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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing HELLOWEEN, GAMMA RAY
Ort Langen, Neue Stadthalle
Datum 10.04.2013
Autor Thorsten Schwalbach
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HELLOWEEN lieen sich zu ihrer aktuellen Tour mal wieder was Besonderes einfallen und spielten mit GAMMA RAY eine Neuauflage von "Hellish Rock", bei dem diese Bands vor Jahren schon einmal sehr erfolgreich unterwegs waren. So stand in der Neuen Stadthalle Langen ein echter Pflichttermin an. Anheizer waren diesmal die Brasilianer von SHADOWSIDE. Allerdings hatte ich nachmittags direkt nach der Arbeit noch ein sehr freundliches Interview mit Basser Markus Grosskopf (demnchst hier zu lesen) und musste nochmal nach Hause, wodurch wir diese Band verpassten. Ohrenzeugen nach haben SHADOWSIDE aber echt berzeugt waren auch ziemlich gefragt, als sie spter an ihrem Merchandisestand erschienen. Diese Tour war fr sie wohl ein Erfolg.

Gamma Ray Gamma Ray

Pnktlich zu GAMMA RAY schafften wir es, in der Stadthalle zu sein. Mit "Anywhere In The Galaxy" legten Kai Hansen und seine Jungs flott los und hatten die Fans direkt auf ihrer Seite. Kai wechselte mit Henjo Richter spielerisch zwischen prgnanter Rhythmus - und virtuoser Leadgitarren - Arbeit. Die ganze Band war sehr agil, stndig in Bewegung und "Neuschlagzeuger" Michael Ehr sorgte mit seinem dynamischen tighten Spiel fr das przise Rhythmusfundament und den ntigen Groove. Das folgende eingngige "Men, Martians and Machines" kam genauso gut an und wurde vom Publikum begeistert mitgesungen. Danach gingen GAMMA RAY mit "The Spirit" ziemlich weit in ihre Vergangenheit und drehten das Tempo ein wenig zurck. Die leicht groovige / atmosphrische Ausrichtung dieses Songs sorgte fr willkommene Abwechslung in der Setlist. Vor "Master Of Confusion" machte Kai eine lngere Ansage und wies auf die neue EP der Band hin und dass das neue Album halt erst Anfang 2014 herauskommen wird. Ging dieser Song eher in die melodische Richtung gaben GAMMA RAY im zweiten neuen Stck "Empire Of The Undead" wieder so richtig Gas. Zwei typische GAMMA RAY - Songs, bei denen die Stimmung nicht gegenber den gespielten "Gassenhauern" abfiel. In seinem virtuosen Solospot zeigte Henjo seine Klasse und berzeugte mit VAN HALEN - artigen Licks. Dann bewies er seinen Humor und prsentierte ein quietschendes Gummischwein ("Ich hab jetzt hier ein Pick und ihr msst ihm nachsingen..."), was ziemlich gut ankam.

Gamma Ray Gamma Ray

In dem przise gespielten "Future World" und dem Stampfer "To The Metal" nutzen die Fans ihre Chance zum Mitsingen. Die Band ging kurz von der Bhne. Nach fordernden Zugabe - Rufen kamen GAMMA RAY sehr bald zurck, um im schnellen "Send Me A Sign" nochmal so richtig abzurumen. Danach war erst mal Feierabend fr die Band und die Jungs wurden verdient abgefeiert. GAMMA RAY haben in Langen absolut berzeugt und durch ihre Spielfreude die Fans auf ihre Seite gezogen. Die Setlist war eine gelungene Mischung von neuen Songs und alten Klassikern, weshalb der Anfang schon mal total gelungen war.









