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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing AMON AMARTH, CARCASS
Ort Hamburg, Docks
Datum 29.11.2013
Autor Marc Schallmaier
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Es ist schon ein rgernis mit diesen frhen Konzerten. Da macht man sich in aller Eile von der Arbeit auf den Weg Richtung Reeperbahn, damit man auch auf keinen Fall die erste Band verpasst. Das wre in diesen Fall HELL gewesen. Aber kurz bevor ich einen Parkplatz ergattert habe, blinkte mein Handy auf und eine gute Seele versorgte mich mit der Info, dass HELL an diesem Abend in Hamburg nicht spielen werden. Die Band hing immer noch in Leipzig fest, und der Grund hierfr war ein defekter Tourbus. Nun ja, was solls. Insgeheim machte sich bei mir die Hoffnung breit, dass die beiden anderen Bands vielleicht den einen oder anderen Song mehr spielen wrden.


CARCASS

CARCASS Die Hoffnung zerschlug sich aber relativ schnell. Im Internet konnte man ja schon allerlei Schreckgeschichten ber einen sehr frhzeitigen Anfang der Bands lesen. Einhergehend damit natrlich auch den Unmut darber, dass man Songs oder auch eine ganze Band verpasst hat. Dies war in Hamburg nicht der Fall. Beide Bands wollten anscheinend ihren Stiefel runterspielen und so hing ich ber eine Stunde im Docks herum, bevor CARCASS endlich auf die Bhne kamen. Aber der Auftritt sollte so ziemlich fr alles entschdigen, was bisher so passierte. CARCASS rockten die Htte, und zwar so richtig! Im Fotograben war der Sound so dermaen laut und basslastig, dass die Bodenplatten vibrierten und ich teilweise Sorge hatte, dass smtliche Bilder verwackelt sind. Die Band stieg gleich mit "Buried Dreams" von dem Album "Heartwork" ein. Es folgten "Incarnated Solvent Abuse" und "Cadaver Pouch Conveyor System", bevor mit "This Mortal Coil" ein weiterer Klassiker von "Heartwork" gespielt wurde. Einfach nur geil. Nebenbei versprhte Snger und Bassist Jeff Walker gute Laune mit rudimentren deutschen Sprachkenntnissen und netten Ansagen. Und man nahm den Mann die gute Laune auch einfach ab, schlielich ist es fast 20 Jahre her(!), als CARCASS das letzte Mal in Hamburg spielten. Neben der Musik peppte das Quartett ihre Show auch visuell auf. Links und rechts auf der Bhne standen zwei Projektionsflchen, auf denen whrend der Show allerlei Videos und Bilder gezeigt wurden. Selbstredend mit Ausschnitten aus Pathologie und Autopsie Aufnahmen. Am Schluss gab es noch die Klassiker "Corporal Jigsore Quandary" und selbstverstndlich "Heartwork". Ein ganz starker Auftritt und vereinzelte CARCASS Sprechchre stellen dann nur noch die Frage, wann die Truppe ihre eigene Headliner Tour bekommt. Ich hoffe, so schnell wie mglich!

    Setlist: CARCASS
  • Buried Dreams
  • Incarnated Solvent Abuse
  • Cadaver Pouch Conveyor System
  • This Mortal Coil
  • Genital Grinder/Exhume To Consume
  • Unfit For Human Consumption
  • Corporal Jigsore Quandry
  • Captive Bolt Pistol
  • Ruptured In Purulence/Heartwork

AMON AMARTH

AMON AMARTH Nach einer zgigen Umbaupause war dann die Zeit fr AMON AMARTH gekommen. Die Schweden spielen seit einer guten Dekade ganz vorne in der ersten Heavy Metal Liga mit, da kann man von der Band halten was man will, dass muss man dann auch einfach mal neidlos anerkennen. Ich persnlich hege keine groen Sympathien fr AMON AMARTH. Die Musik erscheint mir relativ durchschnittlich und die Kapelle ist mit Auftritten auf allen groen europischen Festivals omniprsent. Das ndert nichts an der Tatsache, dass die Platten gekauft werden, die Konzerte fast immer ausverkauft sind und das Merchandise wie warme Semmeln ber den Tisch geht. Und so war es dann auch heute. Der grte Teil der Besucher war wegen den Schweden hier und feierte das Quintett nach allen Regeln der Kunst ab. Nebenbei fand ich es erstaunlich, wie bunt gemischt das Publikum am heutigen Abend war. Neben dem jungen Gemse gab es auch etliche Zuschauer lteren Kalibers, die wahrscheinlich auch noch Jimi Hendrix live auf einer Bhne haben stehen sehen. Aber auch diese rockten amtlich ab und lieen die Kpfe kreisen. Grund genug gibt es dafr ja auch, denn die Skandinavier feuerten ihre zahllosen Klassiker ab wie ein Feuerwerk. "We Shall Destroy", "Death In Fire" oder auch "Guardians Of Asgaard" wurden frenetisch abgefeiert. Der Sound war etwas ausgewogener wie bei CARCASS, aber genauso druckvoll. Da die Bhnendeko sich in Grenzen hielt, htte die Band den sich damit ergebenden Raum eigentlich ntzen knnen. Aber lediglich Snger Johan Hegg war oftmals in Bewegung, die beiden Gitarristen Johan Sderberg und Olavi Mikkonen sowie Bassist Ted Lundstrm wechselten alle Nase lang mal die Positionen und headbangten etwas, das war es dann auch schon. Snger Johan war es dann auch, der die Kommunikation mit dem Publikum sucht, die Reihen zum mitsingen animiert und allgemein wei, wie er mit den Zuschauern umspringen kann. Etwas Panne fand ich allerdings die Aktion mit dem Styropor Hammer. Johan nimmt diesen bergroen Hammer und drischt damit auf den Boden, woraufhin die Nebelvulkane am Rand der Bhne Vollgas geben. Das wiederholt er ein paar mal, dann gibt er den Hammer an einen Roadie. Und dieser tut so, als wre der Hammer mehrere hundert Kilo schwer. Naja..... Kommen wir auf die Musik zurck, denn die wurde immer noch begeistert aufgenommen. Aber auch hier mchte ich nochmal daran erinnern, dass mehr Spielzeit drin gewesen wre. So spielten AMON AMARTH ihre Songs runter, die mit den beiden Zugaben "Twillight Of The Thunder God" und der berhit schlechthin "The Pursuit Of Vikings" den Auftritt beendeten. Es war ein routinierter Auftritt, wo nichts dem Zufall berlassen wurde. Aber fast allen Anwesenden hatten ein starkes Konzert gesehen, und gingen dementsprechend zufrieden nach Hause.

    Setlist: AMON AMRTH
  • Father Of The WolfAMON AMARTH
  • Deceiver Of The Gods
  • Death In Fire
  • Free Will Sacrifice
  • As Loke Falls
  • We Shall Destroy
  • Runes To My Memory
  • Varyags Of Myklagaard
  • The Last Stand Of Frej
  • Guardians Of Asgaard
  • Warriors Of The North
  • Destroyer Of The Universe
  • Cry Of The Black Birds
  • War Of The Gods
  • Twillight Of The Thunder God
  • The Pursuit Of Vikings






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