Navigation
                
23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing A MILLION MILES, THE VERY END
Ort Hamburg, Bar 227
Datum 05.04.2013
Autor Marc Schallmaier
>> Als E-Mail versenden

Die Bar 227 in Hamburg ist mir zwar nicht vllig unbekannt, aber das hier auch Konzerte stattfinden war mir neu. Eine kleine, aber feine Location, die mit einem gewissen Charme berzeugen kann. Dass die Bhne wirklich sehr klein ist, die Effektgerte fr die Gitarren mussten auf umgedrehten Bierkisten vor der Bhne montiert werden, tat der guten Stimmung unter den Zuschauern keinen Abbruch.

The Very End The Very End

Schlielich gab es heute doppelten Grund zum Feiern: zum einen den Auftakt der Tour von A MILLION MILES und THE VERY END, gleichzeitig war aber auch heute der offizielle Erscheinungstag der ersten vollstndigen CD von A MILLION MILES.

Zum Start kamen THE VERY END aus dem Ruhrgebiet auf die Bhne. Da selbst unserem Chef die letzte Platte der Band gefiel und diese mit 12 Punkten belohnte, musste ja was dran sein. So war ich dann auch gespannt, was die Truppe live auf die Beine stellen kann. Dies war dann relativ schnell beantwortet, denn THE VERY END konnten bereits mit den ersten Songs einen groen Teil des Publikums hinter sich bringen und bekamen mehr als den blichen Hflichkeitsapplaus. Snger Bjrn hatte die Meute gut im Griff, der Sound drckte ordentlich aus den Boxen und die einzelnen Songs verfgen ber viel Abwechslung, was den Auftritt zu einem kurzweiligen Erlebnis machte. Daran nderte auch die doch sehr umfangreiche Setlist mit ber 10 Liedern nichts. Der Auftritt ging schneller vorbei als gedacht, aber wenn man derartig starkes Material zur Verfgung hat wie THE VERY END, vergeht die Zeit ja leider schneller, als wenn sich eine drittklassige Truppe mit hchster Anstrengung versucht den Arsch abzuspielen und dabei das Publikum zum Wettghnen animiert. Die Jungens werden den Sommer ber an einigen Festivals teilnehmen, und ich kann interessierten Lesern nur empfehlen, sich die Band reinzuziehen. Ihr werdet es nicht bereuen.

A Million Miles A Million Miles

Kurz danach war die Zeit reif fr die Lokalmatadoren von A MILLION MILES. Das Debut "What's Left Behind" gefiel mir auerordentlich gut, und ich kann die stndigen Vergleiche mit einer ehemaligen groen deutschen Band, deren Namen sich aus dem Wort einer Dnger Art und eines Sugetiers zusammensetzt, nicht mehr hren oderlesen. Okay, beide Truppen haben ein blonde Frau, die am Mikro steht. Das haben KITTIE auch. Oder ARCH ENEMY. Ist das die Grundlage, Bands zu vergleichen? Ich finde nicht, und es wrde A MILLION MILES auch berhaupt nicht gerecht werden. Die Truppe aus der Hansestadt hat es musikalisch auf ihrem ersten kompletten Album geschafft, mehr Vielfalt und Herzblut in ihre Songs zu bringen, als die oben angesprochene Band aus Gttingen auf vier Alben. So, dass musste einfach mal raus. Zurck zum Auftritt, denn der hatte es wahrlich in sich. A MILLION MILES starteten gleich mit "Death And Beyond" sowie "When Skies Fall Down" komplett durch. Die Menge johlte, es wurden Kpfe geschttelt und nahezu jeder Fu wippte mit. Aber jeder merkte, dass die Bhne dann doch irgendwie etwas zu klein war.

A Million Miles A Million Miles

Die Band hatte definitiv Bewegungsdrang, was der kleine Aufbau aber leider nicht hergab. Nun gut, konnte keiner was dran ndern, also machte man das Beste aus der Situation und kloppte ordentlich Material in die Menge. Die wiederum nahm dies dankend entgegen. Frontfrau Mona hatte das Publikum in der Hand, verwies mehrfach darauf wie happy die Band mit dem heutigen Tag war, und bedankte sich bei allen Fans und Untersttzern. Es folgten smtliche restlichen Geschtze aus dem Album "What's Left Behind", und da der Laden immer noch mehr wollte, gab es oben drauf noch eine astreine Cover Version des PANTERA Klassikers "Domination". Sptestens da war dann alles zu spt und die Leute headbangten was die Rbe hergab.Danach ging man zum gemtlichen Teil des Abends ber und sowohl Bands als auch Zuschauer genehmigten sich das ein oder andere Bierchen. Fr mich war leider Schicht im Schacht, da ich schon einen langen Tag hinter mit hatte und noch irgendwie mit geffneten Augen mit dem Auto nach Hause musste. Ein mehr als gelungener Abend, und man kann beiden Bands nur fest die Daumen drcken, dass es mit ihnen weiter bergauf geht. Das Potential ist allemal vorhanden.




    Setlist: A MIILION MILES
  • Death And Beyond
  • When Skies Fall Down
  • Seperation
  • Broken
  • Letter For You
  • A Million Miles
  • Hold
  • Dusk
  • Walk All Night
  • Domination
  • What's Left Behind
<< vorheriges Review
ENSLAVED, WINTERFYLLETH - Berlin, SO 36
nchstes Review >>
HELLOWEEN, GAMMA RAY - Langen, Neue Stadthalle


Zufällige Reviews