rechtzeitig Feierabend gemacht und zur Batschkapp gedst, die an diesem Ort in den letzten Zgen lag. Mit den blichen 20 Minuten Versptung begann der Einlass und die Ernchterung, dass sich der Andrang in Grenzen hielt. In der nchsten halben Stunde fllte sich der Saal auch nur gemchlich, so dass es zum Opener TELLUS REQUIEM noch recht berschaubar war.

Das 2007 gegrndete Prog Metal-Quintett aus Norwegen startete pnktlich um 20 Uhr und musste auf einer stark beengten Bhne sein Knnen prsentieren. Bekannt sind die jungen Musiker zwar noch nicht, doch die Band hatte durchaus Potential. Die virtuos dargebotene Mucke war vertrackt, melodisch und heavy und die Jungs waren sich nicht zu schade, auch artfremde Einflsse zu verwenden. Demnach war durchaus bei dem einen oder anderen Song eine Prise Folk herauszuhren. TELLUS REQUIEM spielten sich sehr ambitioniert durch das halbstndige Set, wobei Bassist Ivar Hagen Be zustzlich mit Dauer-Bangen zu berzeugen wusste. Fr Nichtkenner waren die vielen Breaks und Tempowechsel augenscheinlich nicht so leicht verdaulich, denn von wenigen Ausnahmen abgesehen, gab es zumeist nur anerkennendes Kopfnicken und Pflichtapplaus zu vernehmen. Trotzdem lie sich an dem Auftritt nichts aussetzen und nach erst zwei verffentlichten Alben ist hier definitiv noch Spiel nach oben.



REVAMP REVAMP

Nach einer erfreulich kurzen Umbaupause kam mit REVAMP ein kleines Highlight, da man Sngerin Floor Jansen wohl nicht mehr bei allzu vielen Gelegenheiten so nah zu Gesicht bekommen wird. Die Niederlnderin ist nun seit Kurzem fester Bestandteil von NIGHTWISH und dementsprechend in weitaus greren Hallen unterwegs. Anfangs waren jedoch auch hier die Reaktionen eher verhalten, doch das sollte sich sptestens nach dem dritten Song ndern. Die Kompositionen von REVAMP sind progressiv, hart und werden zu jederzeit von Floors Stimme dominiert. Und dieser schienen heute wahrhaft keine Grenzen gesetzt zu sein, ob in hohem Sopran, Rockstimme oder mit Growls, welche teilweise an Angela Gassow von ARCH ENEMY erinnerten, jeder Ton sa perfekt. Und entgegen vieler anderer Kolleginnen wusste Floor sich auf der Bhne zu prsentieren, denn es wurde gebangt und die Fans angefeuert und nicht Frontfrauen-typisch herumgetnzelt. Die Musik mag man oder auch nicht, aber dem Charisma und der Power der Frontsngerin konnte man sich nur schwerlich entziehen und so war es eine wahre Freude, ihren Auftritt zu verfolgen. Spa und Knnen hatten die brigen Musiker brigens auch, aber gegenber Floor verblassten sie einfach. Das strte jedoch nicht weiter und so dauerte es nicht lange, bis die Band vom Publikum abgefeiert wurde und unter lautem Jubel nach 45 Minuten die Bhne verlie. Ach ja, und man versprach schnellstmglich wieder zurckzukommen. Wir werden sehen und bleiben gespannt.


    Setlist: REVAMP
  • On The Sideline
  • The Limbic System
  • Head Up High
  • Wild Card
  • Killing Me
  • Distorted Lullabies
  • Precibus
  • Disgraced
  • Wolf And Dog


KAMELOT KAMELOT

KAMELOT betraten im Anschluss vor vollem Haus und unter lauten Zurufen die Bhne. Mit "Torn" ging man dann auch gleich in die Vollen und zog die Fans bereits mit der ersten Note in seinen Bann. Es war direkt ordentlich Stimmung in der Kapp, die dann auch den kompletten Auftritt andauerte. Neuzugang Tommy Karevik am Mikro berzeugte erstaunlicherweise mit einer Stimmgewalt, die seinem Vorgnger Roy Khan in Nichts nachstand und diesen auch nicht vermissen lie. ber das Wie und Warum des Weggangs von Khan lsst sich durchaus diskutieren, aber mit seiner Fannhe und seiner Bhnenprsenz war er ohne Zweifel ein Gewinn fr die Band. Seine Performance bertrug sich auch auf den Rest der Band, allen voran Gitarrist Thomas Youngblood, dem man seine Spielfreude ansah und der stndig Kontakt zu den Fans suchte. Als weibliche Verstrkung war Alissa White-Gluz von THE AGONIST mit an Bord, welche bereits zusammen mit AMARANTHE-Sngerin Elize Ryd im "Sacrimony (Angel Of Afterlife)"-Musikvideo zu bewundern war. Diese sang und growlte sich in verschiedenen Outfits durch den Set und war mit ihren blau gefrbten Haaren, ebenso wie die stimmige Lighshow, ein weiterer Blickfang des KAMELOT-Auftritts. Bei "The Haunting" kam nochmals Floor Jansen auf die Bhne und vertrat somit Simone Simons, die auf dem zugehrigen Album die Vocals beisteuerte. Klassiker wie "Center Of The Universe", "Soul Society" und "Karma" wurden ebenso begeistert abgefeiert wie "Torn", "Song for Jolee" (Gnsehaut pur) oder "Sacrimony (Angel Of Afterlife)" vom aktuellen Output. Ein kleiner Wehrmutstropfen waren jedoch die vielen Soli, die so gut wie jedem Musiker zugestanden wurden. So durften Drummer Casey Grillo und Keyboarder Oliver Palotai minutenlang ihre Instrumente bearbeiten und auch Sean Tibbets bekam ein Basssolo. Wre man hier etwas sparsamer gewesen, htte man eventuell noch einen Song, beispielweise "Solitaire", spielen knnen. Stattdessen aber verabschiedete man sich mit "March Of Mephisto", bei dem Snger Tommy Karevik mit einer Hebebhne bis unter die Decke des Saals gehoben wurde. Nach einer Spielzeit von knapp ber 100 Minuten und groem Applaus war dann leider aber schon Schluss. Fazit: Guter Gig und die Erkenntnis, dass mit KAMELOT wieder gerechnet werden darf. Eine kurze Anmerkung noch zum Schluss: Es sollte viel fters Tourabschluss-Verkauf sein, denn fr 15 Euro war man gerne gewillt, ein Shirt mitzunehmen.


    Setlist: KAMELOTKAMELOT
  • Torn
  • Ghost Opera
  • The Great Pandemonium
  • Veritas
  • Center Of The Universe
  • Soul Society
  • Song For Jolee
  • Rule The World
  • When The Lights Are Down
  • Sacrimony (Angel Of Afterlife)
  • Human Stain
  • My Confession
  • Forever
  • The Haunting
  • Karma
  • March Of Mephisto





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