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24. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing ROCK HARD FESTIVAL 2013
Ort Gelsenkirchen, Amphitheater
Datum 17.05.2013 - 19.05.2013
Autor Torsten Butz & Marc Schallmaier
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Zu Pfingsten ging es dieses Jahr wieder einmal nach Gelsenkirchen. Das "Rock Hard Festival" im Amphitheater im Ruhrpott ist mittlerweile ein fester Termin im Jahreskalender vieler Headbanger aus Deutschland, aber auch aus dem Ausland. Nachdem uns im letzten Jahr das Wetter mit Sonnenschein ohne Ende und hohen Temperaturen verwhnt hatte, war fr dieses Jahr die Aussicht nicht wirklich gut: maximal 14 Grad Celsius und ordentlich Regen. Der Start in Hamburg konnte diese Vorhersage allerdings nicht bekrftigen. Als ich um halb zehn startete, schien die Sonne und es waren angenehme 20 Grad. Je nher ich aber dem Ort des Geschehens kam, desto mehr sank das Thermometer. Und am Hotel angekommen besttigte sich dann doch die Weissagung der Wetterfrsche. Es war wirklich frisch und der Himmel war eine Symphonie in Grautnen. Nun gut, kann man nichts dran ndern. Kurz eingecheckt, umgezogen und dann ging es schon ab auf das Festivalgelnde. Den Freitag musste ich noch alleine bestreiten, Kollege Torsten wrde erst am Samstag dazu stoen. Fotopass und den entsprechenden Ausweis gab es ohne Probleme, also ab zur Bhne und den ersten Auftritt angeschaut.(Marc)


Hellish_Crossfire
HELLISH CROSSFIRE

HELLISH CROSSFIRE hatten die Ehre, das diesjhrige Festival zu erffnen. Die deutsche Truppe konnte mit ihrem wilden Mix aus Thrash und Death Metal die bereits anwesenden Zuschauer einigermaen begeistern. Mir persnlich htten auch 4 bis 5 Nummern gereicht, denn im Anschluss zog sich der Set doch etwas. Zu wenig Abwechslung sowohl bei Gesang als auch musikalisch, und die Stcke klangen sich etwas zu hnlich. Angekndigt von Gtz Khnemund als "die deutsche Thrash Granate" muss ich dazu sagen, dass es derzeit wohl weitaus bessere Kapellen in unseren Gefilden gibt.(Marc)





Fleshcrawl Fleshcrawl
FLESHCRAWL

Als nchstes kamen dann FLESHCRAWL an die Reihe. Die Band kannte ich noch aus frheren Zeiten, in den letzten zehn Jahren hatte ich sie allerdings aus den Augen verloren. Und die Jungs konnten mich voll berzeugen. Der knackige Death Metal kam mit viel Spielfreude und ordentlich Druck aus den Boxen und FLESHCRAWL hatten sich eine Setlist mit viel Abwechslung zu Recht gelegt. Die Dreiviertelstunde verging wie im Flug und verbesserte meine Laune nach dem eher durchwachsenen Beginn und dem mittelprchtigen Wetter gewaltig. Das erste Bierchen und amtlicher Death Metal, so konnte es weiter gehen. (Marc)





Denial_Of_God
DENIAL OF GOD

Tat es aber leider nicht. DENIAL OF GOD, die kurzfristig fr NACHTMYSTIUM einsprangen, kamen mit Corpsepaint und umgedrehten Kreuzen um den Hals auf die Bhne. Diese war auch stimmungsmig mit Kerzen und Grabsteinen geschmckt, nderte aber leider nichts daran, dass die Dnen mit ihrem Black Metal nicht jedermanns Geschmack trafen. Obwohl mir der erste Song "Funeral" noch recht gut gefiel, weil sehr atmosphrisch, sehr doomig und mit einem tollen Gitarrenriff versehen, verflachte der Rest des Auftritts in dem blichen Black Metal Geballer in ICE Geschwindigkeit. Nur ganz selten, wenn DENIAL OF GOD das Tempo herausnahmen, blitzte das Knnen des Quartetts wieder auf. Schade. Ob NACHTMYSTIUM das htten besser machen knnen, lassen wir einfach mal dahingestellt. Auerdem funktioniert meiner Meinung nach Black Metal nicht wirklich bei Tageslicht auf einer groen Bhne.(Marc)