    Setlist GAMMA RAY:
  • Anywhere In The Galaxy
  • Men, Martians And Machines
  • The Spirit
  • Dethrone Tyranny
  • Master Of Confusion
  • Empire Of The Undead
  • Empathy
  • Rise
  • Gitarrensolo Henjo Richter
  • Future World
  • To The Metal
  • Zugabe
  • Send Me A Sign

Die anschlieende Umbaupause war dann erfreulich kurz. Nach rd. 30 Minuten wurde es dunkel und "For Those About To Rock (We Salute You)" erklang vom Band. Whrend dieses Stcks war die Bhne von einem riesigen Tarnnetz verhangen, hinter dem die ersten Lichter angingen. Durch das Netz waren Snger Andi Deris und Basser Markus Grosskopf zu erkennen, die mit Schlagzeuger Dani Lble mit dem live gespielten "Wanna Be God" die Show einluteten.

Helloween Helloween

Kam sehr gut rber und war mal was Anderes. Whrend dieses Songs war die Spannung im Publikum greifbar, endlich HELLOWEEN zu sehen. Dann fiel das Tarnnetz, die Jungs strmten komplett auf die Bhne und legten mit dem Opener "Nabataea" des aktuellen Albums schnell und dynamisch los. Die Fans gingen von Anfang an sehr gut mit. HELLOWEEN waren pausenlos in Bewegung, Sascha Gerstner und Michael Weikath spielten sich die Melodien und Riffs gegenseitig zu und beim gefhlvollen Solo begab sich Sascha zum ersten Mal an den Vorsprung der Bhne. Danach folgte mit "Eagle Fly Free" der erste Klassiker, der vom Publikum begeistert mitgesungen wurde und in dem Markus und Dani mit ihren kurzen Soloparts begeisterten. Schon in den ersten Stcken war klar, dass die Stimmung der Fans erfreulicherweise bei den neuen Stcken genauso euphorisch war wie bei den alten Songs, was auch den Rest des Abends so blieb.

Nach diesem starken Anfang gaben HELLOWEEN im Titelsong des aktuellen Albums "Straight Out Of Hell" weiter richtig Gas. Der Chorus wurde von Markus, Sascha, Weikie und den Fans lautstark mitgesungen. Nachdem die Band in "Where The Sinners Go" das Tempo ein bisschen drosselte gab es eine lngere Ansage, in der Andi erzhlte, dass die Band sich beim nchsten Song an den Wnschen der Fans orientierte, obwohl der "ziemlich schwer zu spielen sei". Mit "Falling Higher" folgte eine echte berraschung, die die Band sehr lange nicht live gespielt hatte. Natrlich wurde auch dieses Stck perfekt umgesetzt, wobei Michael und Sascha mal wieder mit total przisem Zusammenspiel und schnellen Lufen glnzten. Allgemein fiel auf, dass Andi Deris sehr gut bei Stimme war und auch die Hhen in "seinen" Songs hervorragend meisterte. Es hat sich wirklich ausgezahlt, dass HELLOWEEN die Setlist in Richtung der "Deris - ra" umgestellt hatten, was ja oft von den Fans gewnscht wurde. Ist absolut logisch, denn die Band hat mit ihm genug klasse Songs gemacht, um einen Abend vollzukriegen. Im folgenden nicht zu langen Solo zeigte Dani, welch schneller und filigraner Schlagzeuger er ist und feuerte zwischendurch die Fans an, mitzumachen. Nachdem es im abgefeierten "I'm Alive" mal in die Vergangenheit ging begeisterte Sascha Gerstner in "Live Now !" mit coolen Talkbox - Sounds, mit denen er die "Oh Oh - Chre" des Songs umsetzte. In diesem Stck gab es das bliche Singspielchen mit den Fans, was Andi aber nicht zu lange ausdehnte und sehr gut ankam.

