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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing MONO INC., A LIFE [DIVIDED]
Ort Karlsruhe, Substage
Datum 22.03.2013
Autor Thorsten Ritter
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"Wer geht da hin?" wollte Namenskollege Dietrich wissen und um mit den Worten meines alten Feldwebels zu antworten "Da wird die Wahl wohl wieder ganz eng". Ich mag die Dster-Rocker aus Hamburg, muss aber gestehen, dass mich die vorletzte CD "Viva Hades" nicht sonderlich gezogen hat. Auerdem hatte der letzte von mir besuchte Event beim Summers End Open Air in 2010 einen zwiespltigen Eindruck hinterlassen. Mit dem Longplayer "After The War" haben MONO INC. aber wieder einen starken Output am Start, so dass ich mich hab' breitschlagen lassen. "Aber bitte nicht am 21.03., denn dort spielen TESTAMENT in Wiesbaden" und ich wollte dort ein wenig meinen Geburtstag feiern, obwohl Mainz fr mich eigentlich ebenfalls ein Heimspiel gewesen wre. Dann also einen Tag spter nach Karlsruhe. Glcklicherweise hatte ich den TESTAMENT-Gig unbeschadet berstanden, so dass einem Trip nach Baden-Wrttemberg nichts mehr entgegenstand. Meine Freundin hatte ebenfalls Lust mich zu begleiten, also ab in den Sden. Witzigerweise war ich nicht nur neugierig auf die Musik des heutigen Abend, sondern auch auf die Lokation selbst, denn das Substage hat auch ber die Grenzen Hessens hinaus einen Ruf hnlich dem des Colos-Saals in Aschaffenburg oder der Batschkapp in Frankfurt. Rechtzeitig angekommen prsentierte sich das Substage, welches wohl zwischenzeitlich umgezogen war, als gemtlicher, kleiner Laden - umgearbeitet von einer Schlachthalle - der einen uert aufgerumten und sauberen Eindruck hinterlie und auch mit seinen angenehmen bzw. fairen Getrnkepreisen punkten konnte. Es war auch bereits recht gut besucht und das Publikum bunt gemischt; vom Kindesalter bis gefhlten 60 Jahren war so ziemlich Alles vertreten, ebenso wie vom Langhaarigen aus dem Umkreis bis zur gestylten Gothic Queen.

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Erffnet wurde der Abend kurz vor 20 Uhr von A LIFE [DIVIDED], bei welcher sich EISBRECHER-Gitarrist Jrgen Plangger als Snger bettigt. Mit Gitarrist Tony Berger und Drummer Korl Fuhrmann, welche bei LACRIMAS PROFUNDERE ttig waren bzw. noch sind, sind zudem zwei weitere mehr oder weniger bekannte Mitglieder an Bord. Dummerweise war ich mit dem Material der Band nicht weiter vertraut, da die erste, offizielle Verffentlichung vllig an mir vorbeilief und mir das aktuelle Album "The Great Escape" bisher noch zu teuer zum Erstehen war. Das sollte fr den heutigen Gig aber nicht weiter notwendig sein, denn das doch recht junge Quintett wusste mit ihrer geflligen Mischung aus Rock und elektronischen Elementen durchaus schnell zu berzeugen. Die Musik machte Spa und die Stimmung in den kommenden 40 Minuten war mehr als ordentlich. Snger und Seiten-Fraktion waren stndig in Bewegung und gaben ordentlich Gas. Aufgrund der Optik der Jungs kamen auch die weiblichen Fans, die sich von Beginn der Show an lautstark zu "Wort meldeten", auf ihre Kosten. Aber auch das restliche Publikum lie sich begeistern und so verging die Zeit wie im Flug. Allerdings htte ich das VNV NATION-Cover "Perpetual" nicht unbedingt gebraucht sondern htte stattdessen noch gerne eine weitere A LIFE [DIVIDED]-Nummer gehrt. Egal, sei's drum, die Band werde ich im Auge behalten.



    Setlist: A LIFE [DIVIDED]
  • The Lost
  • It Ain't Good
  • Doesn't Count
  • Words
  • Perpetual
  • The Last Dance
  • Hey You
  • Heart On Fire


Kurz nach 21 Uhr war es dann an der Zeit fr MONO INC. das Substage zu rocken. Bei dem Konzert handelte es sich brigens um einen Nachholtermin, da aufgrund einer Erkrankung von Snger Martin Engler im Februar einige Auftritte verschoben werden mussten. Mit "My Worst Enemy" erwischte das Quartett nach einem kurzen Intro auch gleich einen powervollen Start, obgleich Martin Engler einen (noch) schwachen und angeschlagen Eindruck hinterlie. Mono_Inc. Mono_Inc. Dem Gig und der Stimmung bei den Fans schadete dies jedoch nicht, denn die Band wurde von der ersten bis zur letzten Sekunde abgefeiert. Der Frontmann lie sich daher im Laufe des Abend dazu hinreien und unterbreitete den Vorschlag, eventuell fters in Karlsruhe vorbeizuschauen; heute war der erste Besuch in Karlsruhe. Die Setlist setzte sich aus alten sowie aktuellen Nummern zusammen, wobei das Augenmerk zum groen Teil auf "After The War" lag. Mit "My Deal With God" gab es aber auch die neue Single zu hren, die sich gut in der Reihe solcher Hits wie "Arabia", "From The Ashes", "Voices Of Doom" und "Get Some Sleep" integrierte. MONO INC. haben einfach viele coole Nummern, mit eingngigen Refrains und tanzbaren Rhythmen. Aber auch die gefhlvollen Balladen wussten zu berzeugen. Vor Englers Lieblingsnummer "In My Heart" erzhlte er den Anwesenden von seiner notgedrungenen Auszeit und den hierbei gemachten Erfahrungen im Krankhaus. Die Geschichte von einem dort getroffenen, lteren Knstler, mit welchem er sich anfreundete und welcher am Tag seiner Entlassung verstarb, bewegte sicher nicht nur mich. Optisch wurde die Show durch stimmige Videoeinspielungen im Hintergrund untersttzt, was den Ablauf ein wenig auflockerte. Ansonsten empfand ich den hufigen Gitarrenwechsel von Carl Fornia als sehr amsant, da fast bei jedem Song ein Austausch des Instruments stattfand. Einziger Wehmutstropfen fr mich war aber das erneute fehlen der D.A.D.-Nummer "Sleeping My Day Away". Der Gig des heutigen Abend war jedoch wieder sehr viel strker als mein letzter MONO INC.-Besuch. Zwar hatte ich nicht mehr die Gnsehautmomente wie zur "Voices Of Doom"-Tour im Nachtleben in Frankfurt, aber die Vier konnten bei mir verlorenen Boden wieder gut machen. Trotz einiger routinierteren Ablufe stand der Spa weiterhin im Vordergrund, welcher sich wie immer auf alle Anwesenden bertrug. Ein mehr als gelungener Abend, bei dem ich die doch ein wenig weitere Anreise nach Karlsruhe nicht bereut habe. Die zufriedenen Gesichter um mich herum sprachen Bnde und sahen es genauso.


    Setlist: MONO INC.
  • My Worst Enemy
  • Symphony Of Pain
  • Gothic Queen
  • My Sick Mind TV
  • Arabia
  • Euthanasia
  • Tired Of The Day
  • Temple Of The Torn
  • If I Fail
  • From The Ashes
  • In My Heart
  • In The End
  • After The War
  • Voices Of Doom
  • My Deal With God
  • The Passenger
  • Get Some Sleep





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