Den Auftritt von AUDREY HORNE habe ich mir mal geschenkt, um das restliche Gelnde zu erkunden und die ersten Bekannten wieder zu treffen.(Marc)


Ashes_Of_Ares

ASHES OF ARES Ashes_Of_Ares

Wir nherten uns dem Hhepunkt an diesem Freitagabend, vorher kamen aber noch ASHES OF ARES. Warum die neue Band von Matt Barlow (ehemals ICED EARTH) und Van Williams (ehemals NEVERMORE) als Co-Headliner heute auf die Bhne durften, entzieht sich meiner Kenntnis. Das Debut von ASHES OF ARES erscheint erst in ein paar Wochen, demzufolge war niemand der Anwesenden mit dem Material der Band vertraut. Trotzdem war eine Menge los im Publikum, was nur darauf zurck fhren ist, dass hier eben ein paar gestandene Herren aus der Metal Szene am Start waren. Der progressive Sound der Truppe traf leider berhaut nicht meinen Nerv, so dass ich mich bereits nach kurzer Zeit wieder in den Backstage Bereich verzog. Von hier aus konnte man immer noch ganz gut den Auftritt weiter verfolgen. Dem Publikum gefiel es, und dass ist schlielich die Hauptsache. Matt Barlow ist brigens ein angenehm unkomplizierter Zeitgenosse. Einer der wenigen Musiker, die man whrend des gesamten Festivals im Backstage Bereich begegnen konnte. Gerne diskutierte er mit den Leuten und genehmigte sich auch mal ein Getrnk. Sehr lblich.(Marc)





U.D.O.
U.D.O.

Den Abschluss am ersten Festivaltag bestritt dann U.D.O.. Da unser Chef von MyRevelations wahrscheinlich der grte Udo Dirkschneider Fan auf dem Planeten ist, muss ich bei den folgenden Zeilen sehr auf meine Worte achten. U.D.O. Fr mich war es erst die zweite Begegnung mit U.D.O., bei meinem ersten Mal mit der Kultfigur der deutschen Heavy Metal Szene, fand ich das Alles noch amsant und interessant. An dem heutigen Abend habe ich allerdings keine so guten Erfahrungen gemacht. Es mag auch sein, dass irgendetwas nicht rund lief, was dem normalen Zuschauer verborgen blieb. Udo Dirkschneider bewegte sich zwei Meter vor, wieder zwei Meter zurck und wieder vor und immer so weiter. Dass der Mann nicht mehr der Jngste ist brauch man wohl nicht erwhnen, aber irgendwie wirkte der Auftritt von Frontmann Udo ein wenig lustlos. Vielleicht liegt es auch an der neuen Gitarrenfraktion in der Band U.D.O., denn Andrey Smirnov und Kasperi Heikkinen sind erst seit Beginn dieses Jahres dabei. Ohne Insiderwissen kann man wohl nur spekulieren. Die Setlist lie soweit eigentlich keine Wnsche offen, gleich zu Beginn gab es mit "Steelhammer" den Titeltrack des neuen Albums, aber auch "Rev-Raptor" kam gut beim nun fast komplett gefllten Amphitheater gut an. Da sich weder die Stimmung vor noch auf der Bhne nderte, zog ich es auch hier vor, mir den Rest der Show aus dem erhhten Backstage Bereich anzusehen. Ohne weitere nennenswerte Vorflle ging dann mit den Klassikern "Metal Heart" und "Balls To The Wall" zu Ende, und der erste Tag des Festivals war zu Ende.(Marc)


Mit groer Vorfreude machte ich mich zum wiederholten Male auf den Weg zum Amphitheater in Gelsenkirchen. Leider beruflich bedingt erst am Samstag, doch das tat der Freude keinen Abbruch. Kollege Schallmaier war bereits freitags vor Ort, um fr mich mitzufeiern und Auge und Ohr offen zu halten. Doch zuerst musste ich Einkehren in die seit Jahren bestehende Wohngemeinschaft die sich fr dieses gesellschaftliche Ereignis immer wieder zusammenfindet. Mitten im Herzen von Gelsenkirchen sollte diese sein und so machte ich mich von dort, nach einer kurzen Strkung, mit ffentlichen Verkehrsmitteln auf zum Theater. (Torsten)

