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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing MASTERPLAN, MYSTIC PROPHECY, JADED HEART & SIREN'S CRY
Ort Colos-Saal, Aschaffenburg
Datum 09.10.2013
Autor Jrg Wetzel und Thorsten Ritter
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Bevor ich mit meiner besseren Hlfte am Freitag fr eine Woche nach Malle aufbrechen sollte, war der heutige Gig eine schon lang geplante Pflichtveranstaltung; hatte ich doch eine halbe Ewigkeit darauf gewartet bzw. warten mssen, die Band um Roland Grapow mal wieder live zu sehen. Mit Jorn Lande am Mikro zum Vorgngeralbum "Time To Be King" wre mir das Ganze zwar lieber gewesen, denn das aktuelle Album "Novum Initium" blieb zumindest bei mir hinter den Erwartungen zurck, war es aber dann doch eine gute Gelegenheit, den neuen Snger Rick Altzi on Stage anzutesten, um zu hren, wie die alten Perlen mit neuem Frontmann klingen. Bevor es jedoch soweit seien sollte, hie es mal wieder den knapp 80 Kilometer langen Weg ins Colos-Saal zu meistern. SIREN'S CRY Da das Wetter ein wenig regnerisch war, war auf der A3 um diese Uhrzeit naturgem mal wieder die Hlle los und ich wnschte mir, dass endlich Jemand das Beamen erfindet. Zudem galt es - wie eine Woche zuvor bei POWERWOLF - drei Vorgruppen zu berstehen. Meine Vorfreude galt hier lediglich MYSTIC PROPHECY, die mich bei einem Gig in 2012 komplett vom Hocker gehauen hatten. Leider kam ich ein wenig spter, so dass die erste Truppe bereits angefangen hatte, sonst htte mein Co-Writer ggf. ausfhrlicher berichten knnen. Egal, rein ins Vergngen, wobei direkt am Eingang der Merchandise-Stand mit seinen fairen Preisen - endlich mal wieder Shirts fr 15 Euro - ins Auge stach, cool. (Thorsten Ritter)



Los ging es mit den sterreichern SIREN'S CRY. Und einer ersten Ernchterung: Gerade mal 50 Nasen waren in den Colos-Saal gekommen, um sich die erste Band des Packages anzusehen. Leider blieb es den ganzen Abend so bersichtlich. Auch whrend der Hauptbands waren maximal 80 Zuschauer anwesend. Schade eigentlich, denn fr einen fairen Preis bekam man vier klasse Melodic-Metal-Bands geboten. Unter der Leere im Saal hatten SIREN'S CRY etwas zu leiden. Nicht, dass die Musik oder ihr Auftritt schlecht waren - ganz im Gegenteil. Die Band legte sich ordentlich ins Zeug und speziell Frontfrau Katie Joanne animierte das sprlich vorhandene Publikum nach Krften. Vereinzelt konnten sich auch Gste fr den leicht progressiv angehauchten Melodic-Metal der sterreicher begeistern, doch Stimmung kam nicht wirklich auf. SIREN'S CRY lieen sich davon aber nicht beirren und lieferten einen berzeugenden Auftritt und auch das mir zuvor unbekannte Material kam gut an. Diese junge Band sollte man im Auge behalten. (Jrg Wetzel)




JADED HEART JADED HEART

Nach einer erfreulich sportlichen Umbaupause ging es mit JADED HEART nahtlos weiter. Mir war die Band nur aus dem Vorprogramm von RAGE in Erinnerung und ich fragte mich im Laufe des Gigs immer wieder, warum ich der Mucke bislang keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt bzw. nie wieder ein Ohr riskiert hatte, denn das Set rockte amtlich und erinnerte mich teilweise ein wenig an PINK CREAM 69. Die Melodic-Metal-Songs waren jedenfalls eingngig ohne zu - wie sagt man so schn - cheesig zu sein und hatten ordentlich Power. ber diese verfgte auch Frontmann Johan Fahlberg und Bassist Michael Mller, die mit ihrem Stageacting und Gepose die Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf sich zogen. Man merkte den Beiden den Spa auf der Bhne frmlich an und es war sprbar, dass das Quartett noch hungrig ist. Die Anwesenden lieen sich von der tight gespielten Mucke und der Performance jedenfalls mitreien und zu ersten Mitklatsch-Spielchen animieren. Zudem hatte ich das Gefhl, dass ein paar Fans mehr hinzugekommen waren. Alles in allem ein kurzweiliger Auftritt von JADED HEART, welche nach dem heutigen Abend die Tour verlieen und bei "Love Is A Killer" von SIREN'S CRY auf der Bhne verabschiedet wurden. Fazit: "Auf Wieder-Schnitzel", O-Ton des "Alten Schweden" Johan Fahlberg. (Thorsten Ritter)


    Setlist: JADED HEART
  • Hero
  • Run And Hide
  • Saints Denied
  • Justice Is Deserved
  • Love Is A Killer
  • Fly Away
  • Life Is Beautiful
  • With You


