Navigation
                
11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing FACEBREAKER, BURIED IN BLACK, HUMAN DEBRIS
Ort Hamburg, Bambi Galore
Datum 25.04.2013
Autor Marc Schallmaier
>> Als E-Mail versenden

Im kleinen aber feinen Bambi Galore gab es heute Abend Death Metal vom Feinsten. Neben dem Headliner FACEBREAKER aus Schweden gaben sich noch die Lokalmatadore von HUMAN DEBRIS sowie BURIED IN BLACK die Klinke in die Hand.

Human Debris

Der Besucherandrang hielt sich zwar in Grenzen, aber alle die da waren hatten einen tollen Abend mit netten Leuten und guter Musik.

Den Anfang machten HUMAN DEBRIS, die mir bisher vllig unbekannt waren. Der melodische Death Metal des Quartetts war zwar ganz nett, und Snger Sebastian (der auch schon einmal bei SUIDAKRA am Start war) feuerte die Meute vor der Bhne immer wieder an. Allein, das Material an sich, war auf Dauer ein wenig zu vorhersehbar und nicht originell genug. Irgendwie wirkte die Band bis auf Snger und Gitarrist Sebastian auch ein wenig steif oder sehr konzentriert, die Songs fehlerfrei zu spielen. Sicherlich ist auf der kleinen Bhne vom Bambi Galore nicht wirklich viel Platz, und vielleicht hatten HUMAN DEBRIS auch keinen guten Tag erwischt. So zog sich der Auftritt ein wenig, bevor er ohne weitere Vorkommnisse zu Ende ging.

Buried In Black Buried In Black

Gespannter durfte da man schon auf BURIED IN BLACK sein. Die erste CD des Fnfers aus Hamburg erhielt durchwachsene Kritiken in der Medienlandschaft, was ich bis heute nicht so ganz verstehen kann.

Bei der Masse an Verffentlichungen im Death Metal Bereich heben sich BURIED IN BLACK fr meinen Geschmack ganz klar ab, und die eher schlechten Kritiken allein an die Produktion zu hngen kann ich wenig nachvollziehen. Umso mehr freute ich mich auf die Ankndigung, dass die Band an dem heutigen Abend drei neue Stcke zum Besten geben wrde. Neben Granaten wie "One Life Left" oder auch "One Ate Seven" kamen die neuen Songs, die noch Arbeitstitel wie "Stalinorgel" und hnliches tragen, richtig gut rber. Und auf die Truppe ist live immer noch Verlass. Da wird gebangt was die Rben hergeben und man merkte, dass da eine Band auf der Bhne steht, die mchtig viel Spa bei der Ausbung ihres Hobbys hat. Groer Sport, und hoffentlich gibt es bald mehr zum Nachfolger vom Debut "Black Death" zu berichten. Ich bleibe am Ball!

Facebreaker Facebreaker

Dann war es Zeit fr FACEBREAKER. Die Skandinavier spielen zwar eher den einfachen Death Metal mit der groben Kelle, aber die Songs haben verdammt gute Riffs und eine Menge Groove zu bieten. So machte der Auftritt nicht nur mir hllisch Spa, auch das Publikum kam nun noch mehr in Bewegung und erfreute sich an Schdelspaltern wie "Cannibalistic", "Blood Thirst" oder "Walking Dead". Ebenso konnten neue Songs wie z.B. "Zombie Flesh Cult" von neuen Album "Dedicated To The Flesh", dass Ende Juni erscheinen wird, voll berzeugen. Der Song ist eine echte Granate, ging sofort ins Ohr und wenn der Rest des Albums diesen Standard hat, wird es ein echtes Hammer Album! Leider nicht am Start war Gitarrist Mika Lagren, dieser war mit seiner anderen Band GRAVE ebenfalls auf Tournee. Sein "Ersatz", wenn man den Kollegen so nennen darf, war aber nicht von schlechten Eltern. Bestimmt 2 Meter hoch, dazu ein muskulser, durchtrainierter und ttowierter Oberkrper. Ein Baum von einem Kerl! Nicht nur optisch sondern vor allem an der Gitarre konnte der Mann berzeugen, und dass ist ja eigentlich auch wichtiger.

Facebreaker Facebreaker Trotzdem wrde ich vermuten, dass so manch weiblicher Fan ein Foto mehr von ihm gemacht hat. Zurck zur Musik, denn FACEBREAKER machten absolut keine Gefangenen. Ein paar kleinere Ansagen, aber dass war es dann auch schon mit der Kommunikation. Das Publikum ging gut mit und feierte das Quintett ordentlich ab. Der Sound war okay, lediglich zu Beginn hatte man das Gefhl, dass die Gitarren etwas zu leise waren. Das regulierte sich aber im Laufe des Auftritts. Zum Abschluss gab es dann noch Creeping Flesh vom letzten Album Infected, dann war Schicht im Schacht.

Starker Abend mal wieder im Bambi Galore. Wer denn Laden noch nicht kennt, sollte unbedingt mal bei den nchsten Konzerten vorbeischauen, wenn es von der persnlichen Stil Richtung hinhaut. Am heutigen Abend sah man zumindest keine enttuschten Gesichter auf dem Weg nach Hause.

<< vorheriges Review
SIX FEET UNDER, SHATTERED SOCIETY, SHEOL AFTERLIFE, THE BLINDED, DEATHCON ALPHA - Mhltal bei Darmstadt, Steinbruch Theate [...]
nchstes Review >>
NEUROTIC DEATHFEST - WENN DER TOD SEINEN ERSTEN RUNDEN GEBURTSTAG FEIERT - Tilburg / Niederlande, 013 Venue


Zufällige Reviews