Horisont

HORISONT

HORISONT langweilten mit ihrem Mchtegern 70er Jahre Rock. Es reicht einfach nicht, sich Schlaghosen anzuziehen, Matte und Bart wachsen zu lassen und dann mit stumpfem Gefrickel auf alten Verstrkern und Gitarren rumzuklimpern. Dass das auch anders geht, sollten ORCHID am Sonntag unter Beweis stellen. HORISONT waren einfach nur schwach.(Marc)





Mustasch
MUSTASCH

Gerne htte ich noch einige Songs von HORISONT gehrt, doch so waren es MUSTASCH, die fr mich persnlich das Festival erffnen sollten. Einige CDs stehen im Regal, doch in echt sind mir die Skandinavier noch nie begegnet. Irgendwie hatte ich die Musiker etwas jnger in Erinnerung, aber das machte sich bei der versprhten Energie nicht weiter bemerkbar. Mustasch Keine Zeit verschwendend wurde Song fr Song auf die Menge geschleudert und der Kopf der Truppe, Ralf Gyllenhammar, glnzte nicht nur durch Gesangesleistung whrend er die Gitarre bearbeitete, sondern auch durch sympathischen Umgang mit dem Publikum, welches Mustasch am frhen Nachmittag schon mit viel Beifall belohnte. Nicht zuletzt mit dem abschlieenden und starken Song "I Hunt Alone" hinterlie der Vierer ihre Visitenkarte bei einigen Besuchern, die MUSTASCH bisher nicht auf dem Einkaufszettel hatten.(Torsten)
Vollste Zustimmung, lieber Kollege. MUSTASCH rockten richtig los und waren fr mich der Gewinner des Festivals! "Black City", "Mine" oder auch der Hit "Double Nature" strapazierten schon frh die Nackenmuskeln. Ralf Gyllenhammer lie es sich nicht nehmen, einen der Fotografen auf die Bhne zu holen, der somit ganz spezielle Fotos machen durfte. Als dann die drei Songs um waren, die die versammelten Knipser im Graben fr ihre Bilder nutzen konnten, sagte er pltzlich, dass wir da bleiben sollten. Verwundernd blieben wir Fotografen stehen. Er erzhlte, dass es so gut wie keine Live Fotos von BLACK SABBATH geben wrde, da diese eigentlich nie Fotografen zugelassen haben. So warf er sich noch ein wenig in Pose, bevor die Security anfing, die Fotografen dann doch Richtung Grabenausgang zu chauffieren. Netter Versuch, Mister Gyllenhammer!(Marc)




DESASTER

Desaster Mit den Koblenzern sollte der Hrtegrad des heutigen Tages um einige Rockwell angezogen werden. Gnadenlos brachte der Vierer die Artillerie in Stellung und feuerte eine Breitseite nach der anderen auf die zahlreichen Zuhrer ab. Zu Beginn "Nekropolis Karthago", der schon mal unmissverstndlich klarmachte wo es lang geht. Wenn der Himmel auch trocken blieb, DESASTER sorgten fr das erste, zweite, dritte Gewitter des Tages. ber "Divine Blasphemies" zu dem "Satan's Soldiers Syndicate" fhrte der thrashige Weg zu "Black Magic", mit dem Desaster an den krzlich verstorbenen SLAYER Gitarristen Jeff Hanneman erinnerten. Auch wenn der Sound zeitweise etwas breiig klang, hatten die Koblenzer mit diesem Auftritt die Messlatte fr die folgenden Bands schon mal stark angehoben.(Torsten)
Etwas breiig ist eine doch sehr nette Beschreibung. Teilweise fhlte ich mich an die ersten SODOM Scheiben erinnert, vor allem klangtechnisch. Aber okay, DESASTER taten das, was man von Ihnen erwartete. Und das war ganz okay.(Marc)


