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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing HEADBANGER'S NIGHT X
Ort Konken, Sporthalle
Datum 23.03.2013
Autor Thorsten Dietrich
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Die Metalheads Remigiusland haben bei ihrer zehnten Ausgabe der "Headbanger's Night" den Laden ausverkauft. Neben erprobten "HBN" Rechen, wie Skanners und Dark Horizon, haben sie mit der Reunion einer lokalen Kultband das richtige Hndchen gehabt und viele Zuschauer angezogen. Einige Leute waren gar erbost keine Karten mehr bekommen zu haben. Als ich gegen 20.00 Uhr die Halle betrat, war diese schon gut gefllt. Sektbar, Biertheke, Snacks und ein Mechandisestand waren die Eckpfeiler des Abends. Die Bierpreise waren fr einen halben Liter mit 2,40 Euro freundlich und am Eingang verkauften ein paar Leute Metal Wine den man auch probieren kann. Nette Idee!

Dark Horizon Dark Horizon


Dark Horizon

Der Opener der prall gefllten Halle machten die italienischen Melodic-Metaller Dark Horizon die schon einmal da waren und auch ein Livealbum als Bonus der Neuauflage des ausverkauften Debtalbums "Dark Light Shades von 2004 auf der "Headbanger's Night" mitschneiden lieen. Die quirligen, schmalen Italiener haben im Vergleich zum letzten Auftritt einen neuen Bassisten und etwas die Haare gekrzt, ansonsten boten uns die Sdlnder gute Kost und eine Mischung der beiden Studioalben. Snger Roberto Quassalo wargestenreicher Mittelpunkt und verstrmt mit Dauergrinsen und viel Bewegung positive Energie. Der Gitarrist Daniele Mandelli brauchte ein paar Songs um aus seiner Schchternheit zu entfliehen und gab sich dann bewegungsreicher und gelster auf der Bhne. Sein Verhalten knnte aber auch am Sound gelegen haben, da man anfangs die Gitarre sehr schlecht gehrt hat. Keyboarder Allessandro Batini dominierte teilweise den Sound und machte sich am Ende des Sets mit einem portablen Keyboard wie bei Sonata Arctica oder Dragonforce auf etwas Bewegung in seine Rolle zu bringen. Der mir unbekannte langhaarige Bassist war wohl Gastmusiker und fgte sich gut ins Bandgefge ein. Die gute Dreiviertelstunde wurde u. a. mit einer Coverversion des Alice Cooper Songs "Poison" erweitert, bei dem ein als Alice verkleideter Freund der Band (Stefan Lang) auf die Bhne kam.



Setlist: Dark Horizon

  • Empty Mirror
  • My life
  • Victim Of Changes
  • The Oath
  • The Glory
  • The Weeping
  • Where Have The Angels Gone
  • Liar
  • The Age Of Light

Promince Promince Promince

Als ich mich auf die nchste Band aus Italien, Skanners freute gab es noch eine berraschung. Die recht neue Band Promince die bisher nur eine EP drauen haben, aber da die wohl Wein produzieren und diesen auch als Metal Wine vermarkten, durften sie diesen auf im Vorraum prsentieren. Musikalisch boten die vier Kurzhaarigen und der langhaarige Snger im In Flames Shirt eine Mischung aus Thrash Metal und Metalcore mit etwas "normalem" Heavy Metal. Das Ganze wurde mit Elan und Engagement prsentiert, ist musikalisch nicht neu, aber gut gemacht. Fazit: nette Idee und ein Farbtupfer fr diese Veranstaltung.






Setlist: Promince

  • Chapter X
  • As Roses Died In Vain
  • Your Simplified Illusions

Skanners Skanners Skanners

Nun kamen die Skanners aus Italien, eine Metalband die live unglaubliche Energie ausstrahlt und mit einem kleinen, aber unglaublich fidelen Snger Claudio Pisoni mit Charisma gesegnet ist. Neben dem jungen Drummer Davide Odorizzi der wohl immer noch nicht volljhrig ist vom letzten Mal gab es noch den groen Bassisten Tomas Valentini mit lockigem braunen Haar der an einen vielleicht 20 Jahre alte Nibbs Carter (Saxon) erinnerte und mit dem Snger mchtig Gas auf der Bhne gab, whrend die Gitarristen dagegen etwas ruhiger waren.

Treibender, klassischer, von der Masse strflich unterschtzter Power Metal drang aus den Boxen und Kracher, wie das fr die Bhne geschaffene "We Rock T he Nations", lieen mich nicht kalt. Skanners spielten sich mal wieder den Hintern ab und gaben alles, was auch der letzte Besucher in der hintersten Ecke merken musste. Eine Band, die so unter Strom steht und deren Energie mich ansteckt, kann ich mir immer wieder anschauen! Auch das Deep Purple-Cover "Burn" als Abschluss des Konzertes passte zu der Band. Dieses Mal haben die Musiker ihren Gig fr eine DVD mitgeschnitten. Da bin ich mal gespannt auf das Ergebnis! Hoffentlich gibt es auch bald ein neues, gutes Album.



