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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SOULFLY, INCITE, LODY KONG
Ort Aschaffenburg, Colos-Saal
Datum 16.07.2013
Autor Sebastian Braun
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Es sollte ein gelungener Dienstag Abend werden. Nachdem ich die Gelegenheit hatte Max Cavalera in seinem Tourbus zu interviewen, stand nach einer kurzen Essenspause im Colos-Saal die "Maximum Cavalera Tour 2013" an.LODYKONG Ein passender Name, so bestand das Line UP neben SOULFLY aus LODY KONG und INCITE. In beiden Bands tummelt sich der Nachwuchs von Max Cavalera: Stiefsohn Richie Cavalera ist Frontmann bei INCITE und bei LODY KONG spielen Zyon Cavalera, der mittlerweile auch bei SOULFLY aufs Schlagzeug drischt und sein Bruder Igor. Bei sonnigem Wetter und Tagestemperaturen ber 30 C konnte man also schon vorausahnen, das vermutlich die Klimaanlage im Club ihr Bestes geben wrde, aber es definitiv ein heier Abend werden wird.

Den Abend erffnete dann LODY KONG. Auch wenn sich der Raum schon langsam fllte, waren die Besucher jedoch grtenteils noch damit beschftigt, sich am Getrnkestand mit Bier oder sonstigen Flssigkeiten einzudecken und sich von der gleienden Sonne drauen an die schummrige Club-Atmosphre drinnen zu gewhnen. Musikalisch geht es bei LODY KONG nicht ganz so hart zu, Grunge trifft auf groovigen Metal. Auch wirken die Songs noch nicht ganz ausgereift, aber fr eine Newcomer Band durchaus ordentlich. Auch gibt sich die Band sichtlich Mhe die Menge in Schwung zu bringen und spielt mit vollem Krpereinsatz und Elan, was auch den ein oder anderen dazu animiert nher zur Bhne zu kommen und sich das Treiben auf der Bhne etwas genauer anzugucken. Nach ca. 30 Minuten war die Band fertig und die Jungs verabschiedeten sich artig.

INCITE


Nach einer kleinen Pause kommen dann INCITE auf die Bhne. Die Band hat mit ihrem zweitem Album All Out War Ende 2012 schon eine beachtenswerte Scheibe abgeliefert, stellt sich also die Frage, ob die Band es schafft die Energie auch auf die Bhne zu bringen. Frontmann Richie ist von der ersten Minute mit vollem Einsatz dabei und die Band liefert mitreisenden Thrash/Death-Metal und schafft es die Menge mitzureien. Mittlerweile hat sich der Konzertsaal gut gefllt und die Temperatur steigt stetig an. Die sich vor der Bhne bildenden Circle Pits und mitgroovenden Besucherreihen zeigen, dass ein Groteil der Besucher schon richtig warm gelaufen ist. Zum Abschluss gab es noch eine Wall-of-Death Einlage und als nach ungefhr einer Dreiviertelstunde die Band die Bhne verlsst, hat der Abend schon seinen ersten Hhepunkt gehabt und die kommende kleine Pause ist fr den ein oder anderen vielleicht eine willkommene Unterbrechung um mal wieder Luft zu schnappen und das nchste Bier zu holen.



SOULFLY


Als SOULFLY dann auf die Bhne kommen, starten sie auch gleich mit den beiden Klassikern "Prophecy" und "Back To The Primitive", so dass das Colos-Saal gleich schon wieder 15 Grad wrmer wird. SOULFLY Zyon ist ja schon von seinem Auftritt mit LODY KONG warm gespielt und macht seine Sache fr mein Empfinden sehr gut. Es erscheint sogar so, dass er der energiegeladenste auf der Bhne ist. Gitarrist Marc Rizzo und Bassist Tony Cappo spielen zwar einen souvernen und professionellen Auftritt, aber irgendwie hat man am Anfang den Eindruck, dass bis auf Zyon alle Mitglieder etwas Mde sind. Max wirkt auch ein bisschen so, als msste er sich anstrengen um wtend zu klingen, aber vielleicht macht den Brasilianern ja die trockene deutsche Sommerhitze und fehlende Luftfeuchtigkeit zu schaffen. Der Stimmung tut dies aber auch keinen Abbruch und die Band knallt auch diverse Klassiker von der Bhne. Neben SOULFLY Klassikern spielt die Band auch immer wieder SEPULTURA Klassiker wie "Refuse/Resist" oder "Arise". Die Menge tobt, wie man es von Soulfly-Konzerten kennen und lieben gelernt hat, und bringt den Colos-Saal nach einer Weile endgltig zum glhen. Man hat nun auch den Eindruck, dass die Band jetzt mit vollem Elan dabei ist, vielleicht sind Temperaturen jenseits der 40 Grad eher die Wohlfhlzone fr die Band. Bei der Zugabe gab es dann nach dem Stck "Rise Of The Fallen" noch ein neues Stck von der kommenden Scheibe SAVAGES mit dem Namen "Bloodshed" bei dem auch Sohn Igor als Gastsnger mit am Start war. Wer jetzt noch nicht vllig auer Puste war und immer noch Luft hatte konnte sich am Ende mit dem Granaten-Dreiergespann "Roots", "Jumpdafuckup" und "Eye For An Eye" endgltig die letzte Kraft aus dem Krper moshen.



SOULFLY Setlist:
  • Prophecy SOULFLY
  • Primitive
  • No Hope No Fear
  • Defeat U
  • Seek 'N' Strike
  • And I
  • Babylon
  • Refuse/Resist
  • Territory
  • Cockroach
  • Arise
  • World Scum
  • Straighthate
  • Porrada
  • Rise Of The Fallen
  • Bloodshed
  • Revengence
  • Roots
  • Jumpdafuckup
  • Eye For An Eye

LODY KONG stehen musikalisch zwar noch am Anfang, aber ich habe schon deutlich schlechtere Vorbands erlebt und INCITE konnten mich mit einem wirklich starken Auftritt berraschen. Max hat seine Shne also nicht zu unrecht auf die Bhne gelassen. Alles in allem ein sehr gelungener Abend mit wirklich einem Maximum an Cavalera-Sond!












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