NAGLFAR

Die Schweden hatte ich bislang berhaupt nicht auf dem Radar, und so musste ich meine ersten Infos dem Programmheftchen entnehmen. Der erste Versuch auf dem RHOA zu spielen scheiterte vor Jahren wegen Airline-Streik und der Snger studiert Theologie und verbrachte einige Zeit in asiatischen Klstern zur Selbstfindung........aha. Ich selbst finde mich vor der Bhne und stemme mich der dsteren Wolke entgegen die sich ber das Theater absenkt. Ich lauschte dem zugegeben klasse Sound, betrachtete das Schauspiel, doch konnte ich persnlich der Musik nichts abgewinnen.(Torsten)


ENSIFERUM

Wie bereits bei NAGLFAR musste ich auch hier erstmal das Programmheft zcken um mich nher zu informieren. Namen schon oft gelesen, jedoch noch nie gehrt. Mnner in Rcken, prima. Wie schon bei Naglfar, umgingen ENSIFERUM all meine Geschmacksknospen und blieben schwer im Magen liegen. Es wurde Zeit Bekanntschaften zu pflegen und das Rund bis zur nchsten Band zu verlassen.(Torsten)


D-A-D
D-A-D

D-A-D Mit den Dnen wird es fr mich wieder interessant. Ein gewaltiger Kuh-Schdel thront ber der Bhne und darunter zeigen D-A-D was eine Show ist. Untersttzt von Pyros und von einem Schlagzeug, das sich in smtliche Richtungen bewegen lsst und den Drummer kopfber hngend beweisen lsst, was er kann. Bereits 2009 am selben Ort, hatten sie dieses Jahr eine Schippe draufgepackt. Basser Stig Pedersen, wie nicht anders bekannt mit seinen auergewhnlichen 2-Saiten Gitarren und seinem unermdlichen Einsatz auf der Bhne, ist immer ein Hingucker, nicht zuletzt wegen seinem verrcktem Pyro-Helm. Anfngliche Technik-Probleme werden gekonnt auf charmante und witzige Weise durch Snger Jesper berspielt und kleine Gags, wie der Brgermeister von 14Tubak mit Namensnderung blabla, waren die Wegbegleiter des ganzen Auftritts. Natrlich war auch die Musik an sich hrenswert, auch wenn viele D-A-D nur mit dem Song "Sleeping My Day Away" in Verbindung bringen, den sie als Langversion in der Zugabe spielten. "Verstehst ihr was ich sage?" fragte Jesper. Ja klar, wir verstanden und wir hatten richtig Spa.(Torsten)


Queensryche
QUEENSRYCHE

Queensryche Vor Jahren sah ich QUEENSRYCHE, eine meiner Lieblingsbands, in der Stadthalle Langen das letzte Mal live. Eine unschne Veranstaltung und ich schob die Erinnerung beiseite, beschrnkte mich auf das hufige Hren der ersten Alben und verfolgte das Geschehen um die Band aus Seattle nur beilufig. Doch dann musste ich hren, das Geoff Tate nicht mehr der Band angehrt und das mit Todd La Torre ein neuer Mann am Mikro steht. Eine neue Chance fr eine Band, die einige der besten Metal-Songs aller Zeiten geschrieben hat. Die Tour im Frhjahr wurde leider verschoben, doch hier und heute hatten ich und viele andere die Gelegenheit zu sehen und zu hren, welchen Weg QUEENSRYCHE einschlagen werden. Durch Live-Mitschnitte im Netz richtig neugierig, erwartete ich, dass sich der Vorhang bald hebt und auch das merkwrdige Intro sorgte nur kurz fr Verwirrung. In den nchsten 90 Minuten sollte sich ein musikalischer Leckerbissen in das Theater ergieen der Seinesgleichen sucht. Die Setlist liest sich wie ein Best-Of der Band und bereits mit dem Opener "Queen Of The Reich" (Queensryche Queen Reich.....got it?) hatte Todd alle Skeptiker berzeugt. Unter dem Namen "The Early Years" knnte man den Auftritt zusammenfassen, "Empire" vom gleichnamigen Album sollte der aktuellste Song des heutigen Abends sein. hh, halt: Mit "Redemption" und "Fallout" wurden zwei Songs des neuen Albums bedacht, das dieser Tage erscheinen wird. Mit "Speak" geht es weiter und es folgten Songs wo ich im Leben nicht mehr geglaubt htte, diese einmal live zu erleben. "En Force", "The Needle Lies", die Songs durchfluten meine Gehrgnge und sind reines Metall. Gerade mein zur Zeit meistgehrtes Album "The Warning" wurde reichlich bedacht und lie die Zeit viel zu schnell vergehen. Die Songauswahl, die aufeinander eingespielte Band und nicht zuletzt die gesanglichen Qualitten von Todd La Torre machten den Auftritt zu einem besonderen Erlebnis. Ich glaube, ich werde mir wieder eine Platte von QUEENSRYCHE kaufen.(Torsten)