Setlist: Skanners

  • Intro - Welcome To Hell
  • We Rock The Nations
  • Blood In My Eyes
  • Iron Man
  • Factory Of Steel
  • Metal Party
  • Turn it Louder Now
  • Starlight
  • Skanners
  • Hard And Pure
  • Burn

Backtrack

Um das Phnomen BACKTRACK zu verstehen, muss man eigentlich aus der nheren Umgebung von Konken kommen, also im Kreis Kusel oder im Umland aufgewachsen sein. Ende der 80er und Anfang der 90er gab es in dieser Region vier, fnf Bands, die Samstag fr Samstag in einem anderen Dorf die Bhnen rockten oder popten (nicht falsch verstehen!). Neben PHALANX, die sich dem Metal verschrieben hatten, setzten BACKTRACK auf Hardrock-Cover und schrieben zustzlich vier eigene Songs, die sie dann im Programm hatten.

Auf der "HBN X" gaben die Mannen um Snger Ron Quiroz ihr erstens Konzert seit 21 Jahren. Genau darum war die Veranstaltung auch ganz schnell ausverkauft, denn kein Altrocker der damaligen Zeit wollte sich seine Jugendliebe entgehen lassen. Fr viele der Anwesenden waren BACKTRACK die Triebfeder zum harten Rock und ber Songs wie "Mr. Crowley", entdeckte man die Soloscheiben von Ozzy oder stellte erstaunt fest, dass es eine Band wie Night Ranger gab, die neben "Don't Tell Me You Love Me" noch viele geile andere Hymnen hatte. BACKTRACK betraten um 23.00 Uhr mit dem Intro zu "After The War" die Bhne und die versammelte Meute fra ihnen aus der Hand.

backtrack Backtrack

Ron hatte zu Beginn noch leichte Schwierigkeiten die hohen Tne zu treffen, aus diesem Grund hatte man im Vorfeld auch gleich die ein oder andere Nummer gestrichen, doch im Laufe des Gigs fand er zu alter Form zurck und servierte Gnsehautversionen, der eigenen Ballade "Can't Get You Out Of My Mind" oder von "Sweet Child O' Mine", der Nummer von Guns 'N' Roses. Wie gewohnt, bernahm Basser Achim Rausch, er spielt als einziger noch aktiv bei der erfolgreichen New Country Gruppe NIGHTHAWK, das Mikro bei den ZZ Top-Nummern und servierte zusammen mit der Band eine geile Version des Georgia Satellite-Klassikers "Keep Your Hands To Yourself". Die bandeigenen Hits "Rock With Force" und "Take A Chance" wurden lautstark mitgesungen und bei "Paranoid", das von Andreas Lahm mit langem Keyboardintro eingelutet wurde, schien die Menge durchzudrehen. Gitarrist Klaus Wagner, im coolen Mr. Big-Shirt, hat nichts von seiner Magie an den sechs Saiten verloren und besonders die Soli bei den Gary Moore Songs, spielte er annhernd so ausdrucksstark wie der Meister. Den Mann am Schlagzeug kennt jeder nur unter seinem Pseudonym "Tiger" und wie ein solcher gerbte er nach langer Spielpause die Felle. Lngst war das versammelte Volk selig und schwelgte in Erinnerungen. Die wurden ihnen, nachdem das regulre Set beendet war, im Zugabenteil mit "Freebird" und "Stairway To Heaven" noch einmal nachhaltig serviert. Fr die Fans der Band war dieser Gig sicherlich etwas ganz Besonderes, denn damit war in diesem Leben nicht mehr zu rechen. Aber auch die "normalen" Fans der "HBN", die immer da sind, nahmen den Veranstaltern den Griff in die Nostalgiekiste nicht bel, denn im Vorfeld gab es mit DARK HORIZON, SKANNERS und mit dem Kurzauftritt von PROMINCE die bliche Mucke auf das lautstrkenerprobte Metalohr. Hoffentlich hren die Macher nach diesem zehnten Mal nicht auf!

Setlist: Backtrack

  • After The War
  • Summer Of 69
  • Take A Chance
  • Automobile
  • Paranoid
  • Cant't Get You Out Of My Mind
  • Over The Hills And Far Away
  • Runaway
  • Beer Drinkers And Hell Raisers
  • Sweet Home Alabama
  • Sweet Child O'Mine
  • Keep Your Hands To Yourself
  • Rock With Force
  • Friday On My Mind
  • Turbo Lover
  • Smoke On The Water
  • Mr. Crowley
  • Johnny B. Good
  • Freebird
  • Stairway To Heaven













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