Helloween Helloween

Nach so viel Power gaben HELLOWEEN mal Zeit zum durchatmen. Die Ballade "Hold Me In Your Arms" wurde mit Akustikgitarre sehr gefhlvoll umgesetzt. Im Solo kamen beide Gitarristen zum Bhnenvorsprung und begeistern mit perfektem Zusammenspiel. Fr dieses Stck gab es den verdienten Applaus. In "If I Could Fly" blieb es dann nochmal ruhig, bevor es wieder schneller wurde. HELLOWEEN gaben richtig Gas und gingen wenig spter nach dem Kracher "Power" zum ersten Mal unter begeistertem Beifall von der Bhne.

Die Fans forderten vehement nach einer Zugabe, zu der sich HELLOWEEN nur kurz bitten lieen. Die Jungs kamen schnell zurck und spielten zunchst die bejubelten "Are You Metal ?" und "Dr. Stein". Natrlich war durchs Internet bei den meisten Fans bekannt dass danach noch etwas kommt, worauf alle zu warten schienen. Nach diesen Stcken ging die Band nochmal kurz von der Bhne, um mit Kai Hansen als Verstrkung zurckzukommen. Mit drei Gitarristen kam der mystische Anfang von "Halloween" noch besser rber und die Fans gingen nochmal so richtig aus sich raus. Dieses Epos verbanden die Jungs mit "How Many Tears" und "Heavy Metal (Is The Law)" zu einem coolen Frhphasen - Medley. Kai ging zwischendurch kurz von der Bhne, entledigte sich seiner Gitarre und kam mit Kappe und Sonnenbrille als "Rob Hansen" zurck. Er lieferte sich mit Andi Deris ein "Scream - Duell", aus dem Herr Hansen als der berzeugendere Rob Halford hervorging. Danach berlie Andi Kai den Leadgesang im letzten Teil des Medleys und zog sich in den hinteren Teil der Bhne zurck, um so richtig abzubangen.

Nach dem letzten Teil von "Halloween" bernahm Andi wieder das Mikro, GAMMA RAY kamen geschlossen auf die Bhne und zusammen spielten alle dann das endgltige Finale "I Want Out". Bei diesem Song war nur noch Party angesagt und man wusste gar nicht mehr wohin man sehen sollte. Danach war leider endgltig Schluss. HELLORAY kamen zum Bhnenrand, schmissen begeistert alles, was sie an Setlisten, Pleks und Drumsticks auftreiben konnten und wurden zum Abschied verdient von den Fans absolut enthusiastisch gefeiert und verabschiedet.

Helloween Helloween

Nachdem ich die "HELLISH ROCK - Tour" vor ein paar Jahren verpasste hat mich die Neuauflage absolut begeistert. Gut drei Stunden Melodic Metal vom Feinsten, umgesetzt mit Begeisterung und Spielfreude auf hohem technischen Niveau, dazu die mutige Setlist von HELLOWEEN, die sich nicht zu sehr in die "Keeper - Phase" zurckzogen - alles das trug zu einem wirklich genialen Konzertabend bei. Ich wei nicht wie oft mich HELLOWEEN im Laufe der Jahre schon live begeistert haben, aber es war bestimmt nicht zum letzten Mal. Beim Rausgehen noch schnell das neue Longsleeve eingesackt, dann ging es nach Hause in der Hoffnung, dass die nchste Tour nicht zu lange auf sich warten lsst...








    Setlist HELLOWEEN:
  • For Those About To Rock (We Salute You / AC/DC, vom Band)
  • Wanna Be God (live gespielt)
  • Nabataea
  • Eagle Fly Free
  • Straight Out Of Hell
  • Where The Sinners Go
  • Falling Higher
  • Drum Solo Dani Lble
  • I'm Alive
  • Live Now !
  • Hold Me In Your Arms
  • If I Could Fly
  • Hell Was Made In Heaven
  • Zugabe 1:
  • Are You Metal ?
  • Dr. Stein
  • Zugabe 2:
  • Medley (Halloween / How Many Tears / Heavy Metal (Is The Law) / mit Kai Hansen)
  • I Want Out (mit GAMMA RAY)







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