    Setlist: QUEENSRYCHE
  • Queen Of The Reich
  • Speak
  • Walk In The Shadows
  • The Whisper
  • En Force Rock_Hard_Festival
  • Redemption
  • Fallout
  • Child Of Fire
  • Warning
  • The Needle Lies
  • Prophecy
  • Roads To Madness
  • My Empty Room
  • Eyes Of A Stranger
  • Take Hold Of The Flame
  • Empire

Gospel_Of_The_Horns
GOSPEL OF THE HORNS

Fr mich beginnt der Sonntag mit GOSPEL OF THE HORNS. Ich bin mir immer noch nicht so ganz sicher, was ich von dem Auftritt der Band halten soll. Zum einen wre da das wirklich gnadenlos runtergedroschene Programm der Australier. Das ist weder spektakulr noch originell. Mit viel Wohlwollen wrde ich den Mix aus Black und Thrash Metal als bodenstndig bezeichnen. Auf der anderen Seite spielten die vier Jungs derart unaufgeregt und mit einer stoischen Gelassenheit, dass man ihnen eigentlich den Coolness Preis des Festivals verleihen msste. Die Fans gehen nicht richtig mit? Egal, es wird noch mal angefeuert. Dem Gitarristen reit eine Seite? Auch egal, spielt der Rest eben weiter und man holt sich eben eine neue Axt und hat dann auch noch die Ruhe weg, das Spielgert zu stimmen. Es war ein sehr kurzweiliger Auftritt, auch wenn eine CD von GOSPEL OF THE HORNS wohl eher nicht in meine Sammlung wandern wird.(Marc)



ORDEN OGAN

Orden_Ogan Der Sonntag ist angebrochen und mit dem Morgen kam die Sonne. Bombenwetter war es dieses Jahr nicht, doch es hat nicht geregnet und dafr muss man bereits sehr dankbar sein. Orden_Ogan Jetzt aber strahlte die Sonne und ORDEN OGAN betreten die Bhne und sind die erste Band des Tages fr mich. Im Verlaufe der letzten Jahre habe ich bereits einige Konzerte der Band gesehen und die Weiterentwicklung ist offensichtlich. Das beginnt schon beim Outfit, welches die Band als Einheit erscheinen lsst und den musikalischen Hintergrund der Songs untermalt. Und wie man so lauschte, erkannte man das die Band nicht nur als Einheit erscheint, sondern tatschlich eine ist. Dazu kommt noch ein gewisses Animationstalent, dass viele Zuschauer dazu verleitete, sich ein Auge zuzuhalten und laut "Huarg" zu rufen. Sollte nicht berraschen bei Songs mit Namen wie "We Are Pirates". Mit "Angels War", so in etwa die Hymne der Band, rumten die Sauerlnder die Bhne. ORDEN OGAN sind der Beweis, dass der deutsche Power-Metal immer noch lebt.(Torsten) Und ob man das wirklich will, soll mal jeder fr sich entscheiden. Ich kann mit solchen Bands einfach berhaupt nichts anfangen, fand den gesamten Auftritt von vorne bis hinten ziemlich langweilig und aufgesetzt. Wer hngt sich denn bitte schn einen kaputten Autoreifen ber die Schulter und nennt sich dann Pirat? Sorry, aber da waren die Kostme von GWAR vor zwanzig Jahren deutlicher lustiger und innovativer. Und auch RUNNING WILD hatten diese Thematik schon vor verdammt langer Zeit durchgekaut.(Marc)


