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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SILVERSTEIN, FUENRAL FOR A FRIEND, THE TIDAL SLEEP
Ort Hamburg, Markthalle
Datum 12.04.2013
Autor Marc Schallmaier
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Was willst Du denn auf dem Kindergeburtstag? Das war so ziemlich die einhellige Antwort auf meine Aussage, an diesem Tag zu SILVERSTEIN und FUNERAL FOR A FRIEND zu gehen. Zugegeben, als ich an der Markthalle ankam, und sah, dass bei vielen Besuchern der Personalausweis kontrolliert wurde bzw. der ein oder andere noch auf den notwendigen Erziehungsberechtigten wartete, machte ich mir dann doch so meine Gedanken. Aber, wie das ja oftmals so ist, wurde ich im spteren Verlauf des Abends eines Besseren belehrt.

Ich kam zwar nur 10 Minuten spter an, als das Konzert eigentlich starten sollte, und trotzdem hrte ich von der ersten Band des Abends THE TIDAL SLEEP nur noch die letzten beide Stcke. Das ist nicht reprsentativ und von daher werde ich zu der Band auch nichts schreiben.

Funeral For A Friend Funeral For A Friend

Nach einer relativ kurzen Umbaupause kamen dann FUNERAL FOR A FRIEND auf die Bhne. Die Englnder gaben gleich mal Vollgas und bretterten Ihre Songs mit viel Wucht und Leidenschaft ins Publikum. Es befanden sich eine Menge Leute mit entsprechenden FUNERAL FOR A FRIEND T-Shirts im Saal, aber so richtig in Wallungen kamen die nicht. Lediglich ein kleiner Haufen versammelte sich direkt vor der Bhne, um ein wenig die Gliedmaen zu schtteln. Der Rest hielt gebhrend Abstand und verfolgt den gut 45mintigen Auftritt der Briten. Dieser verflachte leider immer mehr zum Ende des Sets, woran es lag kann ich leider nicht sagen. Waren es die mangelnden Reaktion aus dem Publikum? Waren die Musiker unzufrieden ber sich selbst? Gab es technische Probleme, von denen man abseits der Bhne nichts mitbekam? Keine Ahnung. So pltscherte der Gig vor sich hin und kam ohne weiteren nennenswerte Hhepunkte oder hnliches zum Ende.


    Setlist: FUNERAL FOR A FRIEND
    • Conduit
    • The Distance
    • Roses For The Dead
    • You Want Romance
    • The End Of Nothing
    • Grey
    • Damned If You Do, Dead If You Don't
    • High Castles
    • Juneau
    • Escape Artists Never Die

    Fr mein Verhltnis zu SILVERSTEIN war dies die letzte Chance. Ihr Album "Discovering The Waterfront" habe ich eine Zeit lang rauf und runter gehrt. Mit den nachfolgenden Album wurde ich nicht oder nur teilweise warm. Und als ich die Band vor gut drei Jahren im Vorprogramm fr BILLY TALENT anschauen durfte, war dies mehr als ein durchwachsener Auftritt. Schlechte Songauswahl, schlechter Sound und Frontmann Shane Told, der eigentlich gar nicht mit dem Publikum kommunizierte und sehr introvertiert wirkte.

    Silverstein Silverstein

    Aber nichts von alledem passte zu dem heutigen Abend. Es gab richtig guten Sound aus den Boxen, die Setlist lie wirklich keine Wnsche offen und Shane Told tat endlich mal das, was man von einem Frontmann einer Rockband haben will. Er ging richtig steil, redete viel mit den gut 850 Zuschauern und brachte eine 1A Performance am Mikro. Und auch die Anwesenden taten ihren Teil dazu bei, dass dieses Konzert richtig gut wurde. Da wurde gepogt, gemosht und crowdgesurft, dass es eine wahre Freude war. Das htte ich so nicht von diesem doch sehr jungen Publikum erwartet. Aber irgendwo muss der Nachwuchs ja her kommen, und wenn die Kids dann zu einem Screamo Konzert gehen ist dass allemal besser, als zu irgendeiner Casting Scheie und sonstigen Pop Gedhns. SILVERSTEIN nutzten die Gunst der Stunde und man merkte dem Quintett aus Kanada deutlich die Spielfreude an. Songs wie "Your Sword Versus My Dagger", "American Dream" oder auch "Smashed Into Pieces" wurden begeistert vom Publikum abgefeiert.

    Silverstein Silverstein

    berall waren nur zufriedene und glckliche Gesichter zu sehen. Zum Abschluss gab es dann "My Heroine" und "Smile In Your Sleep", zwei absolute Knaller vom "Discovering The Waterfront" Album, und dann war Schicht im Schacht. Ein tolles Konzert mit einem wrdigen Headliner ging zu Ende, eine kleine Anekdote habe ich dann aber doch noch. Die T-Shirts am Merchandise Stand waren mit EURO 20,- im hheren Bereich, und so toll fand ich die Designs nicht. Allerdings gefiel mir ein Kapuzenpulli mit Reiverschluss von SILVERSTEIN dann doch, und dieser sollte nur fnf Taler mehr kosten als die Leibchen. Also ging ich zum Stand und bestellte einen Pulli in der Gre XL. Daraufhin sagte der Mann zu mir: "XL? Da habe ich noch einen ganzen Karton von da. Dioe Gren S und M sind aber schon ausverkauft".


    Setlist: SILVERSTEIN
    • Stand Amid The Roar
    • Sacrifice
    • Bleeds No More
    • Your Sword Versus My Dagger
    • Sound Of The Sun
    • American Dream
    • On Brave Mountains We Conquer
    • The Artist
    • Vices
    • Smashed Into Pieces
    • Massachusetts
    • Broken Stars
    • Call It Karma
    • Departures
    • My Heroine
    • Smile In Your Sleep









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