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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing INNER SANCTUM, SURFACE, ARISE IN CHAOS
Ort Hamburg, Bambi Galore
Datum 16.06.2013
Autor Marc Schallmaier
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Konzerte im kleinen aber feinen Bambi Galore sind immer interessant. Man wei ja nie, wie viele Leute kommen werden, welche Auswirkungen eben dieser Umstand auf das Konzert hat, und oftmals knnen einen die lokalen Vorgruppen positiv berraschen. Waren die Lichtverhltnisse bei meinem ersten Konzertbesuch noch eine mittlere Katastrophe, so war beim darauf folgenden Mal alles in Ordnung. Das Licht war gut und man konnte prima Fotos machen. Am heutigen Abend wurde diesbezglich aber wirklich der Vogel abgeschossen. Zeitweise waren exakt 2 Scheinwerfer an und auf den hintersten Teil der Bhne gerichtet. Herzlichen Glckwunsch. Die Qualitt der Bilder mchte ich also hiermit schon einmal entschuldigen.

Arise In Chaos Surface

Der Abend begann nicht wirklich verheiungsvoll. Der Besucherandrang hielt sich arg in Grenzen. Zudem hatten SYNDEMIC anscheinend kurzfristig abgesagt, fr sie spielte die Band ARISE IN CHAOS. Die hatte die Bhne und vor allem den Mikrostnder des Sngers nett geschmckt, musikalisch berzeugen konnten sie aber nur die wenigsten. Der Set begann ganz ordentlich, baute zum Ende hin aber ab. Zu eintnig war das Ganze. Als Rausschmeier gab es aber dann doch noch ein kleines Bonbon fr alle Anwesenden. "Creeping Death" von METALLICA wurde angestimmt und sorgte fr gute Laune. Damit war der Auftritt beendet und ARISE IN CHAOS bekamen den entsprechenden Applaus.

Als zweites kamen an diesem Abend die Hamburger von SURFACE auf die Bhne. Und das Quartett machte seine Sache gut. Die gut 40-50 Besucher waren begeistert und es wurden die ersten Haupthaare geschwungen und viele Fe wippten im Takt mit. Die Jungs legten eine enorme Spielfreude an den Tag und nutzten den kleinen Raum auf der Bhne so gut es eben ging. Die gute Mischung aus Thrash und Death Metal sowie Hardcore Elementen wurde dankend vom Publikum angenommen. Surface Surface Die Zeit verging wie im Flug und SURFACE kamen zum Ende ihres gut dreiviertelstndigen Sets. Schade, da htte gern noch mehr von kommen knnen.

Die Inder von INNER SANCTUM befinden sich auf ihrer ersten Deutschland Tournee und freuten sich ber wirklich jeden Zuschauer. In der indischen Metal Szene haben INNER SANCTUM schon einen guten Namen, immerhin durften sie in ihrem Heimatland fr so unbedeutende Kapellen wie SLAYER, METALLICA oder auch CRADLE OF FILTH im Vorprogramm erffnen. Vor dem Konzert habe ich mich noch mit dem Bassisten Abisheik unterhalten, der mir von den bisherigen Auftritten erzhlte.

Surface Surface

Er war schwer begeistert von der bisherigen Tour, auch wenn die Band immer nur in kleinen Clubs gespielt hat, und zum Beispiel in Leipzig erst um 02.00 Uhr auf die Bhne ging. Am heutigen Abend ging es dann doch frher los, und alle Zuschauer warteten gebannt auf die ersten Takte von INNER SANCTUM. Die legten aus los wie die Feuerwehr, und knallten ihre Death/Thrash Granten mit voller Wucht von der Bhne. Ein groer Spa! Das Quintett war mit viel Herzblut dabei und nutzte den relativ kleinen Raum auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn die folgende Vlkerverstndigung ist auch nur im Metal Bereich mglich. Whrend Snger Gaurav seine Kenntnisse der deutschen Sprache zum Besten gab ("Fleischpeitsche" und "Kinder statt Inder"), waren ein paar wenige Besucher auch der indischen Sprache Hindi mchtig, und so flogen ein paar Beschimpfungen in dieser Sprache in Richtung Band. Die nahmen dass Ganze mit viel Humor, und es folgte eine kleine Sprachbung fr die Zuschauer mit besagter Beleidigung der wirklich belsten Sorte. Danach kam die universellste Sprache der Welt wieder zum Einsatz: die Musik. Und da gaben INNER SANCTUM nochmal alles, und auch der Mob vor der Bhne lie es sich nicht nehmen, zum Ende noch einmal komplett steil zu gehen. Nach knapp 50 Minuten war der positive Spuk dann leider vorbei. Es wurden noch lustige Gruppenfotos mit Veranstalter, den anderen Bands, der Crew und Gsten gemacht, dazu gab es auch noch ein paar Bierchen. Der Umsatz am Merchandise Stand von INNER SANCTUM war ebenfalls beachtenswert. Die EP gab es fr Fnf Taler (und ich sicherte mir die letzte Scheibe), die Hemdchen waren fr einen Zehner zu haben und ging ordentlichen ber den Tisch.

Surface Surface

Es war ein tolles Konzert, und alle die, die nicht gekommen waren, haben eine Menge verpasst. Man sollte generell die indische Metal Szene im Auge behalten, da kommt noch einiges auf uns zu. Und nicht nur Quantitativ, auch viel Qualitt brodelt da im Untergrund. Vorletztes Jahr spielten ECCENTRIC PENDULUM auf dem WACKEN OPEN AIR, letztes Jahr waren es ZYGNEMA. Dieses Jahr sind es schon zwei Bands, nmlich KRYPTOS (die mit ihrem letzten Album via AFM Records viele gute Kritiken bekamen) und DEVOID. Dazu kommen noch Truppen wie BHAYANAK MAUT, UNDYING INC, DEMONIC RESURRECTION, THE CIRCUS, PROVIDENCE um nur ein paar zu nennen. Alles Namen, die man sich merken sollte!

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