Orchid
ORCHID

Die Band aus San Francisco waren diese Jahr so etwas wie der Geheimtipp, und so brauchte man sich gar nicht zu wundern, dass es schon richtig voll war am Rhein-Herne-Kanal. Auch wenn mehrfach als BLACK SABBATH Kopie bezeichnet, muss ich feststellen, dass es mehr als eine solche ist. Ganz klar durch die Legende beeinflusst, haben sie doch ihren daraus entwickelten Stil, den sie rcksichtslos direkt mit dem Opener "Mouths Of Madness" in die Menge schleuderten. Und wenn schon von hnlichkeiten gesprochen wird, das Stck "Silent One" erinnert doch schon schwer an SLAYER im markanten Black Sabbath Gewand. Sind sie vielleicht erst seit kurzem in unseren Breitengraden bekannt, geben tut es die Band schon einige Jahre und Platten. Diese Erfahrung spiegelte sich im Auftritt. BLACK SABBATH hin, BLACK SABBATH her, mir und klar ersichtlich vielen anderen ebenso, hatten Orchid sehr gut gefallen. (Torsten)




Tank
TANK

Tank Nach ein paar jungen Bands wurde es mit TANK Zeit fr ein Urgestein des NWOBHM. Klar, der Name ist bekannt, oft gehrt, oft gelesen, doch so wirklich wahrgenommen hatte ich die Englnder bisher noch nicht und fr ber 30 Jahre Bhnenerfahrung fand ich es auch etwas lau. Vielleicht regiert bereits die Routine und die Gewohnheit und so kam nur wenig bei mir an. Nur Standgas sozusagen und so sprang auch der Funken nicht wirklich ber den Fotograben in die Menge, die mehr interessiert und wenig begeistert zuhrte. So konnte auch der Titelsong des bekannten Albums "This Means War" nicht mehr viel gutmachen. Vielleicht lag es ein wenig an dem krzlich eingesprungenen Snger ZP Theart, dass die Maschine nicht richtig ins Rollen kam.(Torsten) Kleine Anekdote noch von mir am Rande. Als der eben genannte Snger zu Beginn der Show mit viel Elan auf die Bhne kam, sah er innerhalb von Sekunden jemanden in den ersten Reihen stehen, der ohne Unterlass auf sein Handy schaute und wie wild am tippen war. Das fand ZP Theart nicht wirklich komisch und sorgte fr Aufmerksamkeit bei dem Handy-Schtigen. Als dieser dann zur Bhne schaute, ffte der Frontmann das Gedaddel nach und zeigte dem Telefonmann mit einem breiten Grinsen den Stinkefinger. Natrlich lchelte er danach wieder und hob etwas entschuldigend die Schultern, aber diese Aktion fand ich richtig gut.(Marc)



Threshold
THRESHOLD

Dafr rollte es bei TRESHOLD um so besser. Die Band besitzt eine Ausstrahlung die sofort ansteckte und wie ein Lauffeuer ber das Publikum brannte. Snger Damien Wilson, der Nachfolger des verstorbenen Andrew McDermott, bewies erneut das er die Idealbesetzung ist. Gesanglich, klar keine Frage, aber auch als Frontmann zeigte er wie man ein Konzert in ein Erlebnis verwandeln kann. Whrend lngerer Instrumental-Passagen flitzte er durchs Publikum, schttelte Hnde hier und dort, stand rechtzeitig wieder auf der Bhne und das erstaunlicherweise ohne wirklich auer Atem zu sein. Passend dazu natrlich die progressive Musik der Englnder, welche so filigran im starken Kontrast zu den zum Beispiel spter folgenden SEPULTURA stehen sollte. THRESHOLD haben viele Fans vor Ort, die ihre Band zu Recht ordentlich abfeierten und so das Konzert auch fr die Band selbst, zu einem besonderen machten. Saubere Vorstellung, klasse.(Torsten)