MYSTIC PROPHECY MYSTIC PROPHECY

MYSTIC PROPHECY hatten nach einer erneut kurzen Umbaupause im Anschluss jedenfalls leichtes Spiel und begeisterten nicht nur die anwesenden Fans der Band, sondern auch die restlichen Zuhrer. Die Band ging gleich in die Vollen und bot jede Menge eingngige Nackenbrecher, welche alle zum Abfeiern einluden. Alles in Allem deutlich brachialer als zuvor JADED HEART - der Melodic-Faktor wich ein wenig dem Hrtegrad - machten die Mnner um Frontsympath Roberto Dimitri Liapakis keine Gefangen. Die Band hatte ordentlich Spa, prsentierte sich spielfreudig und bertrug die gute Laune ungefiltert auf alle Anwesenden. Die agile Performance, vor allem von Roberto D. Lipakis, zog das Colos-Saal unweigerlich in seinen Bann. Damit lockten MYSTIC PROPHECY natrlich alle Anwesenden vor die Bhne und gewannen an diesem Abend sicher den einen oder anderen neuen Fan hinzu. So war es dann auch kein Wunder, dass etwa bei "We Kill You Die" trotz der geringen Zuschauerzahl Stimmung aufkam, welche sich im Laufe des Auftritts kontinuierlich steigerte. Das Programm bot eine bunte Mischung der mittlerweile 12-jhrigen Bandgeschichte, aus der speziell der Song "Ravenlord" als absolutes Highlight herausragte. Viel zu schnell endete die Show nach knapp einer Stunde mit dem BLACK SABBATH-Cover "Paranoid", das JADED HEART gewidmet wurde. Ich vermisste zwar noch den Hit "Endless Fire" vom Vorgngeralbum, ansonsten gabs aber nix zu meckern, Punkt. (Thorsten Ritter)


    Setlist: MYSTIC PROPHECY
  • Kill The Beast
  • Savage Souls
  • Sacrifice Me
  • Killhammer
  • Lords Of Pain
  • Hate Black
  • We Kill You Die
  • To Hell And Back
  • Ravenlord
  • Evil Empires
  • Paranoid (BLACK SABBATH-Cover)



MASTERPLAN MASTERPLAN

Derart vorgewrmt konnte der Headliner nur abrumen; sollte man meinen. Allerdings nahm die einzige etwas lngere Umbaupause inklusive Soundcheck etwas die Stimmung raus. Daher verpuffte die Energie der Band zunchst etwas, das Publikum reagierte nur nach Aufforderungen von Gitarrist Roland Grapow. Schade, denn die Songs wurden fehlerfrei dargeboten und auch Snger Rick Altzi zeigte mehrfach, dass er Jorn Lande mehr als nur ersetzen kann. Ein Frontmann, der auf das Publikum zugeht, ist er dafr leider nicht - vielleicht auch ein Grund, weswegen sich die erste Hlfte der Show wie eine Live-DVD anfhlte. Tolle Musik, eine ausgewogene Setlist, perfektes Licht, klarer und lauter Sound, musikalisch und optisch eine makellose Performance. Nur wurde man als Zuschauer im Raum von der Band nicht mitgerissen. Daher erhielten Klassiker wie "Enlighten Me" oder "Crimson Rider" zunchst auch gerade mal Hflichkeitsapplaus. Glcklicherweise nderte sich die Stimmung nach einer ausfhrlichen Ansage von Roland Grapow zum neuen Song "Keep Your Dream Alive" und das Publikum war danach etwas engagierter. Was ein wenig Kommunikation doch ausmacht. Dass Masterplan mehr als genug hervorragende Songs fr eine geniale Show haben steht auer Frage, daher war es kein Wunder, dass die zweite Hlfte der Show jeden Cent des Eintrittspreises wert war. Dafr sorgte auch Keyboarder Axel Mackenrott, der bei "Crystal Night" wild ber die Bhne tanzte und anschlieend mit Basser Jari Kainulainen noch fr den einen oder anderen Scherz sorgte. Musikalisch gab es an MASTERPLAN allerdings nichts auszusetzen, bei "Soulburn" zeigte Snger Rick Altzi erneut eindrucksvoll, seine Klasse. Aber auch Roland Grapow konnte stimmlich berzeugen und bernahm unfallfrei die Parts von Michael Kiske bei "Heroes". Mit "Kind Hearted Light" und der Zugabe "Crawling From Hell" endete eine - nach schwierigem Beginn - mehr als ordentliche Show. (Jrg Wetzel)


    Setlist: MASTERPLAN
  • Enlighten Me
  • Spirit Never Dies
  • Lost And Gone Forever
  • Betrayal
  • Black Night Of Magic
  • Crimson Rider
  • Far From The End Of The World
  • Back For My Life
  • Time To Be King
  • Keep Your Dream Alive
  • Crystal Night
  • Soulburn
  • Heroes
  • Kind Hearted Light

  • Crawling From Hell






JADED HEART JADED HEART MASTERPLAN MASTERPLAN
MYSTIC PROPHECY MYSTIC PROPHECY
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