SEPULTURA

Lange war offen, wer jetzt dieser geheimnisvolle Act vor KING DIAMOND sein sollte und schlielich, wenige Tage vor dem Festival, wurde bekannt gegeben, dass es SEPULTURA sein werden. Seit dem Weggang der Cavalera-Brder haben wohl nur noch wenige diese Band auf ihrer Wunschliste und selbst ich kann nur wenig ber die neueren Alben sagen. Fakt ist jedoch das seinerzeit mit Erscheinen der "Arise" viele Herzen brasilianisch schlugen und unter anderem dem Titelsong eine brachiale Energie innewohnt, die man selbst dann sprt, wenn der Song vom rtlichen Kirchenchor vorgetragen wrde. Und so ist es klar, dass die Brasilianer, voran der Hne von Snger Derrick Green, mit Songs wie "Territory", "Biotech Is Godzilla", "Refuse/Resist" und eben "Arise" richtig punkten konnten. Ein Nackenbrecher jagt den anderen und nach dem letzten Song "Roots Bloody Roots" ist klar, das hier eine amtliche Empfehlung abgegeben wurde und das der teils gealterte Vierer mit dem jungen Wirbelwind, ja einem Tier von Schlagzeuger, noch lange nicht vom Festivalgeschehen wegzudenken ist und den Platz des Co-Headliners zu recht innehatte.(Torsten) Sepultura Sepultura



Auch ich muss Bue tun. Letztes Jahr habe ich SEPULTURA auf dem Wacken Open Air gesehen. Da fand ich den Auftritt sehr schwach, einzig und allein wurde das Konzert von den Gsten gerettet, eine Trommlergruppe aus Frankreich, die sich LES TAMBOURS DU BRONX nennen. Somit hatte ich auch keine guten Erwartungen an den Auftritt der Sdamerikaner. Wer aber mit "Troops Of Doom" seinen Set erffnet(!), der hat bei mir schon gewonnen. Und wie der Schlagzeuger, Eloy Casagrande ist brigens sein Name, seine Felle verprgelte, spottet wirklich jeder Beschreibung. Es ist wirklich lange her, dass ich einen Drummer live gesehen habe, der mit einer derartigen Hingabe und Leidenschaft auf sein Schlagzeug eindrosch. Respekt und Hut ab! Und auch ansonsten war der Auftritt von SEPULTURA eine wahre Freude. Daumen hoch!(Marc)




UMBAUPAUSE mit MAMBO KURT

Ganz ganz toll. Den haben wir jetzt oft genug gesehen und der war noch nie lustig.(Torsten)
Also lieber eine Stunde den Kurt als 30 Minuten Orden Ogan.(Marc)


King_Diamond
KING DIAMOND

Lange erwartet wurde dieser Auftritt. Nicht nur hier in Gelsenkirchen, generell ist es ruhig geworden um den Meister. Whrend dem unsglichen Geklimper in der Umbaupause konnte man bereits einige Blicke auf die Bhne erhaschen, welche vor allzu neugierigen Blicken mit einem groen Vorhang verhangen wurde. Etwas frher als geplant, wurde dieser Vorhang gelichtet, das randvolle Amphitheater blickte auf eine Mischung aus Friedhof und Gruselschloss und die bereits aufgekommene Dunkelheit passt prima zur Requisite. Kreuze und Pentagramm dster erleuchtet, es bot sich dem Amphitheater ein schauriges Bild. Die Band war durch den Friedhofszaun vom Publikum abgegrenzt, so dass man in etwa Zaungast war bei dem Schauspiel das jetzt starten sollte. Der King erschien in seiner bekannten Robe mit Knochen-Mikro zu den Klngen von "The Candle" und sollte sich in bester stimmlicher Verfassung prsentieren. King_Diamond Nun gut, der Gesang spaltet ja bereits seit....eigentlich schon immer, doch mir gefllt es so und ich war begeistert, als ich dort so stand und den King das erste Mal seit mehr als 10 Jahren wieder in Echt hren durfte. Die Bhne bot viel Platz fr Theatralik und so sollte es nicht verwundern, dass Grandma im Rollstuhl ber die Bhne rollte, whrend der Meister "Welcome Home" sang und schlielich Oma aus dem Stuhl half. Es war auch nicht der letzte weibliche Besuch, Miriam und Lola sollten uns noch beehren und mittendrin die spielfreudigen und agilen Bandmitglieder. Basser Hal Patino war immer in Bewegung, whrend Altmeister Andy LaRocque eher ruhiger war und durch filigranes Gitarrenspiel glnzte. Drummer Matt Thompson verschaffte dem Rest der Band eine Atempause in Form eines Solos. Der Zaun wurde durch vermummte Gestalten abgebaut und es wirkte als htte man den Zaun berwunden, hinter sich gelassen und man sei nun mitten im Geschehen, Friedhof fr alle. Mit in den Set flossen zwei Songs von MERCYFUL FATE, was so manchen sichtlich erfreute, doch bei mir ein kleines Geschmckle hinterlie, htte ich doch gerne "Abigail" gehrt, obwohl ich gerne zugebe, dass ein toller Querschnitt durch immerhin 12 Studioalben geboten wurde. Aber, man kann eben nicht alles haben und mit den "Black Horsemen" war die Mr vorber, Kreuze und Pentagramm strahlten blutrot in die Nacht und das Festival 2013 war Geschichte. Ich war in meinem Leben auf unzhligen Konzerten, doch eine Vorstellung wie die des Kings gehrt fr alle Zeit zu den Highlights. Grandios, famos, unerreicht. (Torsten)



Torsten_Butz_Marc_Schallmaier Die Pferde bereits angespannt, verlie ich nach Ende das Festivalgelnde, mein zweitgiges "Rock Hard" war vorbei. Fr die nchsten Stunden lie ich das Festival Revue passieren, whrend ich Kilometer fr Kilometer abspulte. Das Team vom "Rock Hard" hatte es dieses Jahr erneut geschafft, wieder einige Leckerbissen nach Gelsenkirchen zu rufen. QUEENSRYCHE und KING DIAMOND waren meine Highlights, doch auch D-A-D berzeugten mich mit ihrer Show und SEPULTURA sind immer noch nackenbrechend. Ich wei zwar nicht, wie das getoppt werden soll, doch ich werde mich berraschen lassen. Bis zum nchsten Jahr.(Torsten)

Leider fllt mein Fazit nicht ganz so positiv aus wie das meines geschtzen Kollegen. Auch ich machte mich direkt nach KING DIAMOND auf den Weg zurck nach Hamburg, und konnte dank der leeren Autobahnen auch ein wenig ber das nachdenken, was in den letzten drei Tage passiert ist. Zum einen muss ich sagen, dass alle drei Headliner (U.D.O., QUEENSRYCHE und KING DIAMOND) doch alle mehr oder minder aus der traditionellen Heavy Metal Ecke kommen. Da htte ich mir mehr Abwechslung gewnscht. Desweiteren hatte ich den Eindruck, dass sich viel Mittelma aus allen Genres auf den Bhnen austoben durfte. Meine persnlichen Highlights waren definitiv MUSTASCH, ORCHID, FLESHCRAWL und SEPULTURA. Bands wie D-A-D und auch KING DIAMOND haben einen gewissen Unterhaltungswert, auch wenn die Musik nicht mein Fall ist. In einem Punkt hat Kollege Torsten aber schon recht. Nmlich wie das Ganze noch zu toppen sein wird. BOLT THROWER haben bereits letztes Jahr gespielt, SLAYER sind aufgrunder der Ereignisse der letzten Zeit nicht mehr das, was sie einmal waren. Ganz zu schweigen von den Spekulationen, wie es mit der Band in der nahen Zukunft weitergehen soll. AC/DC oder auch METALLICA bewegen ihre Hintern sowieso nicht auf "kleine" Festivals. Und KING DIAMOND war schon seit langer Zeit der Wunschkandidat der Rock Hard Jungs.Quo Vadis, ROCK HARD FESTIVAL? Wir werden am Ball bleiben!(Marc)







Kind_Diamond Kind_Diamond

Mustasch Mustasch U.D.O. Queensryche Orchid

Denial_Of_God Desaster Horisont Kind_Diamond

Queensryche Queensryche Threshold



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